Was wird in Waldorfschulen anders unterrichtet?
Wie sieht die Pädagogik in der Waldorfschule genau aus? Was wird anders unterrichtet als in anderen Schulen? Haben die Waldorfschulen auch einen Lehrplan, der genau das auch lehren muss, was in "normalen" Schulen unterrichtet wird? Warum soll das Lernen in der Waldorfschule einfacher sein? Kennt ihr jemanden, der in der Waldorfschule war? Konnte er auch alles das, was ein "normaler" Schüler aus einer anderen Schule auch konnte? Oder war er sogar weiter als ein Schüler aus einer anderen Schule?
Warum soll an einer Waldorfschule das lernen "einfacher" sein, als an anderen Schulen? Es steht wohl ein anderes Konzept und Menschenbild hinter der Idee, welche auf manchen Schüler und manche Schülerin sicher besser passt und natürlich gibt es auch Kinder, die hier völlig fehl am Platz sind. Bei der Waldorfpädagogik kommt der Konkurrenzgedanke und der Bewertungsdruck eher hinter der Idee, dass Kinder durch Nachahmung aus sich selbst heraus die Lehrinhalte verinnerlichen. Auch spielt das Menschenbild und die Anthroposophie eine Rolle, nach deren Lehre ein Mensch zu bestimmten Zeiten unterschiedlich lernen kann.
Das gliedert sich (soweit ich weiß) in drei Phasen und damit in drei Entwicklungsstufen. Zu Beginn muss das Kind körperlich die Welt erfahren und "in die Welt" kommen. Es lernt "durch die Hände" und vor allem durch Nachahmung. Das "intellektuelle" Lernen kommt erst zum Schluss in der dritten Phase. Ich bin da kein Experte und kann daher diese Punkte wohl nicht korrekt erklären.
Mich stört dabei keineswegs der pädagogische Ansatz. Denn den halte ich für überlegen, wenn man ihn mit den "Methoden" der Staatsschule vergleicht, wo Kinder ja zur "Leistung" (für andere!) gedrillt werden. Problematisch wird das ganze durch die implizite Esoterik und die steife Zahlenlehre, nach der in "Jahrsiebten" gerechnet wird.
Mir fällt ein Grund dann doch noch ein, weshalb die Waldorfschule für "einfach" gehalten wird: es gibt weder Noten noch ein Durchfallen! Für Menschen ohne Fantasie oder die, die Obrigkeitsgläubig sind, sicher ungeheuerlich. Aber auch so ein System kann funktionieren und bei manchen Kindern passen, so dass diese nicht "weniger" lernen. Dann ist das lernen sogar nachhaltiger als bei denen, die nur gelernt haben, sich auf Prüfungen vorzubereiten, ohne das Wissen auch zu wollen.
Nebenbei gibt es ja zahlreiche andere alternative Schulmöglichkeiten, die alle mehr das Kind in den Fokus rücken und nicht allein der Verwertungslogik nachlaufen. Das alles ist in meiner Sicht besser, auch wenn man dann keine Garantie hat, spätere Leistungseliten hervorzubringen. Schlimmer: auch schlichte Sklaven sind so nicht zu produzieren.
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