Bei welchen Untersuchungen werdet ihr zum Arztmuffel?

vom 26.04.2012, 10:21 Uhr

Wenn ich mich vor einer Arztuntersuchung drücken würde, dann sind dies Krankenhausuntersuchungen wie Biopsien oder Lumbalpunktionen. Ich hatte vor zwei Jahren eine Lumbalpunktion, bei welcher die Ärzte mehrfach nachgestochen haben, bis dass sie meine Rückenmarksflüssigkeit hatten. Ich habe die komplette Etage zusammengeschrien, am Ende hat ein Chirurg persönlich diese Punktion durchgeführt, weil schon Nerven gereizt wurden. Auf eine solche Untersuchung bin ich ehrlich gesagt nicht mehr scharf.

» Wibbeldribbel » Beiträge: 12618 » Talkpoints: 5,12 » Auszeichnung für 12000 Beiträge



Ich mag es generell nicht gerne, zum Arzt zu gehen. Es ist nunmal ein notwendiges Übel. Frauenarzt geht nach wie vor gar nicht, das ist für mich der absolute Horror. Früher habe ich auch den Zahnarzt gehasst wie die Pest, vom Kieferorthopäden ganz zu schweigen. Aber wer mag das schon?

Aufgrund meiner schlechten beziehungsweise schiefen Zähne hatte ich immer Angst vor den vorwurfsvollen Blicken und bekam dann ein schlechtes Gewissen. Jetzt habe ich das Glück, sowohl einen sehr netten Zahnarzt, als auch eine verständnisvolle Kieferorthopädin gefunden zu haben. Bei den Beiden ist mir das nicht mehr ganz so unangenehm.

» Tinker123 » Beiträge: 154 » Talkpoints: 10,65 » Auszeichnung für 100 Beiträge


Ich vermeide Arztbesuche so oft wie möglich. Mein Vorsorgetermin beim Frauenarzt ist auch schon zwei Jahre überfällig. Es war mir immer unangenehm, wenn jemand in meinen intimsten Körperöffnungen gewühlt hat, auch schon in der Schwangerschaft. Nachdem mein alter Frauenarzt jetzt in Rente ist, weiß ich noch gar nicht, wo ich hingehen soll. Ein neuer männlicher Arzt ist mir ein bisschen peinlich und bei einer Frauenärztin habe ich schon einmal schlechte Erfahrungen gemacht, weil sie ungeschickt war, und mir die Untersuchung weh getan hat. Zur Mammographie, die man in meinem Alter alle zwei Jahre machen sollte, war ich auch nur einmal, weil es so unangenehm war. Nachdem ich in verschiedenen Talkshows auch von renommierten Ärzten gehört habe, dass die Untersuchung immer noch umstritten ist, bin ich erleichtert, dass ich nicht mehr hingehen muss.

Vor zehn Jahren hatte ich mal Magenbeschwerden, meine Schwester hat mir geraten zur Magenspiegelung zu gehen, weil meine Mutter an Magenkrebs gestorben ist. Ich habe aber eine panische Angst davor und habe es gelassen. Die Magenbeschwerden sind Gott sei Dank auch so verschwunden.

Außerdem habe ich eine Zahnarztphobie, weil in meiner Kindheit noch nicht gespritzt wurde und der Zahnarztbesuch jedesmal an Folter grenzte. Dr. Kotzlowski (so ähnlich hatte er geheißen) war in unserem Dorf für seine brutale Art berühmt berüchtigt, leider hatten wir keinen anderen Zahnarzt zur Auswahl. Ich habe lange gebraucht, bis ich einen Zahnarzt meines Vertrauens gefunden habe. Er weiß, dass ich bei jeder Kleinigkeit eine Spritze brauche und ist sehr verständnisvoll, wenn ich beim Zahnsteinwegmachen zusammenzucke. Er musste es zuletzt per Hand machen, weil ich dieses bohrerähnliche Geräusch des Geräts, was er dazu benutzt hat, nicht ertragen konnte und es zu gefährlich war, mich zu verletzten, wenn ich zusammenzuckte.

» anlupa » Beiträge: » Talkpoints: Gesperrt »



Ich bin generell auch ein ziemlicher Arztmuffel, wie du es nennst. Ich denke das hängt vor allem damit zusammen dass ich als Kleinkind oft mehrere Monate im Krankenhaus war und mehrfach operiert worden bin, was natürlich ziemlich unangenehm für mich war obwohl ich mich an vieles kaum noch erinnern kann. Mit dem älter werden wird diese Muffeligkeit bei mir aber schon besser. Als Teenager habe ich mich noch sehr vorm Frauenarzt geniert, heute gehe ich brav jedes halbe Jahr hin und es stört mich mittlerweile nur noch der Aufwand, weil ich wegen der Öffnungszeiten meistens danach länger arbeiten muss.

