Ärger in der Apotheke

vom 14.04.2009, 20:12 Uhr

Hallo,

vor dem Osterwochenende bekam unser Sohn einen Schnupfen und nachdem ich nicht wollte, dass er über Ostern krank wird, war ich in einer Apotheke und habe ihm Nasentropfen besorgt.

Die Apothekerin hat ihn gesehen und hat sofort ohne zu zögern zu Nasentropfen gegriffen. Ich war der Meinung, dass sie weiß was sie mir mitgibt. Dem war aber leider nicht so! Denn als ich zu Hause nachlesen wollte, wie oft ich unserem Sohn die Tropfen geben soll / darf, sah ich zufällig, dass man die Tropfen für Kinder unter drei Jahren (unser Sohn ist nun 20 Monate alt und sieht auch nicht aus wie ein dreijähriges Kind!) nur in Absprache mit dem Kinderärzt geben soll!

Ich ärgere mich schon sehr über die Apothekerin. Denn sie hätte sich ja durchaus die Zeit nehmen können, um mich zu fragen, ob mein Sohn denn schon drei Jahre alt ist- falls sie der Meinung war, dass er schon so alt sei! Zudem war in der Apotheke gar nichts los!

Ist euch so etwas auch schon passiert? Wie vorsichtig muss man sein?

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» Nipfi » Beiträge: 3076 » Talkpoints: 8,28 » Auszeichnung für 3000 Beiträge



Sowas ist natürlich schon ärgerlich und auch gefährlich - und sollte im Normalfall natürlich nicht passieren. Aber auch die Apotheker sind nur Menschen, er hat vermutlich einfach nicht daran gedacht, dass es für Kleinkinder nicht geeignet ist. Da ist es auf jeden Fall gut, dass du selbst noch einmal genau die Beilage gelesen hast.

Ich würde den Apotheker freundlich auf seinen Fehler aufmerksam machen. Ich denke er wird dann auch seinen Fehler einsehen und du kannst vielleicht verhindern, dass es noch einmal passiert.

» Weasel_ » Beiträge: » Talkpoints: Gesperrt »


Ich kenne das nur zu gut. So oft will ich eigentlich gar nichts aus der Apotheke, aber an zwei Fälle, wo man mir etwas Falsches gegeben hatte, kann ich mich noch gut erinnern. Allerdings habe ich es in beiden Fällen schon gemerkt, als ich die Apotheke gerade wieder verlassen wollte, und konnte die Sachen demnach reklamieren.

Das eine Mal hat man mir sogar ein komplett falsches Medikament gegeben. Es war ein völlig anderer Anwendungsbereich. Die einzige Ähnlichkeit zu dem Medikament, welches ich eigentlich haben wollte, war ein ähnlicher Name. Wenn soetwas passiert, finde ich das schon sehr übel. Ich kann mir vorstellen, dass es schlimme Folgen haben kann, wenn unbeabsichtigt einfach ein falsches Medikament eingenommen wird. Ich denke, dass gerade viele ältere Menschen wohl vielleicht auch nicht mehr so genau auf die Verpackung achten dürften, weil sie dem Apotheker blind vertrauen.

Das zweite Mal hatte ich extra nach Tabletten ohne Laktose gefragt, da mein Lebensgefährte eine Laktoseintoleranz hat und wirklich schwere Beschwerden bekommt, wenn er auch nur eine kleine Tablette mit Laktose als Trägerstoff einnimmt. Ich bekam dann also auf meine Anfrage nach einem Medikament ohne Laktose eines, das sehrwohl Laktose beinhaltete. Ein Blick auf die Verpackung zeigte das bereits. Ich habe die Tabletten dann sofort umgetauscht.

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» Wawa666 » Beiträge: 7277 » Talkpoints: 23,61 » Auszeichnung für 7000 Beiträge



Hallo!

Ich denke auch, dass so ein Fehler eigentlich nicht passieren dürfte und wirklich gefährlich ist. Aber wir sind eben alles nur Menschen und da passieren eben auch Fehler. Daher ist es ja gut, dass du dir immer die Packungsbeilage durchliest und deinem Kind nicht einfach blind das gibst, was dir in der Apotheke verkauft wurde.

Ich würde an deiner Stelle, nochmal in die Apotheke gehen und die Nasentropfen dort zurück geben und mitteilen, dass dir die Apothekerin etwas falsches gegeben hat. Dann bekommst du sicher ein geeignetes Nasenspray. Oder du lässt es auf sich beruhen und gehst mit deinem Sohn zu einem Kinderarzt. Sicher wäre das die bessere Lösung, da die Apothekerin sonst sicher Stress bekommen wird.

