Nervig - An der Uni immatrikulieren

vom 29.09.2008, 17:05 Uhr

Heute bin ich in die Universität gegangen, um mich einzuschreiben. Davor habe auch auf der Uni-Homepage noch gelesen, dass es während der Einschreibzeit (von Juli bis Oktober) riesige Warteschlangen gibt.

Ich dachte: Klar, es sind über drei Monate, warum soll es denn Schlangen geben? Sind denn drei Monate nicht genug? Wie falsch ich lag! Es ging um 14:00 los und ich war 10 nach zwei dort. Ich war schon die Nummer 200 in der Schlange! Nach 10 Minuten waren schon so viele da! Man musste sogar vorsichtig laufen, um nicht jemandem auf den Fuß zu treten. Gewartet habe ich dann insgesamt 2.5 Stunden, und ich war sogar noch eine von den Glücklichen. Es gab Leute, die die Nummer 700 hatten.

Mensch, wenn man studieren will, muss man einiges auf sich nehmen! Für mich war es ja in Ordnung. Ich kannte mich bereits aus. Aber so viele anderen angehenden Studenten kamen dorthin mit ihren Muttis! Ich lüge nicht. In dieser Schlange waren mindestens 10 Muttis mit ihren „Kindern“ unterwegs. Wie erbärmlich ist das, sagt mir, dass du in die Uni kommst und deine Mama dich herumführen muss?

» Forennutzer » Beiträge: 9 » Talkpoints: 0,16 »



Bei mir ging das damals ziemlich schnell. Ich bin zusammen mit 3 Freunden hin, die sich gleichzeitig auch einschreiben wollten. Die Unterlagen hatten wir fertig, dann sind wir rein und standen vllt. 10 Minuten an, dann war es das schon.

Ich habe mich auch schonmal an der Fachhochschule eingeschrieben, da war ich sogar der einzige der da war und ich war weder besonders früh noch kurz vor Toreschluss da. Vielleicht hast du dir einfach einen ungünstigen Zeitpunkt ausgesucht oder hast einfach nur Pech gehabt. Oder ich habe bisher immer besonders unbeliebte Hochschulen gewählt und bist zu den beliebten Eliteunis gegangen. Man weiß es nicht.

Ich kenne großes Gedränge nur bei der Rückmeldung zum neuen Semester oder Mittags in der Mensa.

» Abbadon » Beiträge: 309 » Talkpoints: 7,24 » Auszeichnung für 100 Beiträge


Also ich kann diese Erfahrung nicht mit dir teilen! Habe mich letzte Woche in Würzburg persönlich immatrikuliert: das ganze Prozedere hat höchstens 20 Minuten gedauert, was mich persönlich schon etwas positiv überrascht hat!

Ich denke mir aber, dass da auch einige Faktoren eine Rolle spielen, die die Uni Würzburg im Vorraus eingeplant hat, z.B. dass die Immatrikulation nach dem Geburtstag im Monat geht sowie die Einteilung der Schlangen zu dem jeweiligen Zuständigen hinterm Schalter nach den Anfangsbuchstaben der Nachnamen.

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» Taubenkacke » Beiträge: 67 » Talkpoints: 2,34 »



Ich habe deine Erfahrungen zum Glück nicht machen müssen, denn bei uns konnte man sich einfach per Post immatrikulieren. Dafür habe ich einfach sämtliche auszufüllenden Unterlagen auf der Hompage der Uni runtergeladen, ausgedruckt und ausgefüllt. Zusammen mit einer beglaubigten Kopie des Abi-Zeugnisses, einem Passfoto und einem Versichertennachweis habe ich es dann weggeschickt. Schon nach ein paar Tagen hatte ich eine Postkarte im Briefkasten, dass meine Unterlagen angekommen sind und einige Wochen später kam eine richtige Bestätigung, dass ich immatrikuliert war.

Scheinbar handhabt das aber jede Uni ein wenig anders, denn meine jüngere Schwester musste persönlich zur Immatrikulation erscheinen.

