Trotz Abitur kein Studium
Ich werde voraussichtlich in drei Jahren mein Abitur erreichen und ich bin mit meiner Berufswahl leider noch sehr unschlüssig. Ich habe mittlerweile schon mit mehreren Personen über ihre zukünftige Berufswahl geredet und dabei bekam ich mit, dass fast alle nach dem Abitur ein Studium durchführen wollen.
Leider bin ich mir aber nicht sehr sicher, ob ich wirklich nach dem Abitur studieren sollte. Andererseits finde ich es sehr schade, dass ich nach meiner Meinung das Abitur umsonst mache, wenn ich kein Studium beginne. Was sagt ihr zu meinem Problem. Muss man mit einem Abitur wirklich studieren oder ist ein normaler Berufsweg auch zu empfehlen?
Abiturienten werden oft sehr gerne von Arbeitgebern genommen. Viele Arbeitgeber, die Ausbildungsstellen anbieten nehmen fast ausschließlich entweder Leute mit Fachabitur oder Abitur und da ist die Chance eine Lehrstelle zu bekommen besser, als wenn man nach dem Realschulabschluss einfach abgeht. Da du noch 3 Jahre Zeit hast, wird es sich bei dir bestimmt noch entscheiden, was du mal machen willst und ich würde dir auf jeden Fall empfehlen dein Abitur zu machen. Solltest du absolut kein Abitur mehr machen wollen, dann ziehe wenigstens solange durch, bis du einen Ausbildungsplatz hast. Bewerbungen kann man ja auch während der Schulzeit schreiben.
Meine Tochter wollte auch ein Jahr vor dem Abitur mit der Schule aufhören. Wir hatten dann wenigstens einen Kompromiss. Sie sollte Bewerbungen schreiben und wenn sie einen Ausbildungsplatz bekommt, dann war ich auch einverstanden, dass sie abgeht. Im stillen habe ich gehofft, dass sie keine Ausbildungsstelle bekommt und ihr Abitur noch macht. Aber sie hat mit nur einer Bewerbung dann eine Ausbildungsstelle bekommen und hat ein Jahr vor dem Abitur die Schule geschmissen. Studieren wollte sie sowieso nicht. Bereut hat sie es auch noch nicht. Aber wie gesagt, eine gute Schulausbildung ist oftmals ein Schritt in ein besseres Leben.
Dass du studieren müsstest weil dein Abitur sonst "umsonst" gewesen wäre finde ich völligen Quatsch. Das Abitur kann dir auch Türen zu begehrten Berufsausbildungen öffnen und wäre für diese auch nicht umsonst. Außerdem ist Bildung einfach nie umsonst, denn während der Abiturzeit lernst du noch mehr außer dem Wissen, dass dir vermittelt wird. Du lernst dort auch, vernünftig zu "arbeiten" (also das Lernen zu organisieren zum Beispiel), und sowas ist gut für's ganze Leben und nie weg.
In der elften Klasse wurde zumindest bei uns immer ein Überblick über verschiedene Studiengänge verschafft. Für mich ist da auch nichts dabei gewesen, deswegen studiere ich nun auch nicht. Infomaterial über diverse Zukunftspläne, die auch eine Berufsausbildung sein können, bekommst du eigentlich in jeder Schule.
Es ist gut sich jetzt schon Gedanken zu machen. Aber in den kommenden zwei Jahren hast du immer noch genügend Zeit dafür. Lass dich aber vor allem nicht zu etwas drängen, was dir eigentlich gar nicht liegt. Nachher wirst du mit dieser Entscheidung eher unglücklich werden.
Mein Bruder hat nach dem Abitur auch gesagt, er müsse ja jetzt studieren (bzw. nach dem Zivildienst), hat daraufhin ein Studium angefangen, ein Semester lang aktiv studiert und festgestellt, dass ihm der Studiengang gar nicht liegt. Also blieb er als Student eingeschrieben um weitere Studiengänge anzusehen und das richtige für sich zu finden, aber er fand nichts. Nach 3 Semestern die völlige Zeit- und Geldverschwendung waren fing er ein Jahrespraktikum als Tischler an und das ganze hat ihm so viel Spaß gemacht, dass er jetzt doch wieder studieren will, allerdings Ingeniuer für Holzbauwesen (also der gehobene Tischler
). Dafür hat er nach Abitur und Zivildienst nun zweieinhalb Jahre gebraucht. Für seinen Studiengang wäre ein Fachabi übrigens auch ausreichend gewesen.
