Welche Auswirkungen haben Methansenker?

vom 22.09.2019, 22:05 Uhr

Der Klimawandel ist in aller Munde. Ein Problem ist die Landwirtschaft. Gerade Wiederkäuer erzeugen Methan, dass um ein Vielfaches schädlicher als CO2 ist. Dagegen ist nun die Reduzierung der Tierzahl oder Medikamente zur Methansenkung geplant. Allerdings ist hier über Nebenwirkungen noch nichts bekannt, da diese Medikamente erst entwickelt werden müssen. Hättet ihr überhaupt Lust, solches Fleisch zu essen?

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» Juri1877 » Beiträge: 6552 » Talkpoints: 5,68 » Auszeichnung für 6000 Beiträge



Da ich noch nicht davon gehört oder gelesen habe, ich das Thema aber interessant finde, habe ich soeben mal eine Suchmaschine bemüht und einen Artikel auf Spiegel online aus dem Jahr 2004 gefunden, wo es darum geht das australische Forscher ein Mittel zur Methan Reduzierung entwickelt und getestet haben. Sie konnten bereits vor 15 Jahren den Ausstoß bei den getesteten Schafen um 8 Prozent senken.

Ich denke, dass es daher sicherlich schon langfristigere Studien geben wird, wie sich das auf die Tiere, das Fleisch etc. auswirkt. Oder auch schon Mittel die das Methan weiter, als diese genannten 8 Prozent reduzieren.

Meine persönliche Meinung zu dem Thema ist, dass ich es ganz furchtbar finde. 'Der Mensch' möchte sein Verhalten nicht verändern und forscht dann lieber an Mitteln die, die Umwelt/die Natur so verändern, dass er sein Verhalten wieder rechtfertigen kann. Ich finde, es klingt absolut nicht richtig Bakterien im Magen der Tiere "unschädlich" zu machen. Ich werde auf jeden Fall mal recherchieren, ob es inzwischen Langzeitstudien zu dem Thema gibt und ob und wie sich das Mittel aus Australien verbreitet hat.

Ob ich das Fleisch konsumieren würde? Da muss ich mich zum Glück weder entscheiden noch Gedanken darüber machen ob ich überhaupt raus finde welches Fleisch davon "betroffen" ist und welches nicht, denn ich bin Vegetarier. Wobei es natürlich auch um Milcherzeugnisse geht und was mich persönlich betrifft, würde ich definitiv Veganerin werden, wenn ich nicht zumindest einen Teil, meines ohnehin sehr geringen Konsum an Milchprodukten, durch einen kleinen Hof in der Nähe decken könnte.

» Maysen » Beiträge: 300 » Talkpoints: 18,19 » Auszeichnung für 100 Beiträge


Juri, warum müssen diese Medikamente erst entwickelt werden? Es sind zig Varianten auf dem Markt. Andere Länder sind da halt weiter als Deutschland, weil da keine Comedy-Sendungen über rülpsende und furzende Kühe Witze gemacht haben, als Forschungsansätze bekannt geworden sind. In anderen Ländern hat man die Belastung des Klimas durch Methan erkannt und Forschungsgelder locker gemacht. Deshalb gibt es anderswo längst Mittel.

Bisher sind seit Jahren Pflanzenauszüge mit Pflanzenöl im Einsatz. Diese Gerbstoffe und das Öl hemmen das Wachstum methanproduzierender Bakterien im Pansen. Gerbstoffe haben keine Nebenwirkungen und die Wartezeit ist auch nicht vorhanden. Diese Stoffe nutzt man schon ewig bei Mensch und Tier gegen Durchfall. Da nehmen Menschen Tannacomp und Tiere erhalten Stullmisan.

In der ersten Generation Medikamente kam Pflanzenöl mit Knoblauch zum Einsatz. Schon das reduziert das Methan um zehn Prozent. Gerbstoffe funktionieren besser. Und mittlerweile drängt im Ausland die dritte Generation auf den Markt.

Hierzulande hat ein Forscher E. coli Bakterien gentechnisch verändert. Die Darmbakterien haben jetzt die Fähigkeit, Methan abzubauen. Das wird allerdings nur im Ausland zum Einsatz kommen, weil Gentechnik in Lebensmitteln hierzulande nicht akzeptiert wird. Aber die Möglichkeit, den Methanausstoß über Futterergänzungsmittel zu senken, die nicht einmal Medikamente sind, gibt es schon lange. Man nutzt es hier nur nicht. Australische oder britische Rinder - und Schafzüchter sind da weiter.

» cooper75 » Beiträge: 11591 » Talkpoints: 511,21 » Auszeichnung für 11000 Beiträge



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