Wie komme ich wieder ohne Schlaftabletten aus?
Seit meinem letzten Krankenhausaufenthalt im September, kann ich nicht mehr ohne Schlaftablette einschlafen. Meine Ärztin hat mir auf Privatrezept Schlaftabletten verschrieben. Davon nehme ich aber nur eine halbe Tablette. Mehrmals habe ich versucht, keine Schlaftablette zu nehmen, aber ich liege dann um drei Uhr nachts immer noch wach und das geht nicht.
Was soll ich machen, damit ich wieder einschlafen kann ohne Tablette? Hat jemand einen Rat? Im Krankenhaus konnte ich nicht schlafen wegen der Schnarchtöne meiner Mitpatientin und nun geht es nicht mehr ohne Schlaftablette.
Im Krankenhaus konnte ich nicht schlafen wegen der Schnarchtöne meiner Mitpatientin und nun geht es nicht mehr ohne Schlaftablette.
Da hätte dann aber Ohropax sicherlich besser geholfen, als ein Schlafmittel. Verwundert mich an sich, dass man dir deswegen ein Schlafmittel gegeben hat.
Ich denke, es kommt auch darauf an, was man dir als Schlafmittel gegeben hat. Da es verschiedene Arten von Schlafmitteln gibt. Unter anderem halt auch welche, die hochgradig abhängig machen und deshalb an sich auch nur kurzfristig genommen werden sollten. Des weiteren gewöhnt sich ein Körper relativ schnell an die Wirkung von Schlafmitteln, weil man davon halt eben ohne eigene Bemühungen recht gut einschlafen kann.
Ansonsten gibt es Tipps für die sogenannte Schlafhygiene, die man zumindest mal versuchen kann. Schlafhygiene heißt, halt bestimmte Dinge wirklich beachten oder bestimmte Sachen eben nicht machen. Ein paar Beispiele sind:
- Das Bett tagsüber nicht nutzen. Also sich nicht tagsüber ins Bett legen um zu lesen, im Internet sein (ich kenne einige, die sind nur vom Bett aus online) und so weiter. Hier geht es darum, dass der Körper weiß: Bett ist nur zum Schlafen da.
- Keinen Mittagsschlaf machen und auch am Tag nicht schlafen.
- Abends nicht mehr so viel trinken. Also ganz allgemein.
- Keinen Alkohol. Auch wenn der müde macht, beeinflusst Alkohol den Schlaf.
- Nicht vor dem laufenden Fernseher schlafen.
- Nicht zu spät und nicht zu schwer Essen.
Mir haben bestimmte Routinen früher geholfen, besser und leichter ein zuschlafen. Ich mache bestimmte Dinge vor dem ins Bett gehen in einer bestimmten Reihenfolge. Hat mir geholfen. Manchen hilft auch eine warme Milch. Es gibt auch Schlaftees, die recht gut wirken sollen. Probieren kann man diese auf alle Fälle mal.
Dann kommt es klar auch darauf an, ob du nur Probleme hast beim Einschlafen oder auch beim Durchschlafen. Wenn es nur um das Einschlafen geht, kann dir eventuell auch ein anderes Medikament helfen. Manche lassen sich dann auch einfach absetzen. Das solltest du aber mit einem Arzt besprechen. Falls du das bekommst, was ich gerade vermute (kannst es mir gerne via PN nennen), kann der Wechsel eventuell helfen. Was auch helfen könnte, die Dosis einfach noch mal zu minimieren.
Du schreibst, du liegst ohne Schlafmittel wach. Hast du eher das Gefühl, du bist müde und bräuchtest nur einen kleinen Schubs? Oder grübelst du extrem viel und kommst von den Gedanken nicht los?
Du musst aufpassen, dass du nicht abhängig wirst oder schon bist von den Schlaftabletten. Es ist schon mal gut, dass du nur noch eine halbe Tablette nimmst, also schon reduziert hast.
Wie schon gesagt wurde, kein Mittagsschläfchen machen und wirklich von morgens bis abends wach sein. Du kannst Sport machen, was dir gefällt uns Spaß macht, aber auch was anstrengend ist. Ich bin nach dem Sport immer müde und könnte ins bett fallen (Aerobic, Laufen, Schwimmen oder ähnliches). Ansonsten kannst du es mal mit Entspannungsmusik versuchen. Die hilft mir oft, wenn ich nicht einschlafen kann. Da kommt man gut zur Ruhe. Sonst wär evt. auch ein Yoga oder Entspannungskurs etwas für sich.
Lady86 hat geschrieben:Du musst aufpassen, dass du nicht abhängig wirst oder schon bist von den Schlaftabletten. Es ist schon mal gut, dass du nur noch eine halbe Tablette nimmst, also schon reduziert hast.
Reduziert wurde die Tablettendosis doch überhaupt nicht. Cid nimmt doch seit Anfang an nur eine halbe Tablette. Das mit der Abhängigkeit beginnt schon nach 14 Tagen, so dass ich auch davon ausgehe, dass Cid bereits von diesen Schlaftabletten abhängig ist.
