Unglücklich über Figur/Aussehen - trotzdem weiter essen

vom 24.01.2012, 18:24 Uhr

Du solltest dir meiner Meinung nach ganz schnell Hilfe bei einem Therapeuten suchen, denn so wie ich deinen Text verstanden habe kämpfst du stark mit einer Magersucht. Deswegen scheinst du auch eine verzerrte Wahrnehmung über dein Äußeres zu haben, das ist jetzt nicht böse gemeint, aber wer schon eine so kleine Kleidergröße hat und sich trotzdem zu dick fühlt, hat ein Problem. Mir scheint es auch so, das dieses Problem schon lange bei dir vorhanden ist, und bevor alles noch schlimmer wird solltest du schnell handeln. Dein Freund sollte auch etwas unternehmen, vielleicht mal in eine Gruppe für „Angehörige von magersüchtigen oder essgestörte Menschen“ gehen, damit er dich besser und richtig unterstützen kann. Ich kann mir vorstellen, das es auch sehr belastend für die Beziehung sein kann und ihr vielleicht nicht alleine aus diesem Teufelskreis heraus kommt.

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» Wennie4 » Beiträge: 1754 » Talkpoints: 6,72 » Auszeichnung für 1000 Beiträge



Ich denke nicht, dass man hier auch den Partner unbedingt mit als möglicher Faktor für das mangelnde Selbstvertrauen und die entsprechenden Selbstzweifel mit einbeziehen muss. Da ist zu wenig bekannt, wie ich finde, außer, dass Nelchens Partner eben durchaus auf das Äußere achtet. Aber wer tut das heute nicht? Es wäre nur interessant zu erfahren, was wäre, wenn Nelchen nun beispielsweise durch eine Krankheit oder Einnahme von Medikamenten/ Hormonen zunehmen würde. Habt Ihr, Nelchen,darüber schon mal gesprochen? Und auch interessiert mich, ob Dein Partner sich nun bei Dir durchaus auch das, was in Dir steckt und die Person, die Du bist, verliebt hat. Solche Dinge sind sicher wichtig. Allerdings frage ich mich, was er denn getan hätte, wenn er eine total hübsche Frau kennengelernt hätte, die aber schrecklich, verbittert oder sonst wie negativ ist.

Mir fiel es ja auch schon des öfteren auch, dass hier viel über die Optik und Außenwirkung geht. Ehrlich, sicherlich ist die Optik der erste Eindruck, aber man muss nicht zwangsläufig hübsch und schlank sein, um einen Partner zu bekommen, Freunde zu finden oder dergleichen. Es mag sein, dass dies dazu gehört, aber andererseits kommt es doch auch auf die Ausstrahlung an. Die merkt man ebenfalls und ist schon in meinen Augen noch wichtiger. Ein selbstbewusster, aber nicht ganz so hübscher Mensch hat in meinen Augen mehr Ausstrahlung, als ein hübscher Mensch ohne Selbstbewusstsein, um es mal übertrieben zu formulieren und ich denke, man sollte, egal, wie man nun aussieht, sich doch eher auf andere Dinge konzentrieren. Eben, was man kann, was man will und solche Dinge. Da muss ich Cloudy wiederum Recht geben.

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» *steph* » Beiträge: 18439 » Talkpoints: 38,79 » Auszeichnung für 18000 Beiträge


Nun habe ich ca. 2 oder 3 Kilo wieder zugenommen.

Ich weiß, dass man das selbst anders wahrnimmt, aber 2-3 Kilo mehr oder weniger sieht man überhaupt nicht. Seine Sorge also, andere könnten Dich darauf ansprechen, ist absolut unbegründet. Pro Woche habe ich z.B. manchmal Gewichtsschwankungen von 2 Kilo – je nachdem, ob ich mal mehr unterwegs war oder mehr geschlemmt habe. Das hat auch noch nie jemand kommentiert, weil man es gar nicht erkennt.

