Welche Aktivitäten zum Tag der Nachbarn?

vom 24.05.2019, 10:56 Uhr

Es wird jeden Morgen im Fernsehen so ein Thementag vorgestellt wird, wo man sich Gedanken darüber machen kann, wie der Alltag in der Gesellschaft aussieht. Heute ist zum Beispiel „Tag der Nachbarn“. Ich habe mir da so meine Gedanken gemacht und festgestellt, dass sich das Miteinander in der Nachbarschaft in den letzten Jahren stark verändert hat und die Hilfsbereitschaft auch nicht gerade vorbildmäßig entwickelt hat.

Wir wohnen in einer sogenannten Genossenschaftswohnung, wo die Mieter auch Verpflichtungen haben und leider ist es so, dass die neu zugezogenen Mieter, überwiegend nur ihre Rechte kennen, aber ihren Verpflichtungen oder Aufgaben nicht nachkommen. Ich muss auch sagen, dass die ältere Generation und die Langzeitmieter über die Jahre gelernt haben, sich gegenseitig zu helfen und auch bestimmte Aufgaben zu übernehmen, wenn mal einer nicht kann, weil er vielleicht krank oder im Urlaub ist. Das funktioniert aber leider nicht mit allen Mietern.

Deswegen finde ich so einen Tag der Nachbarn schon ganz gut, aber bei uns findet dieser nicht statt, zumindest habe ich von keinerlei solcher geplanten Treffen in der näheren Umgebung etwas mitbekommen. Begeht man bei euch im Wohnort den „Tag der Nachbarn“ und welche Aktivitäten sind da geplant oder welche würdet ihr denn wünschen und gut finden?

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» friedchen » Beiträge: 1218 » Talkpoints: 811,88 » Auszeichnung für 1000 Beiträge



Rumsitzen, Arme verschränken und über die neuen Nachbarn meckern, die nur ihre Rechte kennen und keinerlei Verpflichtungen erledigen. Macht echt nicht den Eindruck, als würdest du diese neuen Nachbarn wirklich kennenlernen wollen. Dein Urteil und deine Meinung über sie steht ja eigentlich schon fest. Ehe ich jammere und maule, dass früher alles besser war, nehme ich mein Glück selbst in die Hand und helfe auch mal einem Nachbarn.

Denn nur gute Taten machen glücklich. Die ältere Generation die kotzt mich so ziemlich an. Wenn man beim Hundespaziergang an der älteren Generation vorbei kommt, soll man drei Bücklinge machen und zweimal grüßen, ehe überhaupt eine Antwort zurück kommt. Und wenn man dann noch ein winziges gut in Plastik verpacktes Hundehäufchen in die Mülltonne wirft, wird sofort gemeckert.

Ich habe mich gleich ohne ein Wort vom Acker gemacht. Am liebsten aber hätte ich gesagt: "Ich kenne leider Ihren Namen nicht, sonst hätte ich ihnen das Häufchen in den Briefkasten gelegt." Aber es ist inzwischen viel besser geworden. Es wurden mehrere Mietshäuser abgerissen und die ältere Generation musste zum Glück ausziehen. Diese Generation kann jetzt andere Nachbarn tyrannisieren und anzeigen. Würde ich mir Aktivitäten zu einem Nachbarschaftstreffen wünschen, nähme ich diese selbst in die Hand.

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» Quasselfee » Beiträge: 2110 » Talkpoints: 20,07 » Auszeichnung für 2000 Beiträge


Meine Eltern machen mit allen Nachbarn immer ein Mal im Jahr ein Nachbarschaftsfest. Da trifft man sich, tauscht sich aus und bespricht dann auch Dinge, die man vielleicht noch umsetzen möchte. Das Miteinander ist dort im Haus wirklich gut, aber das liegt wohl auch daran, dass nur wenige Wohnungen vermietet werden und es da also mehr beständige Besitzer gibt, die gelernt haben miteinander klarzukommen und die sich über die Jahre angefreundet haben.

Bei uns wird der Tag gar nicht begangen, warum denn auch? Im Notfall kann man sicherlich den Nachbarn um Hilfe bitten, aber man muss sich da auch nicht immer feiern. Das passt schon.

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» Ramones » Beiträge: 46509 » Talkpoints: 2,20 » Auszeichnung für 46000 Beiträge



Ich kannte diesen Tag bisher nicht und fände Aktivitäten zu diesem Anlass sehr schön. Hier im Haus ist leider alles sehr anonym. Ich muss aber zugeben, dass ich auch keine Initiativen unternehme, um das zu ändern. Zumindest habe ich mich überall vorgestellt, als ich eingezogen bin. An den Reaktionen der Leute habe ich allerdings gemerkt, dass das in dem Haus gar nicht üblich ist. Ich ändere das deswegen nicht, weil ich eh wieder auf Wohnungssuche bin, weil irgendwann mal wegen der erwachsen werdenden Kinder meiner Vermieterin Eigenbedarf kommt. Ich hoffe, dass ich eine Wohnung finde, in der ich für immer bleiben kann.

Eines meiner Kinder kauft vielleicht eine kleine Wohnung und vermietet sie dann an mich. Das ist aber hier in der Stadt sehr schwierig. Das wäre ideal. In dieser Wohnung würde ich auf jeden Fall Initiativen ergreifen, um eine gute Nachbarschaft aufzubauen oder zu erhalten. Das hinge aber nicht von einem festgelegten Nachbarschaftstag ab.

Das Nachbarschaftsverhältnis in meiner Wohnung vorher war super. Dazu brauchte es keinen Nachbarschaftstag. Wir besuchen uns immer noch regelmäßig. Früher haben wir einmal im Jahr Hoffeste gefeiert und uns gegenseitig zum Beispiel zum Sonntagsfrühstück getroffen. So etwas hätte ich gerne wieder, ist aber unwahrscheinlicher in einem größeren Haus als in einem Achtfamilienhaus.

» blümchen » Beiträge: 4114 » Talkpoints: 21,27 » Auszeichnung für 4000 Beiträge



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