Erkrankungen werden bei Rauchern anders definiert
Auf jeden Fall ist das Rauchen schädlich keine Thema, allerdings kann es sich nicht jeder sofort abgewöhnen. Raucher werden aber genau wie Nichtraucher auch einmal krank. Allerdings bewerten dann die behandelnden Ärzte die Erkrankung anders als bei Nichtrauchern.
Aber kann man wirklich gewisse Aspekte immer auf das Rauchen schieben? Reagieren die behandelnden Ärzte hier nicht einfach etwas zu oberflächlich? Es kann doch auch sogar vorkommen, dass ein Raucher viel gesünder ist als ein Nichtraucher. Manche Erkrankungen haben doch mit dem Rauchen überhaupt nichts zu tun. Wenn sich jemand beispielsweise ein Bein bricht. Wie denkt ihr darüber?
Als ich noch geraucht habe, war ich gesund und munter und mein Hausarzt hat mich sehr selten gesehen. Ich habe im November letzten Jahres aufgehört und meine Beschwerden gingen los. Ich habe 30 Jahre geraucht mit kleinen Pausen während meinen Schwangerschaften. Der Körper hat sich dann bei der Umstellung doch etwas blöd angestellt. Der Stoffwechsel ist bei mir total durcheinander geraten und mir geht es nicht gerade gut. Wenn das liebe Geld nicht wäre, was mittlerweile die Zigaretten kosten, würde ich glatt wieder anfangen zu rauchen.
Mein Hausarzt bestätigte mir, dass die Schilddrüse mit dem Stoffwechsel viel zu tun hat und dass diese nun wegen dem nicht mehr Rauchen verrückt spielt. Wenn ich Glück habe, dann spielt sich das wieder gut ein, wenn nicht, dann bin ich ein Nichtraucheropfer
Manche Ärzte schieben wirklich alles auf das Rauchen. Ich muss sagen, dass ich da einen sehr verständnisvollen Arzt habe, der selber raucht und weiß, wie schwer es ist aufzuhören. Er meinte zu mir, dass man nicht alles auf das Rauchen schieben kann und dass er mehr Nichtraucher als Patienten hat als Raucher. Er meinte, dass Nichtraucher wahrscheinlich einfach empfindlicher sind.
Es verwundert mich etwas, wie hier das Rauchen dargestellt wird. Man könnte fast meinen hier wird Werbung dafür gemacht (von wegen: seit ich nicht mehr Rauche habe ich Beschwerden). Fakt ist, dass das Rauchen tatsächlich Auswirkungen auf den Körper hat und Ärzte ganz sicher nicht zu oberflächlich sind. Ich kenne es vor allem so, dass Ärzte danach fragen um das Thromboserisiko einschätzen zu können. Rauchen (Nikotinabusus) ist (neben der Pille, Sport, usw.) nämlich eines der Kriterien. Nach so etwas muss ein Arzt schlicht und einfach fragen.
Die bekannten Krankheiten, welche durch rauchen begünstigt werden (und das ist leider kein Märchen, sondern ein Fakt) sollten ja allen bekannt sein. Bronchitis bekommt man als Nichtraucher auch zur Genüge. Ist man aber Raucher, sollte man durchaus mal in Erwägung ziehen, dass Rauchen zu lassen, wenn man die 3. Bronchitis hatte, weil es auch schnell chronisch werden kann. Bei 70 % der Asthmapatienten ist im übrigen - und das nur mal zur Information - ein Zusammenhang zwischen dem Rauchen und der Erkrankung nachweisbar. Ein Raucherbein heißt auch nicht zufällig so und wer jetzt immer noch denkt, dass Ärzte da oberflächlich sind, wenn sie nach dem Rauchen fragen - naja. Da fällt mir dann auch nichts mehr zu ein.