Ich traue mich auch erst seit ca. 2 Jahren im Sommer mal wieder Tops oder T -shirts zu tragen. Sonst habe ich mich immer komplett in Sweatjacken verhüllt und lieber geschwitzt, als etwas mehr Figur oder Haut zu zeigen.

Es gibt auch andere Mittel und Wege, schlanker auszusehen und ein Bäuchlein zu verbergen (obwohl ich mir sicher bin, dass Du kein Bäuchlein hast!). Z.B. Schlankstütz-Hemdchen oder eine Korsage; Kleidung die so geschnitten ist, dass sie „dünner“ aussehen lässt usw.

» Zitronengras » Beiträge: » Talkpoints: Gesperrt »

Zuletzt geändert von ten points am 18.07.2012, 13:52, insgesamt 1-mal geändert. Zeige Beitragsversionen


Ich habe mir beim Lesen Deines Threads auch wieder in Erinnerung gerufen, dass ich meine, hier mal vor einiger Zeit davon gelesen zu haben, dass Du eigentlich eher dünn bist und das auch durchaus weißt. Wenn Du Deine Figur nun allerdings doch oder zusätzlich als problematisch bezeichnest und ansiehst und man außerdem berücksichtigt, dass es sich hier liest als handle es sich bei Dir um einen Menschen mit starkem Übergewicht und einer echten Ernährungsstörung, dann denke ich, dass der Rat vieler meiner Vorredner hier, dass Du Dir psychotherapeutische Hilfe suchen solltest, sicherlich nicht verkehrt sein wird. Und auch mir kam der Gedanke nach einer falschen Wahrnehmung, allerdings meine ich mich daran erinnern zu können, dass Du hier vor einiger Zeit etwas über Bauarbeiter geschrieben hast, die gegenüber des Wohnhauses, in dem Du wohnst, zu Gange waren und Dir wohl auch hinterhergepfiffen oder ähnliche proletische Aktionen gebracht haben. Ich weiß nun aber nicht, ob ich Dich verwechsle.

Ob nun Dein Partner Dir mit seiner Haltung Probleme macht oder ob Du selbst hauptsächlich diejenige bist, die sich ein Problem macht und Dein Partner das mit seinen Aussagen, die möglicherweise einfach nur sehr unglücklich formuliert sind und gar nicht aussagen sollen, dass er keine dicke Frau haben will, sondern eher, dass Du Dir doch sicher sein kannst, dass Du schlank sein musst, weil er sonst nicht mit Dir zusammen wäre (was an sich trotzdem noch eine blöde Formulierung ist), das kann ich nicht wirklich beurteilen und ich weiß auch nicht, ob Du es kannst. Vielleicht versuchst Du mal herauszufinden, woher Deine so extrem kritische Haltung gegenüber Dir selbst kommt, das könnte schon mal ein erster Schritt zur Lösung Deines Problems sein.

Was Du über das Hohlkreuz schreibst, ist übrigens etwas, das mich sehr erstaunt. Wer ein Hohlkreuz hat, dem fehlen, wie Du ganz richtig angemerkt hast, häufig Bauchmuskeln und es sollte nicht sonderlich schwierig sein, diese aufzubauen. Du schreibst aber leider auch, dass Du Dir dann, wenn Du darüber nachdenkst, sagst, dass das ja doch nichts bringen würde, und dazu fällt mir, sei mir bitte nicht böse, der Spruch ein: „Nichts hasst der Selbstmitleidige mehr als was ihm hilft“, welcher, soweit ich weiß, ein Zitat von Werner Muld ist. Du weißt also, was Dir helfen würde, aber Du tust es nicht. Es könnte Dir aber helfen, denn mit Bauchmuskulatur würde sich definitiv Dein Hohlkreuz verbessern, was auch langfristige gesundheitliche Vorteile für Dich mit sich bringen würde und außerdem Deinen Bauch etwas flacher machen wird, weil Deine Haltung eine andere ist. Wären nicht beide Vorteile den Versuch wert? Was wäre, wenn Du nach einem Jahr Fitness-Studio feststellen würdest, dass Du nun lediglich einen durchtrainierten Bauch hast, der sich aber immer noch wölbt? Wäre das für Dich ein Nachteil und auch nachträglich gesehen vergeudete Zeit?

