Dem Arzt auch Details über Privatleben offenlegen?

vom 11.11.2012, 22:54 Uhr

Ein Bekannter hat den Hausarzt gewechselt, weil er umgezogen ist. Der neue Hausarzt fragt meinen Bekannten Sachen aus seinem Privatleben. Er will wissen, ob seine Eltern noch leben, wie alt sie geworden sind, welche Krankheiten sie hatten, ob er Kinder hat und ob er verheiratet ist und vieles mehr. Und dass, obwohl er nur wegen einer starken Erkältung zu ihm gegangen ist. Der Arzt meinte, dass er sich gerade von neuen Patienten gerne ein Bild machen will.

Mein Bekannter überlegt nun wieder den Arzt zu wechseln, weil er nicht bereit ist sein Privatleben bei einem Arzt offen zu legen. Er wollte dem Arzt auch nicht antworten und dann meinte der Arzt, dass er so nicht vernünftig behandeln kann. Ich bin schon Jahre lang bei meinem Hausarzt und habe das so noch nicht erlebt. Ist es denn normal, dass man bei einem neuen Hausarzt eine Art privaten Stripp hinlegen muss, wenn man vernünftig behandelt werden will? Musstet ihr das bei einem normalen Allgemeinmediziner schon machen oder findet ihr das übertrieben von dem Arzt?

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» Ampelmännchen » Beiträge: 1310 » Talkpoints: 0,00 » Auszeichnung für 1000 Beiträge



Mich verwundert sehr, dass dir diese Verfahrensweise so gar nicht bekannt ist, obwohl die Fragen absolut logisch sind und durchaus ihrem Zweck dienen, auch wenn der Patient nur eine Erkältung zu haben scheint. Meine Hausärztin kennt zumindest meine Akte, beziehungsweise kann sie im Ernstfall auch die Sprechstundenhilfe fragen, die mich schon Jahrzehnte kennt. Aus der Krankengeschichte und der Krankengeschichte der Eltern ergibt sich nun mal ein anderes Bild, als ohne Hintergrundinformationen.

ob seine Eltern noch leben

Ein mal haben Eltern Einfluss auf Kinder, egal wie alt diese sind. Wenn kein Kontakt mehr besteht, wird sich das ebenfalls auswirken. Und es ist durchaus wichtig, ob die Eltern leben und ob man eventuell noch Kontakt hat. Unter anderem auch wegen der Ansteckungsgefahr. Und es ergeben sich durchaus noch andere Fragen, alleine aus der Frage, ob die Eltern noch leben.

wie alt sie geworden sind

Wenn die Eltern bereits verstorben sind, ist es durchaus sinnvoll, wenn der Hausarzt die Umstände des Todes kennt. Eben weil viele Erkrankungen vererbbar sind. Außerdem kann man zumindest eine Vermutung anstellen, wie hoch die Lebenserwartungen des Patienten sind, wenn man weiß, in welchem Alter die Eltern verstorben sind.

welche Krankheiten sie hatten

Siehe den Punkt mit Erbkrankheiten. Muss auch nicht zwingend eine Erkrankung sein, die vererbbar ist, da geht es dann eventuell auch um die Lebensumstände, die zu Erkrankungen geführt haben könnten oder das Leben des Patienten beeinflusst haben.

ob er Kinder hat

Ansteckungsgefahr. Beziehungsweise macht es schon Sinn, wenn man eine Frau fragt, ob sie bereits Kinder hat. Denn daraus können sich auch andere Aspekte ergeben. Bei einem Mann kann die Frage aber auch sinnvoll sein, aus verschiedenen Gründen.

ob er verheiratet

Soziales Netz. Wie ist der Patient abgesichert? Gibt es jemand, den man eventuell benachrichtigen muss und so weiter. Außerdem gibt der Familienstand durchaus auch Auskunft auf andere Dinge.

