War der Angriff auf Charlie Hebdo zu erwarten?
Ich ziehe keinen Vergleich zwischen Sandalen und einer Ideologie. Ich wollte nur erklären, wie es kommt, dass immer mehr Menschen sich dem anschließen. Sie müssen keine Vorreiter mehr sein, sie müssen sich nur noch anschließen. Sie wissen, dass es andere gibt, die wie sie denken. Das liegt nicht am Islam.
Wer im Moment radikal und gewaltbereit ist, weiß, dass er sich dem IS anschließen kann. Zu anderen Zeiten, an anderen Orten kann und konnte man sich dann eben den Hooligans anschließen oder Abtreibungsgegnern. Was halt gerade geboten wird. Wenn du im Moment deine Aggressionen in Richtung Abtreibung lenken willst, hast du halt keine Mitstreiter. Das ist gerade kein gesellschaftliches Thema. Es ist gerade nicht "in Mode". Deshalb sind gerade alle Terroristen Islamisten.
Natürlich war er zu erwarten. Man hat unter dem Deckmantel der Meinungs- und Pressefreiheit den ganzen Islam beleidigt und somit provoziert, um Auflage zu machen. Ich frage mich auch, worin man nun den Riesenunterschied zu PEGIDA sieht. Hier wie dort wurde und wird versucht, mit Islamfeindlichkeit Stimmung und Kohle zu machen.
Wer übrigens im Zuge der Snowden-Enthüllungen gesehen hat wie brutal und unmenschlich die Amerikaner im Irak vorgegangen sind oder wie brutal das angeblich so liberale Assad-Regime gegen seine Gegner vorgeht, der versteht sehr schnell, warum nun auch Personen aus dieser Region oder mit Vorfahren aus dieser Region etwas härter reagieren.
Juri1877 hat geschrieben:Wer übrigens im Zuge der Snowden-Enthüllungen gesehen hat wie brutal und unmenschlich die Amerikaner im Irak vorgegangen sind oder wie brutal das angeblich so liberale Assad-Regime gegen seine Gegner vorgeht, der versteht sehr schnell, warum nun auch Personen aus dieser Region oder mit Vorfahren aus dieser Region etwas härter reagieren.
Das ist auch ein wichtiger Punkt. Das Ganze schaukelt sich doch hoch und beide Seiten werden radikalisiert. Beispielsweise US-Bürger, die durch 9/11 geschockt sind und von wo seit Jahren Soldaten in muslimische Regionen geschickt werden und teilweise nicht mehr heimkommen. Aber doch auch die Menschen in den Regionen, wo diese Kriege gegen den Terror geführt werden.
Wenn selbst hier in Deutschland ein vollkommen Unbeteiligter so etwas sagt:
Bellikowski hat geschrieben: Im Übrigen habe ich mich auch nicht darüber gewundert, dass ein Anschlag eben wieder aus dieser religiös motivierten Ecke kam und mir fällt es da auch immer schwerer diese Religion ohne Magengrummeln zu betrachten.
Was glaubt ihr, wie viel Magengrummeln die Menschen dort angesichts westlicher Truppen haben? Angesichts dessen, dass das Leben dort seit Jahren nicht sicher ist. Viele melden sich freiwillig als Soldaten für die offiziellen Armeen, damit sie von den westlichen Truppen ausgebildet werden können und nach deren Rückzug ihr Land selber gegen Islamisten verteidigen können.
Andere aber reagieren anders und schließen sich den Islamisten an. Aber auf keinen Fall kann man doch davon auf alle Muslime schließen oder darauf, dass es am Islam an sich liegt.
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