Wie komme ich wieder ohne Schlaftabletten aus?

vom 26.10.2012, 22:41 Uhr

Wenn du das Mittel schon recht lange einnimmst, müsstest du doch auch abhängig davon sein. Deshalb nehme ich an, dass du es nur gelegentlich bei Schlaflosigkeit aus irgendwelchen Gründen nimmst.

Meine Ärztin werde ich nicht fragen. Da sie mir auch nichts von Abhängigkeit gesagt hat, wird sie es vielleicht nicht wissen. Ich nehme die Tabletten-Krümel nun so ein, wie mir das im Forum geraten wurde und werde zwischendurch mal einen Tag aussetzen und den Zwischenraum immer weiter ausdehnen. Sollte das nicht funktionieren bei mir, kann ich immer noch fragen.

» Cid » Beiträge: 20027 » Talkpoints: -1,03 » Auszeichnung für 20000 Beiträge



Ich nehme Zopiclon jede Nacht und das seit Jahren. Ob ich davon abhängig bin da scheiden sich die Meinungen der Ärzte. Ich würde eindeutig ja sagen. Da bei mir aber noch eine andere Erkrankung mit dran hängt, ist das zurzeit die einzige Alternative. Und ich gebe zu, ohne kann ich gar nicht mehr schlafen. Noch nicht mal eine Stunde Mittagsschlaf oder so ist drin.

Ich nehme durchaus auch mehr. Allerdings ärztlich abgesegnet. Und die Ärzte sind an sich hin und weg, weil ich die Dosis nicht wirklich stark erhöht habe. Denn an sich ist es schon so, dass der Körper sich relativ schnell gewöhnt und dann halt mehr braucht. Das habe ich Phasenweise, bin dann aber auch relativ schnell wieder auf einer niedrigeren Dosierung.

Ich habe Zopiclon das erste Mal in einer Rehaeinrichtung bekommen, die an sich Benzos ganz ablehnen. Allerdings mit Zopiclon eher um sich schmeißt. Etwas, was ich heute nicht verstehen kann. Ich hatte es damals auch nur gelegentlich genommen und eher selten. Damit fing ich dann später an. Wirklich über die Wirkung und die Gefahr der Abhängigkeit wurde ich nie aufgeklärt. Ok mittlerweile weiß ich es. Aber da war es schon lange zu spät.

Aus diesen Gründen, läuten bei mir alle Alarmglocken, wenn ich Zopiclon höre oder lese. Auch weil ich mittlerweile weiß, dass Zopiclon gerne im Krankenhausalltag für die Nacht verabreicht wird und gerade dem Pflegepersonal auf allgemeinen Stationen eher unbekannt ist, welchen Schaden man damit anrichten kann.

Mir hat die Einnahme schon Nachteile gebracht. Wirklich einen Ersatz konnte man mir nicht anbieten. Ich hätte vielleicht anders gehandelt, wenn mir in den ersten Wochen der Einnahme klar gewesen wäre, dass Zopiclon eben so abhängig macht.

» LittleSister » Beiträge: 10426 » Talkpoints: -11,85 » Auszeichnung für 10000 Beiträge


@LittleSister, danke für deine Offenheit. Das kann vielleicht einigen, die auch diese Schlaftabletten verschrieben bekommen haben, helfen. Im Krankenhaus habe ich sie wirklich nicht bekommen, da waren es andere. Irgendwo habe ich aber auch im Nachhinein gelesen, dass die Abhängigkeit dieses Mittels erst nicht bekannt war. Deshalb nehme ich an, dass die Tabletten auch aus Unwissenheit verschrieben oder gegeben werden.

Dank deiner Warnung habe ich das nun so gemacht, wie du es geraten hattest. Zwischendurch habe ich also schon zweimal die Tabletten abgesetzt. Dann nehme ich den vierten Teil einer Tablette für zwei Nächte und dann wieder eine Nacht ohne. Die letzte Nacht hatte ich etwas genommen und habe wunderbar geschlafen bis morgens um 9 Uhr. Das kann ich mir natürlich nur am Wochenende erlauben. In den Nächten, in denen ich kein Zopiclon nehme, dauert das Einschlafen länger und ich werde nach ein paar Stunden wieder wach. Aber ich bin dank deiner Hilfe fest davon überzeugt, dass sich das einpendelt.

Ich mache mir natürlich Gedanken darüber, wie dir zu helfen ist, von den Tabletten los zu kommen. Es gibt Schlaflabore, die auch bei Schlaftabletten-Abhängigkeit eingesetzt werden können. Hast du in der Richtung schon einmal etwas gehört? Oder hat dein Arzt das nicht als Hilfe angesehen?

» Cid » Beiträge: 20027 » Talkpoints: -1,03 » Auszeichnung für 20000 Beiträge



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