Vorm Zahnarzt hatte ich auch lange, wie wohl jedes Kind, Angst gehabt und bin dann tatsächlich jahrelang nicht dort gewesen, bis dann auf einmal Zahnschmerzen kamen und als ich dann zur Praxis kam war eine Wurzelbehandlung fällig. Das war für mich eine unglaublich schmerzhafte Angelegenheit und so weit will ich es nie wieder kommen lassen, deswegen gehe ich seitdem jetzt auch brav jedes halbe (oder na gut, dreiviertel) Jahr dort hin zur Kontrolle und Schlimmes war seitdem zum Glück auch nichts mehr.

Zum Allgemeinmediziner gehe ich eigentlich nur, wenn ich ein bestimmtes Problem habe oder für die Arbeit eine Krankschreibung brauche. Ansonsten habe ich dort, genau wie bei eigentlich allen anderen Ärzten, eigentlich gar keine Untersuchungen oder so nötig, da ich ja gerade mal 24 Jahre alt bin und da ist noch nicht so viel an Vorsorge, was einem alles angedreht werden soll ;)

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» Taline » Beiträge: 3594 » Talkpoints: 0,75 » Auszeichnung für 3000 Beiträge



Bei mir ist es Fakt, dass ich allgemein ein totaler Arztmuffel bin, dennoch geht es eher auf die Typen von Arztbesuchen. Es gibt sogar Arztbesuche, wo ich gerne hingehe, andererseits, gibt es Arztbesuche, wo ich schon Schweißanfälle bekomme.

Einerseits, gibt es die Arztbesuche, wo ich gerne hingehe. Dazu gehört vor allem der Augenarzt, da dort ja nicht wirklich was Schlimmes passiert. Es wird ständig nur geschaut, ob sich die Sehstärke verbessert oder verschlechtert hat. Natürlich vertrödelt es die Zeit und ich könnte mir Besseres vorstellen, als ein Nachmittag beim Augenarzt zu sitzen.

Andererseits, gibt es die Arztbesuche, wo mir schon mulmig wird. Ich versuche Krankheiten immer zu umgehen. Ich schlucke lieber tausende Haushaltsmittel, als dass ich mich freiwillig zum Arzt begebe. Doch manchmal geht es nicht und ich muss einfach zum Arzt und damit sollte man auch nicht scherzen. Ich bin einmal mit einer Lungenentzündung nicht zum Arzt gegangen und die Folge war, dass ich chronischen Husten bekam und dieser erst nach Monaten wieder verschwand, nachdem ich natürlich ZU SPÄT beim Arzt war.

Leider bin ich auch einer der Menschen, die auch immer viel zu spät zum Arzt gehen. Ich hoffe immer, dass Entzündungen wie ein Wunder von Heut auf Morgen verschwinden. Dies ist aber meistens nicht der Fall und die Entzündungen entwickeln sich zu großen Entzündungen und letztendlich kommt es dazu, dass ein chirurgischer Eingreif vorgenommen werden musste. Dabei erinnere ich mich an meine Zehoperation, wo sich unter dem Nagelbett eine Entzündung entwickelt und ich Betäubungsspritzen in den Zeh bekam, die wirklich EXTREM schmerzten!

Arztbesuche, die zwar gut sein sollten und zur Vorsorge gehören, sind zwar nett gemeint, aber da bin ich natürlich der größte Arztmuffel. Ich denke nicht, dass es jemanden gibt, der gern eine Darmspiegelung macht oder den Finger des Doktors gern im Po haben würde :lol: . Aus diesem Grunde mache ich um so welche Arztbesuche einen großen Bogen. Ein weiteres Albtraum ist für mich der Zahnarzt, aber dies ist schon seit der Kindheit der Fall. Daran ist aber ein Zahnarzt schuld, der mit mir umging als sei ich 30 Jahre alt (ich war vielleicht 2 oder 3). Seit dem habe ich ein kleines Trauma.

Im Großen und Ganzen gibt es zwar Termine, die ich gerne antrete, aber der größte Teil würde ich mich nicht freiwillig hinschicken, erst im größten Notfall. Meistens ist es aber Scham, der eine große Rolle spielt.