Um wieder von den Schlaftabletten los zu kommen, solltest du die Dosis Schritt für Schritt und nicht von heute auf morgen reudzieren. Versuche es eine Zeit lang mit nur einer Viertel Tablette täglich. Dann solltest du weiter reduzieren, indem du diese Vierteltablette vielleicht nur jeden zweiten Tag nimmst oder jeden dritten Tag mit der Einnahme aussetzt. Die Einnahmeabstände sollten immer länger werden und irgendwann kannst du dann vermutlich wieder ganz auf die Tabletten verzichten bzw. kannst auf pflanzliche Schlaftabletten umsteigen,. die nicht abhängig machen.
Diese pflanzlichen Tabletten, wie zum Beispiel Baldriparan, kannst du auch an den Tagen einnehmen, an denen ich gerade geschrieben habe, dass du die Tabletten weg lassen solltest.
Danke für Eure Tipps. Nach meiner Operation im September hatte meine Ärztin mir das Mittel verschrieben, weil ich mehrere Tage/Nächte hintereinander nicht schlafen konnte. Im Krankenhaus bekam ich Schlafmittel – welche weiß ich nicht, aber andere – und Ohropax. Dieses alleine reichte nicht aus.
Von dem verschriebenen „Zopiclon“ habe ich von Anfang an nur eine halbe Tablette genommen, aber die etwa dreieinhalb Wochen. Zum Einschlafen ist das prima. Durchgeschlafen bis etwa vier Uhr habe ich immer, mit oder ohne Tablette. Mit dem Zubettgehen warte ich schon immer, bis ich sehr müde werde. Ich bin dann der Meinung, dass ich nun schlafen könnte. Liege ich im Bett, bin ich immer noch müde, schlafe aber nicht ein. Ich mache mir keine unnützen Gedanken, sondern versuche mit Autogenem Training einzuschlafen. Was vor der OP kein Problem war, geht jetzt nicht mehr. Durch die OP darf ich drei Monate keinen Sport machen, der fehlt mir auch.
Aufgrund des Hinweises auf Abhängigkeit habe ich mal im Internet recherchiert. Ihr habt recht. Dieses Schlafmittel soll man nur mehrere Tage nehmen, weil es manche Menschen abhängig macht. Das ist für mich ein Schock. Ich werde es sofort absetzen, denn abhängig werden von Schlafmitteln möchte ich nicht. Ich hoffe nicht, dass ich nach Einnahme der Tabletten von dreieinhalb Wochen schon abhängig sein könnte.
Wie vorgeschlagen werde ich heute heiße Milch trinken und versuchen, ohne Tabletten einzuschlafen. Irgendwie muss ich das wieder in den Griff bekommen, da bin ich zuversichtlich. Sollte das nicht klappen, werde ich das mit einer Viertel Tablette versuchen.
Mich verwundert es immer wieder, dass mit Zopiclon zuschlägt, da es so viel andere Alternativen gibt, die eben nicht den Effekt haben, hochgradig und vor allem schnell abhängig zu machen. Außerdem verstehe ich nicht, warum man die Patienten nicht darüber aufklärt, bevor man das Zeug verabreicht. Das geht nun nicht gegen dich Cid, ich finde es nur ein wenig, nennen wir es eigenartig.
Davon mal abgesehen, hast du das nun schon im Krankenhaus genommen oder erst daheim? Müsste an sich auch im Entlassbericht stehen. In der Regel unter dem Wirkstoff Ximovan. Falls du im Krankenhaus was anderes hattest und hast das nun vom Hausarzt bekommen, verstehe ich das erst Recht nicht. Und das du das auf Privatrezept bekommen hast, verstehe ich erst Recht nicht.
Generell ist es das beste Mittel zum Einschlafen (und durchaus auch Durchschlafen). Das Risiko aber abhängig zu werden, sollte man vorher kennen und dann entscheiden. Es gibt durchaus andere Mittel, die bei so Schlafstörungen wie deinen, problemlos auch wirken können. Zopiclon sollte grundsätzlich das letzte Mittel der Wahl sein.
Da du ja nun eh schon nachgelesen hast, keine Ahnung wie weit du gekommen bist. Zopiclon gehört zu den Benzo- Derivaten. Ist also nicht direkt ein Benzo, sondern nur ein Ableger. Benzos machen abhängig. Bekanntestes Benzo dürfte Tavor sein. Wird vor allem in der Psychiatrie eingesetzt, unter Anderem zum Beruhigen. Beziehungsweise versucht man das mittlerweile nicht mehr unbedingt zu nutzen, da es eben abhängig macht. Gefährlich ist bei Benzos aber generell der Entzug. Und das gilt hier auch bei Zopiclon. Die sollten an sich langsam abgesetzt werden und möglichst unter Aufsicht.
