Wäre Olivia Pilhar auch gegen eine Operation gewesen?

vom 21.08.2018, 16:54 Uhr

In dem aktuellen Beitrag von 2018 erfährt man hier was aus der damals krebskranken Olivia Pilhar geworden ist. Der Fall ging ja vor 13 Jahren überall auf der Welt durch die Medien. Die Eltern wollten sich der normalen Schulmedizin entziehen und das Kind nicht operieren lassen, obwohl die damals fünfjährige einen Tumor in der Niere hatte. Als man ihnen das Recht für die Obsorge entzog flüchteten sie.

Ich kann mich noch gut an Herrn Pilhar, den Vater von Olivia erinnern, der mit Hungerstreik und allem möglichen die Operation seines Kindes verhindern wollte. Schließlich wurde Olivia aber dann doch operiert und ist heute gesund und munter. Wie man dem Bericht entnehmen kann will sie sogar Model werden, hat aber Angst, mit ihrer Narbe von der damaligen Operation zu scheitern.

Auf die Frage hin, was sie von den damaligen Geschichten hält, meint sie, dass sie nicht darüber sprechen möchte und auch lieber nicht operiert worden wäre. Warum, da möchte sie sich nicht äußern, denn sie möchte nicht, dass man ihre Eltern wieder schlecht redet. Warum könnte Olivia selber der Meinung sein, dass sie nicht operiert werden hätte sollen? Wo sie doch jetzt weiter lebt und ein normales Leben führt?

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» nordseekrabbe » Beiträge: 8504 » Talkpoints: 36,46 » Auszeichnung für 8000 Beiträge



Ich habe den Bericht eben mal gelesen, weil ich zugeben muss, dass ich von dieser Geschichte so gar nichts mitbekommen habe oder das bei mir wieder in Vergessenheit geraten ist. Ich kann schon verstehen, was die junge Frau meint und ich schätze, dass es ihr vor allem darum geht, ihre Eltern zu schützen. Sie steht nun vielleicht bald in der Öffentlichkeit und wenn sie sagt, dass sie das mit der Operation schon gut findet, dann folgen sicher viele weitere Fragen.

Wenn sie wirklich als Top-Model arbeiten kann, dann wird sie auch oft Interviews geben müssen und auch allgemein mit der Geschichte von damals in Verbindung gebracht werden und so verstehe ich es, dass sie sich nun direkt hinter ihre Eltern stellt, um dann Fragen schnell abzublocken. Ob sie sich wirklich auch gegen die Operation entschieden hätte, oder ob sie das nun nur gesagt hat, das weiß ich nicht.

» Barbara Ann » Beiträge: 25647 » Talkpoints: 20,86 » Auszeichnung für 25000 Beiträge


Stellt sich die Frage, ob sie das wirklich denkt oder ob sie in der Öffentlichkeit nur wegen der Solidarität zu ihren Eltern zu geantwortet hat. Denn die Presse könnte sich auf sie stürzen wie die Aasgeier, wenn heraus kommen würde, dass sie mit ihren Eltern so gar nicht einer Meinung ist und ihnen vielleicht sogar grollt deswegen.

Man muss die Familie eben zusammenhalten. Das hat nichts mit der ehrlichen eigenen Meinung zu tun. Das ist vielleicht nur Taktik, damit die Presse nicht auf die Idee kommt, da einen Keil zwischen zu treiben und die Familie zu zerstören.

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» Täubchen » Beiträge: 26781 » Talkpoints: 2,54 » Auszeichnung für 26000 Beiträge



@Täubchen: Ich habe mir das im Nachhinein auch so gedacht. Denn immerhin haben die Eltern ja so gehandelt, weil sie (jedenfalls damals) ja Teil einer Sekte waren. Diese Sekte hat ja alles verteufelt, was mit normalen Krankenhäusern zu tun hatte. Da denke ich auch, dass sie ihre Familie schützen wollte. Es war ein kluger Schachzug, dass sie dieser Frage dann geschickt ausgewichen ist.

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» nordseekrabbe » Beiträge: 8504 » Talkpoints: 36,46 » Auszeichnung für 8000 Beiträge



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