Was tun, um Montagsblues und Montagsfrust zu vermeiden?

vom 11.10.2017, 17:21 Uhr

Das kennt eigentlich jeder, dass nach einem schönen Wochenende wieder ein Montag folgt und man möchte am liebsten an den Montag nicht denken. Leider kann man den Montagmorgen nicht wegzaubern. Meistens ist er mit Stress und Hektik vorprogrammiert.

Mich würde mal interessieren, wie vermeidet ihr den Frust-Start in die Woche und gibt es irgendwelche Mittel oder Anregungen wie man den Montags-Blues vorbeugen oder diesen verhindern kann. Mich würde auch interessieren wie ihr den Wochenstart angeht und welche Tipps ihr dafür geben könntet.

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» friedchen » Beiträge: 989 » Talkpoints: 609,45 » Auszeichnung für 500 Beiträge



Am besten vermeidet man einen Montagsblues in dem man einem Beruf nachgeht, den man liebt. Ich mag meinen Studiengang sehr und finde die Vorlesungen und Praktika immer sehr interessant, so dass mich der Übergang von Sonntag auf Montag gar nicht großartig stört. Allerdings gehöre ich auch nicht zu den Menschen die am Wochenende nur entspannen, da ich auch dann etwas für die Uni tun muss. Möglicherweise fällt mir der Übergang deswegen schon leichter.

» Crispin » Beiträge: 14933 » Talkpoints: 5,72 » Auszeichnung für 14000 Beiträge


Natürlich ist es schöner, wenn man eine Arbeit hat, die einen erfüllt, aber leider ist es ja nicht immer so. Ich würde also sehen, das ich möglichst positiv in den Tag starte. Also am Morgen sofort die Lieblingsmusik anmachen oder vielleicht auch gezielt etwas für den Feierabend vornehmen auf das man sich freuen kann, wenn man mal einen ganz schlimmen Montag hat. Ich finde es immer gut, wenn man sich positive Ziele setzt, so kann man sich auf etwas freuen und nimmt den Montag nicht so schlimm wahr.

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» Ramones » Beiträge: 41543 » Talkpoints: 9,84 » Auszeichnung für 41000 Beiträge



Ich hatte bisher eigentlich eher weniger den typischen Montagsblues als das ausgeprägte Mittwochs-Loch. Am Montag war ich doch meistens noch recht entspannt und ausgeruht vom Wochenende und entsprechend motiviert, gut in die neue Woche zu starten, während ich dann mittendrin einen Durchhänger hatte, weil mich die ersten zwei Tage schon geschlaucht hatten und ich wusste, dass noch einmal eine genauso lange Phase bevorstand, bis ich wieder eine Pause bekomme.

Mir hat es immer geholfen, mir das Wochenende wirklich größtenteils freizuhalten und da richtig zu entspannen. Das geht natürlich nicht, wenn man alle Pflichten der Woche bis zum Sonntagabend aufschiebt und dann kurz vor knapp noch in regelrechte Panik gerät. Auf diese Art und Weise macht man sich nicht nur unnötigen Stress, sondern man verbaut sich auch in gewisser Weise die schönen freien Tage davor, weil man immer noch die Aufgaben im Hinterkopf hat, die anstehen. Daher habe ich versucht, den Großteil der Arbeit am Freitag und Samstagmorgen hinter mich zu bringen.

Auch eine gute Planung kann den Start in die Woche erleichtern. Wenn ich am Montag erst anfange, darüber nachzudenken, was ich neben Uni und Arbeit alles tun muss, merke ich schnell, dass ich Probleme bekomme, das in meinem Kalender unterzubringen. Habe ich mir aber ausreichend im Voraus schon einen Überblick über meine Termine verschafft, dann kann ich diese auch sinnvoll und angenehm über die Woche verteilen und vermeiden, dass ich an manchen Tagen ohne Pause unterwegs bin.

» MaximumEntropy » Beiträge: 7148 » Talkpoints: 849,42 » Auszeichnung für 7000 Beiträge



Ich würde auch sagen: sich einen Job suchen, den man nicht hasst? Oder an der Einstellung arbeiten. Ich halte zwar auch nichts davon, sich alles schön zu reden, aber ich kenne eben auch Leute mit einem ausgeprägten Hang zum Drama. Ob "Traumjob" oder nicht - die allerwenigsten Normalbürger betrachten ihren Broterwerb als Privileg und Freizeit als lästige Unterbrechung. Dass man nicht jeden Morgen freudestrahlend aus dem Bett hüpft, ist in meinen Augen ganz normal und kaum der Rede wert - geschweige denn einer melodramatischen Bezeichnung wie "Montagsblues".

