Am Wochenende den Schlafrhythmus der Woche beibehalten?

vom 07.09.2013, 20:50 Uhr

Neulich war im Fernsehen ein Bericht, dass man am Wochenende nicht später aufstehen sollte als an Werktagen. Selbst, wenn man später ins Bett gegangen ist, soll man dennoch nicht sehr viel später die Nacht beenden als in der Woche. Der Schlafrhythmus ist wichtig für die Gesundheit und für die Vitalität. Wenn man am Wochenende lange schläft und vielleicht sogar bis Mittag im Bett liegen bleibt ist das für den Kreislauf und für den Biorhythmus sehr schlecht und es kann Langzeitfolgen haben.

Wenn ihr Wochenende habt, nutzt ihr dieses um länger zu schlafen oder steht ihr am Wochenende genauso früh auf wie in der Woche? Glaubt ihr, dass es dem Körper schadet, wenn man Wochenende länger schläft? Denkt ihr, dass dieser wechselnde Schlafrhythmus wirklich genauso wie Wechselschicht bei der Arbeit ist? Das wurde in dem Bericht nämlich als Argument gegeben. Wechselschichtler leben ungesünder und wenn man am Wochenende länger schläft, ist das genauso als wenn man in Wechselschicht arbeitet.

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» Diamante » Beiträge: 41749 » Talkpoints: -4,74 » Auszeichnung für 41000 Beiträge



Nachdem was ich über moderne Schlafforschung schadet es mir viel mehr, dass ich meinem natürlichen Schlaf-Rythmus nicht folgen darf, weil ich morgens für meine Verhältnisse viel zu früh aufstehen muss, um zur Arbeit zu gehen. Ich bin nämlich ein leicht später Chronotyp. Bei mir baut sich daher über die Woche meist ein gewissen Schlafdefizit auf, dass ich am Wochenende nachholen muss. Das klappt auch ganz gut und ich schlafe am Wochenende dementsprechend nun mal dann auch länger.

Ich habe mich damit arrangiert und auch mal eine Studie bei einer Uni ausgefüllt, die mir eigentlich genau das Schlafverhalten vorgeschlagen hat, wie ich es selbst heraus gefunden hatte. Ich halte nicht sehr viel davon, wenn man die Menschheit über einen Kamm schert und scheinbar allgemeingültige Parolen verbreitet.

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» Bellikowski » Beiträge: 7700 » Talkpoints: 16,89 » Auszeichnung für 7000 Beiträge


In der Forschung ist es immer schwierig, weil unterschiedliche Wissenschaftler oft gute Argumente für eine These bringen und andere Wissenschaftler diese These mit genauso guten Argumenten widerlegen. Ich kann mir schon vorstellen, dass etwas da dran ist, dann man möglichst den gleichen Rhythmus einhalten sollte, aber ich habe auch schon gehört, dass es nicht gesund ist, wenn ein Langschläfer unter der Woche durch die Arbeit zum frühen Aufstehen gezwungen ist. Das wird dann ja auch nicht besser, wenn dieser auch noch am Wochenende den Wecker stellt.

Ich stehe eigentlich so auf, wie es in dem Bericht vorgeschlagen wird. Ich schlafe am Wochenende nur etwa eine Stunde länger als unter der Woche. Das liegt aber eben daran, dass ich eine Frühaufsteherin bin und nicht länger schlafen möchte. Sicher würde ich mir am Wochenende keinen Wecker stellen. Das Argument mit der Wechselschicht kann ich nicht so ganz teilen. Bei der Wechselschicht hat man immer den Wecker gestellt und wenn man am Wochenende ausschlafen kann, ist das meiner Meinung nach doch etwas anderes.

» Barbara Ann » Beiträge: 28946 » Talkpoints: 58,66 » Auszeichnung für 28000 Beiträge



Eigentlich versuche ich meinen Schlafrhythmus beizubehalten, was mir aber auch nicht immer so leicht fällt, manchmal gehe ich am Wochenende oder unter der Woche trotzdem eben früher oder später ins Bett und manchmal stehe ich auch zu unterschiedlichen Zeiten auf, das kann ich so gar nicht genau sagen. Trotzdem ändert sich nicht viel an meinen Schlafzeiten und natürlich schlafe ich länger, was ich aber nicht wirklich schlimm finde. Ich glaube nicht, dass man seinem Körper wirklich schadet, wenn man ausnahmsweise eine oder zwei Stunden länger schläft.

