Forsa-Umfrage: Rechte Parteien weiter im Aufwind

vom 08.10.2007, 15:54 Uhr

Nach einer aktuellen Umfrage des forsa-Instituts liegt das Potential für rechte Parteien in Deutschland bei momentan etwa 13 Prozent. Zwei Prozent zählen sich selbst zu den Stammwählern, für vier Prozent ist die Wahl dieser Richtung gut vorstellbar und für weitere sieben Prozent ist es eventuell vorstellbar, bei NPD, DVU und Konsorten ihr Kreuzchen zu machen.
Interessant ist außerdem, dass die Unterschiede bei dieser Umfrage zwischen Ost und West, in jeder Alters- und Bildungsgruppe nur marginal sind und bei ein, höchstens zwei Prozentpünktchen liegen.
Auch das Potential von Männern und Frauen ist überraschenderweise ähnlicher, als man vielleicht vermutet.

Der typische Wähler von rechten Parteien ist allerdings zwischen 18 und 29 Jahre alt, männlich und hat eine niedrige Schulbildung, ganze 14 Prozent dieser Gruppe zählen sich selbst zu den Stammwählern.

Ein forsa-Sprecher sagte, dass die Rechten bei der nächsten Wahl vermutlich keine bis geringe Chancen haben, in einer Krisensituation könne sich dieses "Potential" aber schnell in echte Stimmen umwandeln.

» Saturn1985 » Beiträge: 446 » Talkpoints: 0,17 » Auszeichnung für 100 Beiträge



Saturn1985 hat geschrieben:Der typische Wähler von rechten Parteien ist allerdings zwischen 18 und 29 Jahre alt, männlich und hat eine niedrige Schulbildung,...

Überrascht mich jetzt nicht wirklich :wink:, höchstens, dass einige überhaupt über Schulbildung verfügen, aber an der Hauptschule und Sonderschule kann man ja auch einen Abschluss machen, so gesehen...

Aber das ist für mich auch keine echte Bildung sondern mehr der Mindeststandard, den andere schon nach der 7. Klasse an höherwertigen Schulen und in besseren Kreisen haben.

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» Subbotnik » Beiträge: 9374 » Talkpoints: 7,45 » Auszeichnung für 9000 Beiträge


Hallo,

ja, gerade Leute mit niedriger Bildung und schlechten Aussichten auf einen Beruf können von den platten Parolen solcher Parteien geködert werden. Es ist halt einfach, einen Sündenbock zu finden. Wenn man arbeitslos ist, dann sind es die Ausländer, die den Arbeitsplatz weggeschnappt haben. Anstatt sich mal an die eigene Nase zu fassen, sucht man halt woanders den Schuldigen.

Das Ergebnis der Umfrage zeigt zudem, dass rechtsorientierte Gedanken in weit mehr Köpfen herumschwirren, als es sich bei den Wahlen zeigt. Viele der Unzufriedenen geht halt gar nicht wählen.

Es ist deshalb um so wichtiger, sich aktiv mit dem Thema aueinanderzusetzen, denn Aufklärung trägt dazu bei, den Erfolg rechtsorientierter Vereinigungen/Gruppierungen/Parteien zu minimieren.

mfg Gerrit ;)

» Gerrit » Beiträge: 103 » Talkpoints: 0,38 » Auszeichnung für 100 Beiträge



Nein, überrascht hat mich dieser Teil auch nicht. Ich fand allerdings das mögliche Potential ein bisschen erschreckend.
Auch den geringe Unterschied im Ergebnis zwischen Ost und West dürften viele so nicht erwartet haben.
Und es ist klar, dass solche Parolen auf weniger gebildetem Boden besser fruchten als anderswo, weil das um die Ecke denken da eben nicht so stark, besser gesagt meistens gar nicht, vorhanden ist.
Das Denkmuster läuft da meistens so ab - ich kriege keine Arbeit - die Ausländer schon - NPD sagt: Deutschland den Deutschen - gut so.
Traurig, aber wahr.

» Saturn1985 » Beiträge: 446 » Talkpoints: 0,17 » Auszeichnung für 100 Beiträge



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