Legt ihr Wert auf Besuch im Krankenhaus?
Im Krankenhaus hat man in der Regel ja wenig Beschäftigung, vor allem wenn man keinen Laptop mit Internetzugang dabei hat. Den ganzen Tag Fernsehschauen oder lesen fiel mir zumindest auch etwas schwer. Da freut man sich schon über jede Abwechslung. Allerdings bin ich dennoch kein großer Fan von Krankenhausbesuchen.
Meine Familie sah das etwas anders, als ich kürzlich im Krankenhaus lag. Wir hatten telefonisch Kontakt und ich denke die Besuche wären auch nicht wirklich länger gewesen. Auch bei meinen Mitpatienten fiel mir auf, dass diese insgesamt am Tag höchstens zwei Stunden Besuch hatten. Selbst die Eltern eines 13jährigen Mädchens im Zimmer waren nie länger da.
Ich kann nun auch nicht sagen, dass ich kleine Geschenke oder Blumen vermisst hätte- eher im Gegenteil. Essen durfte ich anfangs gar nichts und später nur Schonkost und meine Liebe zu Blumen hält sich stark in Grenzen. Dennoch fiel mir auf, dass einige scheinbar Krankenbesuche als Notwendigkeit ansehen. Allerdings kenne ich auch einige Leute, die einfach sehr ungern in Krankenhäuser gehen und sich dort auch als Besucher sehr unwohl fühlen.
Legt ihr selbst Wert auf Besuch, wenn ihr im Krankenhaus liegt? Warum besucht ihr eure Liebsten ständig? Nach der Operation wäre es natürlich schon schön gewesen in ein vertrautes Gesicht zu blicken. Dies war jedoch sowieso nicht möglich, da man erst im Aufwachraum war und dort verweilte und noch einige Zeit überwacht wurde. Danach im Zimmer habe ich mich auch gleich wieder schlafen gelegt (bzw. bin eingeschlafen, denn gelegen habe ich sowieso), so dass es für einen Besuch ein wenig befriedigender Besuch gewesen wäre.
Als ich noch kleiner gewesen bin war ich sehr oft im Krankenhaus. Ich selbst habe nicht unbedingt so viel Wert darauf gelegt, dass ich Besuch bekomme, weil ich einfach zu oft dort war. Es war natürlich schön ab und an mal jemanden zu sehen, musste aber nicht ständig sein.
Selbst bin ich auch nicht so, dass ich andere Leute oft im Krankenhaus besuche. Natürlich besuche ich meine Verwandten oder Freunde im Krankenhaus, allerdings nicht jeden Tag. Schätze das es maximal ein bis zweimal die Woche der Fall ist. Ich glaube auch nicht, dass die Leute ständig Besuch haben wollen. Gerade nach großen Operationen braucht man viel Ruhe und die hat man nicht, wenn ständig irgend jemand vorbeischaut.
Ich war zum Glück noch nie länger im Krankenhaus, aber wenn das irgendwann mal vorkommen sollte, würde ich mich schon über Besuch freuen, aber ich würde es auch nicht permanent erwarten. Wenn ich nach einer Operation oder aus sonstigen Gründen für nur ein paar Tage im Krankenhaus wäre, würde ich Besuch auch nicht als wichtig empfinden. Sicherlich würden meine Eltern vorbeikommen, aber andere Leute würde ich wohl eher nicht erwarten. Bei längeren oder ernsthaften Krankheiten lassen sich sicherlich mehr Leute blicken.
Länger als zwei Stunden würde ich aber ehrlich gesagt auch keinen Besuch wollen. Man kann im Krankenhaus ja nun auch nicht viel machen und ich wäre zwar froh über ein bisschen Abwechslung, aber möchte dann auch irgendwann wieder meine Ruhe haben.
Wenn ich jemanden im Krankenhaus besuche, bleibe ich auch nicht stundenlang. Meistens hat man ja auch gar nicht so viel Zeit. Meine Familie und engsten Freunde würde ich aber schon öfter besuchen, da ich mir immer denke, dass sie sich bestimmt über ein wenig Ablenkung freuen.
