Bekannte will Kaninchen nicht impfen lassen

vom 14.06.2012, 18:56 Uhr

Ich habe selbst schon seit Jahren Zwergkaninchen und lasse diese regelmäßig gegen Myxomatose und RHD impfen. Eine Bekannte von mir hat sich nun auch zwei Zwergkaninchen angeschafft. Diese leben in ihrem Garten. Ich habe ihr erklärt, dass sie die beiden beizeiten unbedingt gegen diese Krankheiten impfen lassen sollte. Gerade im Freien können sie sich ja diese Krankheiten einfangen. Allerdings ist meine Bekannte davon überzeugt, dass das nicht nötig ist. "Das werden sie sich schon nicht holen" meinte sie nur. Ich habe bereits zweimal eindringlich mit ihr geredet und sie auf die schrecklichen Folgen aufmerksam gemacht, die es geben wird, wenn die Kaninchen sich eine dieser Krankheiten einfangen. Allmählich glaube ich aber, sie ist einfach zu bequem, um die kleinen Tiere zum nächsten Tierarzt zu bringen. Bei unserem örtlichen Tierarzt bezahlt man für zwei Kaninchen gerade mal 20 Euro (er gibt immer Rabatt wenn man mehr als ein Tier bringt) und es kann doch wohl nicht zu viel verlangt sein, sich eine Stunde für die Tiere Zeit zu nehmen!

Ich finde dieses Verhalten ziemlich verantwortungslos und verstehe nicht, warum meine Bekannte überhaupt zwei Kaninchen haben muss, wenn sie sich nicht ausreichend um diese kümmert und nicht einmal für die Gesundheit der beiden sorgen will. Sie ist immerhin erwachsen. Habt ihr noch eine Idee, wie ich sie überzeugen kann? Wart ihr auch schon mal in so einer Situation?

» Schneeblume » Beiträge: 3096 » Talkpoints: 0,21 » Auszeichnung für 3000 Beiträge



Oft sind es einfach finanzielle Bedenken, die Halter von Tieren davon abhalten, solch notwendige Schritte wie eine Impfung vorzunehmen. Vielleicht hat sie auch keinen geeigneten Tierarzt in der Nähe. Auf der anderen Seite wollen manche auch einfach prinzipiell nicht von anderen sagen lassen, was sie zu tun oder zu lassen haben. Damit sollte man also ganz behutsam umgehen, um nicht eventuell eine Trotzreaktion bei der Bekannten hervorzurufen, auch wenn ein solches Verhalten tatsächlich nicht sehr "erwachsen" wäre.

Auf der anderen Seite kann auch ich nur zu einer solchen Impfung raten, da ich den Verlauf der Myxomatose bei einem Tier miterlebt habe. Leider gab es damals noch keine Impfung dagegen und am Ende musste das Tier dann leider eingeschläfert werden. Die Krankheiten sind zwar wirklich nicht so verbreitet wie eine Erkältung, die Folgen einer Ansteckung sind jedoch für das Tier wirklich sehr quälend, daher sollte wirklich jeder Halter sich gut überlegen, ob er das Risiko eingehen möchte, das Tier so zu verlieren.

Eventuell könntest du die Bekannte ja zum Tierarzt begleiten, vielleicht ist sie sich einfach unsicher, wie sie die Tiere transportieren soll, oder welche Kosten dabei auf sie zukommen könnten. Im Internet sind meist Adressen und Telefonnummern von Ärzten in der Nähe zu finden. Ein Anruf kann dann schnell Klarheit schaffen, wie lange der Besuch bei einer Impfung dauert und was sie jeweils kostet.

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» Konni72 » Beiträge: 55 » Talkpoints: 22,91 »


Es stimmt natürlich schon, dass es besser wäre, Kaninchen, die draußen leben, impfen zu lassen. Aber auf der anderen Seite denke ich mir, dass man sich da nicht zu sehr einmischen sollte. Du hast Ihr Deine Meinung mehrfach mitgeteilt, das muss dann aber auch reichen. Ich finde, Du bist da zu übergriffig und zu bedrängend. Das zeigt ja auch, dass Du fragst, wie Du sie noch beeinflussen könntest. Die Option, sie einfach in Ruhe zu lassen, gibt es für Dich scheinbar gar nicht.