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» Dennus » Beiträge: 1263 » Talkpoints: 0,61 » Auszeichnung für 1000 Beiträge


Dass man nicht gerne zur Darmspiegelung geht, kann ich prima verstehen. :lol: Ich war zwar noch nie und noch nicht einmal live in der Endoskopie mit dabei, das steht aber bald an, aber wir haben im zweiten Ausbildungsjahr mal ein herrliches Video dazu angesehen. Angeblich soll es ja nicht wirklich weh tun, man kann sich ja auch eine Narkose geben lassen, wenn man das weiß oder gefragt wird, aber die Vorstellung, dass da wer ein Gerät mit einem langen Schlauch in einen hinten reinsteckt und dann noch mehrere Leute sich die Bilder auf dem Monitor ansehen, nein, also da würde ich auch zum Arztmuffel werden.

Ich persönlich gehe ansonsten aber ganz gerne zum Arzt bzw. gehe hasse ich es nicht, ich habe einfach kein Problem mit Gynäkologen, Zahnärzten oder Hausärzten, das ist schon okay. Ich meide nur einen Arzt.

Was mich also tierisch anstinkt, ist der Augenarzt. Also da werde ich zum Wolf, diese elendige Warterei und dann sind bei meiner Augenärztin die Schwestern so böse. Da wartet man trotz Termin gut und gerne zwei bis drei Stunden! Das ist nicht tragbar für mich und dann wird man als Kirsche auf dem Sahneberg noch angeblafft, weil man die blöden Zahlen nicht erkennt, die irgendwann eh alle gleich aussehen. Ich hasse dieses Rätsel raten um die Zahlen und diesen Satz: "Sind Sie sich ganz sicher? Nein, das Letzte ist keine drei, schauen Sie nochmal genau hin, was könnte es denn noch sein?" Orr, wenn ich es doch nicht weiß, ich hatte doch nie eine Ahnung, versteh ich nicht, wieso ich dann die Zahlen raten muss, wenn ich doch schon gesagt habe, ich sehe nichts mehr.

Das habe ich schon als Kind gehasst wie die Pest und daher war ich auch seit mehr als fünf Jahren nicht mehr beim Augenarzt, das wird gar nicht reichen. Mit Sicherheit sind meine Augen schlechter geworden, aber zum Augenarzt bringt mich keiner. Man kann diesen ja auch nicht so einfach wechseln, viele Brillenträger werden es wissen. Augenärzte gibt es nicht viele und die nehmen oft keine Patienten mehr und schon gar nicht, wenn man bereits mal einen anderen hatte. Nein, also Augenarzt ist tabu für mich.

Wo ich richtig zum Arzthasser werde, sind Ärzte, die einen mit den billigsten Behandlungsformen abspeisen wollen. Wenn ich vorher schon ahne, dass ich mich wieder um Kopf und Kragen diskutieren muss, damit ich endlich meine Überweisung zum Orthopäden bekomme und dann endlich das MRT für meine Ileosakralgelenke, was ich schon seit Längerem durchsetzen will, weil es auch vollkommen indiziert ist, anhand meiner Symptome und Beschwerden und der Familienanmnese, dann habe ich im Vorfeld schon so einen Hals dran und am liebsten möchte ich dann gar nicht mehr gehen, weil ich eigentlich keine Lust habe, zu debattieren.

» Mandragora » Beiträge: 1763 » Talkpoints: 0,49 » Auszeichnung für 1000 Beiträge


Also ich gehe grundsätzlich nicht gerne zum Arzt, einfach, weil man in den meisten Fällen so lange warten muss, bis man endlich aufgerufen wird. Und wenn man mal etwas hat und ohne Termin zu einem Facharzt muss, ist man sowieso verraten und verkauft, da kann man den ganzen Vormittag abschreiben. :evil:

Zum Arztmuffel werde ich aber besonders, wenn es mal wieder so weit ist und ich zum Gynäkologen muss. Ich gehe zwar zu einer Frau, was die Sache schon wesentlich erträglicher macht, aber trotzdem ist es mir immer wieder unangenehm und ich bin froh, wenn ich es hinter mir habe.

Noch schlimmer aber finde ich den Zahnarzt. Ich bin in dieser Hinsicht eine so genannte Angst-Patientin und daher auch mal eine Zeit lang gar nicht mehr zum Zahnarzt gegangen, das waren bestimmt 7 Jahre. Jetzt gehe ich zwar regelmäßig, aber es stinkt mich immer wieder an, weil ich sehr schmerzempfindlich bin und mir fast vor jeder Behandlung eine Spritze geben lasse. Aber selbst die tut mir immer höllisch weh. Immer wenn ich mal zum Zahnarzt muss, habe ich schon den ganzen Tag lang vorher Angst. :?

