Vorteile und Nachteile von einem Arbeitszeitkonto
Viele Arbeitnehmer arbeiten ja mittlerweile in Gleitzeit- oder Flexzeit-Modellen und führen dementsprechend natürlich auch ein Stundenkonto. Fließen eure Arbeitsstunden auch in ein Stundenkonto und welche Regelungen gibt es denn dazu? Kann man Stunden sammeln wie man will oder gibt es da Obergrenzen?
Kann man abfeiern wie man will oder kann euch das Abfeiern auch angeordnet werden? Kann man sich Stunden vom Arbeitszeitkonto auch ausbezahlen lassen? Wie würdet ihr denn generell die Vorteile und Nachteile eines Arbeitszeitkontos beschreiben?
Man muss nicht einmal Gleitzeit oder Flexzeit arbeiten um ein Stundenkonto zu haben. Viele haben ein Stundenkonto hinten dran mit den Pflichtstunden oder Sollstunden die sie zu leisten haben. Haben sie diese erreicht, dann ist alles gut und alles darüber hinaus wird als Bonus gesammelt und kann dann auch als Überstunden genommen werden.
Wie die Regelungen dazu sind, dazu hat jedes Unternehmen sein eigenes Ding. Bei meinem alten Arbeitgeber war es auf dem Papier so, dass man maximal 100 Überstunden haben konnte und diese dann abgefeiert werden mussten. Realität sah leider anders aus, es gab kaum jemanden unter 400 Stunden, die meisten sind bei 1000 Stunden und mehr gegangen und konnten diese nicht abfeiern aus Personalnotstand.
Auszahlen lassen wäre auch nur auf dem Papier gegangen, hat man das angefordert dauerte es ewig bis das bearbeitet wurde oder gar in der Versenke verschwunden ist. Lediglich wenn man gekündigt hat, hat man das ganze ohne Murren ausgezahlt bekommen. Solange man die abgelehnten Bescheide der Anträge behalten hatte und Nachweisen konnte, dass man selbst abfeiern wollte aber es nicht ging, sind diese Stunden auch nicht verfallen. Konnte man es nicht nachweisen, dann wurden die Stunden zum nächsten Jahr am 31.03. verfallen.
Jetzt habe ich feste Dienstzeiten, und kann darüber hinaus auch Stunden sammeln in einem begrenzten Rahmen der wesentlich kleiner ist als früher, dank der neuen EU Arbeitsrichtlinien. Vorher habe ich für jede Stunde die ich länger geblieben bin ohne Probleme schreiben können und diese auf meinem Stundenkonto sammeln. Seit der neuen Verordnung geht das nicht mehr und somit kann ich selbst keine Stunden mehr sammeln.
Nur wenn es mir befohlen wird von ganz oben, dann kann ich es, oder wenn mal ein Wachdienst mit dazwischen kommt, wobei diese auch sehr selten geworden sind und ich in dem gesamten Jahr nur noch einen einzigen habe, wofür ich 10 Überstunden gut geschrieben bekomme. Diese muss ich dann auch binnen 14 Tagen danach abfeiern. Auszahlen lassen ist dort nicht vorgesehen, lieber schicken sie alle nach Hause, als das ausbezahlt wird.
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