Ich kann von mir auch nicht behaupten, jeden Montag "Stress und Hektik" zu haben, sondern ich betreibe eben meine allmorgendliche Routine. Oft genug ist mein Wochenende sogar stressiger als mein Arbeitsalltag. Generell weigere ich mich sowieso, mein Leben nur auf die "Highlights" also Feierabend, Wochenende und Urlaub, auszurichten und so 80 Prozent meines Daseins mit Jammern zuzubringen. Montags nicht aufstehen zu müssen hat zudem auch nicht nur Vorteile.

» Gerbera » Beiträge: 8888 » Talkpoints: 0,91 » Auszeichnung für 8000 Beiträge


Gerbera hat geschrieben:Ich würde auch sagen: sich einen Job suchen, den man nicht hasst?

Das muss einem erst einmal gelingen. Ich für meinen Teil werde mich in diesem Leben wohl mit meinem Beruf nicht mehr wirklich anfreunden, daher muss ich wohl damit leben, tagsüber etwas zu machen, das mich nicht wirklich zufriedenstellt. Deswegen kenne ich das Phänomen Montagsblues sehr gut.

Meine derzeitige Strategie für die Zukunft könnte so aussehen, dass ich meine Arbeitszeit endlich reduziere und mindestens einen Tag pro Woche weniger arbeiten werde. Wenn mir nicht am Montag eine endlos erscheinende Arbeitswoche bevorsteht, dann macht es mir gleich weniger aus. Kürzere Arbeitszeiten nehmen viel Druck raus und machen die Arbeit generell leichter erträglich.

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» lascar » Beiträge: 2256 » Talkpoints: 454,58 » Auszeichnung für 2000 Beiträge


lascar hat geschrieben:
Gerbera hat geschrieben:Ich würde auch sagen: sich einen Job suchen, den man nicht hasst?

Das muss einem erst einmal gelingen. Ich für meinen Teil werde mich in diesem Leben wohl mit meinem Beruf nicht mehr wirklich anfreunden, daher muss ich wohl damit leben, tagsüber etwas zu machen, das mich nicht wirklich zufriedenstellt.

Wohlgemerkt, ich schreibe nichts von einem zufriedenstellenden Beruf. :D Ich finde es nicht zu hoch gegriffen, seinen Job zumindest nicht zu hassen. Hass ist für mich ein starkes Wort, mit dem ich nicht so ohne weiteres um mich werfe. Meinen Job zu "hassen" wäre für mich Anlass genug, mit allen Mitteln zu versuchen, dem Elend zu entkommen und dafür auch Abstriche und Opfer aller Art in Kauf zu nehmen.

Mein aktueller Job rangiert auch solide auf dem Level "Besser als arbeitslos" und ich gedenke auch auf Teilzeit umzusteigen, sobald ich es mir leisten kann. Ich kann zudem nicht behaupten, jeden Abend mit dem Gefühl der Befriedigung heimzugehen, weil ich etwas geschafft habe. Meine Befriedigung ziehe ich daraus, dass ich mit dem Gehalt für einen wenigstens nicht anstrengenden, sicheren, wenngleich drögen Broterwerb all das finanzieren zu können, was das Leben für mich schöner macht.

Ich finde einfach, dass man sich selber das Leben unnötig schwer macht, wenn man von einem "normalen" Beruf etwas erwartet, was dieser nicht leisten kann, sei es Ansehen, Unterhaltung, Abwechslung etc. Dafür ist die Freizeit da.

» Gerbera » Beiträge: 8888 » Talkpoints: 0,91 » Auszeichnung für 8000 Beiträge



Ich habe eher den Freitagsblues. Denn trotz der Freude über das Wochenende und der kurzen Arbeitszeit am Freitag, denke ich auf der Heimfahrt schon darüber nach, wie ich wohl die Hausarbeit bewältige, die da schon auf mich wartet. Und da mir schon die Arbeitswoche in den Knochen steckt und ich daher rechtschaffend kaputt und müde bin, graut mir doch regelmäßig davor. Am Samstag dann bin ich ein freier Mensch und voller Freude.

