Schwere Vorwürfe gegen Hersteller der Antibabypille

vom 06.01.2013, 19:13 Uhr

Sie ist wohl eines der meistgenutzten Medikamente der Welt und gerade viele junge Frauen schlucken sie völlig ohne Bedenken: die Antibabypille, meist einfach nur die Pille genannt. Doch ganz so harmlos sind die zahlreichen Präparate in diesem Bereich nicht, das mussten in der Vergangenheit viele Frauen am eigenen Körper spüren. Nun erregen Frauen in Frankreich mit einer Sammelklage erneut Aufsehen.

Das Problem sind dabei wohl nicht nur die eigentlichen Hormone, sondern die Inhaltsstoffe, die harmlose, aber lästige Nebenwirkungen, wie zum Beispiel Gewichtszunahme durch Wassereinlagerungen, beseitigen sollen. Das Medikament, über das nun in Frankreich vor Gericht entschieden werden muss, ist allerdings in Deutschland gar nicht auf dem Markt. Dennoch geht es nicht um unbekannte Nischenunternehmen, sondern um große und eigentlich renommierte Marken, wie Bayer oder Pfizer. Daneben gab es solche Klagen in der Vergangenheit auch schon in den USA und in Deutschland. Meist endete dies mit einem Vergleich, bei dem die Medikamentenhersteller tief in die Tasche griffen, um ein aufsehenerregendes Urteil zu vermeiden. Auch dabei ging es um schwerwiegende Nebenwirkungen, wie zum Beispiel Schlaganfälle.

Dennoch machen sich viele deutsche Frauen keine Gedanken über die möglichen Folgeschäden bei einer langjährigen Einname. Wie seht ihr das? Hattet ihr schon einmal Probleme oder bringen diese Nachrichten euch dazu, über eine andere Verhütungsmethode nachzudenken?

» Mia1989 » Beiträge: 165 » Talkpoints: 11,38 » Auszeichnung für 100 Beiträge



Ich habe mich 2011 gegen die Antibabypille entschieden, weil bei mir einfach zu viele Nebenwirkungen aufgetreten sind. Von Depressionen bis hin zur Gewichtszunahme war bei mir alles dabei und deswegen hat mein Frauenarzt mir zu einem anderen Verhütungsmittel geraten, mit dem ich auch wirklich wunderbar klarkomme. Seit 2011 habe ich ein Hormonimplantat im Arm und alle Nebenwirkungen sind wie weggeblasen.

Eine solche Meldung bringt mich nun nicht dazu, ein Verhütungsmittel zu wechseln. Es sind jeden Tag solche Meldungen im Internet oder in den Nachrichten auffindbar, so dass ich hier die Augen offen gestanden verschlossen halte. Wenn ein Medikament bei mir eine gute Wirkung aufzeigt und ich kaum Nebenwirkungen habe, dann ist es mir offen gestanden leicht egal, wie es bei anderen Menschen wirkt. Hauptsache ich bin damit zufrieden.

» Wibbeldribbel » Beiträge: 12618 » Talkpoints: 5,12 » Auszeichnung für 12000 Beiträge


Ich selbst nehme nun auch schon seit einiger Zeit die Pille, aber ich muss sagen, dass mich solche Meldungen und auch Berichte über Nebenwirkungen von anderen Frauen, durchaus nachdenklich werde. Ich selbst war eigentlich immer der Meinung, dass ich die Pille ganz gut vertrage, aber in letzter Zeit leide ich immer öfters unter krassen Stimmungsschwankungen. Besonders vor meiner Periode ist es immer am schlimmsten. Bevor ich die Pille eingenommen habe, hatte ich nie Probleme mit PMS und nun verstärken sich aber die Symptome zunehmend.

Dass die Ursache dafür die Hormone sein könnten, die ich täglich schlucke, darauf bin ich selbst gar nicht gekommen, da die Pille ja eigentlich unter anderem dafür sorgen sollte, dass solche Symptome schwächer werden. Bei mir scheint allerdings das Gegenteil der Fall zu sein. Ansonsten kann ich jedoch nicht von nennenswerten Nebenwirkungen berichten.

Dennoch bin ich nun am überlegen, ob ich mich bei meinem Frauenarzt nicht einmal nach einem anderen Präparat erkundigen sollte. Vielleicht wäre sogar eine ganz andere Verhütungsmethode für mich die wesentlich bessere Alternative. Einem Hormonstäbchen zum Beispiel wäre ich auch nicht abgneigt, da das lästige Denken an eine rechtzeitige Einnahme der Hormone im Gegensatz zu der Pille wegfällt. Ganz ohne hormonelles Verhütungsmittel möchte ich nicht mehr sein, da ich zwar immer noch Kondome verwende, aber einen "Unfall" möchte ich nicht riskieren und mit doppelter Verhütung fühle ich mich einfach auch viel sicherer.

» miss-coco » Beiträge: 237 » Talkpoints: 1,83 » Auszeichnung für 100 Beiträge



Die Pille setzt auch die Knochendichte herunter. Es ist ja auch nicht so, dass man das nicht wüsste, aber man bekommt es eben als Frau nicht unbedingt beim Arzt gesagt. Die Frauenärzte machen ihre Hauptverdienste nämlich über die Pille und so schwärmen sie einen von den ganzen Vorteilen vor und die Nebenwirkungen fallen unter den Tisch.

