Namensgebung bei Kindern - Alles erlaubt?

vom 03.08.2008, 20:08 Uhr

Hallo zusammen,

die Frage ist einfach beantwortet, denn natürlich ist nicht alles erlaubt, was man gerne hätte. Es gibt ein Handbuch für Vornamen, welches auf jedem Standesamt hinterlegt ist. Dieses ist jedoch schon etwas veraltet und somit kommt es bei der Namensgebung immer mal wieder zu Unstimmigkeiten. Wichtig ist, der Name muss dem Geschlecht des Kindes entsprechen. Ist das nicht der Fall, so wird ein zweiter Vorname fällig. Beispielsweise ist Kim und Ida ein Name, welcher sowohl für Jungs als auch für Mädchen möglich ist. Der zweite Name muss dann jedoch das Geschlecht spezifizieren.

Was man bei der Namensgebung auch beachten muss, ist das das Wohl des Kindes beachtet wird. Allerdings ist dies auch Auslegungssache, so würden die einen sagen Pumuckl ist als Vorname in Ordnung, die anderen würden ihn ablehnen.

Für Eltern die sich nicht für einen Namen entscheiden können, es ist möglich seinem Kind bis zu sieben Vornamen zu geben, allerdings ist mir niemand bekannt (mal von Pippilotta Viktualia Rollgardina Pfefferminz Efraimstochter Langstrumpf abgesehen) der so viele Namen hat. Die meisten Kinder in Deutschland tragen nur einen Vornamen. Sollten Eltern sich wirklich mal nicht einigen können, so sollte man dem Kind zwei Vornamen geben, damit es keinen streit gibt. Welcher Name dann vorne steht, kann ja ausgelost werden ).

Liebe Grüße von der
Laufmasche

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» Laufmasche » Beiträge: 7656 » Talkpoints: -21,78 » Auszeichnung für 7000 Beiträge



Also soweit ich weiß, kann man seinem Kind nur bis zu 5. Namen geben! Das haben die im Fernseh mal gesagt, dass steht irgendwo so geschrieben. Aber ob 7 oder 5, wer kann sich das denn bitteschön schon merken? Naja, also ich finde manche Namen klingen gar nicht wie für beide Geschlechter gemacht, z.B. Ida klingt doch eigentlich typisch weiblich! Aber okay, jedem das seine ;)

» Eiskalter_Engel » Beiträge: 292 » Talkpoints: -1,59 » Auszeichnung für 100 Beiträge


Hallo!

Die Standeämter sind wirklich manchmal etwas komisch, was die Namensgebung bzw. die Genehmigung betrifft.

Mein Sohn sollte Nino-Pasquale (mit e am Ende) heissen und das Standesamt genehmigte nur ohne das e am Ende, weil sonst der erst Name angeblich verweiblicht wird. Meine Tochter sollter Dhana-Janin heissen (ohne e am Ende) und dort mussten wir das e mit dran machen, weil Dhana sinst vermä#nnlicht worden wäre.

Wir haben bei meinem Sohn sogar die italienische Namensliste dabeigelegt, damit sie sehen, dass in Italien das e am Ende ist , aber es hat nichts genutzt. Und bei meiner Tochter wollten wir den häbräischen Namen haben und das ging auch nicht.

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» Diamante » Beiträge: 41857 » Talkpoints: 9,96 » Auszeichnung für 41000 Beiträge



Hey Laufmasche, ich kenne einen der sieben Vornamen hat. Der Sportreporter Fritz von Thurn und Taxis. MIt vollen Namen heißt er Friedrich Leonhard Ignatius Josef Maria Lamoral Balthasar Prinz von Thurn und Taxis. Fiel mir nur gerade so ein, wo ich deinen Thread gelesen habe. ;)

Grüße, Kevin

» Highliger » Beiträge: 96 » Talkpoints: 49,11 »



Hallo,
ich habe neulich auf einer Homepage eine Liste von Namen gelesen, die verboten wurden, weil es tatsächlich Eltern gab die ihre Kinder so nennen wollten. Da waren Namen dabei wie Pepsi-Carola, Störenfried und Grammophon. Also einige haben mir echt so ein bisschen die Tränen in die Augen vor Lachen getrieben. Ich meine, wer ist denn bitte so gemein und nennt sein Kind "Störenfried"?

