Fühlt ihr euch nach Arztbesuch gut informiert und beraten?
Wenn ich zum Arzt gehe, dann informiert mich mein Arzt eigentlich wenig darüber, warum er mir welche Medikamente gibt oder welche Untersuchungen genau gemacht werden und wie diese Untersuchungen sein werden. Auch informiert er mich nicht freiwillig was diese Untersuchungen bringen und welche Diagnose er sich erhofft. Ich muss eigentlich alles nachfragen. Dieser Arzt ist aber in der Nähe meines Wohnortes und deswegen würde ich auch ungerne wechseln.
Fühlt ihr euch immer gut informiert und beraten oder müsst ihr immer nachfragen, wenn ihr was wissen wollt? Sagt euch euer Arzt jeden Schritt, den er macht oder fragt ihr nach und dann erzählt und informiert er euch?
Ich muss ganz ehrlich sagen, dass ich mich nicht immer gut informiert fühle. Ich habe Einiges an Vorbildung und auch meine Hausärzte im Ausland waren großartig, so hab ich Einiges gelernt. Ich habe das Glück in einer Praxis gelandet zu sein, in welcher man an sich, zumindest bei der Ärztin ausreichend informiert wird und die auch recht gut ist. Geht man hingegen zum anderen Arzt in dieser Gemeinschaftspraxis, dann bin ich eher enttäuscht. Also ist die Qualität recht durchwachsen.
Eigentlich fühle ich mich nach jedem Besuch veräppelt. Ich war beim Allgemeinpraktiker und der tastete mir den Kopf ab und übergab mir in einem Sack mit Tabletten, die heftigste Nebenwirkungen haben und müde machen, der Zahnarzt schickt mich zum Neurologen, der Neurologe zum Zahnarzt. Der will mich zu Esoterik schicken. Wie man eine Kieferhöhle behandelt sagt einem niemand, alles muss man im Internet nachlesen. Eigentlich denke ich im Moment, wo ich Ärzte herbekomme, die etwas von ihrem Fach verstehen. ![]()
Wenn dein Arzt dich nicht oder kaum informiert, hast du etwas mit anderen Patienten gemeinsam. Mir geht es nicht anders. Bevor ich zum Arzt gehe, informiere ich mich und warte dann ab, was mir gesagt wird. Dann kommt solche Aussage: "Alles in Ordnung, sie sind gut eingestellt (Blutdruck)." Wenn du dann nach den eigentlichen Beschwerden fragst, denn wegen des Blutdrucks bin ich nicht hingegangen, kommt dann so etwas wie: "Holen sie sich zum Einreiben dieses Öl, das gibt es aber nur privat." Damit ist die Sprechzeit beendet und weitere Fragen werden kaum noch beantwortet. So ist es leider meistens.
Meistens ist es so, dass mein Arzt sich erst alles anhört und sich dann bestimmte Dinge besonders anschaut. Dabei stellt er Fragen und notiert einige Angaben in seinem Computer als Notizen. Im Anschluss erklärt er dann seine Theorien und Diagnosen und nennt die erforderlichen Medikamente. Häufig geht er dann noch auf die Ursachen ein und erläutert Zusammenhänge.
Eigentlich fühle ich mich bei meinem Arzt also gut beraten und verstehe in der Regel, warum und weshalb ich welches Medikament bekomme. Auch wenn manche Themen schon zu komplex sind, gibt sich mein Arzt immer große Mühe, alles verständlich herüberzubringen.
Ich habe es jedoch auch schon bei anderen Ärzten erlebt (z.B. Dermatologen oder Urologen), wo ich mich überhaupt nicht gut beraten gefühlt habe. Einmal wurde zum Beispiel nur kurz eine Diagnose gestellt und der Arzt sagte, wie oft ich eine bestimmte Salbe auftragen sollte. Woher die Infektion kam, wie lange sie dauert oder was die Folgen sind, wurde alles erst ganz kurz auf explizite Nachfrage von mir beantwortet. Ich denke, dass solche Informationen standardmäßig erklärt werden sollten.
Es wird also große Unterschiede bei den Ärzten geben und manchmal fühle ich mich sehr gut und manchmal weniger gut beraten. In der Regel macht mein Hausarzt seinen Job jedoch gut und erklärt mir sehr viel und ich bin nach den meisten Arztbesuchen zufrieden.
Eigentlich fühle ich mich so gut wie gar nicht informiert. Anscheinend ist das bei den Ärzten aber normal. Es passiert vielen in meinen Bekanntenkreis dass sie nach einem Arztbesuch erst mal im Internet nach Informationen suchen. Dort wird man meistens besser informiert als beim Arzt selber. Es gibt bei mir nur einen Arzt der sich wirklich die Zeit nimmt mich zu informieren und auf meine Fragen ein zu gehen, aber wie gesagt, das ist ein Einzelfall.
