Mutter ist eifersüchtig auf Tochter

vom 04.09.2008, 19:50 Uhr

Hallöchen,

habe mal wieder Probleme mit meiner Mutter. Sie ist einfach extrem "eifersüchtig" auf mich :( und verhällt sich auch so gegenüber mir. Seit einigen Tagen sind unsere Telefongespräche sehr "verklemmt", d.h. sie versucht mich immer sofort an meinen Vater weiter zu geben, sodass gar kein Gespräch richtig entstehen kann. Wenn mein Vater mal nicht da ist und ich rufe an, dann versucht sie mich schenll abzuwimmeln oder fängt mit Streit an.

Mir tut dies sehr weh, denn ich habe ihr absolut nichts getan. Mein Freund und ich haben letztes Jahr unseren Urlaub nach Lanzarote gebucht und bezahlt. Dieses Jahr haben wir uns dann "spontan" eine Eigentumswohnung gekauft, aber wäre der Urlaub nicht bezahlt gewesen, wäre das nicht so einfach gewesen, wie es war. Als wir letztens wieder Streit hatten am Telefon, kam auch heraus wieso : Meinem Vater gehört das Haus, indem er, meine Mutter und mein Bruder wohnen. Dieses Haus hat er von seinem Vater geerbt, nachdem mein Vater "jahrelang" das Altersheim mit monatlich 3.000 DM gezahlt hat, denn die Rente seines Vaters hat natürlich nicht gereicht. Nachdem mein Opa starb, bekam mein Vater das Haus sozusagen überschrieben und mein Vater handhabt es natürlich so, das wenn er stirbt, meine Mutter das Haus bekommt.

Nun ist sie eben eifersüchtig, weil mir 50% der Eigentumswohnung gehören und meinem Freund 50% der Wohnung und ihr gehört nichts von dem Haus, indem sie wohnt. Sie ist eifersüchtig, weil ich nach nun 9 Monaten meinen ersten Urlaub antrete, mit meinem Freund, Sohn und meinem Vater. Ich habe meinen Vater aus mehreren Gründen mitgenommen : weil meine Mutter ihn nicht mehr mitnimmt, da er angeblich schnarchen würde und damit er noch von seinem Enkel viel mitbekommt, denn da ich nicht mehr zuhause wohne, sieht er ihn nicht mehr sooft wie früher. Da er auch schon fast 70 Jahre alt ist, möchte ich das der Kleine noch viel von ihm mitbekommt. Außerdem hat meine Mutter meinen Vater dazu annimiert mit uns in den Urlaub zu fliegen und nun "Monate" später ist sie eifersüchtig.

Wie kann man so sein zu seiner Tochter ?! Vorhin am Telefon stritten wir wieder. Sie hat mich angemacht : Kannst du nicht mit deinem Vater über den Urlaub reden, wenn wir (sie und mein Bruder) nicht da sind ? Habe ihr dann gesagt, das ich mir von ihr nicht den Mund verbieten lasse. Außerdem habe ich mit ihm telefoniert und da darf ich doch mit ihm reden, über was ich will. Außerdem war "kein" Lautsprecher an. Sie denkt auch immer, wenn ich mit ihm telefoniere, das wir über sie reden würden, was auch gar nicht stimmt. Zu 90 % reden wir u.a. über meine Arbeit, über den Kleinen und eben über den Urlaub, aber über sie fällt nie ein Wort. Wieso auch ?!

Ich bin traurig und enttäuscht zugleich. Versuche immer mit ihr ein Gespräch anzufangen, indem wir wie früher schön miteinander telefonieren, eben wie Freundinnen und nun ist alles kaputt, durch ihre Eifersucht. In den Urlaub würden sie meinen Vater aber trotzdem nicht. Sie sagte vorhin auch : Wenn ich in Urlaub fliege, dann nur alleine oder mit Andi (meinem Bruder). Letztens als ich zu Besuch war, hat sie meinem Vater ganz hart an den Kopf geknallt, das sie ihn niemals mehr in den Urlaub mitnehmen wird. Er war sehr traurig danach, das hat man ihm sehr angemerkt, denn er tut wirklich alles damit es allen gut geht, das weiß ich. Mich nimmt das ganze sehr mit und ich bin letzendlich froh, das ich meinen Vater mit in den Urlaub nehme, denn sonst würde er zuhause gar nicht mehr rauskommen.