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» Peanut » Beiträge: 444 » Talkpoints: 57,09 » Auszeichnung für 100 Beiträge



Ich kann von der Immatrikulation, die letztes Jahr war, auch nur Positives berichten. Die Einschreibung erfolgte komplett online, musste nur das ABI-Zeugnis und paar andere Unterlagen per Post schicken. Danach wurde alles per Post geregelt und ich braucht erst im Oktober zur Einführungsveranstaltung antanzen.

Zur Info: Ich bin an der TU Dresden immatrikuliert und hier gibt es keine Termine wo die Teilnehmer erscheinen müssen und sich einschreiben.

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» phpman » Beiträge: 1086 » Talkpoints: 49,35 » Auszeichnung für 1000 Beiträge


Ich studiere nun schon seit ein paar Semestern in Bamberg und bei mir hat es damals nicht mal eine Stunde gedauert, obwohl wir auch seit Jahren steigende Studentenzahlen haben.

In so krasser Form kenne ich das Einschreiben für den Studiengang nicht, aber worauf ich dich gleich hinweisen möchte ist, dass es beim Einschreiben für gewisse Veranstaltungen gerade zu Beginn des Studiums noch schlimmer zugehen kann, wenn alle noch die gleichen Grundkurse besuchen müssen. Die Teilnehmerzahl mag da nicht ganz so extrem sein, doch da jeder unbedingt teilnehmen möchte und die Kurse manchmal auf eine bestimmte Teilnehmerzahl begrenzt sind, gibt es riesige Drängeleien.

Dumm ist es auch, wenn man sich über das Internet anmelden muss und der Server der Universität dann minütlich abstürzt, weil sich zu viele Studentinnen anmelden wollen. Das ist teilweise das reinste Chaos, weswegen ich es inzwischen gar nicht mehr probiere, sondern den oder die Dozentin am liebsten gleich persönlich anschreibe und um einen Platz im Seminar bitte.

» Charlie Brown » Beiträge: 707 » Talkpoints: 7,44 » Auszeichnung für 500 Beiträge


Ich konnte mich zum Glück per Post an meiner Uni immatrikulieren, weiß aber, dass es im Studentensekretariat eine Aufteilung nach dem ersten Buchstaben des Nachnamens gibt. Bei den zwei Mal, die ich ins Studentensekretariat die letzten Semester musste, waren dann aber immer einzelne Schalter geschlossen, sodass an den verfügbaren Schaltern ziemliche Warteschlangen waren, was aber je nach Anfangsbuchstabe variiert hat, sodass man Glück oder Pech haben konnte.

Forennutzer schreibt, dass viele mit ihren Eltern zur Immatrikulation kommen. Das konnte ich noch nicht beobachten, da es ja wie gesagt eine Briefimmatrikulation an meiner Uni gibt. Ich habe aber gegen Ende der Semesterferien immer wieder Eltern(teile) mit ihren Kindern, die potentielle Erstis sein könnten, gesehen, sei es in den einzelnen Gebäuden oder in der Mensa. Ich finde das eigentlich nicht so schlimm.

Ich habe später meine Uni auch mal meiner Mutter gezeigt, als sie zu Besuch war. Und als ich damals in meine Unistadt gezogen bin, war ich sehr froh, dass meine Eltern mit beim Möbel aufbauen etc. geholfen haben. Und so werden sicher viele Eltern helfen, und warum sollte man dann nicht einen kleinen Bummel durch die Stadt oder an die Uni machen und sich das ganze mal anschauen bzw. falls es zeitlich passt sich immatrikulieren?

» hydrogirl » Beiträge: 305 » Talkpoints: 1,58 » Auszeichnung für 100 Beiträge



Ich fand das in diesem Jahr eigentlich recht angenehm. Das Bild, das sich einem bietet, wenn man als erwachsener Mensch dorthin kommt und dann im Großen und Ganzen nur Kinder trifft, die da mit ihren Eltern hingehen, kenne ich schon von meiner vorhergehenden Uni. Aber da war das weniger schlimm, weil ich selbst noch 3 Jahre jünger war. Aber bei der Immatrikulation zum Master in diesem Jahr, habe ich auch zum ersten Mal realisiert wie sehr sich das Leben der Leute von meinem eigentlich unterscheidet.

