Süß schmeckende Medikamente für Kinder
Ich habe als Kind auch immer den Hustensaft, der nach Erdbeere schmeckt, bevorzugt. Ich habe ihn immer ohne mich zu weigern eingenommen. Als Elternteil muss man seinem Kind eben nur klarmachen, dass es sich trotzdem um Medikamente handelt und man sie nur ein- oder zweimal pro Tag einnehmen darf, je nach Packungsbeilage oder Anweisung des Arztes natürlich. Ich habe mich als Kind eigentlich auch immer daran gehalten und nie mehr von den Medikamenten genommen als nötig. Ganz so gut wie ein normaler Saft schmecken sie ja dann doch nicht. Sie sind zwar süß, aber man schmeckt immer noch, dass es sich eindeutig um Medikamente handelt. Wenn das Kind dann doch mehr vom Medikament haben will, weil es gut schmeckt, dann liegt es in der Aufgabe der Eltern das Medikament dort zu verstauen, wo es vor den Kindern sicher ist. Das kann ganz oben im Schrank sein, wo man auch als Kind mit einem Stuhl nicht hin kommt, oder einfach in eine Schublade, die man verschließen kann.
Ich finde die Idee eigentlich ganz gut, die Medikamente etwas süß zu gestalten, weil sich manche Kinder ja sonst total weigern würden sie zu sich zu nehmen. Ich war als Kind auch immer sehr anspruchsvoll. Wenn mir etwas nicht schmeckte, dann machte ich partout meinen Mund nicht auf. Das war schon bei der Babynahrung so und auch später bei den Medikamenten. Ich hatte mal eine Tablette, die man in Wasser auflösen sollte. Das Medikament schmeckte laut Packungsaufschrift nach Zitrone, aber was im Glas drin war schmeckte ganz anders. Es war ein ekelhaftes Gebräu. Ich habe damals beim Trinken meine Nase zuhalten müssen. Ich habe das Glas nicht ganz leer getrunken, lieber ein bisschen in den Kühlschrank gestellt und später weiter getrunken, weil mich der Geschmack einfach angeekelt hat. Ich stand wirklich kurz vor dem Würgereiz.
Man könnte an dieser Stelle übrigens auch anführen, wieso die Füllung beim Versiegeln der Zähne beim Zahnarzt immer nach Cola schmeckt. Ich hatte als Kind immer die Wahl zwischen verschiedenen Geschmäckern. Darunter waren Cola, Zitrone oder auch Kaugummi. Da ich es eigentlich nicht haben kann, wenn man mir im Mund herum fummelt und ich auch die Wattebäusche nicht leiden kann, die man vom Zahnarzt immer bei der Versiegelung der Backenzähne in den Mund geschoben bekommt, konnte man mir den Vorgang des Versiegelns wenigstens durch den Geschmack der Füllung etwas angenehmer gestalten.
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