Wie schaltet ihr richtig vom Arbeitsalltag ab?

vom 11.09.2012, 15:32 Uhr

Nach einem stressreichen Arbeitsalltag möchte man abends oder wann man auch immer von der Arbeit kommt doch irgendwie abschalten und nicht mehr an die Arbeit denken. Wie schafft ihr es völlig abzuschalten und die Arbeit nicht mit nach hause zu nehmen? Was macht ihr schon auf dem Heimweg, damit ihr nicht an die Arbeit denkt? Wie kann man den Arbeitsalltag vom Freizeitalltag trennen? Schafft ihr das immer?

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» Ampelmännchen » Beiträge: 1310 » Talkpoints: 0,00 » Auszeichnung für 1000 Beiträge



Mir geht es so, dass ich an manchen Tagen schon dann, wenn ich aus der Tür komme, die Arbeit vergessen habe. Warum, darüber bin ich mir nicht so ganz im Klaren. Vielleicht ja doch, weil auch zu Hause immer noch so viel Arbeit auf mich wartet? Da löst dann wohl die eine Anspannung die nächste ab.

Wenn ich mal so richtig abschalten will, dann nehme ich meine Gitarre und klimpere so vor mich hin. Wundersamer Weise fällt dann wirklich so alles von mir ab. Das begleitet mich schon seit Jahren so, ... sehr angenehm.

Als eine Art Gehirnwäsche empfinde ich es aber auch, mich nach der Arbeit an den PC zu setzten und ein wenig im www zu surfen. Danach bin ich dann auch meistens ziemlich kopfleer. Der Effekt ist aber trotzdem nicht zu vergleichen mit dem Abspannen durch Gitarrespiel.

» aunty » Beiträge: 52 » Talkpoints: 3,76 »


Also auf dem Weg nach Hause lasse ich mir schon noch das ein oder andere von der Arbeit durch den Kopf gehen und wenn ich dann endlich daheim bin, ist die Arbeit auch aus dem Kopf. Da finde ich die 30 Minuten Arbeitsweg jeden Tag doch sehr sinnvoll.

Manchmal kommt es aber trotzdem auch vor, dass ich etwas mit nach Hause nehmen, was ich schon stark belastet oder mitnimmt. Und dann berede ich das kurz mit meinem Mann aber danach ist das auch für mich erledigt. So richtig mit nach Hause nehmen, dass ich eventuell sogar nachts davon träume, mache ich nicht.

Um dann aber auch ordentlich den Kopf frei zu bekommen höre ich als erstes Mal anständig laut Musik zu Hause. Das pustet den Kopf so richtig durch und man hat den Kopf frei für andere Dinge. Ebenso gehört die Dusche für mich zum richtig Abschalten dazu. Ansonsten finde ich auch lesen eine sehr gute Beschäftigung, um den (Arbeits-)Alltag zu vergessen und abzuschalten. Mit einem guten Buch lasse ich für eine Weile die stressige turbulente Welt um mich herum einfach sein, wie sie ist. Das ist für mich Entspannung pur und durch nichts zu ersetzen. Außer vielleicht durch eine herzliche Umarmung von meinem Mann. :lol:

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» P-P » Beiträge: 3246 » Talkpoints: 1,58 » Auszeichnung für 3000 Beiträge



Wenn der Tag wirklich richtig stressig war, dann lege ich mich nach der Arbeit auch mal einfach hin und mache einen Mittagsschlaf. Oder ich setze mich auf die Couch und entspanne da etwas. Manchmal kann es auch ganz schön sein, wenn man sich noch mit Freunden trifft und einfach so zusammen was unternimmt.

Was ich auch immer total toll finde ist Sport. Allerdings kann ich mich dazu nur selten aufraffen. Aber da kann man sich wirklich gut entspannen. Eine Runde Rad fahren und danach ist der Kopf auch wieder frei für andere Sachen. Fraglich ist nur, ob man das körperlich noch schafft, wenn der Tag so anstrengend war. Lesen tue ich dann auch mal ganz gern, schlafe aber meistens leider über meinem Buch ein, wenn der Tag so stressig war.

