Hausarzt um die Ecke oder weiter weg?
Ich besuche seit vielen Jahren eine Hausarztpraxis die keine 10 Gehminuten von meiner Wohnung entfernt ist. Zwischenzeitlich gab es einen Arztwechsel. Doch ich blieb bei der Praxis, weil sie halt so nah an meiner Wohnung ist. Unter 10 Minuten ist ja nicht weit und man muss nicht ewig planen. Wenn ich allerdings mal richtig krank bin, ziehen sich die unter 10 Minuten wie eine Stunde und der Weg nimmt einfach kein Ende.
Nun zieht die Praxis um. Die Gründe sind nachvollziehbar. Die Praxis wird dann auch barrierefrei sein, was sicherlich für ältere Patienten und behinderte Menschen gut sein wird. Allerdings ist die Praxis dann für mich nur noch mit dem Bus oder einem wesentlich längerem Fußweg zu erreichen. Der Bus hält zwar wohl direkt vor der Praxis, laut Auskunft einer Sprechstundenhilfe, aber die Bushaltestelle für den Bus ist weiter von meiner Wohnung entfernt.
Ich sprach auf die Ankündigung des Umzugs eine Sprechstundenhilfe an. Meinte halt auch, ich weiß nicht, ob ich dann nicht den Arzt wechseln würde. Immerhin sollte ein Hausarzt ja schon in der Nähe der Wohnung sein. Da meinte die Sprechstundenhilfe zu mir, die meisten Patienten finden den Umzug gut und ihnen sei egal, wo sie aus dem Bus steigen würden. Denn bisher ist halt auch eine Bushaltestelle direkt vorm Haus. Allerdings muss man zur neuen Praxis in eine komplett andere Richtung.
Scheinbar sehen es wenige Patienten wie ich. Was mich doch ein wenig verwundert. Ist es heute echt nicht mehr so, dass der Hausarzt möglichst in der Nähe der Wohnung ist, damit man ihn schnell erreichen kann? Ich meine wenn ich was Ernstes habe, möchte ich an sich nicht erst durch die halbe Stadt fahren. Wie seht ihr das? Ist euer Hausarzt weiter weg oder eher in der Nähe eurer Wohnung?
Mein Hausarzt ist neulich auch umgezogen. Seine Praxis war recht gut zu erreichen und ich war zu Fuß innerhalb von 20 Minuten da. Das fande ich immer recht gut, weil die Lage auch ganz ok war.
Aber dann ist er irgendwann mit seiner Praxis umgezogen. Warum weiß ich leider nicht. Die neue Praxis ist ein bisschen weiter von mir entfernt, aber das macht mir nichts, denn zu Fuß bin ich etwa eine halbe Stunde unterwegs. Und die 10 Minuten pro Weg mehr, sind auch nicht viel, da mache ich keinen Aufstand. Obwohl ich die alte Praxis irgendwie besser fande.
Bevor wir umgezogen sind, war mein Hausarzt noch in der selben Stadt. Da musste ich dann etwa 5 Minuten mit dem Auto hin fahren, zu Fuß wären es schon 20 Minuten gewesen. Bisher hatte ich zum Glück keinen Notfall, wo ich möglichst schnell dort erscheinen musste. Dafür gibt es ja auch Krankenhäuser, wie ich finde, wenn man wirklich etwas ernstes hat.
Nun sind wir umgezogen, und ich bin immer noch bei dem selben Hausarzt, der nun aber in der Nachbarstadt liegt. Da fahre ich dann etwa 15 Minuten mit dem Auto hin, zu Fuß bräuchte ich da eine Stunde. Aber irgendwie bleibe ich trotzdem bei meinem "alten" Arzt, da ich da einfach Vertrauen zu aufgebaut habe. Ich bin da nun schon, seitdem ich etwa 4 Jahre alt bin. Genau gegenüber, wo ich wohne, ist auch eine Praxis eines Allgemeinmediziners. Als ich eine Grippe hatte, und auch eine Krankenmeldung für die Arbeit brauchte, habe ich schon daran gedacht, einfach mal zu diesem Arzt hinzugehen. Aber irgendwie traue ich mich nicht so richtig, da ich diesen ja nicht kenne. Und so bin ich doch lieber zu meinem Hausarzt gefahren, da ich da einfach weiß, woran ich bin.
Ich kenne auch viele Leute, die einen weiteren Weg in Kauf nehmen. Solange man die Praxis gut erreichen kann, wie mit dem Auto, finde ich das kein Problem. Und bei wirklichen Notfällen, wäre da doch sowieso das Krankenhaus angesagt, als dass ich zuerst meinen Hausarzt aufsuche.
