Rebellische Landrätin Pauli hat doch mehr Zuspruch ...

vom 15.07.2007, 22:44 Uhr

Wen würdet Ihr wählen?

Erwin Huber
1
33%
Gabriele Pauli
0
Keine Stimmen
Horst Seehofer
2
67%
 
Abstimmungen insgesamt : 3

Gabriele Pauli, die „Stoiberstürzerin“, hat trotz offener Feindschaft innerhalb der CSU und auf dem letzten Landesparteitag wohl doch mehr Anhänger als viele gedacht haben – oder vielleicht gerade deswegen.

So sprachen sich 15 % aller CSU Wähler in einer Forsa Umfrage für eine Kandidatur der Landrätin zur Parteivorsitzenden aus. Insgesamt äußerten sich des weiteren 56 % der CSU Wähler, und 59 % der bayrischen Wahlberechtigten positiv, dass sie zwischen 3 Kandidaten – Pauli, Seehofer, Huber – wählen könnten, auch wenn 31 % bzw. 25 % meinen, dass Paulis Kandidatur dem Ansehen der Partei weiter schade. Die Spitze der CSU Politiker reagiert im Gegensatz zur CSU Basis weniger euphorisch auf diese Nachricht, wenn nicht sogar spöttisch, wie Günther Beckstein im Focus: "Wenn die Dame drei Prozent der Stimmen bekommt, würde mich das überraschen."

Momentan liegt in dem Rennen um die Gunst der Wähler Erwin Huber mit 47 % noch weit vorne, dicht gefolgt von Horst Seehofer mit 30 %. Ginge es nach den bayrischen Wählern, sähe das kaum anders aus: 36 % für Huber, 26 % für Seehofer und beachtliche 20 % für Pauli. Möglicherweise wäre aber auch ein Stimmen- & Reformbündnis Pauli/Seehofer denkbar, denn: "Im Vergleich zu früheren Umfragen hat Erwin Huber jetzt einen deutlichen Vorsprung. Es zeigt sich, dass Frau Pauli eher Seehofer Stimmen kostet", so Forsa-Chef Manfred Güllner gegenüber der "Bild am Sonntag“ / BamS.

Na solange es nicht Huber wird, kann man ja noch hoffen, da mit Pauli oder Seehofer eher mit einer mit einem frischem Wind innerhalb der CSU und deren Spitze zu rechnen ist.

» Midgaardslang » Beiträge: 4262 » Talkpoints: 4,82 » Auszeichnung für 4000 Beiträge



Na ob nicht wieder jemand das Fell des Bärens verteilen will, bevor man ihn erlegt hat? Zumindest gibt sich Erwin Huber (CSU) vor der Wahl schon ganz gönnerhaft und sagt, das Horst Seehofer (CSU) seine Ämter nach der Wahl des CSU Vorsitzenden behalten solle, die er (Huber) natürlich höchstwahrscheinlich gewinnen würde.

Kanzlerin Angela Merkel (CDU) gibt sich da schon wesentlich bedachter und wolle, auf Nachfrage, erst einmal die Wahl abwarten. Wie ich meine, zu Recht. Denn beide Parteien, CDU und CSU haben ja bei den letzten Wahlen schon einige Erfahrungen mit sicher geglaubten Siegen und langen Gesichtern am Ende machen dürfen :wink:.

» Midgaardslang » Beiträge: 4262 » Talkpoints: 4,82 » Auszeichnung für 4000 Beiträge


Ich kann nur hoffen, daß es nicht die Pauli wird! Denn wer in meinen Augen so machtgeil ist, gehört zwar nach Bayern (damit sind jetzt nur die dortigen Politiker und nicht die Einwohner gemeint :D ), aber es muß ja nicht unterstützt werden. Irgendwie sollte es keiner der drei Kandidaten werden, aber leider gibt es ja keine anderen :? Bin jedenfalls mal gespannt, wer am Ende die Nase vorne haben wird!

» volkswirt » Beiträge: 133 » Talkpoints: 0,00 » Auszeichnung für 100 Beiträge



Na ich kann da nur sagen:

Lieber Pauli oder Seehofer als Huber. Schlimm genug das jemand wie Beckstein jetzt Ministerpräsident ist ("Beckstein, Beckstein, alles muss versteckt sein"). Wenn dann noch sein Intimus und Busenfreund an die Parteispitze rückt, hätte der Stoiber auch gleich bleiben können - so rücken alle seiner Seilschaften auf die "freien Plätze" nach. Echte Änderungen in der CSU kann man damit weiterhin vergessen.

» Midgaardslang » Beiträge: 4262 » Talkpoints: 4,82 » Auszeichnung für 4000 Beiträge



Tja, Pauli scheint ihren Rang nach wie vor weiter ausbauen zu können, was vielleicht auch am Seehofer Debakel der letzten Tage liegt. Mittlerweile hat die Landrätin bereits 24 % der Wähler auf ihrer Seite, die Pauli gerne als nächste Ministerpräsidentin sehen würden. Damit hat sie Bundesverbraucherminister Horst Seehofer (28 %) fast eingeholt, nachdem dieser einen erheblichen Stimmenverlust um 14 % im Juli hinnehmen musste.