Aber es gibt ja auch diese allgemeinen "Lachnummernamen" , die mit dem Nachnamen komische Dinge ergeben. Und viele dieser Namen gibt es in Wirklichkeit. Zum Beispiel Rosa Schlüpfer, Rainer Zufall, Axel Schweiß oder Claire Grube .

Also ich verstehe nicht wie Eltern so fies sein können. Das Kind muss ja den Namen ersteinmal ein paar Jahre tragen, bis zur Hochzeit vielleicht. Oder man kann ja auch Namen ändern lassen, wenn mich nicht alles täuscht. Ich finde aber auch zu viele Namen für ein Kind nicht schön. Ich meine das eine Kind von Heidi Klum hätte auch soviele Namen. 3 Namen sind noch gerade tragbar, aber nochmehr finde ich echt ein bisschen viel.

» flower911 » Beiträge: » Talkpoints: Gesperrt »

Zuletzt geändert von Midgaardslang am 06.08.2008, 21:00, insgesamt 2-mal geändert. Zeige Beitragsversionen

Ich habe meinen Kindern 2 Vornamen gegeben. Einer wurde von mir ausgewählt, der andere von meinem Mann. Da mein Mann Italiener ist, hat er sich auch italienische Namen ausgesucht, die ich persönlich nicht so schön fand.

Meine Kinder können sich dann später aussuchen, mit welchem von den beiden Namen sie angesprochen werden wollen. Dieser Name wird dann im Personalausweis als Hauptname unten eingetragen. Ich finde das eine faire Lösung.

Ich bin der Meinung, daß die Vornamen auch zu den Nachnamen passen sollten. Auch die Länge der Vornnamen spielt da eine große Rolle. Hat man beispielsweise einen langen Nachnamen, klingt ein kurzer Vorname sehr schön dazu - und umgekehrt.

» lorelei911 » Beiträge: 237 » Talkpoints: 0,25 » Auszeichnung für 100 Beiträge


Das mit dem zweiten Namen, wenn der erste Geschlechtsunspezifisch ist, gilt aber nur wenn man vom Nachnamen dann auch nicht auf das Geschlecht schließen kann. Beispiel Luca, ist im Italienisch ein Jungenname, in Bulgarien (mein ich) aber ein Mädchenname. Hat man nun z.B. einen italienischen Nachnamen muss man keinen Zweitnamen für das Kind wählen.

Ich persönlich finde auch das ein oder zwei Namen völlig genügen, und das diese am besten zum Nachnamen passen sollten. Britney Schmidt z.B. wäre für mich eine etwas seltsame Kombination.

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» aries24 » Beiträge: 1748 » Talkpoints: 9,84 » Auszeichnung für 1000 Beiträge



Tja, das ist immer so eine Sache. Ich bin nicht so ein Freund von den Standard-Namen, wo man dann von jeder Sorte drei pro Schulklasse oder Kindergartengruppe hat.

Aber man kann es auch übertreiben. Ich bin ja zur Zeit in einer englischen Schule tätig, und dort gibt es zwei kleine Mädchen deren Mutter den Vogel abgeschossen hat. Die beiden heissen Sparkle(zu deutsch: Glitzern) und Tinkerbell(die Fee aus Peter Pan). Das klingt ja nett, wenn man sich zwei kleine Mädchen vorstellt. Aber die werden auch irgendwann erwachsen und dann müssen sie damit leben.

Ich hätte so meine Probleme damit, einen Anwältin oder Ärztin ernst zu nehmen, die sich mir als Tinkerbell XY vorstellt. Im Grunde ist es etwas albern und oberflächlich Menschen nach solchen Äußerlichkeiten wie Namen zu beurteilen, aber so sind die meisten Menschen nun mal. Mit solchen Namen gibt man seine Kinder der Lächerlichkeit preis.