Früher war mein Hausarzt auch ca. 7 bis 8 km von mir entfernt und ich musst immer mit dem Auto dorthin fahren. Meine Ärztin ist dann allerdings in Rente gegangen und ihr Nachfolger sagte mir nicht unbedingt zu. Also habe ich dann einfach mal den Arzt hier im Ort ausprobiert. Ich muss sagen, dass ich ihn soweit in Ordnung finde, um mir eben meine Rezepte und Überweisungen ausstellen zu lassen. Wenn ich allerdings etwas richtiges hätte, dann würde doch zu einem Facharzt gehen oder mir einen anderen Hausarzt suchen.
Jetzt ist mein Hausarzt auch ca. 10 Minuten Fußweg von mir entfernt. Allerdings bin ich es eigentlich gewöhnt, dass er weiter weg ist. Daher würde es mir nun auch nicht sonderlich viel ausmachen, wenn ich einen neuen Hausarzt hätte, der eben weiter weg wäre. Bei meinem Hausarzt muss ich jetzt auch bis mindestens 9 Uhr warten, dass er überhaupt in der Praxis ist. Die meisten anderen Ärzte fangen schon um 8 Uhr an. Da wird hier in der Praxis nur Blut angenommen.
Ich kam vor knapp 7 Jahren eigentlich zufällig zu meinem Hausarzt. Ich war gerade frisch umgezogen und seine Praxis war auch nur 10 Minuten Fußweg von meiner Wohnung entfernt. Ich habe ihn mir auch ausschließlich aufgrund der Lage ausgesucht, weil ich eben ziemlich erkältet war und ich mich einfach untersuchen lassen wollte. Dort war ich dann auch so zufrieden, dass ich dort geblieben bin. Nun bin ich aber vor 4 Jahren mit meinem Mann zusammen gezogen, allerdings in einen anderen Ort. Ich habe mir dann auch einen Allgemeinmediziner hier in der Nähe "angesehen", aber irgendwie konnte ich mit dem nicht wirklich etwas anfangen. Ich bin eben meinen Hausarzt gewöhnt und ich gehe nun auch weiterhin zu ihm in die Praxis.
Ich muss eine Viertelstunde mit dem Auto fahren (oder knapp 25 Minuten mit dem Bus) und das nehme ich dann auch gerne in Kauf, weil ich einfach weiß, dass ich da in guten Händen bin. Was Ärzte angeht, bin ich auch generell ziemlich wählerisch, nicht nur bei meinem Hausarzt, sondern auch bei meinem Gynäkologen. Hier nehme ich sogar eine Busfahrt von knapp 35 Minuten auf mich. Bei beiden Arztpraxen befindet sich eine Haltestelle genau vor der Tür und auch mit dem Auto sind sie wirklich gut zu erreichen, so dass ich gar keine Probleme damit habe. Ein Hausarzt muss sich daher nicht unbedingt in unmittelbarer Nähe zur Wohnung befinden. Zumindest bei mir ist das kein Muss, denn solange ich mit meinem Hausarzt zufrieden bin, bleibe ich auch dort - selbst, wenn die Praxis umzieht und ich dann noch länger fahren muss. Es hat sich eben auch im Laufe der Jahre ein echtes Vertrauensverhältnis aufgebaut und das ist mir einfach viel wichtiger als die Entfernung zu meiner Wohnung.
Ich frage mich, warum die Distanz wichtig ist und nicht der Arzt an sich? Zu seinem Hausarzt sollte man ein Vertrauensverhältnis haben, man sollte sicher sein, dort gut aufgehoben zu sein. Dabei spielt doch die Distanz keine Rolle, besonders dann nicht, wenn man auch noch mit öffentlichen Verkehrsmitteln dorthin gelangen kann. Ich halte das für die falsche Gewichtung, gerade bei einem Hausarzt.
Mein Hausarzt ist ca. 5 Gehminuten von hier entfernt, was ich gerade in meiner Situation ganz gut finde, denn vor ein paar Monaten noch konnte ich noch keine weiten Strecken alleine laufen. Aber selbst wenn er weiter weg gewesen wäre, wäre ich zu ihm gegangen, denn er ist wirklich gut. Und ich fühle mich dort gut aufgehoben, weil er sich Mühe gibt und man das Gefühl hat, dass er einem wirklich helfen will. So etwas ist mir wichtiger, also die Kompetenz eines Arztes, anstelle der Distanz zu ihm. Es gibt heutzutage doch immer einen Weg, ob nun mit öffentlichen Verkehrsmitteln, Fahrrad, zu Fuß oder Auto. Wenn man etwas schlimmes hat, kann man sich auch fahren lassen.