Würde mich sogerne mit ihr versöhnen, doch ich bin doch gar nicht an dem Streit schuld. Ich bin immer die, die wieder angelaufen kommt und das sehe ich nicht ein, aber mir ist meine Familie extrem wichtig und ich möchte, das wieder alle zueinander finden. Nur wie ?!

traurigen Gruß,
SybeX

Benutzeravatar

» SybeX » Beiträge: 3896 » Talkpoints: 11,19 » Auszeichnung für 3000 Beiträge



Hallo Sybex!

Das kommt mir sehr bekannt vor. Meine Mutter war ähnlich. Sie war auf meine Partner auch immer eifersüchtig. Nicht, weil sie meine Partner mochte, sondern sie zeigte ihnen immer wie sehr sie sie nicht mochte. Meine Mutter fing grundsätzlich Streit mit mir am Telefon an und man hatte das Gefühl, dass sie einfach nciht wollte, dass ich ein eigenes Leben habe. Sie hat sich nach 25 Jahren ehe von meinem Vater getrennt und hatte nie wieder einen Partner.

Schlimm wurde es, als ich die Stadt verlassen habe und 250 km von ihr entfernt ein neues Leben mit meinen Kindern begonnen hat. Ab dem Zeitpunkt konnte man am Telefon gar nicht mehr mit ihr reden, ohne dass es nach 2 Sätzen Streit gab. Auf einmal konnte sie sich mit meinem Exmann verbünden, den sie nie leiden konnte und hetzte die Kinder gemeinsam mit meinem Exmann gegen mich und meinen Mann auf, sodass ich den Kontakt dann komplett abgebrochen habe. Das heisst, dass ich zwar immer wieder versucht habe, den Streit aus der Welt zu schaffen, aber ich habe nicht mehr mit ihr telefonieren wollen, weil es immer wieder Streit gab. Irgendwann antwortete sie dann auf Briefe auch nicht mehr und es kam soweit, dass sie und mein Exmann es schafften, meinen Sohn auf ihre Seite zu ziehen und gegen mich und meinen Mann zu wettern.

Der Kontakt ist bis zu ihrem Tod nicht mehr aufgekommen und ich habe erst nach ihrer Beerdigung von ihrem Tod erfahren. Es ist zwar schade, aber ich habe dadurch wenigstens geschafft, dass sie mir nicht auch noch meine Tochter "ausspannen" konnte, weil auch sie dann keinen Kontakt zu ihr hatte.

Du solltest dir klar werden, ob du den Stress noch weiter willst, oder den Strich ziehen willst. Es ist zwar schwer, wenn die eigene Mutter nichts mehr von einem wissen will, aber immer noch leichter, als städnig Krach und Streit.

Ich hätte es zwar schön gefunden, wenn ich mich noch hätte mit ihr aussprechen können, aber ich denke , sie wollte es nicht anders und es war wohl das Beste. Mütter können manchmal ziemlich egoistisch denken und sie war so eine Mutter.

Benutzeravatar

» Diamante » Beiträge: 41860 » Talkpoints: 10,10 » Auszeichnung für 41000 Beiträge


Hallo SybeX,
vielleicht solltest Du Deiner Mutter Deine Gedanken und Gefühle in einem netten Brief schildern. Dabei kann sie Dir nicht ins Wort fallen, es gibt keinen Streit und vor allem kann sie sich den Brief immer wieder in Ruhe durchlesen und sich ihre Gedanken machen. Entweder antwortet sie Dir auf gleichem Wege, oder ihr setzt Euch mal in eine ruhige Ecke eines Cafe`s.

In der öffentlichkeit streitet es sich nicht so leicht, wie daheim ;-) Vielleicht solltest Du ihr den Brief zukommen lassen, bevor Du mit Kind, Kegel und Dad in den Urlaub fährst, dann hat sie genug Zeit nachzudenken und auch keine Möglichkeit ihren eventuellen Ärger an Deinem Vater auszulassen.

» sternenkind1 » Beiträge: 58 » Talkpoints: 23,39 »



Hallöchen,

hatte gestern und heute mal wieder ein Telefonat mit ihr, natürlich endeten beide wieder nur in Streit.