Ich habe auch einige Jahre die Pille genommen. Bei mir hat es dazu geführt, dass ich komplette Monate meine Tage hatte und ich einfach nur noch total fertig mit den Nerven war. Nachdem meine Ärztin immer mehr Hormone an mir probieren wollte und da hatte ich schon einige Pillenwechsel hinter mir, habe ich mich dann einfach verabschiedet und bin gegangen. Die Nebenwirkungen sind natürlich auch bei mir noch ein bisschen weit gefächerter gewesen, aber von allem möchte ich hier auch nicht schreiben.

Man muss sich eben gut überlegen, was man seinem Körper da antut und ob das wirklich so nötig ist. Klar Kondome sind vielleicht nicht so angenehm, aber sie schützen auch und sie schützen ja auch vor Krankheiten. Nur hat man in der Regel keine Probleme damit.

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» Ramones » Beiträge: 47758 » Talkpoints: 8,52 » Auszeichnung für 47000 Beiträge



Ich denke, man sollte sich genügend über Verhütungsmittel informieren und sich der Nebenwirkungen bewusst sein. Ich habe mich zum Beispiel bewusst gegen ein Stäbchen entschieden, weil es bei vielen im Arm wandert (ist sogar einer Bekannten von mir passiert, also nicht nur gelesen oder gehört), was dann schmerzhaft herausgeschnitten werden muss. Es gibt natürlich auch Frauen, die damit totales Glück haben. Eine Spirale wollte ich auch nicht. Und von der Dreimonatsspritze sind auch viele Freundinnen auseinander gegangen. Mit der Pille bin ich bisher immer geschützt gewesen und habe eher Vorteile (bessere Haut, kaum Regelschmerzen,...), im Gegensatz zum NuvaRing. Durch ihn verdankt (zum Glück :) ) mein Sohn sein Leben und die Schwester im Krankenhaus meinte, dass es schon mehrere "NuvaRing-Kinder" gäbe, als das Medikament als sicher angepriesen sei.

Eine Verhütung per Fruchtbarkeitsanalyse gänzlich ohne Schutz ist mir zu unsicher. Und ich bin mir nicht sicher, ob die Pille bei den Belastungen, die wir uns tagtäglich zumuten, tatsächlich das Zünglein an der Waage ist. Es gibt ja auch unterschiedlich starke Varianten zu wählen, die trotzdem genügend Schutz bieten.

» Judika » Beiträge: 54 » Talkpoints: 22,12 »


Ich habe schon seit fast zwei Jahren die Pille und hatte anfangs total Angst, dass sich die Nebenwirkungen bei mir stark zeigen würden. Ich habe mich vorher ausgiebig über das Medikament informiert und im Internet findet man ja allerlei Horrorgeschichten dazu. Von Problemen mit der Haut, über extreme Gewichtszunahme bis hin zu Depressionen ist eigentlich alles bei den Nebenwirkungen dabei. Das hat mich schon ein wenig abgeschreckt, aber andererseits ist es dann so gewesen, dass ich auch viele Leute danach gefragt habe und die meisten haben mir versichert, dass bei ihnen keinerlei Nebenwirkungen aufgetaucht sind.

Nun, zwei Jahre später, geht es mir wunderbar mit der Pille. Ich habe noch keine Nebenwirkungen zu spüren bekommen und sehe daher eigentlich nur Vorteile darin. Eventuell kommen die Nebenwirkungen aber erst, wenn ich die Pille noch einige weitere Jahre einnehme, das ist mir schon bewusst. Aber momentan bin ich vollkommen zufrieden mit der Pille und spiele daher auch nicht mit dem Gedanken, sie abzusetzen.

Die Meldung, die im Eingangspost angesprochen wurde, schreckt mich nun auch nicht ab. Es wurde ja gesagt, dass die Pille in Deutschland überhaupt nicht auf dem Markt war. Das hat sicherlich seinen Grund, vielleicht würde sie ja gerade aufgrund der Nebenwirkungen bei uns nicht zugelassen. Und selbst wenn nicht, dann wüsste ich nicht, was ich alternativ zur Pille nehmen sollte. Kondome mag ich nicht besonders und ich habe auch keine Lust, mir eine Spirale oder ähnliches geben zu lassen. So gut wie alle Verhütungsmethoden sind ja auch unsicherer wie die Pille.

» *sophie » Beiträge: 3506 » Talkpoints: 1,38 » Auszeichnung für 3000 Beiträge


Dass die Pille nicht ohne Nebenwirkungen ist und sogar die Leber nachhaltig schädigen kann, sollte doch bekannt sein. Wer sie trotzdem nimmt, braucht dann auch nicht vor Gericht ziehen, wenn es Probleme gibt. Ich selbst habe schon Leberprobleme wegen der Pille gehabt, die aber recht früh festgestellt werden konnten. Immerhin hat es ein Jahr gedauert, bis meiner Leberwerte wieder normal waren.

Die letzte Pille habe ich vor gut fünf Jahren genommen. Damals hatte mir meine Frauenärztin das selbe Präparat von einem anderem Hersteller verschrieben. Damit fingen dann echte Probleme, wie Dauerkopfschmerz, an. Nur standen diese Nebenwirkungen halt auch in der Packungsbeilage und waren somit vorher bekannt.

» Punktedieb » Beiträge: 17970 » Talkpoints: 16,03 » Auszeichnung für 17000 Beiträge



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