Führen bei euch die Ärzte wieder freie Sprechstunden ein?
Eine Zeit lang konnte man in den Arztpraxen ohne Termin gar nicht ankommen. Seit einiger Zeit führen hier wohl einige Ärzte wieder eine freie Sprechstunde ein. Meist ist diese dann aber nur an einem Tag in der Woche. Und man muss sich oft sehr viel Zeit mit nehmen, wenn man in diese freie Sprechstunde geht, weil dann die Menschenmassen wirklich enorm sind. Was haltet ihr von den freien Sprechstunden insbesondere bei den Fachärzten, wo man für einen Termin 4 Wochen und länger warten muss?
Ich habe neulich einen Augenarzttermin haben wollen. Den konnte ich aber erst im Dezember bekommen. Aber mit viel Zeit hätte ich dann auch an dem Tag der freien Sprechstunde kommen können. Findet ihr das gut? Die Ärzte sind an dem Tag voll im Stress und nehmen auch unendlich viele Patienten an. Eine Bekannte ist vor einiger Zeit um 23 Uhr nach hause gekommen, weil sie in die freie Sprechstunde ging.
An sich ist es eine gute Idee, um den Patienten, die wirklich keine Monate warten können bis zum nächstmöglichen Termin, auch versorgen zu können. Ich befürchte nur, dass jeder Patient sich zunächst für solch einen Patienten hält und so auch Fälle den Verkehr aufhalten, die bei weitem nicht so dringend wären. Ich denke aber, wenn sich das etwas eingespielt hat, wird sich das ein wenig legen. Im ersten Moment denkt sich jeder, dass es ja viel einfacher ist, ohne Termin hinzugehen auch wenn man z.B. nur zur Vorsorgeuntersuchung muss. Aber sobald die Leute wissen, dass der Arzt Stunden braucht, um all die Patienten abzuarbeiten, werden wirklich nur noch die kommen, denen es diese Stunden wert ist.
Wenn es mal läuft, könnte es ein gutes Angebot sein, um die Versorgung zu verbessern. Es ist einfach kein Zustand, dass man auch mit dringenden Bedürfnissen so lange auf einen Termin warten muss. Also mit so einer Sprechstunde ist der Zustand etwas verbessert. Aber das Nonplusultra zur guten Versorgung ist es nicht.
Ich kenne so eine freie Sprechstunde von den Ärzten in meiner Umgebung nicht und weiß eigentlich auch nicht, ob ich sie mir wünschen würde. Einerseits ist es sicher nicht schlecht, weil man dadurch schneller dran kommen kann, wenn man ein akuteres Problem und wirklich nicht die Zeit hat, auf einen Termin zu warten. Wenn man sich dann aber unter Umständen wirklich den ganzen Tag nichts vornehmen darf, weil man nicht abschätzen kann, wie lange man beim Arzt warten muss, dann finde ich es schon nicht mehr ganz so gelungen.
Dann würde ich eher mal bei einem anderen Arzt der gleichen Fachrichtung nach einem Termin fragen, als mich schon lustlos in das Wartezimmer zu setzen und meinen freien Tag oder auch einen Urlaubstag so quasi zu vergeuden. Dazu kommt dann auch noch, dass sich der Arzt sicher nicht so viel Zeit für die Patienten nehmen kann, weil er durch die vielen noch wartenden Patienten im Wartezimmer schon unter Druck gesetzt wird.
Bienenkönigin hat geschrieben:An sich ist es eine gute Idee, um den Patienten, die wirklich keine Monate warten können bis zum nächstmöglichen Termin, auch versorgen zu können.
Na ja, ich denke einmal, dass es in jeder Praxis dann möglich ist oder zumindest möglich sein sollte, dass man Akutfälle oder auch Fälle, die nun keine drei Monate warten können, irgendwo dazwischen schieben kann. Andere Untersuchungen, die nur zur Vorsorge gemacht werden hingegen halte ich nun auch nicht für so dringend, dass man da innerhalb weniger Tage einen Termin bekommen muss.
Allerdings finde ich diese freien Sprechstunden nicht sonderlich gut, da es durchaus sein kann, dass man an solchen Tagen lange warten muss. Dann habe ich doch lieber einen Termin, der etwas weiter in der Ferne liegt, an dem ich aber weiß, dass ich an diesem Tag nur die übliche Wartezeit vor mir habe.