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» winny2311 » Beiträge: 15159 » Talkpoints: 4,91 » Auszeichnung für 15000 Beiträge



Ich schaffe es fast immer, die Arbeit auf dem Heimweg schon nach hinten zu stellen und an meine knapp bemessene Freizeit zu denken. Ausnahmen sind nur dann, wenn etwas bei der Arbeit vorgefallen ist, an das ich auch noch auf dem Weg nach Hause denken muss. Sonst merke ich auch sehr gut, dass ich am Anfang der Heimfahrt im Auto noch an die Arbeit denke und diese Gedanken im Laufe der Autofahrt immer weniger werden. Wenn ich dann zu Hause bin, denke ich in der Regel nicht mehr viel an die Arbeit.

Früher war das bei mir aber auch anders. Als ich gerade angefangen habe, zu arbeiten, habe ich mir noch viel mehr Gedanken um die Arbeit auch daheim gemacht und konnte auch nur schlecht einschlafen, weil ich immer an die Arbeit dachte. Da ich aber schon immer eine große Leseratte war, habe ich mir angewöhnt, abends nach der Arbeit und auch vor dem Schlafen, immer noch etwas zu lesen. Durch das Eintauchen in eine andere Geschichte konnte ich meistens recht gut abschalten.

» Barbara Ann » Beiträge: 28946 » Talkpoints: 58,66 » Auszeichnung für 28000 Beiträge


Ganz einfach! Nachdem ich wieder Zuhause angekommen bin, ziehe ich mir meine Jogginghose drüber (.. und die Arbeitshose natürlich aus) und lege mich zusammen mit meinem Laptop ins Bett. Mein erster Klick ist dann zu Facebook und sonstige Websiten - dann sind meine Gedanken wieder ganz wo anders. Ganz fern von der Arbeit. Wenn dass mal langweilig ist, schmeiße ich eben den Fernseher an und sehe sinnlose Sendungen mir an.

» Draggy » Beiträge: 105 » Talkpoints: 1,83 » Auszeichnung für 100 Beiträge


Grundsätzlich habe ich eigentlich keinerlei Probleme direkt mit dem verlassen des Büros auch abzuschalten. Dieses ist aber eine Fähigkeit die man sich antrainieren kann, den auch ich habe mir früher noch lange nach dem Feierabend den Kopf über den Tag zerbrochen. Doch dafür werde ich aber nicht bezahlt und genau dieses muss man sich immer wieder ins Gedächtnis rufen. Natürlich gibt es Momente wo es mal Notwendig ist sich Arbeit mit nach Hause zu nehmen, aber sonst eben nicht.

Mein Vorteil ist dann auch noch das ich eine Stunde fahre bis ich daheim bin. Selbst wenn es mal nicht klappt mit dem Abschalten direkt nach dem Verlassen des Büros gelingt dieses spätestens in diesen 60 Minuten!

» Flasssh » Beiträge: 373 » Talkpoints: 9,68 » Auszeichnung für 100 Beiträge



In dem Job, den ich mittlerweile ausübe, gelingt es mir erstaunlich gut, abzuschalten, sobald ich das Büro verlasse, und ich kann gar nicht so genau erklären, woran das liegt. Vermutlich hängt es aber stark damit zusammen, dass ich meinen Beruf wirklich gerne dort ausübe, wo ich nun angestellt bin und dass ich morgens auch nicht schon mit Bauchschmerzen in die Arbeit fahre. Meine Arbeit ist sicherlich kein Traumjob, aber sie ist gut und ich arbeite vor allem gerne mit meinem Chef zusammen, der in der Regel mein einziger anwesender Kollege ist. Das allein reicht mir persönlich schon aus, um mich an einem Arbeitsplatz wohlzufühlen oder eben nicht.