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» moin! » Beiträge: 7218 » Talkpoints: 22,73 » Auszeichnung für 7000 Beiträge



„Nichts hasst der Selbstmitleidige mehr als was ihm hilft“, welcher, soweit ich weiß, ein Zitat von Werner Muld ist. Du weißt also, was Dir helfen würde, aber Du tust es nicht. Es könnte Dir aber helfen, denn mit Bauchmuskulatur würde sich definitiv Dein Hohlkreuz verbessern, was auch langfristige gesundheitliche Vorteile für Dich mit sich bringen würde und außerdem Deinen Bauch etwas flacher machen wird, weil Deine Haltung eine andere ist. Wären nicht beide Vorteile den Versuch wert? Was wäre, wenn Du nach einem Jahr Fitness-Studio feststellen würdest, dass Du nun lediglich einen durchtrainierten Bauch hast, der sich aber immer noch wölbt? Wäre das für Dich ein Nachteil und auch nachträglich gesehen vergeudete Zeit?

Ich habe auch ein wenig ein Hohlkreuz und dass es von fehlenden Bauchmuskeln kommen könnte, erscheint mir sogar logisch. Und so „selbstverständlich“, wie der Rat, doch einfach etwas für den Muskelaufbau zu tun, auch klingen mag, so weiß ich doch von mir selbst, wie schwer das umzusetzen ist.

Vor einiger Zeit hatte ich abends regelmäßig Sport gemacht, auch Übungen für die Bauchmuskeln und das ganze „Programm“ auch ein paar Wochen durchgehalten. Aber geändert hat sich da gar nichts, keine Gewichtsabnahme (außer einem Wasserverlust, so dass ich nach dem Sport 1 kg leichter war, aber das kommt ja wieder, sobald man etwas trinkt), keine flacheren Körperteile, keine bessere Haltung.

Was ich damit sagen möchte, ist, dass es immer recht einfach erscheint, jemandem zum regelmäßigen Sport zu raten; so als wäre Sport eine leichte Kleinigkeit, die man schnell nebenbei machen kann und die dann genauso schnell Effekte zeigt. So ist es doch aber nicht. Wahrscheinlich hätte ich nicht nur ein paar Wochen, sondern über Monate hinweg Sport machen müssen, um etwas an meiner Haltung zu verändern – vielleicht sogar auch zukünftig, also gewissermaßen „für immer“.

Soviel Spaß macht Sport nun aber mal nicht (zumindest mir nicht und ich kann es nachvollziehen, wenn es anderen genauso geht). Es ist immer eine Überwindung, weil man ja in der Zeit auch irgendwas anderes, was man gerne macht, tun könnte. Und sich gewissermaßen für den Rest des Lebens dazu zu verpflichten, regelmäßig etwas zu tun, das man eigentlich nicht so gerne mag, ist keine „Kleinigkeit“, sondern wirklich eine sehr große motivationale Herausforderung.

Ich habe Respekt vor denjenigen, die regelmäßig joggen oder ins Fitnessstudio gehen. Selbst könnte ich mir das nicht vorstellen, auch finanziell nicht. Mir wäre das Geld zu schade, was man bei den meisten Verträgen auch dann zahlen muss, wenn man mal nicht erschienen ist. Mein innerer Schweinehund wäre dafür zu ausgeprägt, aber auch mein Wunsch, mein Leben möglichst nur mit Dingen zu verbringen, die ich mag.

Außerdem möchte man als Frau doch auch keine ausgeprägten Bauchmuskeln oder? Viel lieber will man doch zierlich sein und nicht muskulös bzw. einen zwar flachen, aber auch „weichen“ Bauch haben.