Wenn meine Freunde im Krankenhaus liegen, besuche ich sie immer. Ich denke mir, dass es einfach die Pflicht eines guten Freundes ist, seinen erkrankten Kumpel zu besuchen. Außerdem freut sich die Person bestimmt tierisch, wenn sie sieht, dass man an sie gedacht hat. Darüber hinaus denke ich mir immer: "Wenn ich meinen Freund besuche, sieht er, dass mir etwas an ihm liegt. Dann wird er mich auch besuchen, wenn ich mal im Krankenhaus liege!".
Von einem erkrankten Familienmitglied muss man gar nicht erst reden. Da gibt es keinen Weg an einem Besuch vorbei. Denn wenn man nicht mal die Familie besucht, wen dann? Ich liege sehr selten im Krankenhaus. Doch wenn ich einmal für eine längere Zeit drin bin, finde ich es wirklich schön zu sehen, wem ich doch alles etwas bedeute.
Ich war bisher glücklicherweise erst zweimal im Krankenhaus. Das erste Mal war ich gerade mal 6 Jahre alt und musste in einer Uniklinik in einer anderen Stadt operiert werden. Ich bekam dort sehr viel Besuch, so dass ich mich nicht allzu alleine fühlen musste. Wären meine Verwandten und Bekannte nur eine Stunde täglich da gewesen, hätte mich das wohl sehr getroffen, denn ich war ja echt noch klein und daher war ich sehr glücklich, dass mindestens 6 Stunden am Tag jemand da war - meist sogar noch länger. Ich finde aber, dass man auf jeden Fall zwischen Kindern und Erwachsenen unterscheiden muss, wenn sie im Krankenhaus liegen. Erwachsene können sich auch ganz gut mal alleine beschäftigen und haben auch gerne mal ihre Ruhe, während Kinder sich schnell alleine gelassen fühlen.
Das zweite Mal musste ich 5 Tage im Krankenhaus bleiben, weil ich meinen Sohn bekommen habe. Da bekam ich auch ständig Besuch von Verwandten und Freunden - es war eigentlich immer Full House, aber das war auch normal, denn jeder wollte den Kleinen mal sehen. Allerdings war es hier nach zwei Tagen so, dass mir das alles zu viel wurde. Mein Kleiner wurde durch den ganzen Trubel echt unruhig und mit dem Stillen hat es auch nicht mehr so geklappt. Da habe ich den Leuten auch gesagt, dass sie den Besuch doch bitte reduzieren sollen. Hat dann auch sehr gut funktioniert. Hätte mich allerdings niemand besucht, hätte mich das auch irgendwie sehr getroffen. Also das könnte ich mir irgendwie schlecht vorstellen. Man ist im Krankenhaus doch eher froh, wenn man ein wenig Abwechslung herrscht, denn mir war da immer sehr langweilig. Solange man es nicht übertreibt, ist doch alles in bester Ordnung. Wenn ich jemandem im Krankenhaus besuche, bleibe ich auch selten länger als eine Stunde.
Ich lege sehr viel Wert auf Besuch im Krankenhaus, weil man im Krankenhaus fast nichts machen kann. Vor circa fünf Monaten hatte ich den ersten Aufenthalt im Krankenhaus. Ich wurde am Blinddarm operiert und durfte drei Tage lang nichts essen. Nach den drei Tagen ist du alles, egal ob du das Essen nicht magst. Hauptsache man kann dann endlich essen. Meine Freunde und Familie haben mich jeden Tag besucht und auf den Besuch habe ich mich auch immer gefreut, weil ich hatte nur mein Smartphone mit genommen. Meinen Laptop konnte ich gar nicht mitnehmen, weil ich kein Internet auf dem Laptop hätte.
Ich kann in meinem Laptop nämlich keine Simkarten rein schieben und im Krankenhaus gab es nur verschlüsseltes W-lan. Am letzten Tag, wo ich nichts mehr essen durfte, habe ich meine Eltern gefragt, ob sie mir zwei Burger von Mc Donalds mitnehmen und das habe sie dann auch gemacht. Das war ein Geschmackserlebnis, weil ich vorher nur trockenes Essen essen durfte. Als ich den Burger gegessen habe, kam die Zimmerbedienung in mein Krankenzimmer und diese Bedienung hat mich schon sehr böse angeguckt, als ich den Burger gegessen habe. Daraufhin habe ich geantwortet, das ich das Krankenhausessen auch noch esse und auf einmal wurde sie wieder netter
. Wenn ihr einen Bekannten im Krankenhaus habt, dann besucht ihn einfach mal, weil jeder freut sich über Besuch.