Zwar sind 33 % der CSU-Wähler weiter au der Seite Seehofers, damit liegt er jedoch noch immer weit hinter Erwin Huber mit 45 %, der immerhin 2 Prozentpunkte abgeben musste. Vor allem bei den Frauen erfreut sich die von manchen CSU Mitgliedern ungeliebte Pauli wachsender Beliebtheit mit 27 %, zwar noch nach Huber mit 31 %, jedoch weit vor Seehofer mit 15 %. Innerhalb der CSU liegt der Wunsch, Pauli als neue Vorsitzende zu haben, immer noch bei 15 %. Das Seehofer vor allem seine Affäre zum Verhängnis geworden ist, wird von kaum niemand großartig angezweifelt: über 53 % glauben sowieso, daß er nur aus politischen Gründen diese beendete um zu seiner Frau zurückzukehren; 63% meinen, daß dies nichts an seinem Ansehensverlust änderte.

Trotz der guten Werte sieht man eine Kandidatur Paulis aber eher als wenig aussichtsreich an – was vor allem daran liegt, daß der Ende September stattfindende Parteitag der CSU größtenteils aus CSU Funktionären besteht (Bundes- & Landtagsabgeordnete, sowie CSU Vorstandsmitglieder), bei denen die Landrätin wenig bis gar keinen Zuspruch habe und weitgehend isoliert ist.

» Midgaardslang » Beiträge: 4262 » Talkpoints: 4,82 » Auszeichnung für 4000 Beiträge


Horst Seehofer hofft übrigens trotz der ganzen Affäre um seine Person immernoch auf gute CHancen zum CSU VOrsitz. Es würden sich einige noch wundern, was seine Chancen zur Wahl angehe da er bereits des öfteren in der Vergangenheit innerhalb der CSU mit dem Rücken zur Wand stand und auch schon viel hat ertragen müssen.

Der CSU Landesgruppenchef Ramsauer hält z. B. auch die Entscheidung, wer die Nachfolge Stoibers antreten solle, weiterhin für offen da in 7 Wochen noch viel passieren könne. Das was Seehofer momentan erdulden müsste (Presserummel wegen Affäre) könnte auch noch zu seinen Gunsten umschlagen.

» SambaBoy » Beiträge: » Talkpoints: Gesperrt »


Horst Seehofer rechnet sich bei der Wahl weiterhin gute Chancen aus, auch wenn er sich selbst aus Außenseiter betrachtet. Aber auch im Falle einer Niederlage strebe er nicht danach, dies in Zukunft sein zu lassen. Seehofer betonte, was man als indirekte Kritik an Huber verstehen könnte, dass er "in mehreren Jahrzehnten an keiner einzigen politischen Intrige beteiligt gewesen", offene Diskussionen führ, keine „Netzwerke" aufbaue oder Mehrheiten zusammentelefoniere, so Seehofer im Deutschlandradio.

Zudem warnte er die CSU davor, ihr soziales Profil zu sehr zu vernachlässigen – die Wirtschaftskompetenz dränge sich zunehmend in den Vordergrund was der Partei in ihrer Breitenwirkung schaden könne. Außerdem forderte Seehofer eine Verjüngung der CSU in den Führungsebenen – das wurde in der Vergangenheit schlicht vernachlässigt, woran er aber auch mit Schuld sei.

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» Subbotnik » Beiträge: 9374 » Talkpoints: 7,45 » Auszeichnung für 9000 Beiträge



Ich habe gerade gelesen, dass die letzte Landtagswahl in Bayern nur eine Wahlbeteiligung von 57 % hatte.
Unter diesem Licht schrumpft die "absolute Mehrheit" der CSU auf gerade mal 35% Zustimmung in der Gesamtbevölkerung Bayerns zusammen :wink:

» Saturn1985 » Beiträge: 446 » Talkpoints: 0,17 » Auszeichnung für 100 Beiträge


Also ich bin für den Huber, weil ich mag diese Pauli nicht! Die möchte sich doch nur aufspielen und außerdem hat sie unseren coolen Edmund vergrault! Ich werde seine Reden vermissen!
Und außerdem ihr Vorschlag, die Ehe auf 7 Jahre zu verkürzen ist so ein Hirngespinnst, nur weil die schon so viele Männer hatte und die warscheinlich alle vergrault hat. Genau wie den Edmund!
mfg
Jannik

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» jannik007 » Beiträge: 240 » Talkpoints: -1,01 » Auszeichnung für 100 Beiträge


Den Ede vergrault?

Hallo, der hat sich selbst in Abseits geschossen, nach dem so einiges nach und nach ans Tageslicht kam, wie die innerparteilichen Intrigen und wie innerhalb der CSU mit unangenehmen Personen verfahren wird.

Dass sie dadurch in den Fokus rückte und die Chance ausnutzen wollte, politisch auch Kapital daraus zu schlagen ist nunmal typisch, denn in 2 Jahren spricht keiner mehr über sie, wenn sie das nicht gemacht hätte - so hat sie zumindest ihren Bekanntheitsgrad gesteigert, auch wenn ich glaube, dass ihre Vorschläge nicht gerade zu einem positiven Image beitragen.

Aber im Grunde kann es mir egal sein, CSU Mitglieder und Wähler sind für mich sowieso keine Personen, die man ernst nehmen kann.

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» Subbotnik » Beiträge: 9374 » Talkpoints: 7,45 » Auszeichnung für 9000 Beiträge


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