Wenn man in etwa gleich alt ist, sollte man sich nicht daran stören, dass manche da mit ihren Eltern hinkommen. Wenn man gerade Abitur gemacht hat und 18 oder 19 ist und die Eltern Zeit haben, man vielleicht eh weit fahren muss, wieso sollten sie nicht mitkommen? Meine hätten so etwas nicht gemacht und seit ich 15 bin begleiten die mich nirgendwo mehr hin. Ich musste das damals alles alleine machen und wäre froh gewesen, wen dabei zu haben, der den Durchblick hat. So musste ich es eben alleine machen, aber deshalb war ich nicht eifersüchtig auf die, die in Begleitung kamen. Ich denke eher, dass die es viel schwerer hatten, dann selbstständig zu werden.

» Sippschaft » Beiträge: 7575 » Talkpoints: 1,14 » Auszeichnung für 7000 Beiträge


Also riesige Wartschlangen und Minimum 2,5 Stunden Wartezeit hören sich fast schon utopisch und ziemlich krass an. Das ist auch das erste Mal, dass ich höre, das Einschreiben so zeitaufwendig ist.

Eine Freundin von mir hat sich an einer Fachhochschule eingeschrieben und das dauerte 10min. Die anderen auch an größeren Universitäten, wie Dresden, mussten ungefähr eine Stunde warten und ich selber gehörte zu den Glücklichen die Unterlagen per Post bekamen, diese ausfüllten, Studiengebühren überwiesen und dann einen Monat später nur doch den Studienausweis abholen mussten. Alle Bescheinigungen kamen per Mail und bei der Abholung des Studienausweises musste ich dann noch eine ganze halbe Stunde warten. Also bei uns viel weniger Aufwand, aber ich denke das hat auch damit zu tun, das es bei mir eine eher mittelgroße Universität ist und darüber bin ich auch froh.

Selbst wenn wir so eine langewierige Immatrikulation gehabt hätten, mit Mutti wäre ich da bestimmt nciht angetrabt, das ist dann glaube ich doch ein bisschen peinlich für mich. Ich finde es aber absolut nicht schlimm, wenn andere mit ihrern Eltern hingehen, mein Gott man ist sicherlich aufgeregt und da können einen die Eltern bestimmt beruhigen, allerdings sind mir meine Freundinnen in so einem Fall doch lieber.

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» pichimaus » Beiträge: 2016 » Talkpoints: 6,99 » Auszeichnung für 2000 Beiträge


Da habe ich ja damals echt Glück gehabt mit meiner Universität, als ich mich immatrikuliert habe. Es war nicht nötig, das persönlich vorzunehmen. Die Unterlagen konnte man sich vor Ort abholen, da sie vor den Räumen auslagen oder im Internet ausdrucken. Zusammen mit allen erforderlichen Unterlagen musste ich das Ganze dann nur zu Uni schicken oder konnte es, um ganz sicher zu sein, auch vor dem Büro in einen, extra dafür angebrachten, Briefkasten werfen.

Ich wäre wahrscheinlich auch sehr genervt gewesen, wenn ich das hätte persönlich machen müssen und dafür eine gefühlte Ewigkeit hätte in einer Warteschlange stehen müssen. Ehrlich gesagt, erschließt sich mir da auch nicht der Sinn, warum man das überhaupt persönlich machen müsste, wenn man doch weiter keine Fragen hat. Wenn alle Unterlagen vorliegen muss doch dem potentiellen Studenten nicht persönlich ins Gesicht geguckt werden :o

Mit meiner Mutter wäre ich da übrigens auch nie im Leben aufgetaucht. Gerade im Studium muss man in großem Umfang selbstständig sein, da hätte ich dann spätestens bei der Immatrikulation damit angefangen. Es ist ja nun eigentlich auch nichts Aufregendes sich in der Uni einzuschreiben. Da passiert ja nichts, wo man irgendwie Unterstützung bräuchte. Mir ist das jedenfalls nicht einleuchtend, aber das kann ja jeder handhaben wie ihm lieb ist.

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» Yazz » Beiträge: 1325 » Talkpoints: 10,38 » Auszeichnung für 1000 Beiträge


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