» LittleSister » Beiträge: 10426 » Talkpoints: -11,85 » Auszeichnung für 10000 Beiträge


Mein Hausarzt kennt mich schon seit ich ein kleines Kind bin, deswegen musste ich diese ganzen Fragen nie beantworten. Allerdings erzähle ich meinem Arzt auch, wenn mich etwas bedrückt. Als ich eine starke Erkältung hatte, saß ich beim Arzt und habe geweint, weil mir die Schule zu stressig war und ich Angst hatte, dass ich den ganzen neuen Stoff verpasse und nicht mehr mitkomme.

Natürlich kam ich mir irgendwie blöd vor, aber es ist nur so aus mir herausgesprudelt. Mein Hausarzt kennt auch meine psychischen Erkrankungen und weiß, dass mir auch professionell geholfen wurde. Wieso sollte ich mich schämen? Seinem Arzt kann man (auch durch die Schweigepflicht) mehr vertrauen als irgendwelchen Bekannten, die man durch Facebook am ganzen eigenen Leben teilnehmen lässt. Für mich ist das eine Doppelmoral, die ich nicht verstehen will und muss.

Ich kann mir natürlich vorstellen, dass man sich als Befragter schnell in so einer Situation unwohl fühlen kann, allerdings finde ich diese Fragen nicht zu privat. Die Arbeitskollegen wissen doch auch, ob man verheiratet ist oder nicht und die Nachbarn wissen auch, ob man Kinder hat.

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» soulofsorrow » Beiträge: 9239 » Talkpoints: 26,10 » Auszeichnung für 9000 Beiträge



Als ich vor einigen Jahren zu meinem jetzigen Hausarzt gewechselt bin, kam ich mit asthmatischen Beschwerden und es war wichtig, direkt eine Diagnose gestellt zu erhalten Solche Fragen wie die, die Du hier anführst, wurden mir bei meinem ersten Besuch nicht gestellt und ich habe diese auch insgesamt noch nicht gebündelt gehört, aber einige davon nach und nach durchaus. Die Frage danach, ob ein Patient verheiratet ist, ist übrigens nicht nur im Hinblick darauf entscheidend, ob jemand im schlimmsten Fall benachrichtigt werden muss, sondern daraus lassen sich auch Rückschlüsse auf die Psyche ziehen.

Solche Gegebenheiten wie Ehe bzw. partnerschaftliche Beziehung und Berufstätigkeit sind grundlegend jene, die entscheidend beeinflussen können, wie es einem Menschen gesundheitlich geht. Einige Krankheitsbilder können durchaus psychosomatisch bedingt sein, und so hat mein Hausarzt mich auch vor einigen Jahren gezielt auf meine Arbeitssituation angesprochen, als ich wegen starker Magenschmerzen zu ihm kam und er nach eingehender Untersuchung keine organische Ursache dafür finden konnte. Als ich kurze Zeit später wieder bei ihm auf der Matte stand, diesmal mit Herzpalpitationen, hat er erneut umfangreiche Untersuchungen durchgeführt und mich anschließend zum Psychotherapeuten überwiesen. Als ich mich dort in Behandlung befand, haben beide Symptome abgenommen.

Es ist also nicht sonderlich merkwürdig, dass ein Arzt versucht, sich ein umfangreicheres Bild von seinem Patienten und dessen Lebensumständen zu machen, denn es gibt tatsächlich verschiedenste Auslöser für die unterschiedlichen Krankheitserscheinungen und es schadet absolut nicht, wenn ein Arzt bereits im Laufe der Zeit die erforderlichen grundlegenden Gegebenheiten erfragt hat, um dann einigen von ihnen entsprechend nachzugehen, wenn sich Symptome beim Patienten zeigen.

Dazu zählen eben auch Vorerkrankungen, die bereits bekannt sind oder solche, die erblich bedingt sein können, also liegt auch die Frage nach den Eltern und ihrem erreichten Lebensalter oder bekannten Krankheiten absolut nah und das alles hat gar nichts damit zu tun, dass der Arzt neugierig wäre und den Patienten aushorchen will. Diese Sichtweise Deines Bekannten ist mir tatsächlich nicht ganz nachvollziehbar, denn offenbar versucht sein Arzt wirklich, sich ein umfassendes Bild zu machen und seine Patienten nicht nur als Abrechnungsnummer zu sehen. Das ist doch absolut ein Grund zur Freude, wie ich meine, denn solche Ärzte findet man nicht unbedingt häufig.