» Zitronengras » Beiträge: 8686 » Talkpoints: 87,40 » Auszeichnung für 8000 Beiträge



Klar gibt es für mich die Option die Sache ganz einfach in Ruhe zu lassen, immerhin ist es dann ihr Problem wenn die Tiere die Krankheit bekommen und sterben. Ich mag Kaninchen sehr gerne und sehe es nun mal gar nicht gern, wenn man sich welche anschafft und dann nicht darum kümmern will. Ich habe auch nicht nach Tipps gefragt wie ich jemanden bedrängen soll, sondern mit welchen Argumenten ich sie vielleicht überzeugen könnte, da sie die Sache nicht ernst nimmt. Außerdem habe ich auch gar nicht geschrieben wie ich vorgegangen bin, wie willst du da beurteilen können ob ich sie bedrängt habe Zitronengras?

Finanziell gibt es keine Probleme, wenn man bei jedem Einkauf locker 100 Euro für Kleidung ausgibt, kann man pro Jahr auch mal 20 Euro für das Wohl seiner Tiere ausgeben. Und der Tierarzt ist ganz in der Nähe, ich gehe ja zu demselben. Sie hat einfach keine Lust, ihr Argument ist "Ist doch nur unnötiger Aufwand". Mit so einer Einstellung sollte man sich keine Tiere halten.

» Schneeblume » Beiträge: 3096 » Talkpoints: 0,21 » Auszeichnung für 3000 Beiträge



Außerdem habe ich auch gar nicht geschrieben wie ich vorgegangen bin, wie willst du da beurteilen können ob ich sie bedrängt habe Zitronengras?


Du hast in Deinem Eingangspost geschrieben, dass Du eindringlich mit ihr geredet hast und das auch mehrfach. Ich finde, dass der Begriff „eindringlich“ schon vermuten lässt, dass es auch irgendwie ein Bedrängen war. Ich finde es ja gut, wenn man andere über eine artgerechte Haltung ihrer Tiere aufklärt, aber ich denke, dass es eben wirklich nur ein Aufklären sein sollte und kein ständiges „Mach das so“, „Du bist ein schlechter Tierhalter“ oder ähnliches. Damit will ich Dir nicht unterstellen, dass Du solche Formulierungen verwendet hast, aber vielleicht stand das auch irgendwie zwischen den Zeilen. Wenn man andere zu etwas bringen möchte, aber zu sehr drängt, dann erreicht man häufig eher das Gegenteil. Dann kommt so eine Trotzhaltung dabei heraus, nach dem Motto „Jetzt erst recht nicht!“.

Ich denke, es ist viel effektiver, neutral Informationen zu geben, etwa eine Broschüre zum Thema weiterzureichen usw., aber ansonsten das Thema nicht immer wieder anzusprechen. Ich denke einfach, dass man es automatisch als Bedrängen empfindet, wenn man immer wieder auf etwas angesprochen wird und das sicherlich auch der Freundschaft nicht gut tut. Bestimmt gibt es andersherum auch in Deinem Leben einige Dinge, die sie anders machen würde. Jeder hat eben seinen eigenen Stil und bestimmte Vorstellungen, was wichtig ist und was nicht. Auch wenn Du ihre Motive nicht nachvollziehen kannst, denke ich, dass Du nicht weiter auf sie einwirken solltest.

» Zitronengras » Beiträge: 8686 » Talkpoints: 87,40 » Auszeichnung für 8000 Beiträge


Bedrängt habe ich sie auf jeden Fall nicht, auch wenn man das aus meinem ersten Schreiben vielleicht so entnehmen könnte. Mit eindringlich meine ich, dass ich ihr die Folgen der Krankheit detailreich beschrieben habe, denn diese sind ja wirklich schrecklich. Wobei ich auch sagen muss, die Tatsache, das ihre Tiere einen schmerzvollen Tod erleiden können, nur weil sie das aus Bequemlichkeit nicht verhindern möchte, sollte Argument genug sein.

Wie gesagt, mir fällt sonst auch nichts mehr ein und ich werde auch keinen weiteren Versuch starten, aber vielleicht fällt ja hier noch jemandem etwas ein, der schon mal eine ähnliche Situation hatte. Mir tun die Tierchen halt schon leid, doch am Ende muss sie mit den Konsequenzen leben, falls etwas passiert. Es ist nur ärgerlich, dass jemand unbedingt ein Haustier haben muss und sich dann aber nur mit den angenehmen Sachen wie Streicheln und Leckerli füttern abgibt und die andere wichtige Dinge ignoriert. :(

» Schneeblume » Beiträge: 3096 » Talkpoints: 0,21 » Auszeichnung für 3000 Beiträge


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