Hier auf dem platten Lande hat man es sowieso immer etwas weiter, ehe man bei einem Arzt ist. Nach meinem zweiten Umzug stand es auch nicht mehr zur Debatte, zu meinem bisherigen Hausarzt zu gehen, ganz im Gegenteil und habe dann eben den nächsten Hausarzt aufgesucht. Allerdings sind es bis dahin auch schon mal eben um die zehn Kilometer, die ich bewältigen muss und dann kann ich doch auch einen anderen Hausarzt im Umkreis von zehn Kilometer in Betracht ziehen.
Nachdem ich hier meinen Hausarzt gefunden hatte, aber mit seinem Praxismodell unzufrieden war, da man dort einfach hinkommt, ohne einen Termin zu haben, die Rezeption mit einer Tür zum Wartezimmer getrennt ist, an die man nicht mal klopfen darf und seine Praxispartnerin ihre eigene Praxis im benachbarten Landkreis, der zugleich auch im anderen Bundesland liegt, habe ich mich entschlossen, auch dorthin zu gehen. Mit der Ärztin kam ich besser aus als mit ihm und fühle mich da auch etwas wohler.
Den Weg habe ich so oder so, allerdings soll in den nächstgelegenen etwas größeren Ort sich wohl auch ein neuer Hausarzt niederlassen, was jedoch noch an andere Dinge gekoppelt sind. Sobald dies stattfindet und man etwas Näheres über diesen Arzt weiß, werde ich mich ebenfalls einmal dorthin begeben. Zwar muss ich im Grunde nicht so oft zum Hausarzt, aber für mich wäre es schon angenehmer, gerade, wenn man eben nur ein Rezept benötigt oder auch zur Blutabnahme jemanden in der Nähe zu haben. Was nützt mir aber die Nähe, wenn ich mit dem Arzt nicht klarkomme?
Meine anderen Ärzte sind auch in einem relativ geringen Umkreis zu erreichen, lediglich meine Hautärztin ist gute sechzig Kilometer von mir entfernt, wobei ich dort mit einer Leistung behandelt werde, die ich selbst zahle und mein Diabetologe ist ebenfalls um die vierzig Kilometer von mir entfernt, wobei ich diese Strecke recht gern auf mich nehme und mir der Arzt als solcher auch mehr zusagt. Allerdings musste ich zu meinem vorherigen Diabetologen ebenfalls dreißig Kilometer fahren, über die ich manches Mal schon geärgert hatte.
Also mir ist es wichtiger, dass ich einen guten, kompetenten Arzt habe, als dass der nun direkt vor meiner Haustür ist. Ich habe immer noch einen Arzt in Essen, wo ich aufgewachsen bin, obwohl ich während des Studiums in Köln gewohnt habe und nun in Neuss lebe. Aber da ich mit dem Arzt sehr zufrieden bin und weiß dass er einen guten Ruf hat, werde ich mir jetzt nicht einen neuen Arzt hier in Neuss suchen. Wenn es wirklich etwas dringendes ist, würde ich ins Krankenhaus fahren. Dafür braucht man ja keinen Hausarzt.
Ich kann meinen Hausarzt zu Fuß in fünf Minuten erreichen und finde es auch so sehr gut, da ich in der Regel immer erst zum Hausarzt und dann zum Facharzt gehe, wenn es denn nötig ist, und so finde ich es sehr praktisch einen recht kurzen Weg zu haben, denn wenn man sich wirklich nicht gut fühlt sind kurze Wege ja auch noch eine zusätzlicher Segen.
Mein ehemaliger Hausarzt war in ca. 15 Minuten zu Fuß von zuhause aus zu erreichen. Aber er hat vor einiger Zeit aufgehört und die Praxis seinem Cousin übergeben. Seitdem war ich nicht mehr dort, obwohl der Cousin auch gut und kompetent sein soll.
Ich habe mir für meine wenigen Arztbesuche einen Hausarzt in der Nähe meiner Arbeitsstelle gesucht. Da kann ich dann zwischendurch mal hingehen und fehle nicht viel bei der Arbeit. Das ist bei mir auch sinnvoller, weil meine freien Tage, bzw. Nachmittage mit denen von Ärzten identisch sind und ich sonst gar keine Möglichkeit hätte, mal zu einem Arzt zu gehen.
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