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» soulofsorrow » Beiträge: 9239 » Talkpoints: 26,10 » Auszeichnung für 9000 Beiträge



Ich stehe am Wochenende auch meistens gleich auf wie unter der Woche auch. Außer ich gehe wirklich sehr spät ins Bett. Aber meistens bin ich auch dann zur gewohnten Zeit auf. Ich habe aber noch gar nie darüber nachgedacht das es ungesund ist am Wochenende länger zu schlafen weil ich es mir nicht so richtig vorstellen kann. Ich stehe deshalb in der Früh auf weil das meine Zeit ist und die ich genieße. Mit einem Kaffee gemütlich vor dem Computer sitzen und ein wenig was zu machen. Meine Familie schläft noch. Und wenn ich dann auch später aufstehen würde dann fehlt diese Zeit, denn wenn die Mädels wach sind dann geht’s rund und es bleibt keine gemütliche Frühstückszeit vor dem PC mehr.

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» torka » Beiträge: 4376 » Talkpoints: 7,91 » Auszeichnung für 4000 Beiträge


Ich denke immer der Unterschied macht es. Wenn man in der Woche immer um 5 Uhr aufsteht und am Wochenende bis 12 Uhr schläft ist dies sicherlich etwas Anderes als wenn man in der Woche um 6 Uhr aufsteht und am Wochenende um 8 Uhr.

Allerdings setzt das alles auch vor raus, dass man immer in der Woche gleich aufsteht und das tun viele ja auch gar nicht. Schläft man mal bei dem Partner oder Freunden, dann steht man anders auf.

Arbeitet man grundsätzlich sogar in einem Schichtdienst, dann funktioniert dieses Prinzip ja auch nicht. Hierbei arbeiten ja viele zwei mal in einer Nachtschicht, dann zwei mal in einer Frühschicht, oder eine Spätschicht und am nächsten Tag dann wieder gleich eine Frühschicht. Manche arbeiten ja auch eine ganze Woche in einer Schicht und andere wieder arbeiten auch das Wochenende mit, so dass am Wochenende lange schlafen auch nicht geht.

Die Gruppe auf die diese Möglichkeit überhaupt zutrifft, dass man in der Woche jeden Tag aufsteht und am Wochenende überhaupt länger schlafen könnte, ist ja gar nicht so groß. Sehr viele Berufe funktionieren nicht in diesem durchgängigen Dienst. Oft sind das ja nur die Büroberufe. Wie also soll das Prinzip gehen?

Ich kann mir daher nicht so ganz vorstellen, dass das ganze wirklich stimmen kann, oder mehr das man das überhaupt beachten kann. In meinem Umfeld kenne ich kaum einen Menschen, der dies so umsetzen könnte. Bei mir selbst wäre es auch nicht möglich, aber ich schlafe auch am Wochenende nicht länger als 8 Uhr so dass es bei mir denke ich nicht so viel ausmacht. Ich kann einfach nicht länger schlafen.

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» pichimaus » Beiträge: 2016 » Talkpoints: 6,99 » Auszeichnung für 2000 Beiträge


In der Woche stehe ich immer zwischen fünf und sechs Uhr in der Früh auf, je nachdem was ich morgens noch so erledigen muss. Am Wochenende tue ich mir dieses nicht an, es wäre auch unnötig. Meist schlafe ich dann drei bis vier Stunden länger, so dass ich spätestens um neun Uhr morgens wach bin. Dies tut mir gut und ich finde mich am Montag wieder gut in meinen Rhythmus ein. Ich wache allerdings selber um diese Zeit am Wochenende auf und muss mir keinen Wecker stellen, daher fällt es mir vermutlich leichter. Gehe ich mal sehr spät ins Bett und schlafe bis Mittags, fällt mir das Aufstehen in der kommenden Woche sehr schwer, weshalb ich versuche dies zu vermeiden.