Bei meinem alten Arzt waren die freien Sprechstunden eigentlich an der Tagesordnung. Allerdings war das Wartezimmer auch nicht wirklich voll und man musste höchstens mal eine halbe Stunde warten, wenn man keinen Termin hatte. Der Arzt war allerdings auch nicht sonderlich gut, wenn ich ehrlich bin. Das erklärt natürlich auch, warum dort verhältnismäßig wenige Leute warten. Ich bin auch nur im Notfall dorthin gegangen, weil sich die Praxis in unserer Straße befand. Wenn es ich irgendwie vermeiden ließ, dann bin ich zu einem anderen Arzt gefahren. Manchmal war mir die Busfahrt einfach zu lang. Die Vorgehensweise ist allerdings nicht die Regel und ich kenne sonst auch keinen Arzt, der keine Termine mehr vergibt.
Ich find diese freien Sprechstunden jetzt nicht so wahnsinnig sinnvoll, wenn ich ehrlich bin, denn ich verstehe nicht so wirklich, warum man so etwas überhaupt braucht. Wenn man ein akutes Problem hat, dann kann man doch einfach bei seinen Arzt anrufen und wird dann noch am selben Tag dazwischen geschoben. Da muss man auch mal länger warten, aber das nimmt man dann eben in Kauf. Mehrere Stunden musste ich aber noch nie warten, selbst wenn das Wartezimmer echt voll war. Geht es nur um eine Kontrolle oder eine Vorsorge, habe ich auch kein großes Problem, 1-2 Monate auf den Termin zu warten. So dringend ist das dann ja nicht. Ich würde mich aber nicht stundenlang ins Wartezimmer setzen. Das würde ich echt nicht aushalten, wenn ich ehrlich bin -zumal sich der Arzt dann wohl eh nicht viel Zeit für die Patienten nehmen kann.
Bei meinem Frauenarzt gibt es schon seit Jahren eine freie Sprechstunde. Ich finde das eine gute Idee, denn dann kann man auch mal ganz spontan zum Arzt. Die Termine sind immer sehr schnell vergeben und wenn man mal etwas sofort klären möchte, dann ist die freie Sprechstunde die einzige Möglichkeit zur raschen Klärung.
Man muss nur in Kauf nehmen, das man eine längere Wartezeit hat, aber das nimmt man bei einem Problem doch gerne auf sich. Meine Hausärztin hat eigentlich immer freie Sprechstunde, da bekommt man nur einen Termin, wenn eine Vorsorgeuntersuchung ansteht. Das finde ich total gut, allerdings ist es auch eine Gemeinschaftspraxis und man hat immer eine gewisse Wartezeit. Länger als 30 Minuten habe ich allerdings noch nicht in dem Wartezimmer gesessen.
Wie das nun auf dem Dorf aussieht, kann ich nicht sagen, da ist die Situation ja etwas anders, da in manchen dünn besiedelten Orten ja ein Ärztemangel herrscht. Bei uns ist da zum Glück nicht der Fall, wir haben in unserem Ort noch genügend Ärzte und daher auch keine großen Probleme Termine zu bekommen Die freie Sprechstunde wird bei unseren Ärzten sehr gern in Anspruch genommen. .
Ich kenne freie Sprechstunden, nur noch von meinem Hausarzt. Dieser hat zum Glück nur solche, und man muss auch nie lange warten. Von Fachärzten kenne ich so etwas gar nicht. Natürlich kann dies praktisch sein, allerdings denke ich, dass man dann schon wirklich sehr viel Zeit mitbringen muss und weiß nicht ob ich dies wirklich nutzen würde, da ich mir lieber einen Termin hole, und weiß das ich zeitlich dran komme. Ich denke es ist auch für den Betrieb Inder Praxis bei Fachärzten besser, wen Termine gemacht werden. Ich denke freie Tage sind auch nicht nötig, da man meistens ja doch nicht spontan zum Frauenarzt zum Beispiel geht, und ich finde durchaus das man erwarten kann, dass man sich jedes halbe Jahr einen Termin holt. Sollte es spontan Probleme geben, wird einen jeder gute Arzt dazwischen schieben, auch wen man keinen Termin hat.
Die Idee mit den freien Sprechstunden finde ich gut. Ich kannte das gar nicht. Zu meinem Hausarzt kann ich zwar eh gehen, wann ich möchte. Der vergibt keine Termine, nur für besondere Untersuchungen, die nicht dringend sind. Meist geht man ja zum Hausarzt, wenn man akut krank ist. Da nützt einem ein Termin in sechs Wochen nichts.