Diese Zeit ist definitiv verschenkt, aber daran sieht man mal, dass es viel wichtiger ist, eigentlich selbst zu wissen, was man machen möchte, und sich nicht zu irgendwelchen Entscheidungen bringen zu lassen, nur weil andere dass so machen oder man das Gefühl hat, man müsste es so machen.
Ich denke nicht das du umsonst Abi machst wenn du nicht studieren gehst. Heutzutage hast du mit Abitur ja viel bessere Chancen auf eine Ausbildungsstelle, so schlimm das auch ist. Und wer weiß, vielleicht willst du ja später doch noch mal studieren. Weg ist das nie.
Ich würde heute auch nicht noch mal studieren gehen, da ich es mir gar nicht leisten könnte. Abi würde ich aber auf jeden Fall nochmal machen.
Dein Abitur ist auf keinem Fall umsonst. Gerade heutzutage gibt es zahlreiche Berufe, an die du nur mit Abitur rankommst beziehungsweise bei denen du mit einem guten Abitur den Realschülern bevorzugt wirst. Ich habe damals mein Abitur gemacht und wusste auch überhaupt nicht warum. Ein Jahr vor Ende der Schulzeit hatte ich bereits meinen Ausbildungsplatz in der Tasche.
Nach dem Abi habe ich dann meine Ausbildung begonnen und erfolgreich beendet. Mein damaliger Arbeitgeber hat mich gleich in eine gehobenere Position gesetzt und ich hatte einen sicheren Job. Dann irgendwann kam mir der Gedanke, auch weil viele meiner Freunde studiert haben, dass ich auch noch studieren möchte.
Ich habe dann also angefangen zu studieren und dieses beendet. Nun gehe ich diesem zweiten Berufswunsch also nach, weiß aber immer, dass ich auch noch eine andere Option hätte, die andere vielleicht nicht haben. Wenn du nicht studieren möchtest , dann brauchst du das doch nicht. Mache doch erst einmal eine Ausbildung, vielleicht hast du dann immer noch Lust auf ein Studium!
Drei Jahre ist noch eine sehr lange Zeit. Du bist gerade schätzungsweise 16 Jahre alt. Ich würde mich jetzt erstmal weiter auf das Lernen konzentrieren und mich nochmals in zwei Jahren mit dieser Frage beschäftigen.
Das Abitur ist natürlich auch ohne Studium für deine berufliche Zukunft wichtig und nützlich. Solltest du nach deinem Abitur eine Ausbildung beginnen, dann tust du dich mit der schulischen Vorbildung bedeutend leichter, als jemand mit einem Realschulabschluss. Später kannst du immer noch problemlos ein Studium beginnen und musst nicht erst noch den Schulabschluss nachholen.
Wieso möchtest du denn nicht studieren? Generell heißt es, dass die beste finanzielle Investition immer noch die in die eigene Ausbildung ist. Du musst ja nicht an einer Universität studieren oder gleich den Master anstreben. Es gibt auch Fachhochschulen oder Berufsakademien bei denen der praktische Teil deutlich im Vordergrund steht.
Wenn dich die Sache beschäftigt, was in diesem Abstand zum Abitur früh genug ist, kann ich dir raten in ein nächstgelegenes Berufsinformationszentrum zu gehen, um dich dort zu informieren. Dort bekommst du alle nötigen Informationen über Studienrichtungen und viel wichtiger wo du sie studieren kannst. In meiner Schule gibt es monatliche Termine mit einem Angestellten der Bundesagentur für Arbeit.
Du hast natürlich auch die Möglichkeit zunächst eine Ausbildung zu machen und später zu studieren. Sonst könntest du dich auch über Duale Studiengänge informieren bei denen dein Studium finanziert wird und du zusätzlich noch Geld verdienst.
Ein Abitur verpflichtet dich ja nicht zu einem Studium. Klar ist das Abitur auch deine Hochschulzugangsberechtigung, aber warum sollte man das zwangsläufig annehmen müssen? Ich habe auch zwei Jahre gebraucht, um meine Berufung zu finden. Anfangs habe ich ebenfalls fast ausschließlich nach Studienmöglichkeiten gesucht, aber irgendwie war einfach nicht das Richtige für mich dabei. Dann habe ich nachgedacht und viele Gespräche geführt und bin zu dem Schluss gekommen, dass man immer nach seinen Fähigkeiten und Neigungen schauen sollte und nicht nach dem, was man mit seinem Abschluss "machen darf".