Das Arzt-Patienten-Verhältnis sollte grundlegend sicherlich auf Vertrauen basieren und der Patient sollte sich stets sicher sein können, dass sein Arzt ihm die bestmögliche Behandlung zukommen lassen wird. Für eine Diagnose ist es aber mitunter eben durchaus erforderlich, all diese Fragen zu stellen oder bereits einmal gestellt zu haben, um die Diagnose entsprechend stellen zu können. Dein Bekannter sollte also bestenfalls hier mitwirken und sich nicht zieren, sich seinem Arzt anzuvertrauen, denn dieser fragt nicht aus reiner Neugier, sondern weil die Antworten auf seine Fragen ihm dabei helfen, im Falle des Vorliegens bestimmter Symptome frühzeitig bestimmte Diagnosen in seine Überlegungen einschließen zu können und somit in der Lage zu sein, auch schnellere Hilfe bieten zu können, die an der richtigen Stelle ansetzt. Sich dem zu verschließen, kann sich nur zum Nachteil Deines Bekannten auswirken, denn in seinem Interesse sollte diese zielgerichtete Diagnosefindung durchaus liegen.

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» moin! » Beiträge: 7218 » Talkpoints: 22,73 » Auszeichnung für 7000 Beiträge



Wo liegt das Problem? Der Arzt erkundigt sich nur nach eventuellen Krankheiten aus der Familie oder deinem Umfeld. Der Arzt kann nun mal nicht in dich hinein sehen und dann sofort alles wissen. Er muss sich eben auch ein Bild von seinem neuen Patienten machen, wie es die anderen hier schon schön beschrieben haben. Man sollte in dieser Hinsicht seinem Arzt vertrauen können. Er unterliegt ebenso der strengen Schweigepflicht wie so manch anderer auch. Ich würde es nicht so toll finden, wenn ich einen neuen Hausarzt aufsuche und er mich quasi mit einem Krankenschein abstempelt und ich direkt wieder gehen darf.

Der Arzt versucht mögliche Krankheitsursachen zu klären um deren Behandlung zu beschleunigen. Wenn du zum Beispiel den Arzt nicht sagst, dass du Hochleistungssportler bist, so wie in meinem Fall, dann denkt er ganz anders über deine aktuellen Beschwerden und Sorgen. Natürlich sollte ein guter Arzt bei solch einem Verdacht auch von selber auf die Idee kommen, dass man sehr viel Sport betreiben könnte und dies entsprechend ansprechen.

Ich empfinde die Reaktion deines Bekannten mehr als übertrieben. Die Fragen die gestellt wurden sind doch ganz normale Fragen. Ein tiefer Eingriff in das Privatleben besteht hier absolut nicht. Was ist schon dabei, wenn man jemanden fragt ob er verheiratet ist? Man kann es sich auch selber unnötig schwer machen. Wenn dich ein Arbeitskollege fragt, ob du verheiratet bist, sagst du ja auch nicht:"Sorry, das beantworte ich nicht. Das ist mir zu privat." Mit solchen Antworten macht man sich äußerst beliebt und das auf dümmste Art und Weise.

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» Zohan » Beiträge: 4398 » Talkpoints: 16,33 » Auszeichnung für 4000 Beiträge


Wenn ich wegen einer Erkältung zu einem neuen Arzt gehe, braucht der nicht die Familienanamnese. Da reicht es, wenn er mich behandelt. Anders ist es, wenn ich wegen einer chronischen Krankheit, einer psychischen Störung oder einer vererbbaren Krankheit zu ihm komme. Ich würde einem neuen Arzt auch nicht sofort meine Details über mein Privatleben erzählen und das habe ich in 50 Jahren noch nicht erlebt.

