Verabreichung von Antibiotikum bei Wurzelrevision ratsam?
Von meiner Zahnärztin habe ich das Antibiotikum Ospamox als Begleitung für meine Revision der Wurzelbehandlung bekommen. Der dritte Wurzelkanal war stark entzündet oder zumindest das Gewebe ringsum und dort soll das Antibiotikum helfen. Heute habe ich 50 Prozent der Tabletten hinter mir und muss noch vier Tage die restlichen schlucken. Bis gestern spürte ich noch beim Aufbeißen auf das Provisorium die Entzündung, seit gestern Abend ist das Gefühl weg, möglicherweise wegen des Antibiotikums. Ich will mich nicht zu früh freuen, denn beim Antibiotikum Dalacin spürte ich erst am letzten Tag eine Wirkung und vier Tage danach wehrte sich der Zahn ärger als je zuvor.
Hat jemand schon Erfahrungen mit antibiotischer Begleitung bei Wurzelrevisionen gemacht und wie waren diese? Ist so etwas wie Ospamox effektiv oder ist nach dem Fertignehmen alles wieder beim Alten oder sogar noch schlimmer? Gäbe es ein besseres Antibiotikum als Ospamox für CAP Zähne?
Ich habe sehr gute Erfahrungen gemacht, mit einer antibiotischen Therapie, zusätzlich zur Wurzelrevision. Sicherlich wurden auch Medikamente in die Wurzelkanäle eingebracht, die an Ort und Stelle wirken sollen, die Tabletten sind zur Beseitigung der Entzündungen im Gewebe und Knochen.
Ospamox ist meines Wissens nach ein Penicillin, durchaus wirksam, aber nicht das Beste, wie ich finde. Für Zahnentzündungen ist meines Erachtens und meiner Erfahrung nach das beste Antibiotika Clyndamicin. Der Ansicht sind auch die meisten Zahnärzte, da dieses Medikament sehr gut knochengängig ist und somit auch schwer erreichbare Entzündungsherde eliminieren kann.
Ich gehe aber davon aus, dass Deine Zahnärztin sich etwas dabei gedacht hat, warum sie dir ein Penicillin verschrieben hat. Wenn, wie von Dir geschildert, einmal vier Tage nach der Behandlung schlimme Reaktionen seitens des Zahns auftraten, hast Du das Antibiotikum vermutlich zu kurz eingenommen. Es ist sehr wichtig, dass dieses noch einige Tage nach verschwinden der Symptome genommen wird.
Das Antibiotikum habe ich immer bis zum Schluss genommen, damit die Keime dagegen nicht resistent werden. Im Moment geht es schon viel besser. Das Stechen im Ohr hat nachgelassen und auf im Kopf. Ich spüre aber Ausstrahlversuche in Richtung Kopf, die aber nicht mehr als echter Schmerz ankommen. Ob das normal ist, kann ich nicht sagen, denn ich habe noch nie vorher so eine ähnliche Situation gehabt.
Es ist mein fünfter Tag mit diesem Mittel und ich habe auch im Beipackzettel gelesen, dass es ab dem 5.-11. Tag zu masernähnlichen Ausschlag kommen kann. Ich hoffe, der bleibt mir erspart. Von selbst beende ich keine Therapie, aber sie endet mit der letzten Tablette in der Schachtel. Im Moment freue ich mich nicht zu sehr, denn ich habe im ersten Anlauf im September mit Dalacin auch schon geglaubt, es wäre alles vorbei und dann ging es erst richtig los. Damals ging nur die oberflächliche Schwellung weg und die CAPs waren noch nicht dokumentiert.
Ob die Verabreichung von Medikamenten bei einer Wurzelbehandlung sinnvoll ist, wird dir an sich nur ein Arzt beantworten können. Aber es ist sicherlich sinnvoll, gegen mögliche Entzündungen vorzugehen.
Welche nun das Antibiotika der Wahl ist, ist von verschiedenen Faktoren abhängig. Wie das Medikament wirkt, ist ebenfalls von verschiedenen Faktoren abhängig. Unter anderem kommt es da auch auf den Patienten an. Ob dein Antiobiotika nun hilft, kann doch keiner im Vorfeld sagen. Und was bringt es dir, wenn es bei jemand geholfen hat und bei einem anderen nicht? Vielleicht wäre diese Frage, die sich doch sehr auf ein einziges Medikament bezieht, in einem Medikamentenforum besser aufgehoben. Diese Foren werden nämlich speziell von Menschen aufgesucht, die Erfahrungen mit dem Medikament haben oder eben Erfahrungen suchen!