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» Nelchen » Beiträge: 32238 » Talkpoints: -0,25 » Auszeichnung für 32000 Beiträge



Mir ist das bisher einmal passiert, die Apothekerin kenne ich gut. Sie hat den Fehler kurz nach dem Verkauf selbst bemerkt und mir sogar eine kleine Gutschrift gegeben, da sie meinte das dürfe einfach nicht passieren. Ich hatte aber durchaus Verständnis. Auch wenn in der Apotheke nicht viel los war, das versehentlich mitgegebene Medikament war neu und lag wohl an der Stelle, an der das von mir gewünschte Medikament sonst lag. Ich könnte mir vorstellen, dass das bei Dir ähnlich war - dass einfach das verkehrte Medikament gegriffen wurde.

Nun ja, Fehler passieren und ich würde freundlich aber bestimmt auf diesen Fehler hinweisen. Denn nur so kann die Apothekerin lernen und nicht zuletzt: sagst Du nichts, dann ärgerst Du Dich weiter. Sagst Du etwas, dann wirst Du zunächst Deinen Frust los und bekommst im Optimalfall Dein Geld zurück bzw. ein Produkt, dass Du wirklich brauchst.

» JotJot » Beiträge: 14058 » Talkpoints: 8,38 » Auszeichnung für 14000 Beiträge


Das ist natürlich wirklich ein Fehler, der eigentlich nicht passieren sollte. Mir persönlich ist sowas zum Glück noch nicht passiert, die meisten Apotheken haben ja auch Scanner und Bildschirme, auf denen dann noch mal die Eckdaten zu den Medikamenten angezeigt werden und die umreißen sie dann meistens noch mal grob gegenüber dem Kunden. Deshalb kam ich mir bisher immer relativ gut betreut vor bei den Apotheken wo ich immer kaufe, letztens hat eine Mitarbeiterin sogar extra noch mal eine Kollegin gefragt, um sich rückzuversichern.

Allerdings ist es eben auch so, dass in der Apotheke eben nicht nur studierte Pharmazeuten arbeiten, sondern auch viele Assistenten, die eben nur eine Ausbildung zur PTA oder so gemacht haben und die eigentlich nur reine Verkäufer sind und von den Medikamenten, ihrer Galenik, dem Wirkmechanismus und den möglichen Komplikationen keine Ahnung haben weil dafür eben sehr tiefgründiges Wissen nötig ist und nicht nur eine Ausbildung.

Deshalb würde ich eben wenn ich mir selbst nicht ganz sicher bin mit so einem kleinen Kind lieber doch zum Arzt gehen und nicht auf eine Verkäuferin in der Apotheke vertrauen. Am Ende ist man doch selbst verantwortlich für seine Gesundheit und die seines Kindes.

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» Grooovegirl » Beiträge: 3409 » Talkpoints: 11,54 » Auszeichnung für 3000 Beiträge


Hallo!

Ich würde die Apothekerin aber darauf ansprechen und sie aufmerksam machen, dass sie was falsches gegeben hat und du es nciht richtig fandest und auch sauer bist. So ohne weiteres würde die Apothekerin bei mir nciht davon kommen. Denn sie muss wissen, welche Medikamente für Kleinkinder, Kinder, Jugendliche und Erwachsene sind und welche man auf keinen Fall geben sollte.

Bei Nasentropfen bin ich sowieso immer vorsichtig und habe die Kinder lieber inhalieren lassen mit Kamille oder Fenchel, als dass ich ihnen Nasentropfen gegeben habe. Allerhöchstens Meerwassernasentropfen, die auch die Schleimhat abschwellen lassen und die Nase laufen lässt, damit sich nichts festsetzt.

Mir ist es noch nicht passiert, dass mir in der Apotheke was falsches gegeben wurde oder ich falsch beraten wurde. Ich frage auch immer 1000 mal nach, wenn ich selber unsicher bin. Besonders, als es um Medikamente für die Kinder ging.

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» Diamante » Beiträge: 41749 » Talkpoints: -4,74 » Auszeichnung für 41000 Beiträge



Hast du denn ausdrücklich gesagt, das du Nasentropfen für dein Kind möchtest? Vielleicht dachte die Apothekerin die Nasentropfen seien für dich?

