Weißheitszahn-OP - wie lange krank geschrieben?

vom 30.11.2009, 11:29 Uhr

Kisu87 hat geschrieben: Die ersten Tage war auch nur eine geringe bis keine Schwellung zu sehen. Etwa 3 Tage später fing die Schwellung an und es wurde etwas blau. Ich sah dann aus wie ne Hamsterbacke

Aus diesem Grund wäre ich auch gern etwas länger als unbedingt nötig krank geschrieben. Ich habe beruflich viele Termine im Außendienst. Da wäre es einfach unpassend, wie ein Hamster auszusehen.

Kisu87 hat geschrieben: Ich kann die Analgosedierung echt nur empfehlen und würde sie auch der Vollnarkose vorziehen, da man dann auch noch am selben Tag, direkt nach der OP nach Hause gehen kann.

Ich hatte eigentlich gedacht, dass ich nach der Narkose auch nach Hause darf. Natürlich nicht sofort, aber halt schon noch am selben Tag. Müsste ich dann einen Tag in der Klinik bleiben?

Ich hatte anfangs über eine Analgosedierung nachgedacht, habe dem Ganzen dann aber nicht so recht getraut. Und als mein Kieferchirurg dann direkt meinte, er würde aufgrund der schwierigen Unterkiefersituation gern in Vollnarkose operieren, war das Thema für mich erledigt.

» sugar-pumpkin » Beiträge: 661 » Talkpoints: 67,64 » Auszeichnung für 500 Beiträge



Bei mir wurde das vor ein paar Jahren gemacht, alle 4 Zähne unter Vollnarkose. Als erstes möchte ich dir sagen, dass du die OP nicht unterschätzen sollst, ich hatte Glück bei mir verlief der Heilungsprozess sehr gut aber ich hatte gut zu tun, mein ganzes Gesicht war angeschwollen und blau, dafür hatte ich kaum Schmerzen.

Ich war regulär 1 Woche nach der OP krank geschrieben sollte dann aber zur Nachkontrolle zu meiner Zahnärztin und diese sollte weiter entscheiden. Meine Wunden waren nach dieser Woche schon komplett zu, ich ging dann zum Fäden ziehen und alles war soweit o.k.

Ich konnte aber zum Beispiel nach einer Woche immer noch nichts schweres heben ohne, dass ich enormen Druck auf dem Kopf bekommen habe. Auch nach unten beugen zum Beispiel zum Schuhe zubinden ging nicht, ich bekam sofort einen Druckschmerz.

Aus diesem Grund wurde ich eine weitere Woche krank geschrieben so, dass eben alles ganz abheilen konnte. Mir ging es wie gesagt gut aber ab und an in bestimmten Situationen hat man eben gemerkt, dass es doch nicht so ganz ohne war wie ich dachte. Dazu kam der körperliche Abbau, klingt albern ist aber so, denn man kann die ersten Tage kaum essen.

Mir wurden damals die Wangetaschen angenäht, so dass ich den Mund kaum aufbekam, es sollte dafür sein, dass die Nähte durch das weite Öffnen des Mundes nicht wieder aufgehen. Ich war am Ende als alles wieder beim Alten war, echt geschafft und musste zu Kräften kommen. Alles in allem war ich über 14 Tage zu Hause.

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» stance » Beiträge: 1775 » Talkpoints: -0,31 » Auszeichnung für 1000 Beiträge


stance hat geschrieben: Ich war am Ende als alles wieder beim Alten war, echt geschafft und musste zu Kräften kommen. Alles in allem war ich über 14 Tage zu Hause.

Das klingt ja schon ziehmlich heftig. gerade an so Begleiterscheinungen wie Kopfschmerzen oder so, habe ich noch gar nicht gedacht. 14 Tage klingt ja erstmal ziehmlich viel. Ich hoffe, dass ich aber, wenn es nötig ist, noch weiter krank geschrieben werde. Mein Zahnarzt meinte mehr als 3-4 Tage sei absolut unüblich und auch bei der Krankenkasse schwer zu erklären.

» sugar-pumpkin » Beiträge: 661 » Talkpoints: 67,64 » Auszeichnung für 500 Beiträge



Ich bin jetzt erstmal eine Woche krank geschrieben. Nächsten Dienstag werden dann die Fäden gezogen. Bis jetzt geht es mir eigentlich ganz gut. Zumindest besser als erwartet. Mein Kieferchirurg meinte heute beim Kontrolltermin, dass ich ganz gut aussehe, dafür dass die Zähne so groß und so verkeilt waren.

Vielleicht hat ja einer von euch noch ein paar Tipps, was ich essen kann. Ich hab zur Zeit ständig Hunger. Nur Suppe macht einfach nicht so richtig satt. :(

» sugar-pumpkin » Beiträge: 661 » Talkpoints: 67,64 » Auszeichnung für 500 Beiträge



Mache auf keinen Fall einen Rückzieher! Dein Zahnarzt wird dir die Weisheitszähne schon nicht grundlos entfernen, die müssen nun einmal raus und du wirst dich um einiges besser fühlen, wenn du die Operation hinter dir hast. Da du extrem Angst vor dem Zahnarzt zu haben scheinst, ist es sicherlich gut, dass du dich für eine Vollnarkose entschieden hast, aber ich kann dir auch sagen, dass es selbst nur mit einer lokalen Betäubung nicht schlimm ist.

Da hört man zwar die Geräusche, aber man darf nebenher Musik hören und die meisten Kieferchirurgen erklären dir auch, was für ein Geräusch als nächstes kommt, was sie machen und inwieweit du das mitbekommst. Aber darüber musst du dir ja gar keine Gedanken machen, sondern eher um die Narkose. Ich denke, du wirst nach dem Aufwachen noch ein bisschen im der Zahnarztpraxis bleiben müssen, zur Vorsorge und wenn du dann ganz zu dir gekommen ist, kannst du nach Hause gefahren werden. Das ist der Vorteil einer lokalen Betäubung, da kann man direkt nach der Operation nach Hause.

Was die Schmerzen nach der Operation angehen, so gibt es unterschiedliche Erfahrungen. Du kannst auf jeden Fall ausgehen, dass du erst einmal drei Tage lang die Backen kühlen musst, also in der Zeit wirst du auf jeden Fall krank geschrieben sein. Wie es danach aussieht, ist dann ganz individuell. Bei manchen geht die Schwellung sehr schnell zurück, andere bekommen erst gar keine sehenswerte Schwellung und wiederum andere haben mehr als eine Woche dicke Backen. Da reagiert jeder Körper anders darauf und du musst einfach abwarten, wie es sich entwickeln wird.

Wegen den Schmerzen brauchst du auf jede Fall keine Angst zu haben. Da du dich für die Vollnarkose entschieden hast, bekommst du während der Operation sowieso nichts mit und für die Zeit danach gibt es Schmerzmittel. Empfehlenswert ist da Ibuprofen, die Tabletten wirken sehr gut und dann spürst du auch nichts. Eine Woche später sind die Fäden dann auch schon wieder draußen und du wirst erleichtert sein, die Zähne draußen zu haben.

» *sophie » Beiträge: 3506 » Talkpoints: 1,38 » Auszeichnung für 3000 Beiträge


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