Und es gibt wohl auch solche Freaks, die ihre Kinder Hubschrauber, Pumuckl oder Sahne-Caramel nennen möchten. Auf WEB. de war vor einer Weile eine Top-Ten-Auflistung der schlimmsten Anträge für Vornamen beim Standesamt. Da waren schon Klopfer dabei.

Wie gesagt, man sollte immer bedenken, dass das winzige Baby, das man benennt sein ganzes Leben mit dem Namen, den man ihm gibt, verbringen muss. Daher ist weder rechtlich, noch nach meinem moralischen Empfinden, alles erlaubt.

Zum einen sollte man schon darauf achten, dass man keinen Namen wählt, der das Kind dem Spott aussetzt(Gut, wenn man sich anstrengt, kann man aus jedem Vornamen fiese Spitznamen bauen, aber manche Namen fordern geradezu dazu auf.) oder das Kind gar beleidigt(Ja, es gibt Menschen, die wollten ihren Sohn Pinscher nennen, was als Beleidigung gewertet und daher vom Standesbeamten abgelehnt wurde).

Außerdem muss es dem Kind möglich sein, eine Identität mit diesem Namen zu verknüpfen. Als Beispiel dafür wurde eine Mutter genannt, die ihrem Kind einen Rufnamen aus 12 ausländischen Vornamen geben wollte. Die hätte der kleine Mann sich schwerlich merken, geschweige denn aussprechen können, was die Indeitätsbildung gestört hätte. So wurde vom Richter argumentiert. Daher wurde sie auf die fünf ersten beschnitten.

Also wie gesagt, wählt Namen, die euch gefallen, versucht aber euer Kind nicht zu foltern, nur weil ihr den Namen gerade cool findet.

» Sorcya » Beiträge: 2913 » Talkpoints: 1,77 » Auszeichnung für 2000 Beiträge


Zur Anzahl der Namen hat das Bundesverfassungsgericht 1998 entschieden: mehr als 5 Vornamen sind nicht erlaubt. Und diese dürfen die Würde des Kindes (das ja auch schon Grundrechte innehat) nicht verletzen, außerdem muss das Geschlecht des Kindes eindeutig aus dem bzw. den Namen hervorgehen.

Gerade bei der Wahl der Vornamen scheinen die deutschen (Standes-)Beamten zwar in einigen Fällen sehr streng zu sein. Wenn man sich aber die Namen einiger Promi-Kinder anschau, dann ist das aber gar nicht mal schlecht und eher zum Wohle des Kindes, wenn man bedenkt, dass auch in Deutschland Kinder tatsächlich "Verleihnix" oder "Borussia" genannt werden sollten.

Auch das von Sorcya genannte Beispiel "Sparkle" finde ich wirklich sehr eigenwillig. Interessant wäre zu wissen, wie der Name entstanden ist. Kurz nach der Geburt? Da hätte man wohl besser schon in der Schwangerschaft überlegen sollen. Während der Schwangerschaft? Hat die Familie nie überlegt das pubertäre Kind zum Mittagessen zu rufen? Ob der Name dann noch so passt?

» JotJot » Beiträge: 14093 » Talkpoints: 13,28 » Auszeichnung für 14000 Beiträge


Also ich habe zwei Vornamen, so wie meine Eltern und meine Geschwister auch. Finde das eigentlich ganz cool, hätte auch nicht dagegen noch mehr Vornamen zu haben, leider habe ich die aber nicht. Mein zweiter Vorname ist der Name meines Opas väterlicherseits, hätte nicht dagegen gehabt, stattdessen als zweiten Vornamen den Namen meines Vaters, als dritten den meines Opas mütterlicherseits und als vierten dann den des Opas väterlicherseits zu haben.

Ich stelle mich aber so oder so immer nur mit dem ersten Vornamen vor, manchmal auch nur mit der Kurzform davon, finde es aber immer wieder lustig mich dann später im Gespräch mit vollem Namen und den Bedeutungen der Namen vorzustellen.

Klar, Pumuckl hätte ich nun nicht so gerne dabei, aber ein paar andre Vorname mit eigener Bedeutung und Geschichte fände ich schon gut.

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» crissi » Beiträge: 1147 » Talkpoints: -7,97 » Auszeichnung für 1000 Beiträge


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