Gestern hat sie mal wieder ein neues "Thema" gefunden, indem sie angefangen hat Streit zu suchen. Habe doch unseren Urlaub für April 2009 gebucht und da man über diesen Anbieter, bei dem sie ihren "Urlaubsgutschein" gewonnen hatte, keinen "Non-Stop-Flug" buchen konnte, fing sie damit an, das ich daran schuld wäre und falsch gebucht hätte, bis sie selbst dort anrief und gesagt bekam, wieviele tausend Euros das für 5 Personen nochmals extra kosten würde :lol:

Danach war das Thema gegessen, jedoch entschuldigt hat sie sich nicht, dafür das sie mich wieder deswegen runtergeputzt hat. Nein, nichts, sie sprach das Thema nicht mehr an, jedoch heute bei unserem heutigen Telefonat kam das Thema Urlaub von "ihrer" Seite wieder hoch, obwohl ich mich nur wegen den 2 frisch kastrierten Meerschweinchen erkundigen wollte, ob es ihnen gut geht.

Ich habe es nun wenigstens geschafft, es nicht mehr allzu nah an mich rankommen zu lassen, denn ich habe nebenbei auch ein "Privatleben" und das soll wegen ihr keinesfalls leiden. Auch meine Arbeitsstelle nicht und wenn sie meint, sie müsse sich mit mir streiten, dann kann sie das gerne alleine tun. Irgendwann habe ich auch mal die Schnauze voll um ehrlich zu sein, denn ich bin sicherlich nicht an allem schuld und eifersüchtig braucht sie auf mich keinesfalls zu sein. Sie widerspricht sich wo sie nur kann, wie man bei jedem Telefonat immer wieder bemerkt.

Traurig aber wahr, hätte ich nie gedacht, das sie mal so "wird", denn um ehrlich zu sein, kenne ich sie so gar nicht.

lieben Gruß,
SybeX

Benutzeravatar

» SybeX » Beiträge: 3896 » Talkpoints: 11,19 » Auszeichnung für 3000 Beiträge



Hallöchen,

und wiedermal wird es immer schlimmer und schlimmer mit ihr. Habe heute morgen meinen Vater angerufen wegen eines Schreibens das ich vom Notar bekam und wobei ich einen Rat benötigte und da fing er auch schon an zu erzählen, was meine Mutter ihm erzählt hat, von wegen das sie nun wieder zur Psychologin rennt, weil wir alle sie nicht in der Familie haben wollen usw.

Ich weiß nichtmal woher sie diese Fantasien her nimmt, denn das habe ich niemals behauptet oder gesagt und das behauptet sie. Ich war sogar die, die ihr ein Wellness-Wochenende "kostenlos" anbot (entweder mit mir oder meinem Vater) und das sie ablehnte. Bei mir am Telefon ist bei ihr alles gut und sie spielt nun neuerdings entweder "heile" Welt oder fängt Streit an und bei meinem Vater macht sie uns Vorwürfe, er (also mein Vater) und ich würden sie nicht mehr in der Familie haben wollen usw.

Nun kam meinem Vater die Idee, auch mal mit mir zur Psychologin zu gehen wo meine Mutter geht und dies klar zu stellen (wie vor ein paar Jahren schonmal). Vor ein paar Jahren war "danach" Ruhe und sie hat sich hinterher geschämt, solche Lügen zu erzählen und nun fängt dieses Spielchen wieder an. Nun ist die eifersüchtig auf meinen Vater, weil er 4 Tage vor Abflug schon zu uns kommt, um meinem Freund in der Wohnung zu helfen und mit dem Kleinen auf die Kerwe zu fahren. Erst überredet sie ihn, das er mit uns in den Urlaub fliegen soll, weil er anfangs wegen ihr nicht wollte und nun ist sie eifersüchtig, nachdem sie ihn überredet hat und der Urlaub nun bald los geht. Ich kann soetwas nicht verstehen.

Ich weiß auch um ehrlich zu sein keinen Rat mehr langsam. Bei mir spielt sie die gute heile Welt und hintenrum macht sie meinem Vater Vorwürfe und redet schlecht über mich und ihn.

lieben Gruß,
SybeX

Benutzeravatar

» SybeX » Beiträge: 3896 » Talkpoints: 11,19 » Auszeichnung für 3000 Beiträge


Oh SybeX, was deine Mom angeht bist du wirklich nicht zu beneiden :) .