Ich denke, dass ich nur Wert auf den Besuch meines Partners legen würde und sonst niemanden sehen wollen würde. Ich mag das auch ehrlich gesagt nicht, wenn man dann immer Besuch hat und alle um das Bett versammelt sind. Mir war das als Kind schon nicht so recht, als ich dann plötzlich meine Familie vor dem Bett hatte und alle einen auf Mitleid machen. Man kann sich ja auch so beschäftigen und ist nicht darauf angewiesen, dass man Besuch bekommt.
Bei mir kommt es drauf an, weshalb man im Krankenhaus liegt und auch wie lange. Und auch wer im Krankenhaus liegt. Zudem ob sich derjenige Besuch wünscht oder nicht. Meine Oma lag vor einer Weile im Krankenhaus. Sie durfte am Anfang überhaupt nicht besucht werden (also nur von den engsten Verwandten). Als sie dann wieder besucht werden durfte, wollte sie es die ersten Tage nicht, weil sie erstmal noch Ruhe haben wollte. Daran habe ich mich dann auch gehalten. Als sie dann ihr ok gegeben hat, bin ich sie aber auch besuchen gegangen.
Ich lag nur zur Geburt mit meinem Sohn im Krankenhaus. Da kam dann auch viel Besuch. Wir haben es aber aufgeteilt. Und die Leute sind auch nicht so lange geblieben. Ich denke man sollte sich da wirklich auf die Wünsche einstellen, die derjenige hat, der im Krankenhaus liegt. Wenn man keinen Besuch möchte, dann sollte man es auch dabei belassen.
Ich persönlich lege nicht so viel wert darauf, ob ich Besuch bekomme oder nicht. Vor allem Besuch von Freunden kann ich nicht leiden. Ich mag das nicht, weil ich nicht sehen will, wie mich meine Freunde sehen. Ich will vor ihnen nicht aussehen, wie der kranke Mensch, der jemanden braucht, der ihn besucht. Dafür bin ich zu stolz. Aber Besuch von der Familie geht noch, aber nur die engeren Familienmitglieder. Das ist mir dann nicht so peinlich, wie Besuch von meinen Freunden. ![]()
Das kommt wohl ganz darauf an, welche Krankheit ich habe. Wenn ich nun insofern krank bin, dann ich mich ständig übergeben muss oder ähnliches, dann wäre ich froh, wenn mich niemand besuchen würde und ich einfach meine Ruhe hätte. Ich würde dann auch nicht wollen, dass mich jemand so sieht, sondern würde es bevorzugen, wenn sie mich erst wieder sehen, wenn ich einigermaßen gesund bin und auch so aussehe.
Wenn ich nun aber beispielsweise eine Verletzung habe oder mir irgendetwas gebrochen habe, dann bin ich vom geistlichen her ja trotzdem topfit und dann würde ich mich schon über Besuch freuen. Im Krankenhaus kann es ja leider schnell langweilig werden, selbst wenn man einen Laptop und Internet zur Verfügung hat, irgendwann hat man davon auch mal genug.
Letztendlich kommt es natürlich auch noch auf die Person an. Von meinen Eltern erwarte ich schon, dass sie mich im Krankenhaus besuchen, was sie auch sicherlich machen würden. Ebenso hätte ich natürlich meinen Freund an meiner Seite, der kann von mir aus auch da sein, wenn es mir richtig schlecht geht, denn er hat mich sowieso schon in so gut wie allen Lebenslagen gesehen, da macht das dann auch keinen Unterschied mehr. Wenn einer meiner Freunde mich besuchen kommen würde, dann wäre ich sehr erfreut, denn dann bemerkt man ja auch, wem man wirklich etwas bedeutet und wer eben nur in Facebook mit mir befreundet ist und mir auf der Straße „Hallo“ sagt.
Aber ich würde das nicht so eng sehen, wenn jemand, von dem ich es erwarte, mich nicht besuchen kommt. Es kommt ja auch immer auf die Umstände an, man weiß meist auch nicht, ob derjenige selbst viel zu tun hat.
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