Was nun die Bemerkungen des Partners der Themenstarterin betrifft, kann ich mich hier nicht genau festlegen. Vielleicht war das wirklich eher als Kompliment gemeint, im Sinne von „Du bist nicht dick, das siehst du schon daran, dass du mir gefällst und ich mag ja keine dicken Frauen, d.h. du bist schlank“ - vielleicht war es wirklich ein etwas unfreundlich formulierter Hinweis im Sinne von „nimm ja nicht zu“. Würde Letzteres zutreffen, fände ich das durchaus schade. Natürlich verliebt man sich in das Aussehen eines Menschen, aber so pingelig, dass einen ein paar Kilo mehr stören, sollte man dann auch nicht sein. Was passiert denn dann, wenn es aus irgendwelchen Gründen doch mal mehr wird?

Ansonsten möchte ich noch anmerken, dass wir hier ja in einem Forum schreiben, in dem Texte und insbesondere lange Beiträge mit Punkten belohnt werden. Dass man dann dazu neigt, eigene Probleme sehr ausführlich darzustellen (was drastischer wirkt als das Problem in Wirklichkeit ist), um eben mehr Punkte zu bekommen oder aus diesem Grund auch öfter bestimmte, einem naheliegende Themen anspricht, ist sicher nachvollziehbar. D.h. nur weil sie viel über Gewicht etc. schreibt und das auch ausführlich, muss nicht gleich bedeuten, dass dieses Thema auch eine so fundamentale Rolle in ihrem Leben spielt. Daraus leitet sich nicht unbedingt ein Therapiebedarf ab.

Jeder Mensch hat doch ein paar „Macken“ oder macht sich vielleicht über Dinge Sorgen, die anderen merkwürdig übertrieben oder unangemessen erscheinen. Wir sollten das aus den o.g. Gründen vielleicht auch nicht zu ernst nehmen und gleich zum Psychotherapeuten drängen.

Sicherlich ist es nichts Schlimmes, eine Therapeuten aufzusuchen oder kann in bestimmen Lebenssituationen wirklich helfen, aber nicht jede Kleinigkeit, über die man mal etwas weitschweifend nachdenkt, muss gleich eine Therapie indizieren.

» Zitronengras » Beiträge: » Talkpoints: Gesperrt »

Zuletzt geändert von ten points am 18.07.2012, 13:52, insgesamt 1-mal geändert. Zeige Beitragsversionen

Ich denke auch, dass eine professionelle Beratung oftmals gerade in solchen Situationen nicht verkehrt ist. Das soll nicht heißen, dass man krank ist, sondern einfach eine Unterstützung benötigt, damit gewisse Komplexe die man sich häufig auch wirklich "nur" einredet, wieder verschwinden. Denn dort liegt der Hase im Pfeffer begraben. Gerade wenn man selber mit sich unzufrieden ist, obwohl Mitmenschen sagen, dass man einen Knall hat, ist es schwierig denen glauben zu schenken, weil das eigene Wohlbefinden nicht geschätzt wird.

Wenn man sich selber unwohl fühlt, dann muss man natürlich für sich die passende Lösung finden. Das Essverhalten spielt beim Abnehmen jedoch eine entscheidende Rolle und sollte schon etwas verändert werden. Grundsätzlich sollte auch Zucker, Süßigkeiten und andere Dickmacher verzichtet werden oder zumindest deutlich reduziert werden. Obst, Gemüse und auch Fisch sind ideal zum Abnehmen und ich weiß selber, wovon ich spreche. Süßigkeiten als kleine Sünde sind nicht verboten!

Das Problem ist man häufig selber, sodass es auch nichts mit "Aufmerksamkeit " suchen zu tun hat. Wenn jemand sich selber dick oder auch schon fett findet, aber dennoch nicht aufhören kann zu essen, dann mag das Problem wohl tiefgründiger liegen und sollte behandelt werden.

» paddelfisch » Beiträge: 655 » Talkpoints: 0,00 » Auszeichnung für 500 Beiträge


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