Strafe für illegale Downloads

vom 09.10.2007, 12:22 Uhr

In den USA muss Jammi Thomas wegen dem Urteil eines Gerichts nun wegen 24 bereitgestellter Dateien 222,000 Dollar Strafe zahlen. Der Anwalt von ihr möchte nun in Berufung gehen und sammelt diesbezüglich Spenden.

Die RIAA (Recording Industry Association) hat aber 1400 Vorwürfe gegen diese Frau gemacht. Doch das Gericht sah nur 24 als voll schuldig, so kam es zu einer Geldstrafe von "nur" 222.000 Dollar Strafe. Diese 24 bereitgestellten Dateien waren Musikdateien die im Sharing Programm KaZaAa zum Download freigegeben wurden. Der Anwalt will dadurch noch einmal in eine Berufung gehen, um mit RIAA eine außergerichtliche Verhandlung über die Kosten zu führen, was aber meiner Meinung nach scheitern wird, denn RIAA setzte ja auf 1400 Dateien, jedoch wurden ja nur 24 schuldig empfunden! Jammie Thomas fordert nun auf einer Spendenseite auf, die Internet Benutzer spenden zu lassen, denn sie ist eine alleinerziehende Mutter, die einen Jahresgehalt von 36.000 US Dollar Einkommen hat.

Zum ersten Mal also wurde vor einem Gericht ein Filesharing Fall verurteilt und dies alles nur zu gunsten der Musikindustrie. Irgendwann musste es ja mal "das erste mal" geben. Wundert mich auf jeden Fall nicht, dass sie es mit einer alleinerziehende Mutter anfangen.

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» m4h3r » Beiträge: 142 » Talkpoints: 0,55 » Auszeichnung für 100 Beiträge



Sry wer saugen tut, begeht etwas illegales das wusste auch die alleinerziehende Mutter mit 36.000 Dollar Jahresgehalt. Deswegen würd ich persönlich auch nichts spenden ...

Gerade in einer Zeit wo so gegen die Filesharer vorgegangen wird noch seine Tauschbörse anzuwerfen und dann Musik und Filme runterzuladen, zu denen man nicht das Original hat ist einfach nur Krank.

Leider meinen viele in der breiten Masse ist man Anonym. Logisch den einen erwischt es den nächsten nicht, das wird ein bisschen willkürlich rausgesucht. Kann sein, dass man zu den "Glückspilzen" gehört oder eben die A***** Karte zieht. Sollte aber jedem bewusst sein, wer sich auf so etwas einlässt. Und es gibt genug Börsen wo man für einen fairen Preis den gewünschten Track legal downloaden kann, man verzichtet drauf oder man lässt sich etwas einfallen, dass nicht offensichtlich nachweisbar ist (mir fällt da spontan ein, im radio aufnehmen und auf cd brennen etc.)

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» Sorae » Beiträge: 19465 » Talkpoints: 5,84 » Auszeichnung für 19000 Beiträge


Ich kann nur empfehlen die Suche zu benutzen Riesiges Bußgeld für illegale Musikdownloads verhängt um einem Löschen seitens der Mods vorzubeugen.

Dort sind auch schon einige Meinungen zusammengefasst. Aber ansonsten kann ich das von Soare nur bestätigen:
- selbst Schuld und
- gerechte Strafe, hätte noch mehr sein sollen.

Wer sich heute noch anonym wähnt, der irrt. Auch wenn die Ermittlungsbehörden nicht direkt gegen einen ermitteln so boomt grad die Branche der WebSheriffs, also Firmen, welche im Auftrag von Firmen handeln und nach Verstößen und Urheberrechtsverletzungen suchen, die Beweise sammeln und an Anwälte der Firmen weiterleiten. Daher werden immer mehr Abmahnungen (in den USA heißen sie etwas anders) verschickt mit Unterlassungserklärung, die im 4stelligen bereich anfangen.

Achso, die gute Frau hat im Vorfeld einen außergerichtlichen Vergleich abgelehnt, von daher - doppelt blöd, aber sie hätte ihn wahrscheinlich sowieso nicht bezahlen können und dieser wäre auch 5stellig ausgefallen.

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» Subbotnik » Beiträge: 9374 » Talkpoints: 7,45 » Auszeichnung für 9000 Beiträge



Der Bericht war aber nur und der Bericht den du geschrieben hast ist anscheinend am 5.10 schon drin gewesen.. Kann ich mir leider nicht erklären, tut mir aber auch sehr Leid..