Ich werde nun Logopädin, ein Beruf, den man mit einer schulischen Ausbildung erlangt. Man kann es zwar auch studieren (unter Anderem Sprachheilpädagogik), jedoch nicht dort, wo ich lebe. Warum sollte ich also meine Beziehung gefährden und meine Familie alleine lassen, nur damit ich diesen Beruf mit einem Studium erreiche? Meine spätere Arbeit muss sich nämlich nicht unbedingt von der, die ich als "normale" Logopädin ausübe, unterscheiden. Also mache ich doch lieber eine Ausbildung, bin zu Hause bei meinem Freund und meiner Familie, bin glücklich und habe einen ganz tollen Weg eingeschlagen.
Also wenn man schon den ganzen (langen) Weg nimmt und 13 Jahre lang bis zu seinem Abitur in die Schule geht, wollen natürlich die meisten studieren. Ihnen wird durch das Abitur ja die Möglichkeit gegeben, zu studieren und damit nach dem Studium mehr Geld zu verdienen, als Leute, die nicht studiert haben. Da wird sich das viele "Büffeln" wieder auszahlen.
Natürlich muss man nach dem Abitur kein Studium beginnen. Ich kenne auch jemanden, der nach dem Abitur nicht studiert hat, sondern eine Ausbildung angefangen hat, die man mit einem Realschulabschluss auch machen hätte können. Man muss halt selber wissen, was man überhaupt will. Aber die Entscheidung, zum Beispiel nach der 10. Klasse vom Gymnasium zu gehen, muss man sich sehr gut überlegen. Mit einem Abitur hat man sehr viele Chancen, später doch noch zu studieren, auch wenn man sich vor dem Studium für eine Ausbildung entschieden hat. Es stehen einem viel mehr Türen offen.
Also ich würde auf jedem Fall das Abitur fertig machen, weil man das immer mal wieder brauchen könnte. Spätestens wenn die eigenen Kinder fragen, was man für einen Abschluss hat.
Eine Ausbildung nach dem Abitur finde ich nicht schlecht und nicht gut, dass muss jeder selber entscheiden, finde ich. Sollte man dann doch noch studieren wollen, hat man ja immer noch sein Abitur und kann an die Universität gehen.
Meistens kommt es eh immer anders, als man es selber geplant hat, darum ist es wichtig, einen guten Schulabschluss zu haben und sich dadurch viele Türen offen zu halten.
Dass Du Dein Abitur umsonst machst, ist nun wirklich nicht wahr - nur weil Du im Moment noch keine klare Vorstellung vom Bildungsweg nach der Schule hast.
Nimm das doch einfach positiv: gut Du hast noch keine klare Vorstellung von Deinem Berufsweg nach der Schule, aber Du hast noch drei Jahre Zeit, Dir darüber klar zu werden! Also nutze die Zeit. Versteif Dich aber bei Deiner Suche nicht auf den Unterschied Berufsbildung und/oder Studium (an einer Berufsakademie geht Beides) sondern suche lieber nach bestimmten Zweigen - also lieber etwas mit Menschen oder doch lieber mit Maschinen usw. Wenn Du meinst, den passenden Beruf gefunden zu haben, dann mach doch einmal ein Praktikum um schon mal in der Praxis zu sehen, ob es wirklich das ist.
Und Du machst Dein Abitur wirklich nicht umsonst, weil viele Arbeitnehmer ganz gern Abiturienten ausbilden, wenn sie wirklich Interesse am Job haben. Denn Abiturienten haben im Vergleich Realschulabgängern durch den zweijährigen Altersunterschied oft schon eine größere Lebenserfahrung und für den Ausbildungsbetrieb ist es oft ganz angenehm, dass die Abiturienten oft schon den Führerschein haben.
Ich kenne persönlich einige Abiturienten die bewusst nicht studiert haben und mit dieser Entscheidung schon über 15 Jahre zufrieden sind. Aus diesem Grund würde ich Dir raten erst mal den richtigen Berufszweig zu finden und dann zu entscheiden, ob Studium oder doch lieber Ausbildung und das dann aber mit ganzem Einsatz statt halbherzig.
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