Als ich noch im Schichtdienst, ohne Nachtschicht, gearbeitet habe, habe ich nicht so viel Wert auf solche geregelten Zeiten zum Aufstehen gelegt, da es eh egal war. Ich war Montag morgens, wenn ich um vier aufstehen musste kaputt, egal ob ich am Wochenende um sechs oder um zwölf aufgestanden bin. Wenn ich einen Montag natürlich erst um drei Uhr Nachmittags arbeiten musste, spielte dies natürlich auch gar keine Rolle. Wirklich mit meinen Zeiten zum Aufstehen habe ich mich sowieso erst beschäftigt, als ich geregelte Arbeitszeiten bei einer anderen, meiner jetzigen, Anstellung hatte beziehungsweise habe.

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» beere » Beiträge: 1325 » Talkpoints: 0,93 » Auszeichnung für 1000 Beiträge



Ich habe gar nicht unbedingt die Wahl, ob ich meinen Schlafrhythmus auch am Wochenende beibehalten möchte oder nicht, mein Körper zwingt mir das in der Regel mehr oder weniger auf. In der Regel stehe ich unter der Woche gegen 5.30 Uhr auf. Am Wochenende kann ich nicht viel länger schlafen als bis 6.30 Uhr oder an guten Tagen bis 7.00 Uhr, dann wache ich auf und an Schlaf ist nicht mehr zu denken, weil ich absolut fit bin. Dies ist übrigens völlig unabhängig davon, wie spät ich am vorherigen Tag ins Bett gegangen bin, wobei ich normalerweise nicht zu spät schlafen gehe, eben weil ich weiß, wann ich aufwache, und meinem Körper eine gewisse Stundenzahl an Schlaf gönnen möchte.

Ob mein Schlafverhalten nun gesund ist, vermag ich nicht zu sagen, die Wissenschaft ist sich ja selbst nicht immer wirklich einig über einen gesunden Schlafrhythmus. Ich kann nur sagen, dass ich mit dem Verhalten meines Körpers recht zufrieden bin. Ich würde es nicht mögen, am Wochenende bis in die Puppen zu schlafen. Erstens hätte ich die Befürchtung, viel zu viel vom eigentlichen Tagesgeschehen zu verpassen, und zweitens würde ich bei einem zu langen Schlaf Sonntagabend vermutlich im Bett stehen und die Arbeitswoche völlig unausgeschlafen beginnen.

» Anemone » Beiträge: 1740 » Talkpoints: 764,26 » Auszeichnung für 1000 Beiträge


Ich gehe am Wochenende öfter mal mit Freunden feiern, sodass es schon mal vorkommt, dass ich erst in den Morgenstunden wieder zu Hause bin. Dann schlafe ich natürlich länger, als bis sechs oder sieben, denn um diese Uhrzeit stehe ich Normalerweise unter der Woche auf. Aber ich schlafe dann auch nicht unbedingt bis 14 Uhr, sondern versuche schon spätestens so um elf Uhr wieder auf den Beinen zu sein.

Wenn ich Abends jedoch nicht aus war, oder eben nicht so lange, dann versuch ich mein normales Schlafpensum von ungefähr sieben Stunden zu erreichen. Wenn ich länger schlafe, bin ich den ganzen Tag über irgendwie unaufmerksam und bekomme nur die Hälfte von meiner Umgebung mit. Ähnlich ist es wenn kürzer schlafen, nur dann kommt noch dazu das ich ein wenig unausstehlich werden kann.

» PresidenTFlasH » Beiträge: 14 » Talkpoints: 9,82 »


Mein Schlafrhythmus variiert am Wochenende völlig zu der Gewohnheit in der Woche. Ich nutze das Wochenende, um auszuschlafen und Schlaf nachzuholen und schlafe grundsätzlich über einen längeren Zeitraum. Dazu kommt dann natürlich, dass ich am Wochenende deutlich später ins Bett gehe als unter der Woche und sich so alles etwas nach hinten verschiebt.

Es ist also keine Seltenheit, dass ich am Wochenende fünf Stunden später als in der Woche aufstehe. Das mag vielleicht nicht besonders gesund sein, doch ich brauche am Wochenende mehr Schlaf, um mich von der Woche wieder auszuruhen. Probleme hatte ich damit noch nie und konnte bisher immer gut aufstehen und einschlafen. Ich glaube zwar, dass so ein Schlafverhalten nicht gesund ist, aber solange mein Körper alles mitmacht, werde ich daran nichts ändern.

» 1899FCB » Beiträge: 378 » Talkpoints: 10,01 » Auszeichnung für 100 Beiträge


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