Mir kommt deine Mom wie jemand vor, der sehr dünnhäutig ist und gerade was dich angeht vielleicht auch dieses für Mütter oft typische Gefühl hat, dass man bei einem Mädchen soviel investiert haben kann, wie man will, der Papa ist immer der Größte für das Mädel. An dem Punkt scheint sie vielleicht ausgesprochen empfindlich zu sein.

Das alles ist auf jeden Fall für einen Außenstehenden relativ verwirrend und alle Einschätzungen, die man abgibt sind zu einem Großteil nur geraten, weil man bei Beziehungen für eine fundierte Einschätzung einiges an Beobachtung investieren müsste, um durchzublicken.

Wie wäre es, wenn ihr beide euch tatsächlich mal zu einer Familienberatungsstelle oder eben zu dieser Psychologin begebt. Zunächst nur zu zweit und später mit deinem Vater zusammen. Die ganze Sache scheint dir ja sehr auf der Seele zu liegen und das tägliche Leben zu belasten, auch wenn du - wie schon geschrieben - versuchst das wegzuschieben. Solange du Kontakt zu deiner Mutter hast, wird das immer wieder aufkommen. Zudem ist der Vorschlag mit dem Brief wie ich finde, eine gute Idee. In so einem Brief fällt es einem vielleicht auch leichter seine Eindrücke vorwurfsfrei, also mit Ich-Botschaften "Ich fühle mich dann soundso...", "Ich empfinde das dann soundso...", zu formulieren.

Sicher hat auch deine Mutter eben ihre Schwachpunkte, an denen sie sehr verletzlich ist, vielleicht hat sie was dich und die Beziehung zu deinem Vater angeht, irgendwelche falschen Glaubenssätze verinnerlicht ("Meine Tochter gibt bei Streitigkeiten zwischen ihm und mir immer mir die Schuld"), auf die sie dann reagiert, auch wenn dein Verhalten gar nichts damit zu tun haben sollte.

Zudem fällt mir auf, dass du vielleicht das Gefühl hast, deinen Vater vor ihr ein wenig in Schutz nehmen, oder trösten zu müssen. Sorry, wenn ich das falsch wahrnehmen sollte, aber wenn es so ist, so darfst du nicht vergessen: Dein Vater ist erwachsen und hat die Pflicht selbst Verantwortung für sich und insbesondere die Ehe und Beziehung zu deiner Mutter zu übernehmen. Zudem ist dein Vater auch nur ein Mensch und stellt sich sicher auch gerne entsprechend hilflos an, wenn er merkt, dass er dadurch immer Hilfe, Trost und Beistandschaft von dir (oder anderen in der Familie) bekommt und deine Mutter dann umso mehr als Böse dasteht. Sowas kann eine Art "Kampftaktik" sein.

Was mir persönlich also auffällt ist: Deine Eltern scheinen einige eingefahrene (unbewusste) "Spielchen" miteinander zu spielen und du hast darin offensichlich eine ganz bestimmte Rolle übernommen. Versuche diese Rolle mal zu durchbrechen und spiele nicht mit. Nimm deinen Vater nicht in Schutz, sondern sag ihm, dass er sich selbst wehren muss. Steig mal - vielleicht nach dem Urlaub - versuchshalber aus den Verhaltensweisen und den Rollen aus, die du da für gewöhnlich übernimmst und schau was passiert.

Abschließend möchte ich sagen, dass das alles was ich hier ausspreche aufgrund der fehlenden persönlichen Kenntnis nur Vermutungen sein können. Vielversprechend wäre da nur eine persönliche Konsultation von einer Familientherapeutin, oder einem Therapeuten. Besonders geeignet könnte eine "systemische Ausbildung" sein, die dieser Therapeut da haben sollte, um diese verzwickten Verhältnisse und Spielchen zu lösen. Beziehungsweise vielmehr euch Instrumente in die Hand zu geben, diese zu lösen, sodass sich das Verhältnis und die Familienbeziehungen ein für allemal entspannen könnten.

Benutzeravatar

» Tsunami » Beiträge: 239 » Talkpoints: 34,38 » Auszeichnung für 100 Beiträge


Hallöchen,

also um ehrlich zu sein, einen Großteil hast du sicherlich Recht, der wäre das ich meinen Vater in Schutz nehme, aber auch einigen guten Gründen. Seit mein Bruder auf der Welt ist sozusagen und etwas "hinterher" mit allem ist (so auch das er seit "Jahren" zuhause hockt mit seinen 19 Jahren und nichts dagegen tut) läuft da sicherlich einiges schief, jedoch seit einigen Wochen, eben seit der Urlaub naht ist es so schimm geworden.

