Woran liegt Bildungsrückstand von Jungen in Deutschland?

vom 29.04.2026, 19:53 Uhr

Laut einer aktuellen Studie des ifo-Instituts 2026 haben es Jungen im deutschen Bildungssystem deutlich schwerer als Mädchen, unabhängig von der sozialen Schicht. Grundlage dafür waren die Informationen von 68.000 Kindern und Jugendlichen im Alter zwischen 10-18 Jahre. Berücksichtigt wurden dabei das Haushaltseinkommen und Bildungsstand der Eltern, Migrationshintergrund und Alleinerziehende. Ähnliche Ergebnisse zeichneten sich wohl auch schon in einer gleichen Studie aus dem Jahr 2023 mit Daten aus 2019 ab.

Während 43,5 % der Mädchen ein Gymnasium besuchen, sind nur 36,9 % männliche Schüler. Der Unterschied der Geschlechter wird größer je älter die Kinder werden. Bei Jugendlichen von 16 -18 Jahren beträgt der Unterschied beim Gymnasialschülern sogar 9,6 Prozentpunkte.

Förderbedarf besteht wohl gerade bei den Jungen in Lesekompetenz und Selbstregulation.

Eine mögliche Ursache für den Geschlechterunterschied könnte laut Experten darin begründet sein, dass es zu wenige männliche Erzieher und Lehrer in Kindergärten und Grundschulen gibt.

Empfindet ihr das auch so, dass Jungen einen Bildungsrückstand im Gegensatz zu Mädchen im deutschen Schulsystem haben? Liegt dieser Bildungsrückstand, abgesehen von der Herkunft und sozialen Schicht, tatsächlich auch an fehlenden männlichen Bezugspersonen? Liegt es auch am Schulsystem selbst, wird der Fokus auf falsche Kompetenzen und Fähigkeiten der Kinder gesetzt? Lesen Jungen im Vergleich zu Mädchen wirklich weniger?

» EngelmitHerz » Beiträge: 3992 » Talkpoints: 34,81 » Auszeichnung für 3000 Beiträge



Ähnliche Themen

Weitere interessante Themen

^