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» Jacqui_77 » Beiträge: 2969 » Talkpoints: 42,68 » Auszeichnung für 2000 Beiträge



Beim Frauenarzt bin ich gerne mal ein Arztmuffel, ich mag das jetzt nicht so gerne und habe auch schon schmerzhafte Erfahrungen gesammelt. Da ich chronisch krank bin muss ich alle paar Monate zu x-verschiedenen Ärzten rennen. Ich empfinde den Zahnarzt als gar nicht so schlimm.

Viel schlimmer empfand ich die Analuntersuchung. Erst wurde sein Finger eingeführt und dann eine Art Spekulum und nachher dann noch eine Art Kamera es tat schon weh. Sie boten mir zwar an die Untersuchung auf einen anderen Tag zu verschieben, doch das wollte ich auch nicht. Das Zenova habe ich zweimal erleiden müssen und es tat beides mal weh. Ich bin sonst nicht zimperlich aber das hätten die sich sparen können. Ich habe ansonsten keine Probleme doch so was möchte ich nicht noch mal erleben.

» lexikon94 » Beiträge: 5 » Talkpoints: 2,18 »


Mir geht es im Grunde bei allen Untersuchungen so, die eine Spritze beinhalten. Also auch schon ein simples Blutabnehmen. Ob das nun ein kurzer Pieks in den Finger ist, oder eine dünne Nadel in die Armbeuge - ich kann es nicht ertragen. Ganz zu schweigen von einer Impfung.

Natürlich ist das manchmal wichtig und dann lasse ich es auch über mich ergehen, aber ich habe wirklich große Schwierigkeiten damit und neige dann auch schnell mal zu hysterischen Überreaktionen. Zum Glück ist das Ärzten ja nicht fremd.

» Kiwicherry » Beiträge: 45 » Talkpoints: 0,00 »


Ich habe seit je her eine schreckliche Angst vorm Zahnarzt. Zwar ist es heute nicht mehr ganz so ausgeprägt wie noch zu meiner Kinderzeit aber wenn es irgend geht vermeide ich den Gang zum Zahnarzt. Als Kind habe ich richtig angefangen zu schreien wenn ich auf dem Stuhl saß. Der Zahnarzt bei dem ich dann war, war speziell auf Kinder spezialisiert die eben diese Hysterie inne hatten. Ich hab den Doc zwar trotzdem zur Verzweiflung gebracht aber irgendwann konnte ich mit ihm zusammen "arbeiten".

Ich kann mich daran erinnern, dass ich als Erwachsener über 10 Jahre nicht zum Zahnarzt gegangen bin, weil ich dachte, dass sich sicher was findet wo der Zahnarzt eine Begründung sieht seinen Bohrer zu zücken. Für mich sind Zahnärzte ganz "böse" Menschen, die einem immer nur aus rein sadistischer Leidenschaft wortwörtlich auf den Nerv fühlen wollen. Natürlich trifft das jetzt nicht wirklich zu aber so habe ich Zahnärzte eben damals gesehen und irgendwie hat sich das Bild gehalten.

Nachdem ich dann aber doch mal zum Zahnarzt musste, weil ein Zahn zicken machte, bin ich sehr überrascht gewesen, dass mir die Zahnärztin sagte, dass meine Zähne alle gesund sind bis auf den Einen eben, der aber auch kein wirklich großes Loch aufwies.

Was ich auch nicht zwingend haben muss ist, dass Ärzte aus dem Intimbereich an mir herumdoktern. Ich bin eh nicht der Typ der gerne auf Tuchfühlung geht und schon gar nicht bei wildfremden Menschen die mir "da" dran wollen. In der Vergangenheit kam ich leider nicht drumherum und musste einmal operiert werden, dafür waren im Vorfeld natürlich auch Untersuchungen nötig, sowie danach auch. Schön ist anders und muss ich auch nicht wieder haben. Ich meide also auch gerne den Gang zum Arzt der sich mit meinen intimsten Stellen beschäftigen muss.

Im Laufe meines Lebens war dies auch die Aussage von vielen Menschen die ich getroffen habe. Wenn es darum geht den Bogen um einen Arzt so groß wie möglich zu halten fiel die Wahl meistens auf Zahnärzte, Gynäkologen und Urologen. Beim Zahnarzt ist es meist der Schmerz den man im Vorfeld erleidet und dann bekommt man auch noch in die Schmerzstelle eine Spritze gesetzt und bei den beiden anderen Ärzten hat es viel mit der eigenen Scham zu tun.

» Vancouver » Beiträge: 266 » Talkpoints: 1,02 » Auszeichnung für 100 Beiträge


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