Ich habe wahrscheinlich Glück, denn ich fühle mich von meinem Hausarzt immer gut informiert. Ich gehe allerdings selten zum Arzt und bin auch eher ein Mensch, der nicht alles so genau wissen möchte. Aber nach dem letzten Check up hat mir der Arzt alle Ergebnisse mit Zahlenwerten vorgelesen und gesagt, ob das in Ordnung ist oder nicht. Ich erwarte nicht, dass er mir alle Werte ganz genau erklärt, das wäre eine ganze Vorlesung, von der ich nur die Hälfte verstehen würde.
Auch bevor er Untersuchungen wie beispielsweise einen Ultraschall macht, um sich meine Gallensteine noch einmal anzuschauen, sagt er mir, warum er das macht und was er da sieht.
Ich fühle mich bei meinem Hausarzt eigentlich gut aufgehoben, denn er erklärt manchmal auch etwas, obwohl ich gar nicht danach frage. Einmal hatte ich eine Bronchitis gehabt und er hat mir einen Schleimlöser bei akuter und chronischer Bronchitis verschrieben und noch ein homöopathisches Mittel dazu, das fand ich gut. Ich war schon öfters mit einer Bronchitis bei ihm gewesen und manchmal gab es auch Antibiotika, aber es ging auch ohne und darüber bin ich auch froh. Manchmal sagt mir mein Arzt sogar, wie oft ich am Tag ein Medikament einnehmen soll, obwohl ich danach ja auch in der Apotheke fragen kann, das finde ich einfach super. Ich bin eigentlich schon gut informiert und ich vertraue meinem Hausarzt.
Mittlerweile höre ich mir nur mehr das Geschwafel an und sage gleich, wenn etwas nicht stimmen kann. Nach manchen Beratungen weiß ich, dass ich einen anderen Arzt brauche, weil der einfach zu überfordert ist. Meine Ärzte haben 2005 Hepatitis mit Pfeifferschem Drüsenfieber verwechselt, welches ich dank Ärztebuch selber finden konnte und dadurch nach Aufnahme in die Ambulanz den richtigen Heilungsweg gesagt bekommen hatte. Vorher war ich zwei Wochen falsch unterwegs.
Ein anderer Arzt hielt eine Wurzelspitzenentzündung für Gürtelrose, bei Überdruck im rechten Ohr und Flattern wurde ein doofer Hörtest gemacht sonst nicht. Zum Glück kann man mit der e-Card jederzeit den Arzt wechseln. Mit dem alten Krankenschein war man immer drei Monate an den gleichen Schelm gebunden und war dem faktisch ausgeliefert. ![]()
Ich gehe generell sehr selten zum Arzt und wenn dann auch nur dann, wenn es wirklich nötig ist. Immerhin habe ich bei meinem Arzt nicht unbedingt immer gute Erfahrungen machen können, was die Behandlung und die Abgabe von Informationen angeht. So ist es generell immer so, dass mir vorgeschlagen wird, ich solle viel im Bett liegen, Tee trinken und Aspirin zu mir nehmen, wenn ich mit einer schweren Erkältung zu Arzt gehe. Was ich genau habe, wird mir nie gesagt und meistens komme ich auch gar nicht dazu, nachzufragen, da mein Arzt noch während dem Sprechen aufsteht und mich zur Tür begleitet.
Dass das nur bei dem Arzt so ist, bei dem ich jetzt bin, denke ich nicht. Immerhin war ich bisher bei vielen verschiedenen Ärzten und jedes Mal lief es gleich ab. Von daher bleibe ich nun auch bei meinem Arzt, auch wenn ich nicht sonderlich begeistert davon bin. Allerdings gehe ich da eben auch nur dann hin, wenn es einen wirklich großen Grund dafür gibt. Da werde ich dann auch etwas besser informiert. Habe ich hingegen eine Erkältung oder einen grippalen Infekt, bleibe ich lieber im Bett liegen und helfe mir selbst. Immerhin würde ich beim Arzt ja auch keine Medikamente verschrieben bekommen.
Mich ärgert es sehr, dass sich die Ärzte kaum noch Zeit für ihre Patienten nehmen. Immerhin ist es wirklich so, dass man gar nicht erst Fragen stellen kann, da der Arzt ziemlich schnell wieder aufsteht und einen zur Tür begleitet, ehe man überhaupt eine Frage stellen kann. Das ist aber eben auch beim Zahnarzt so und ich habe das auch bei vielen Ärzten erleben müssen, weshalb ich denke, dass so etwas heutzutage leider normal ist.
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