Aber für Fachärzte sind die freien Sprechstunden ganz praktisch. Mein Sohn brauchte einmal eine Bescheinigung für den Kunstunterricht, dass er farbenblind ist. Auf einen Termin musste er vier Wochen warten. In einer freien Sprechstunde wäre er vielleicht in zwei Stunden drangekommen. Während der Wartezeit hätte er im Wartezimmer lesen können.
Ich kenne mittlerweile mehrere Varianten einer Sprechstunde ohne Termin. Sowohl bei Fachärzten, wie auch bei Hausärzten. Wobei es Fachärzte gibt, die würde ich in einer offenen Sprechstunde nicht unbedingt aufsuchen.
Meine Hausärztin hatte früher den ganzen Tag quasi offene Sprechstunde. Wenn man dort ohne Termin hin kam, wurde man dazwischen geschoben. Als die Nachfolgerin die Praxis übernommen hat, wurde eine Notfallsprechstunde eingeführt. Die ist von 11 Uhr bis 11.30 Uhr. Ich bin eher der Typ, der eben spontan zum Arzt geht, wenn ich Beschwerden habe. Dann nutzt die mir diese Notfallsprechstunde recht wenig. Und ich denke halt auch, wenn man berufstätig ist und morgens um 8 Uhr oder früher anfängt zu arbeiten, ist 11 Uhr eine doofe Zeit.
In der Hausarztpraxis ist es auch so, dass dort mittlerweile zwei Ärztinnen sind. Die Notfallsprechstunde wird dann von beiden Ärztinnen gemacht und da kann es eben auch sein, dass man nicht von der Ärztin behandelt wird, die man sonst hat. Was ich halt nicht immer passend finde. Allerdings kann man auch morgens anrufen und wenn man Glück hat bekommt man noch einen Termin am selben Tag. Ansonsten ist die Notfallsprechstunde gerade zur Grippezeit ziemlich überlaufen. Zur Nachkontrolle falls es nicht besser wird, soll man dann auch nur zur Notfallsprechstunde kommen.
Ich war im Juni bei einem Hals-Nasen-Ohren-Arzt. Eben auch wegen akuter Probleme und meine Hausärztin mir vorher schon angekündigt hatte, sie verweist mich weiter, wenn es nicht besser wird. Da bin ich auf gut Glück hin. Dort wurde mir dann gesagt, ich soll morgens um 8 Uhr gleich anrufen und dann kann man mir einen Termin für den Tag geben. Da wird halt eben geschaut, ob man die Patienten dazwischen schieben kann.
Eigentlich steht das auch auf der Homepage der Praxis. Da sie aber in der Nähe ist, versuchte ich es direkt. Aus dem was auf der Homepage hervor ging, klang es aber auch so, als wenn viele Patienten es missbraucht haben ohne Termin dort zu erscheinen. Somit kann ich das Vorgehen verstehen. Ich bekam dann auch am nächsten Morgen für den Tag drauf einen Termin.
Bei meiner Psychiaterin könnte ich Notfalltermine haben. Da sie aber nur ein paar Stunden in der Woche arbeitet, ist das sehr eng. Versucht habe ich es noch nie. Allerdings weiß ich von anderen Patienten, die über die selbe Institution betreut werden, dass sie in der Regel am selben Tag einen Termin bei ihrer Ärztin bekommen. Somit ist auch keine offene Sprechstunde notwendig. Man muss halt anrufen, hat aber die Chance noch am selben Tag einen Termin zu bekommen.
Also bei den Hausärzten ist es bei uns so dass es eher schwierig ist einen Termin zu bekommen weil man eben jederzeit hingehen kann. Zumindest bei denen die ich kenne. Je nachdem wie viele Leute gerade das sind muss man dann eben mal eine Stunde warten, aber das nimmt man in Kauf. Einen Termin bekommt man nur selten und auch dann muss man meistens warten.
Bei den Fachärzten kenne ich eine freue Sprechstunde überhaupt nicht. Bei uns braucht man einen Termin und auf diesen wartet man dann meistens relativ lange. Wenn es ein Notfall ist dann muss man meistens in der Früh dort sein, muss aber damit rechnen das man sehr lange, also wirklich Stunden warten muss.
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