Wenn ich bisher in meinen Angestelltenverhältnissen das Gefühl hatte, dringend abschalten zu müssen, wenn ich von der Arbeit kam, dann hing das immer zwingend mit irgendwelchen negativen Erlebnissen zusammen, die ich mit Kollegen oder Vorgesetzten gemacht hatte. Schwierige zwischenmenschliche Konstellationen oder dauernder Druck, der von irgendwelchen Vorgesetzten ausgeübt wurde und dessen Sinn nicht wirklich erkennbar war, waren da für mich die Hauptauslöser für diesen Wunsch, abschalten zu können. Ich will auch gar nicht die Gedanken an oder über die Arbeit abschalten, sondern eher diesen Druck, die Last und den Ärger abschütteln, den ich tagsüber erlebt habe. Heute, in meinem jetzigen Job, brauche ich das aber wiederum gar nicht. Ich denke gerne an meine Arbeit und spreche auch in meiner Freizeit gerne davon, zumal es viel Lustiges, aber auch so einiges über und aus meinem Arbeitsalltag zu erzählen gibt, das nicht nur ich interessant finde.

Insofern kann ich wohl sagen, dass ich schon „abgeschaltet“, also vielleicht die letzte stressige Situation abgeschüttelt habe, wenn ich das Büro verlassen habe und auf dem Weg zu meinem Auto bin. Manchmal wird es wegen der Bearbeitung der Post noch einmal kurz vor Feierabend hektisch, sodass ich leicht in Stress gerate, aber das sind wirklich Kinkerlitzchen und diese Druckgefühle werde ich schnell los, da genügt es schon, wenn ich ein paar Minuten zum Entspannen oder Durchatmen bekomme. Sobald ich also an meinem Auto angekommen bin, habe ich spätestens abgeschaltet und ich kann ab diesem Moment auch wieder mit Wohlwollen an meine Arbeit denken und noch einmal über das eine oder andere gemachte Erlebnis schmunzeln. Ich kann also wirklich sagen, dass ich mittlerweile keine Zeit mehr brauche, um abzuschalten, weil mein Arbeitsalltag sich schon jeweils so gestaltet, dass das gar kein inneres Bedürfnis von mir ist. Mit dieser Arbeit bin ich also wohl wirklich zufrieden und glücklich und sie tut mir wohl auch deutlich mehr gut als in irgendeiner Weise schlecht. Abschalten will ich das also gar nicht, dieses positive Gefühl.

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» moin! » Beiträge: 7218 » Talkpoints: 22,73 » Auszeichnung für 7000 Beiträge


Wenn ich mal wirklich vom ganzen Stress bei der Arbeit abschalten will, dann setze ich mich oft einfach vor dem Fernseher und schaue irgendwas an. Es muss nichts bestimmtes sein, sondern oft sind es Sendungen, bei denen man wenig mitdenken muss. Ich kann dabei sehr gut abschalten. Ich höre den Leuten einfach zu und vergessen sind die Arbeitsprobleme. Ich schaue aber sonst eigentlich auch nie wirklich was an, weshalb es auch gut daran liegen könnte, dass es so einfach geht.

» Natura88 » Beiträge: 277 » Talkpoints: 61,08 » Auszeichnung für 100 Beiträge


Ich habe, als ich noch gearbeitet habe, sehr schwer abschalten können. Ich habe oft noch stundenlang über Probleme gegrübelt. Irgendwann habe ich einen Kurs in autogenem Training gemacht und das auch eine Zeit lang durchgezogen. Das hat mir ein bisschen geholfen.

Am besten konnte ich immer vor dem Fernseher abschalten. Dabei konnte ich auch am besten einschlafen. Im Moment arbeite ich selbstständig und habe wenig Stress, daher muss ich nicht abschalten.

» anlupa » Beiträge: » Talkpoints: Gesperrt »


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