Nach einer OP immer auf die Intensiv?
Also meine Oma liegt ja nun schon seit Mitte November im Krankenhaus. Nachbarn haben sie da hin gebracht, weil sie von oben bis unten gelb war. Im Krankenhaus hat man fest gestellt, dass der Durchgang zwischen Galle und Leber zu sitzt. Mit Magenspiegelung hat man es nicht geschafft den wieder frei zu bekommen, also wird es jetzt am Dienstag operativ gemacht.
Erst sollte sie ja am Montag operiert werden, aber das wurde dann auf Dienstag verschoben, weil auf der Intensivstation kein Platz mehr frei ist, da habe ich meine Oma gefragt, warum sie denn nach der OP auf die Intensiv kommt und da meinte sie, dass man nach jeder OP auf die Intensivstation kommt. Ich habe allerdings bisher noch nie etwas davon gehört, dass man nach der OP auf die Intensiv kommt. Ist das denn wirklich so, oder hat meine Oma das nur erzählt, weil sie mir keine Angst machen wollte?
Die meisten Probleme treten leider in den meisten Fällen nach einer OP auf. Selbst wenn die Ärzte sagen die OP ist gut verlaufen darf man nun nicht denken, dass es keine Komplikationen geben wird. Und auch leider kann man die Heftigkeit einiger Probleme im Vorfeld auch schwer einschätzen. Das hat nichts mit Angst zu tun, sonder ist reine Realität und eben in der Praxis erwiesen. Daher kommen die Patienten immer nach einer OP auf die Intensivstation.
Man kommt nicht nach jeder OP auf die Intensivstation. Ich hatte in diesem Jahr auch eine OP, mir wurde eine Pleuradrainage eingesetzt. Nach der OP war ich ca. 2 Stunden im Aufwachraum und als ich stabil blieb, wurde ich zurück auf meine Station gebracht.
Ich schätze mal, dass man nur dann auf die Intensivstation muss, wenn man engmaschiger kontrolliert werden muss. Vielleicht liegt es bei dir auch daran, dass deine Oma schon älter ist und man möchte kein Risiko eingehen. Ich weiß nun auch nicht, wie gefährlich diese OP ist, möglicherweise liegt es auch daran. Fakt ist aber, dass man nicht nach jeder OP auf der Intensivstation landet.
Also wie Vampirin schon sagte, kommt nicht nach jeder OP automatisch in die Intensiv-Station. Dies ist allgemein davon abhängig, wie die Ärzte das Risiko einschätzen. Oft ist es auch so, dass man auf die Intensiv-Station kommt, weil man dort rund um die Uhr überwacht wird, was natürlich auch für, wie in deinem Fall, ältere Menschen durchaus Sinn macht.
Ich selbst hatte vor rund einem Jahr auch eine OP. Und zwar wurde mir ein Herzkatheter gelegt, um nachzusehen, wie die Druckverhältnisse im Herzen sind, und ob meine Herzklappe richtig schließt. Nach der rund 2 stündigen OP wurde ich gleich wieder in mein Zimmer (hurra Einzelzimmer) gebracht und wachte nach und nach auf. Nach einiger Zeit durfte ich am selben Tag noch nach Hause gehen. Mir ging es wirklich erstaunlich gut. Was wahrscheinlich daran liegt, das es ja eigentlich kein Eingriff war, sondern eher eine Untersuchung.
Auf alle Fälle wurde da dann festgestellt, dass meine Herzklappe nicht richtig schloss und so musste ich gleich nach einem halben Jahr wieder ins Krankenhaus zur einer Herz-OP. Wie ihr euch vielleicht schon denken könnt, ist die OP kein Kinderspiel. Sie dauerte rund 5 Stunden. Anschließend kam ich auf die Intensiv-Station, was ja auch wieder Sinn mach, mit Schläuchen aus dem Körper und Sauerstoffzufuhr. Erst nach rund einer Woche kam ich dann ins eigentliche Zimmer. Dort musste ich mir dann schließlich noch rund 2 Wochen auskurieren und konnte dann wieder nach Hause.
Also wie du siehst, hängt die Sache hauptsächlich von der Betreuung in der Intensiv-Station ab. Nach einer normalen OP ist es glaub ich ganz normal, dass man in die Intensiv-Station kommt. Wenn auch nur für ein bis zwei Tage oder so.
