Weisheitszähne - Erfahrungen
Also bei mir war es so, dass ein Weisheitszahn bei dem erst ein kleines Eckchen duch war, rausgenommen werden musste, weil zu wenig Platz im Kiefer war. Das war dann so dass mit einer Spritze der Zahn angebohrt wurde, damit man ihn besser zu fassen bekam, und der dann "einfach" rausgehebelt wurde. Keinerlei Schmerzen bei der Prozedur an und für sich. Danach und etwa bis zu einem Tag danach keine nennenswerten Schmerzen, aber recht viel Blut, was ja aber nichts macht. Man muss halt mit dem Essen aufpassen dass keine Essensreste zur Wunde kommen und viel mit Salbeitee oder medizinischen Lösungen spülen. Ab dem zweiten Tag danach hatte ich aber für ein oder zwei Tage ziemliche Schmerzen. Insgesamt war es aber schnell und ohne gröbere Reibereien ausgestanden.
Ich habe noch zwei meiner Weisheitszähne, die beiden anderen wurden mir vor 4 Jahren gezogen. Es war so, dass mein Kiefer zu klein war und die Weisheitszähne daher keinerlei Chance hatten, überhaupt herauszukommen. Zu allem Elend hat sich einer dann noch entzündet und ich hatte wirklich höllische Schmerzen.Ich bin dann auch direkt zum Zahnarzt, der mich dann an einen Kieferchirurgen überwiesen hat. Da aber das Zahnfleisch total vereitert war, konnte man den Weisheitszahn nicht ziehen. Ich musste also erst einmal abwarten, bis das Ganze wieder abgeschwollen war. Das war dann drei Tage später der Fall. Es wurde dann so geplant, dass erst die Weisheitszähne auf der rechten Seite entfernt werden und ein ein paar Wochen später dann die beiden anderen Weisheitszähne.
Anfangs wollte der Chirurg mich auch zu einer Vollnarkose überreden, aber das habe ich direkt abgelehnt, weil ich einfach zu viel Angst davor hatte. Ich wollte also alles mitbekommen und habe mich für eine örtliche Betäubung entschieden. Da die Weisheitszähne ja noch nicht an der Oberfläche waren, sondern noch im Zahnfleisch steckten musste dies zuerst einmal aufgeschnitten werden. Dann fing man an, den Zahn mit einem Bohrer zu zertrümmern und wollte ihn dann so ziehen. Leider hat die Betäubung nicht so wirklich gewirkt und so musste noch einmal nachgespritzt werden. Von den Schmerzen her war es dann auch okay - es war zwar ein unangenehmes Gefühl, aber es war erträglich. Der untere Weisheitszahn konnte dann auch innerhalb von 10 Minuten entfernt werden. Beim oberen gab es aber Probleme, da ein Stück abgebrochen war und die Chirurgen dieses dann eine gefühlte halbe Ewigkeit gesucht haben.
Ich hatte nach der OP wirklich starke Schmerzen, hatte aber gleich Kühlakkus dabei, was mir von den Chirurgen auch im Vorgespräch empfohlen worden war. Das hat mir dann ein klein wenig Linderung verschafft. Ohne die Schmerzmittel hätte ich es wohl auch nicht ausgehalten. Die Schmerzen waren schon heftig und meine Wange war auch total blau und angeschwollen. aber ich musste mich nicht krankschreiben lassen. Das Ganze wurde an einem Freitag durchgeführt und ich konnte Montags wieder ganz normal arbeiten gehen. Das Gesicht war zwar noch etwas dick, aber ich habe es aushalten können. Ich denke, dass es auch immer auf das Schmerzempfinden der Person ankommt. Ich bin kein so wirklich wehleidiger Mensch und daher waren die Schmerzen auch relativ erträglich, aber ich kenne viele, die das Ziehen der Weisheitszähne als wahnsinnig schlimm empfunden haben. Ich habe übrigens immer noch meine linken Weisheitszähne, die ich mir echt mal entfernen lassen muss.
Es war zwar jetzt nicht so, dass ich die Schmerzen nicht aushalten konnte, aber irgendwie dachte ich mir auch, dass die Weisheitszähne ruhig noch drin bleiben könnte, solange sie nicht weh tun oder sonstiges. Die Schmerzen an sich waren auch nicht so sonderlich schlimm. Viel schlimmer fand ich eigentlich, dass ich den Mund kaum öffnen konnte und somit die Nahrungsaufnahme auch ziemlich eingeschränkt war. Ich hatte ständig Hunger, konnte aber außer Flüssigkeiten nicht zu mir nehmen. Das hat mich schon ziemlich genervt, muss ich sagen. Ich glaube nach 10 Tagen wurden bei mir die Fäden gezogen, was ich auch gar nicht mehr schlimm fand. Da waren die Schmerzen also schon so gut wie weg. Bei mir waren die Schmerzen eigentlich nur die ersten beiden Tage ziemlich intensiv, dann wurde es schon langsam besser. Ich hatte Schmerzmittel für 4 Tage, was mir auch auf jeden Fall ausgereicht hatte. Also ich denke,es gibt Schlimmeres als das Ziehen der Weisheitszähne - manche werden das wohl anders sehen ![]()
Ich habe meine Weisheitszähne alle noch behalten. Meine Zahnärztin meinte zwar auch, dass die wohl raus müssten, aber ich hatte so gar keine Lust auf dies OP. Ich habe da einfach keine Notwendigkeit gesehen. Inzwischen bin ich 34 und ein Weisheitszahn ist draußen, die anderen drei verhalten sich ruhig. Der eine tat natürlich etwas weh, als er raus kam, aber das war nicht so wahnsinnig schlimm. Solange die nicht die anderen Zähne verschieben, bleiben die bei mir wo sie sind. Ich habe den Eindruck, dass die Weisheitszähne immer öfter mehr oder weniger prophylaktisch entfernt werden. Klar, wenn man Probleme hat, weil sich das Gebiss verschiebt oder man Probleme mit dem Kiefer hat, dann muss die Entfernung sein. Aber sonst?
Nachdem ich mich mal einer Wurzel-OP unterziehen musste, vermeide ich solche Eingriffe, solange es geht. Zwar hatte ich kaum Schmerzen nach der OP, aber schlimm war es trotzdem. Bei mir war es so, dass meine Unterlippe fast drei Monate taub war nach der OP. Ich hatte mich schon fast damit abgefunden, dass irgend etwas schief gelaufen ist und das taube Gefühl für immer bleibt. Ich habe direkt nach der OP darauf gewartet, dass ich Schmerzen bekomme, aber bei mir war alles einfach taub.
Das tolle an der OP waren nur die Tabletten, die man für die Schmerzen danach bekommt. Ich brauchte sie, da ja alles taub war, aber ich habe sie später bei starken Kopfweh genommen
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Wenn keine akute Notwendigkeit besteht, dann behalte die Weisheitszähne einfach, Wenn sie dir keine Schmerzen bereiten und dein Gebiss nicht gefährden, dann leb mit ihnen. Die meisten Generationen vor uns, haben ihre Weisheitszähne auch behalten.
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