Vorher hatten ich und meine Mutter ein super Verhältnis und haben nur telefoniert und mein Vater und ich sehr selten, jedoch seit sie ihn "abgrenzen" und seit meine Mutter ihn vor mir "heruntergemacht" hat von wegen, sie wird ihn nie mehr in ihrem Leben in den Urlaub nehmen und mein Bruder ihn als "Faulenzer" beschimpft, obwohl er noch als Rentner arbeiten geht, helfe ich ihm wo es geht, denn er wird nun bald 70 und ist gesundheitlich extrem angeschlagen, sodass er durch diesen Streit den er tagtäglich mitbekommt fast in die Klinik hätte gehen müssen durch seinen hohen Blutdruck.

Ich möchte gerne noch lange etwas von ihm haben, sodass er u.a. auch viel vom Kleinen mitbekommt, aber ich merke, das er gegen 2 Menschen die sich zusammen getan haben (meine Mutter und mein Bruder, da mein Bruder ihr "Anhängsel" ist) nicht ankommt. Ich bin froh, das er sich vor Monaten in ärztliche Behandlung begeben hat und es ihm gesundheitlich etwas besser geht :) Jedoch habe ich meiner Mutter nichts getan, habe nie schlecht über sie geredet oder sonstwas. Ich telefoniere sehr gerne mit ihr und hasse es zu streiten, aber verstehe nicht, wieso sie eben hinter meinem Rücken soetwas abziehen muss ?! ...

Mal schauen wie sie nach dem Urlaub ist, ob sie wie jedes Jahr hinterher wieder normal ist oder ob sie so weiter macht. Bei unserem letzten Urlaub, wo mein Vater nicht mit dabei war, hat sie daselbe abgezogen. Immer diese Eifersuchtstour. Jedesmal wenn ich entweder ein Wochenende wegfahre oder in den Urlaub. Mich nervt es einerseits und einerseits tut es mir weh.

Einen Brief werde ich wohl nicht schreiben, denn ich finde, wenn ich einen Brief an sie schreibe, das ich ihn an Sie schreibe und nicht damit er "herum gereicht" wird und das macht sie leider mit ihrer ganzen Post :( Sie zeigt ihre Post bei ihren "Putzstellen" herum und bei der Caritas und das möchte ich nun wirklich nicht. Ein Brief ist meiner Meinung an Sie gerichtet und nicht an andere Personen, für die sie arbeitet!

lieben Gruß,
SybeX

Benutzeravatar

» SybeX » Beiträge: 3896 » Talkpoints: 11,19 » Auszeichnung für 3000 Beiträge



Dein Bruder beschimpft ihn als Faulenzer, während er mit 70 Jahren noch arbeitet? Ähm, ehrlich: Ich verstehe nur noch Bahnhof.

Und wieder ins Blaue hinein geraten: Eventuell möchte deine Mutter ihr einziges "Küken", das sich noch im Nest befindet nicht verlieren und behindert deinen Bruder aktiv dabei selbstständig zu werden, indem sie ihm das Leben zu Hause so angenehm, wie nur möglich macht. Eventuell spürt dein Bruder, dass sein Vater durchaus bereit wäre ihn aus dem Nest zu schubsen, bzw. ihn schon das eine oder andere Mal auf seine Unselbstständigkeit aufmerksam gemacht hat. Eventuell hast du deinen Vater ganz unabhängig davon mit der gleichen Ansicht unterstützt und das Brüderchen fühlt sich dadurch "bedroht"?

Wie gesagt, solche Familienverhältnisse sind oft sehr komplex und wenn sie so verfahren sind, schadet eine Familientherapie sicher nur einem: den Problemen.

Benutzeravatar

» Tsunami » Beiträge: 239 » Talkpoints: 34,38 » Auszeichnung für 100 Beiträge


Hallöchen,

genau das was du hier geschrieben hast, sagte mein Freund auch anfangs, als er dies beobachtete. Ich habe mir nun vorgenommen meine Mutter erstmal aus dem Wege zu gehen und mich nicht mehr zu melden, denn ich bin immer diejenige die sich melden tut und nun drehe ich den Spieß mal um. Wieso soll sie sich nicht auch mal melden ?!