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» m4h3r » Beiträge: 142 » Talkpoints: 0,55 » Auszeichnung für 100 Beiträge



Hallo,

ich finde es einfach nur dämlich von der Frau gegen das Urteil berufung einzulegen, denn ich denke mit diesem Urteil kam sie in anbetracht der Beschuldigungen noch sehr sehr gut weg.

es gab auch schon ähnliche Fälle, bei denen die Angeklagten ein paar Jahre ins Gefängnis mussten und zusätzlich noch die Geldstrafe bezahlen haben müssen. Also ich würde der Angeklagten raten die Berufung zurückzuziehen. :wink:

mit freundlichen Grüßen

steff

» steff » Beiträge: 6 » Talkpoints: 0,65 »


Deswegen wird sie auch Berufung einlegen, da sie mit einer sehr hohen Wahrscheinlichkeit in den Bau gehen wird, da sie die Summe nicht zahlen können wird - sie will damit wohl Zeit schinden und auf ein Wunder von oben, welches es nicht geben wird, hoffen.

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» Subbotnik » Beiträge: 9374 » Talkpoints: 7,45 » Auszeichnung für 9000 Beiträge


Ich finde die die Illegal irgendetwas machen sind selber Schuld wenn sie erwischt werden. Deshalb sollten sie sich auch nicht wundern wenn sie erwischt werden. Ich mein heut zu Tage machen das immer mehr Menschen mit diesen ganzen Illegalen Programmen.

Manche erzählen sogar ja man darf es sich Sachen runterladen und dann auch selber benutzen, aber man darf es nur nicht verkaufen. Also wie gesagt lasst die Finger lieber davon

Mit freundlichen Grüßen

» Ilias » Beiträge: 28 » Talkpoints: -0,10 »



Ilias hat geschrieben:Manche erzählen sogar ja man darf es sich Sachen runterladen und dann auch selber benutzen, aber man darf es nur nicht verkaufen.
.
Wie Du es schon selber sagst - Finger weg, wenn man nicht in den möglichen Kreis der Ermittler geraten will, die Zeiten, wo man kaum erwischt wurde, sind schon lange vorbei beziehungsweise nähern sich dem Ende.

Und Illegal bleibt illegal, egal was man dann damit macht, das erhöht ggf. nur das Strafmaß.

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» Subbotnik » Beiträge: 9374 » Talkpoints: 7,45 » Auszeichnung für 9000 Beiträge


Es tut mir leid aber ich kann eure Meinung überhaupt nicht teilen , es mag zwar sein das es illegal ist Urheberrechtsgeschützte Datem runterzuladen doch 222.000 Dollar!? :twisted: das ist erheblich übertrieben sie hat der Musikindustrie einen Schaden von etwa 25 $ zugefügt und diese fordert nun tatsächlich 9.250 Dollar Pro angebotenen mp3.
diese Strafe ist total überzogen und irgendwie ein Armutszeugnis für die Musikindustrie die eine Frau und Ihr Kind willentlich in den Ruin treibt wegen ein Paar Songs.Eine kleinere Summe hätte es auch getan.
Ich frage mich wirklich was für Menschen das sind die solch ein Verfahren anstrengen und durchziehen mit dem Wissen gegen wen Sie da prozessieren.
Wenn es eine Piratengruppe o.ä.gewesen wäre könnte ich es nachvollziehen,aber bei 24 Songs ist das doch eher ein Kavaliersdelikt.Echt traurig was da so abgeht.

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» MetalfreakO_O » Beiträge: 73 » Talkpoints: 0,19 »


Wie ich in dem anderen Thread zu diesem Thema schon geschrieben habe - die hohen Forderungen pro Track dienen hauptsächlich der Abschreckung, nicht der tatsächlichen Schadenswiedergutmachung.
Das ist doch in vielen Bereichen, wenn auch in kleinerem Ausmaß so - wenn ich mit der Bahn auf einer Strecke für 1,80 € schwarzfahre und erwischt werde, bezahle ich auch 40 €, damit es richtig wehtut und alle Bescheid wissen.

» Saturn1985 » Beiträge: 446 » Talkpoints: 0,17 » Auszeichnung für 100 Beiträge


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