Ich kann es verstehen, wenn man wirklich eine Krankheit hat, wo man damit rechnen muss, dass sie vererbbar ist oder wenn man eine chronische Krankheit hat, die was mit dem Familienleben zu tun hat oder wenn man eine psychische Störung hat. Ansonsten ist das unnötig. Wenn ich einen grippalen Infekt habe, muss der Arzt nicht wissen, ob meine Eltern noch leben und wie ich mich mit meinen Eltern verstehe und ob ich Kinder habe.

Zu einem neuen Arzt muss auch ein Patient erst Vertrauen aufbauen und wenn man da gleich hingeht und Details aus dem Privatleben erzählt, dann kann ich das nicht verstehen und ich würde das dem Arzt auch sagen. Wie der Threadersteller schreibt, ist der Patient nicht zum Arzt gegangen, weil er eine Krankheit hat, wo man das Privatleben hochkramen muss. Er hat eine starke Erkältung, einen grippalen Infekt oder im schlimmsten Falle eine Grippe und da braucht man das Privatleben nicht.

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» Diamante » Beiträge: 41749 » Talkpoints: -4,74 » Auszeichnung für 41000 Beiträge


Ich verstehe das Problem auch überhaupt nicht, ehrlich gesagt. Die Fragen sind aus meiner Sicht legitim um eventuelle Erbkrankheiten usw. erkennen zu können. Zumal es keine intimen Fragen sind, sondern diese Fragen zielen tatsächlich nur darauf ab, eine gewisse Krankheitsgeschichte in der Familie herstellen zu können.

Als ich neu bei meinem Hausarzt war, hat er auch einiges erstmal gefragt. Natürlich braucht der Arzt ein Bild des Patienten, vollkommen egal aus welchem Grund er kommt. Aber dein Bekannter will doch sicherlich wieder zu dem Arzt gehen und hat vielleicht auch mal eine andere Erkrankung, für die der Arzt ein paar mehr Informationen benötigt. Dass er das gleich abfragt, finde ich nicht komisch, das ist vollkommen normal.

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» Vampirin » Beiträge: 5979 » Talkpoints: 30,32 » Auszeichnung für 5000 Beiträge



Ich empfinde es auch als normal, dass ein Arzt sich mit diesen Fragen ein genaues Bild des Patienten machen will, gerade wenn dieser zum Ersten Mal in der Praxis ist. Das gehört zu seiner Anamnese und ist durchaus berechtigt, immerhin erwartet der Patient auch eine eindeutige Diagnose.

Man hört immer wieder, dass man sich als Patient nur so durchgeschleust fühlt, nicht mehr richtig ernst genommen, man sei nur eine Nummer, die artig die anfallenden Kosten bezahlt. Wenn sich aber nun ein Arzt mal die Mühe macht, und sich um seinen Patienten kümmert, und um eine anständige Diagnose bemüht ist, ist es wohl auch nicht richtig. Man fühlt sich gleich in der Privatsphäre verletzt.

Im Regelfall ist es doch so, dass man einen Hausarzt hat und den meist über mehrere Jahre. Dieser braucht keine weiterführenden Fragen zu stellen, weil alles was er wissen muss, sich irgendwann in Gesprächen ergibt oder man es so erzählt. Wechselt man nun aber den Arzt, hat dieser nicht direkt die alten Akten zur Hand und muss sich eben ein Bild machen. Aber er hat die Möglichkeit, von dem alten behandelnden Arzt die Unterlagen anzufordern und die meisten machen dies auch. Einfach, weil er dann einen tieferen Einblick in die Krankengeschichte hat.

Mein Alter Hausarzt kannte mich vom Tag meiner Geburt, bei der er dabei gewesen ist. Dieser kannte mich quasi in- und auswendig und er hat immer sofort bemerkt, wenn mir etwas auf den Magen geschlagen ist. Als ich dann umgezogen bin, musste ich mir entsprechend auch einen neuen Hausarzt suchen und habe dafür wirklich lange gebraucht. Dies lag allerdings nicht an "ungemütlichen" Fragen sondern eher an fehlender Sympathie zum Arzt. Diese muss stimmen, nur dann kann ich auch offen mit ihm über alles reden.