Ich werde mich da auch nicht mehr reinhängen, denn ich werde mich um meine Dinge kümmern, die nun Priorität haben, u.a. mein Sohnemann, die Arbeit, der Urlaub und der Umzug in die neue Wohnung. Soll sie doch eifersüchtig ohne Ende sein - Ich sehe es nicht und mir solls recht sein. Ich arbeite jeden Tag hart für mein Geld und habe mir auch mal meinen Urlaub und diese Wohnung mit meinem Freund zusammen verdient. Habe vorhin auf der Arbeit lange darüber nachgedacht und bin zu diesem Entschluss gekommen, nachdem mein Vater anrief und Andeutungen machte, das sie sich vielleicht von ihm trennen möchte und er entdeckt habe, das sie sich schon nach einem neuen Mann umschaut.

Ich möchte und kann mich da nicht weiter einmischen. Wenn mein Vater die Ehe weiterhin möchte, dann muss er sich nun selbst weiterhin drum kümmern. Ich habe selbst eine Familie und muss meinem Sohn beistehen bei seinem schweren Zahnproblem, das er nun hat. Werde am Freitag zwar meine Eltern besuchen, jedoch eben nur das nötigste wechseln, das man bespricht :) ist nicht mehr mein Problem und soll meines auch nicht werden!

Jedoch wenn sie Streit anfängt, werde ich dem gezielt auch dem Wege gehen, u.a. mit einem Spielplatzbesuch mit dem Kleinen und meinem Handy, sodass ich mit meinem Schatz telefoniere. Ich denke nämlich das sie kurz zuvor nochmals anfängt mit einem Streit um den Urlaub mir zu verderben, doch das kann sie vergessen ;)

lieben Dank für eure Hilfe bisher,
SybeX

Benutzeravatar

» SybeX » Beiträge: 3896 » Talkpoints: 11,19 » Auszeichnung für 3000 Beiträge


Sich abgrenzen zu lernen ist etwas, das jeder Erwachsene irgendwann durchmachen muss, wenn er schwierige (oder schwierig gewordene) Familienverhältnisse seitens seiner Eltern hat. Man kämpft dabei gegen ein Verantwortungsgefühl an, das man als Kind nicht aufgebrummt bekommen sollte, was viele Eltern ihren Kindern aber unbewusst durch ihr Handeln förmlich anerziehen. Die daraus resultierenden Schuldgefühle, wenn man aufhört sich zu "kümmern" müssen dann auch erstmal überwunden werden. Für beide Seiten ist es aber heilsam: Die einen werden auf ihre eigene Verantwortung als Erwachsene und Eheleute zurückgeschubst, die anderen bekommen wieder mehr Raum für ihr eigenes Leben, allerdings hat man dann auch nix mehr, womit man sich von eigenen Problemen ablenken kann, was ja auch vielleicht machmal ein unbewusster Nebeneffekt war, wenn man immer etwas hatte zum "kümmern", was aber nicht wirklich das eigene Problem war, man also in gewisser Weise Verantwortung für etwas übernahm, für das man nicht in letzter Konsequenz auch wirklich Verantwortung hatte: "Teilzeitprobleme", sozusagen.

Bei einer solchen Sichtweise gibt es weder Schuldige, noch Beschuldigte. Nur lauter Leute, die in einem Familiensystem gewisse Rollen übernehmen, die manchmal nicht geeignet sind, ein Problem zu lösen oder sogar eigene Probleme erzeugen. Bricht einer aus einer für ihn als ungut identifizierten Rolle konsequent aus, müssen auch die anderen ihre eigenen überdenken.

Ich finde es gut, dass du deinem Vater zutraust als Erwachsener und Ehemann seine Probleme mit seiner Frau selbst zu lösen. Viele Kinder übernehmen für die Eheprobleme ihrer Eltern Verantwortung, selbst wenns sie längst erwachsen sind und eigene Familien haben. Es tut gut, daraus auszusteigen, auch wenn es anfangs sehr ungewohnt erscheinen mag und man sich zunächst wie ein "Rabenkind" (gibts sowas? :) ) vorkommen mag.

Benutzeravatar

» Tsunami » Beiträge: 239 » Talkpoints: 34,38 » Auszeichnung für 100 Beiträge


Zurück zu Familie & Kinder

Ähnliche Themen

Weitere interessante Themen

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 0 Gäste

^