Ich nehme einiges an Medikamenten und achte mittlerweile selber darauf, was ich zusammen nehmen kann und was nicht. Vor Jahren habe ich an sich schon gelegentlich mein Rezept für ein Psychopharmaka in einer Apotheke geholt und gleichzeitig Kopfschmerztabletten gekauft. Irgendwann fragte ich aus Zufall in einer anderen Apotheke, ob die sich mit meinem Medikament an sich vertragen. Die Apothekerin schaute auch nach und es kam raus, das die nicht unbedingt zusammen passen. Die Wirkung des Kopfschmerzmittels würden verstärkt werden. Vorallem die Neigung dazu das man halt mehr blutet. Was natürlich für mich damals sehr sinnvoll war, weil ich in einer Metzgerei gearbeitet habe und da kam es schon mal zu Schnittverletzungen.

Allerdings habe ich auch festgestellt, das auch Ärzte nicht alles Wissen. Mit meinem damaligen Neurologen/ Psychiater habe ich mich mal über die Pille unterhalten und ob die sich wohl mit Antidepressiva vertragen. Er meinte, das sollte kein Problem sein. Ich sprach dann an, das Johanniskraut zum Beispiel, die Wirkung der Pille aufhebt. Da hat er auch erstmal nachsehen müssen und er musste mir dann zustimmen. Das ist was, was in meinen Augen auch nicht sein dürfte.

» LittleSister » Beiträge: 10426 » Talkpoints: -11,85 » Auszeichnung für 10000 Beiträge


Ich bin auch schon öfters in Apotheken falsch beraten worden. Gerade bei Erkältungen oder Husten wurde mir schon alles mögliche mitgegeben, was überhaupt nicht zu meinen Symptomen passte. Ebenso habe ich untereinander nicht so verträgliche Mittel bekommen ohne Hinweis darauf. Ich kann wirklich verstehen, dass auch Apotheker nicht alles im Kopf haben können, aber gerade bei sehr gebräuchlichen Medikamenten wie Nasensprays, Hustensäften usw. sollten sie zumindest grob Bescheid wissen.

Bei Kindern sollten sie eigentlich sowieso immer nochmal nachschauen, da es ja sehr viele Medikamente gibt, die man Babys und Kleinkindern nicht oder nur nach Absprache mit dem Arzt verabreichen darf. Du solltest die Apothekerin trotzdem nochmal auf den Fehler ansprechen. Vielleicht war es wirklich nur ein einmaliges Versehen.

Mir ist aufgefallen, dass die Beratung in den verschiedenen Apotheken total unterschiedlich ist. Seitdem ich in der Apotheke, in die ich normalerweise ging, dreimal falsch beraten wurde, dann aber für eine Packung Spot-on ein Rezept vom Tierarzt vorlegen sollte und die Persona-Teststäbchen immer gerade aus sind, wenn ich komme, gehe ich in eine andere Apotheke. Dort scheinen nur wirklich gut ausgebildete Leute zu sein und bis jetzt habe ich immer das gewünschte bekommen. Die Mitarbeiter fragen auch immer nach den genauen Symptomen und suchen das Richtige raus. Für Leute, die dauernd mehrere Medikamente nehmen müssen, gibt es dort eine Kundenkarte. Im Computer sind die Medikamente, die der Kunde nimmt, aufgelistet, und so können Wechselwirkungen immer direkt verglichen werden. Meine Oma nutzt dieses Angebot und wird so noch besser beraten.

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» Studia » Beiträge: 1182 » Talkpoints: 2,44 » Auszeichnung für 1000 Beiträge


Hallo!

Also bei uns in der Apotheke sind sie da schon eher das Gegenteil. Wenn ich zu denen sage ich brauche etwas für meine Tochter dann fragen sie schon gleich nach wie alt sie ist. Wenn sie sich nicht sicher sind lesen sie sogar selbst nochmal in der Packung nach ob es schon für Kinder in dem Alter geeignet ist. Meine Tochter hatte mal Bläschen im Mund wogegen ich etwas haben wollte. Da hieß es das Mittel wo es gäbe wäre nicht für Kleinkinder und sie würden es mir daher auch nicht verkaufen. Die schicken mich dann lieber zum Arzt.

Wenn du gewesen wäre, wäre ich direkt nochmal in die Apotheke gegangen und hätte mich beschwert wie sie mir sowas geben könnten. Vielleicht hättest du ja dann zur Entschädigung einen Gutschein oder sowas bekommen. Wenn nichts gekommen wäre, dann wäre ich die längste Zeit bei denen Kunde gewesen und das würde ich denen aber auch sagen.

» lassie222 » Beiträge: 219 » Talkpoints: 0,18 » Auszeichnung für 100 Beiträge


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