Nein, man kommt nicht nach jedem Eingriff auf die Intensivstation. Wahrscheinlich ist dies nur der Fall, wenn es sich um komplizierte Operationen handelt oder auch, wenn es eben bei Risikofaktoren zu Problemfällen kommen kann. Ich hatte dieses Jahr ebenfalls einen Krankenhausaufenthalt mit einer Operation hinter mich gebracht und wurde nach dem Eingriff lediglich in den Aufwachraum gebracht und dort wurden meine Vitalwerte überwacht. Als ich stabil gewesen bin, brachte man mich auf mein Zimmer zurück und konnte mich dann dort von dem Eingriff erholen.
Ich wüsste aber auch bei anderen Operationen, wie bei der Entfernung der Gallenblase auch nicht, dass man dort auf die Intensivstation gebracht werden würde. Wir hatten erst vor kurzem in der Familie so einen Fall gehabt und auch hier wurde die Person im Aufwachraum betreut und dann auf das Zimmer zurück gebracht. Diese Person ist knapp zwanzig Jahre älter als ich und auch weiblich.
Man kommt nicht nach jeder OP auf die Intensivstation. Meistens wird man in diesem Aufwachraum oder im Zimmer wach. Ich denke mal, das es damit zusammen hängt, wie gut der Allgemeinzustand der Person ist, ob schon Risiken wie zum Beispiel Herzprobleme vorhanden sind, diese Menschen müssen halt nach einer OP mehr unter Beobachtung, und dieses geht halt besser auf der Intensivstation.
Ich vermute mal, das man einfach nur vorsorgen will, falls es zu Problemen kommen sollte. Was sicherlich auch mit dem Alter deiner Oma und vielleicht anderen Erkrankungen zu tun haben kann. Denn ältere Leute haben ja meistens doch mehrere gesundheitliche Probleme und man will eben einfach nur die Sicherheit haben, das im Ernstfall ein Platz auf der Intensivstation frei ist.
Denn nicht jeder Eingriff bedeutet eben, das man auf die Intensivstation muss. Ich selbst lag nach meinem Kaiserschnitt damals nur die Nacht über im Aufwachraum und auch nach meiner Knieoperation war nur für zwei Stunden unter Beobachtung und konnte danach sogar gleich nach Hause.
Ich denke mal, dass es immer von der Operation und von dem Alter abhängt. eine gute Freundin von mir wurde in den Sommerferien am Blinddarm operiert, sie ist 14 Jahre alt, und sie kam danach gleich wieder zurück auf die Kinderchirurgie und musste gar nicht auf die Intensivstation.
Bei deiner Oma ist es mit großer Sicherheit auch so, dass sie schon älter ist und dass deswegen die Risiken einer Narkose größer sind. Ich bin mir da nicht ganz sicher, aber ich denke, dass es so ist. Schließlich hat der Körper ja mit zunehmendem Alter immer größere Schwierigkeiten mit einer Narkose klarzukommen. Außerdem ist die Operation auch sehr viel komplizierter.
Es gibt ja auch ambulante Operationen, also Eingriffe, die es normalerweise nicht erfordern, dass man im Anschluss noch da bleibt in der Klinik, weil es so einfach nicht vorgesehen ist. Da wacht man dann aus der Narkose im Aufwachraum auf, und kann nach einer bestimmten Zeit dann gehen, wenn es einem gut geht. Das muss allerdings auch so besprochen und vorgesehen sein. Es handelt sich dabei schätzungsweise um kleinere an sich harmlosere Eingriffe.
Bei deiner Oma könntest Du ja einfach mal nachfragen, warum Sie denn gleich auf die Intensivstation kommt. Wenn nicht bei ihr selbst, dann vielleicht bei deinen Eltern oder aber Du fragst direkt im Krankenhaus einmal nach, damit Du wirklich gut informiert bist, warum es so gehandhabt wird. So kannst Du eventuell besser mit der Situation umgehen, wenn Du über den Vorgang Bescheid weißt.
karlchen66 hat geschrieben:Daher kommen die Patienten immer nach einer OP auf die Intensivstation.
Ich finde es interessant, wie du hier immer mal wieder Dinge behauptest, die einfach nicht stimmen! Denn dass längst nicht jeder nach einer Operation auf die Intensivstation kommt, haben ja jetzt schon einige geschrieben.
Ich wurde bisher zwei mal operiert, aber das waren ambulante Operationen und ich kam danach selbstverständlich nicht auf die Intensivstation. Aber auch bei sonstigen OP's ist das nicht immer der Fall. Es kommt auf die OP an und auch auf den generellen Gesundheitszustand des Patienten.
Im Fall deiner Oma, MissFly, werden vielleicht aufgrund des Alters oder anderer gesundheitlicher Probleme Risiken bestehen, die es erfordern, dass sie nach der OP erst mal auf die Intensivstation kommt.
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