Deshalb möchte ich dir an sich raten, teil lieber deine halbe Tablette noch mal und fahr langsam runter. Beziehungsweise bespreche das Absetzen mit einem Arzt. Gerade da auch die OP noch nicht ganz so lange her ist und du sicherlich körperlich noch nicht wirklich fit bist, ist das immer Ermessenssache. Wobei es wie gesagt eben auch Mittel gibt, die eben auch helfen, aber nicht so gefährlich sind.
@Little Sister, es ist lieb von dir, mich noch einmal zu warnen. Ich werde das beherzigen und wenn ich ins Bett gehe, ein Viertel der Tablette nehmen. Da es sehr kleine Tabletten sind, ist das so viel wie ein Krümel. Ich habe die Ärztin noch gefragt, warum ich ein Privatrezept bekomme, ob das die Krankenkasse nicht bezahlt. Da hat sie mir „nein“ gesagt. Sie hat mir ansonsten nichts gesagt, nur, dass ich eine halbe Tablette nehmen soll.
Im Krankenhaus waren es andere Schlaftabletten, eine durchsichtige Kapsel. Und vor der OP zwei kleinere Tabletten. Das könnten vielleicht auch diese gewesen sein, weil ich an der OP-Schleuse schon eingeschlafen war und auch nach der OP noch lange auf meinem Zimmer geschlafen habe, bis ich wieder zu mir kam. Ich habe den Entlassungsbericht überprüft. Da haben sie nichts hineingeschrieben von Schlaftabletten. Die OP macht mir keine Probleme mehr.
Schau mal auf die Packung, ob du 7,5er hast oder nur 3,75 (wobei die selten verschrieben werden). Nur von jetzt auf gleich ganz absetzen ist Thema für sich. Da solltest du auch echt einen Arzt näher fragen.
Alles was im Krankenhaus an Dauermedikamentationen gegeben wird, muss an sich in den Arztbericht. Da du das jede Nacht bekommen hast, müsste das an sich auch im Arztbericht stehen. Vor der OP das kann auch was anderes gewesen sein. Selbst wenn es Zopiclon war, von einem mal wird man nicht abhängig.
Zopiclon wird durchaus auf Rezept verschrieben. Ich kenne das gar nicht als Privatrezept. Es sei denn, man ist Privatpatient, was ich bei dir fast ausschließen kann.
Hallo, Little Sister, ich habe gestern auf deine Veranlassung hin nur ein Viertel genommen und konnte wunderbar durchschlafen und das bis neun Uhr heute. Was nicht normal ist, da bin ich wochentags natürlich schon lange auf. Ich stelle mir den Wecker. Verschrieben wurden mir 7,5 mg, 20 Stück. Da ich nur eine halbe nehmen sollte, reichen die für 40 Tage. Ich habe also noch genügend davon.
Little Sister, ich bin leider kein Privatpatient. Aber aufgrund deiner Aussage, dass das Medikament auf normalem Rezept verschrieben werden kann, habe ich im Internet nachgesehen und festgestellt, dass Zopiclon und ähnliche Mittel seit Ende 2011 nicht mehr von der Krankenkasse bezuschusst werden. Allerdings weiß ich nun, wo meine plötzlichen Kopf- und Gliederschmerzen herkommen. Mit Kopfschmerzen hatte ich so gut wie kaum Probleme in der Vergangenheit. Dann habe ich die Hoffnung, dass ich bald wieder keine Kopfschmerzen mehr habe. Nochmals danke!
Ich denke, generell ist es sicherer, die Einnahme noch mal mit dem verschreibenden Arzt abzuklären. Der kann die Dosierung dann auch anpassen und das auch gegebenenfalls überwachen.
Ich nehme Zopiclon schon recht lange. Kopfschmerzen habe ich gar keine. Zumindest nicht da von. Klar ab und an mal einen Überhang, aber ich nehme es auch anders ein und auch aus anderen Gründen ein, als du. Allerdings bekomme ich die auf Rezept. Allerdings direkt über eine psychiatrische Einrichtung. Ich würde sie allerdings auch von meiner Hausärztin bekommen, wenn auch nicht dauerhaft. Aber die hat mit keinem Wort erwähnt, dass die mittlerweile nicht mehr übernommen werden und psychische Gründe kann sie als Begründung, in ihrer Position, ja auch nicht angeben.
Die Schlafdauer variiert bei dauerhafter Einnahme noch, da sich der Körper daran auch gewöhnt. Und hier liegt eben auch das Suchtproblem. Ich hatte gestern auch noch einige Beiträge dazu gelesen und dort wurde empfohlen, eventuell mal einen Tag auszusetzen. Eine schlaflose Nacht macht bei gesunden Menschen ja nicht wirklich was aus. Und dann die Abstände der Nicht- Einnahme zu erhöhen. Trotzdem solltest du am besten noch mal einen Arzt genauer fragen. Als Bedarf und zur gelegentlichen Nutzung, ist das Medikament nicht unbedingt ein Problem. Es sollte halt keine Gewöhnung stattfinden und keine regelmäßige Einnahme daraus werden.
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