Wogegen ich am Sonntagmorgen schon eher grummelig bin, da das Wochenende nun bald schon wieder vorbei ist. Bei allen Arbeiten, die ich am Wochenende erledige, finde ich immer Zeit mich etwas von der vergangenen Arbeitswoche auszuruhen und zu erholen. Somit starte ich stets ausgeruht in den Montag und bin auch nie schlecht gelaunt nur weil eben Montag ist. Und Stress und Hektik habe ich an einem Montagmorgen auch nie.

Denn gerade am Sonntag habe ich doch die Zeit, mich für den kommenden Morgen gut vorzubereiten. So starte ich stets meinen Tag, dass ich nur noch das nötigste machen muss, um Zeit zu sparen. Und das mache ich eben auch an einem Sonntagabend. Dass einem stets vor Montag grault, finde ich echt gruselig und möchte das für mich einfach nicht erleben.

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» Quasselfee » Beiträge: 2110 » Talkpoints: 20,07 » Auszeichnung für 2000 Beiträge


Gerbera hat geschrieben:Meine Befriedigung ziehe ich daraus, dass ich mit dem Gehalt für einen wenigstens nicht anstrengenden, sicheren, wenngleich drögen Broterwerb all das finanzieren zu können, was das Leben für mich schöner macht.

Das ist im Prinzip bei mir auch so. Nur das Verhältnis zwischen Arbeitsbelastung und der daraus mit Hilfe des Gehalts zu ziehenden Annehmlichkeiten im Privatleben würde ich gern noch ein wenig stärker zugunsten der Freizeit verschieben - gerade so weit, dass das Gehalt noch ausreicht, ohne knapp zu werden, aber doch so weit, dass ich viel Zeit für interessante und schöne Dinge habe. Da bin ich noch auf der Suche nach der passenden Balance.

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» lascar » Beiträge: 2256 » Talkpoints: 454,58 » Auszeichnung für 2000 Beiträge


Ich habe eigentlich überhaupt kein Problem mit Montagen. Das liegt auch nicht wirklich daran, dass ich meinen Job die meiste Zeit über sehr gerne mag und zwei Tage Freizeit pro Woche völlig ausreichend finde, sondern, dass ich von dem angeblichen "Stress und Hektik" am Montag überhaupt nichts mitbekomme.

Bei uns ist Montags irgendwie jeder erst mal mit seinem eigenen Kram beschäftigt. Woche planen, Inbox leer bekommen, Ideen vom Wochenende skizzieren und so weiter. Die Leute, die etwas von mir wollen, kommen frühestens am Dienstag damit an.

Viel stressiger sind Freitage und Tage vor Feiertagen. Da treffen meine eigenen Ansprüche - XY noch vor dem Wochenende / Urlaub zu erledigen - auf die der Kollegen, die "noch schnell" XY klären wollen. Das führt aber nicht dazu, dass ich irgendwie gefrustet bin. Im Gegenteil. Ich genieße die darauf folgende Freizeit dann eher mehr, weil ich alles geschafft habe.

Ich würde an deiner Stelle erst mal analysieren, was genau das Problem ist. Wenn der Job so gar keinen Spaß macht würde ich die Situation auf jeden Fall ändern. Damit meine ich jetzt nicht direkt kündigen sondern mittelfristig eine Änderung anzupeilen. Bewerbungen für andere Stellen schreiben, intern eine Versetzung anstreben, Arbeitszeit reduzieren und so weiter.

Oder ist dein Stress am Montag hausgemacht? Weil du zum Beispiel durch das Wochenende völlig aus dem Schlafrhythmus gekommen bist? Das kenne ich von früher, aber seit ich am Wochenende nicht mehr den halben Tag verpenne und dafür die Nacht durchmache habe ich Montags nicht mehr das Gefühl, dass ich mitten in der Nacht aus dem Schlaf gerissen wurde wenn der Wecker klingelt. Den Wecker einfach 15 Minuten früher stellen und dann auch wirklich aufstehen hilft auch sehr gut gegen Stress am Morgen.

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» Cloudy24 » Beiträge: 24941 » Talkpoints: 159,37 » Auszeichnung für 24000 Beiträge


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