Das was Little Sister sagt, mag stimmen, aber ich habe schon so viele Foren aufgesucht und nie das richtige gefunden. Bei anderen waren die Threads schon sehr alt und es kamen auch keine Antworten auf die Fragen. Bei einem anderen, wo ich mein Problem geschildert habe, kam vor dem Absenden die Frage, ob ich bereit wäre, bei Antwort 85 Euro zu zahlen? Das habe ich gleich abgebrochen. Klar, habe ich schon viel gegoogelt und in Foren geschaut, aber vielleicht findet sich auch in allgemeinen Foren die Nadel im Heuhaufen und man bekommt einen Hinweis, worauf man achten sollte oder nicht. Ich habe mit solchen Themen überhaupt keine Vorerfahrung und hatte noch nie derartige Zahnprobleme, wo schon vier verschiedene Zahnärzte meinten, dass alles sehr gut aussähe und nichts fehlte. Bisher habe ich hier die besten Antworten bekommen und das nach vier Monaten der Zahnprobleme.
Was nutzt es dir aber, in einem allgemeinem Forum, nach Tipps zu fragen, wenn du ziemlich sicher weißt, es ist kein Arzt da? Beziehungsweise selbst wenn ein Arzt hier aktiv sein würde, der würde dir mit Sicherheit nicht einfach mal einen medizinischen Ratschlag geben. Der kann nämlich haftbar gemacht werden.
Wie sinnig ist es, in einem allgemeinem Forum, nach medizinischen Tipps, vor allem so sehr detailliert wie du sie gerne hättest, zu fragen? Ich kann dir nun sonst was raten. Gehst du dann zu deinem Arzt und sprichst ihm seine Fachkompetenz ab und verlangst das von mir empfohlene Medikament? Falls dein Arzt da mit machen würde und es würde bei deiner Behandlung was schief laufen- was wäre dann? Dann würdest du sagen, dein Arzt hat dich falsch behandelt. Wobei du ja diese Behandlung aufgrund von Laientipps gefordert hast!
Du hast ja hier noch mehr Themen zu deinem momentanen Gesundheitszustand eröffnet. Bei nur dem Problem mit dem Zahn, würde man vielleicht was anderes raten, als wenn man das Gesamtpaket kennt. Du schreibst von erhöhter Temperatur, die du dir, nach deiner Meinung, von einem zu kaltem Büro zugezogen hast. Hier wäre mein Tipp im Zusammenhang mit deinen Zahnproblem: Wenn du eh schon gesundheitlich angeschlagen bist, warum setzt du dich dann in ein eiskaltes Büro und riskierst sonst was? Ich wäre heim gegangen.
Du schreibst von erhöhter Temperatur, die aber auch eine Nebenwirkungen von deinem Antibiotika sein könnte. Oder ein Zeichen dafür, dass die Entzündung doch schlimmer ist. Statt dir Gedanken zu machen, ob das eventuell mit deinem Zahnproblem zusammen hängt, sitzt du hier den halben Tag und fragst, ob du mit erhöhter Temperatur sonst was riskierst, wenn du einkaufen gehst. Gleichzeitig machst du dir im Laufe des Abends Gedanken, ob dein Antibiotika wirkt. Scheinbar nimmst du aber auch was gegen deine Erkältung oder was auch immer für Beschwerden dich sonst noch plagen. Ist dir an sich bewusst, dass rezeptpflichtige Medikamente sich eventuell mit anderen Sachen nicht vertragen?
Zusammengefasst könnte dein scheinbar nicht sonderlich stabiler allgemeiner Gesundheitszustand sonst was bedeuten. Per Ferndiagnose und ohne alle Details zu kennen, ist ein Rat sicherlich wenig sinnvoll.
Mein Gesundheitszustand war nur durch die Zähne schlecht. Meine Zahnärztin hat mit vier Sitzungen und mehreren Spülungen so viel bewirkt, dass ich kein Stechen mehr im Ohr habe, kein Ziehen mehr zum Ohr und nächste Woche wird der malträtierte Zahn vom Provisorium befreit und mit Weiß zugemacht. Ich habe nur gelegentlich eine leicht ziehende Kopfhaut. Auch eine Magnetresonanz habe ich letzte Woche zur Sicherheit gemacht, aber alles war unauffällig bzw. negativ im Befund.
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