Es ist wichtig, dass ein Hausarzt auch über andere Krankheiten, auch innerhalb der Familie Bescheid weiß, nur so kann er evtl. Vorsorgeuntersuchungen durchführen, oder weiterführend behandeln und natürlich auch zu anderen Fachärzten Überweisen, wenn seine Grenzen erreicht sind. Ich bin ziemlich froh, dass mein Arzt über meine Krankheit letztes Jahr Bescheid weiß, auch wenn er nicht tatsächlich involviert war. Aber wenn ich heute zu ihm gehe und ihm depressive Symptome schildere, weiß ich, dass er mir zuhört und mich ernst nimmt. Das ist mir bei einem Hausarzt das wichtigste.

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» P-P » Beiträge: 3246 » Talkpoints: 1,58 » Auszeichnung für 3000 Beiträge


Diamante hat geschrieben:Wenn ich wegen einer Erkältung zu einem neuen Arzt gehe, braucht der nicht die Familienanamnese.


Sicher hast du irgendwo auch recht, aber denk doch mal ein paar Schritte weiter. Der Bekannte ist zum ersten Mal bei diesem Arzt und dieser Arzt kennt ihn nun mal noch nicht. Mit den Fragen möchte er nur vorhandene Krankheiten in der Familie abklären und so auf die entsprechenden Symptome achten. Er meint es also nur gut mit einem, sonst würde er ja wohl kaum so akribisch fragen, oder? Wenn er diese Krankheiten im Hinterkopf hat und ihn mal etwas auffällt, das kann auch bei einer ganz normalen Erkältung sein, kann er bereits entsprechende Maßnahmen einleiten und eventuell Vorbeugen. Das kann er nur machen, wenn er über die nötigen Informationen verfügt. Am Ende jammern andere Leute rum, weil der Arzt ja nichts gefunden hat.

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» Zohan » Beiträge: 4398 » Talkpoints: 16,33 » Auszeichnung für 4000 Beiträge


Ich habe vor einiger Zeit auch den Hausarzt gewechselt. von einem, der mich schon mein ganzes Leben (bzw., seit ich sechs Jahre alt bin) kennt. (und auch meine gesamte Familie zumindest mütterlicherseits) Dieser konnte mir sogar an der Nasenspitze ansehen, wenn etwas nicht stimmte und meist habe ich auch mit ihm darüber gesprochen. Eben, weil aufgrund der langen Behandlungszeit auch eine Vertrauensbasis geschaffen war.

Er war aber auch ein Hausarzt vom alten Schlag. Einer, der nicht direkt zum Rezeptblock griff, um was zu verschreiben, sondern auch Hintergründe wissen wollte. Klar,war die Wartezeit da länger, doch ich habe lieber einen Hausarzt, bei dem ich auch das Gefühl habe, als Mensch wichtig zu sein und nicht nur als Patient, durch den man Geld verdient. leider hat dieser Arzt seine Praxis aufgegeben und mit der Nachfolgerin (mit der er lange eine Gemeinschaftspraxis hatte, so dass sie eigentlich nicht fremd ist) werde ich nicht warm. Also, mal ein neues Rezept gegen meine Migräne oder andere Kleinigkeiten verschreiben lassen, ging. Aber so richtig als feste Hausärztin wollte ich sie nicht.

Nun bin ich bei einem anderen Arzt. Aber, der ist auch so ganz anders. Zum einen, scheinen ihn Vorgeschichten zu Krankheiten nicht so richtig zu interessieren. Zum anderen, hat er gar keine Anamnese gemacht. Was mich schon wunderte. Und auch die Sprechstundenhilfen sind immer so kurz angebunden, wenn man z. B. eine kurze Frage hat (unter anderem, wie lange es ca. dauert, damit man nicht den halben Tag in dem stickigen Wartezimmer hocken muss und das sollten sie doch abschätzen können).

Ich überlege, wieder zu wechseln, doch einen Arzt, wie meinen Alten werde ich wohl nicht mehr finden. Aber besser, als der jetzige wird er alle Male sein. (Schlimmer kann auch fast gar nicht)

» AngelHawk » Beiträge: 437 » Talkpoints: 5,40 » Auszeichnung für 100 Beiträge


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