So wie ich das früher immer gesagt bekommen habe, schadet Rauchen im Allgemeinen dem Immunsystem, um einzuschätzen welche medikamentöse Behandlung man bekommt muss ein Arzt doch in etwa das Immunsystem eines Patienten einschätzen können. Außerdem verengen sich durch regelmäßiges Rauchen die Blutgefäße, was dann zu Thrombosen, Infarkten oder sonst etwas führen kann. Meiner Meinung nach ist es schon sehr wichtig für den Arzt, dass es weiß, ob man Raucher oder Nichtraucher ist, um die Gefahren einzuschätzen. Natürlich sollte man es dann nicht bei der Frage, ob man Raucher oder Nichtraucher ist belassen, sondern sollte da auch weiter gehen und nach Mengen und Marke etc. fragen.
karlchen66 hat geschrieben: Es kann doch auch sogar vorkommen, dass ein Raucher viel gesünder ist als ein Nichtraucher. Manche Erkrankungen haben doch mit dem Rauchen überhaupt nichts zu tun.
Ähm ja, aber ein Bild von einer Raucherlunge hast du ja sicherlich schon ein paar Mal gesehen, oder? Und da diese Ablagerungen physikalisch bedingt sind, sehen Raucherlungen enander zeimlich ähnlich, vorrausgesetzt man kann die Zeit der Abhängigkeit in eine vernünftige Relation setzen. Natürlich haben einige Krankheiten mit dem Rauchen überhaupt nichts zu tun, andere dafür aber schon. Und die Auswirkungen vom Rauchen auf den Körper sind bei allen rauchenden Personen gleich, abgesehen von der Stärke der Ausprägung. daher behaupte ich mal, dass es unwahrscheinlich ist, dass ein Raucher viel gesünder ist als ein nichtraucher. Vorkommen kann dies aber natürlich, gar keine Frage. Es kommt nur darauf an, welche Personen man vergleichen will.
Einige Krankheiten können sich bei Rauchern anders äußern als bei Nichtrauchern und werden deshalb dann tatsächlich anders definiert. Ansonsten kann ich dazu sagen, dass mein Vater Raucher ist und zugleich so ziemlich der Anfälligste und vor allem Wehleidigste Mensch den ich kenne. Er hat zwei Jahre lang nicht geraucht und in der Zeit hat sich an diesem Punkt rein gar nichts verändert. jetzt hat er vor einigen Monaten leider wieder angefangen, angestiftet durch seinen kleinen Bruder. Seither ist er noch öfter krank, häufig schlecht gelaunt und vor allem überaus empfindlich und wehleidiger denn je. Man kann also nicht pauschal sagen, dass Raucher unempfindlicher sind als Nichtraucher.
Nein Raucher sind nicht unempfindlicher als Nichtraucher, denn das wäre auch völlig unlogisch. Ich lebe ja in einer Unistadt und mein Hausarzt ist absolut gegen das Rauchen. Allerdings hat diese unterschiedliche Definition der Beschwerden auch Konsequenzen für die betreffenden Patienten.
Einen behinderten Mann mit einer Behinderung von 50 Prozent wurden bei der Neuerteilung nur noch 40 Prozent bescheinigt. Der Hausarzt meinte auch dazu, dass das Rauchen natürlich einige Behinderungen erst fördere. Selbst ein Widerspruch brachte hier kein besseres Ergebnis für den behinderten Mann. Das ist zwar hart, man kann es aber auch irgendwie verstehen finde ich. Man muss die Sache auch von allen Seiten betrachten.
Diamante hat geschrieben:Mein Hausarzt bestätigte mir, dass die Schilddrüse mit dem Stoffwechsel viel zu tun hat und dass diese nun wegen dem nicht mehr Rauchen verrückt spielt. Wenn ich Glück habe, dann spielt sich das wieder gut ein, wenn nicht, dann bin ich ein Nichtraucheropfer
.
So ein Unsinn. Was ist das für ein Hausarzt? Rein nur aus medizinischer Logik kann das nämlich nicht sein, denn der Körper erholt sich nach dem Rauchstopp sofort. Allerdings und das trifft wohl eher des Pudels Kern, kann die Schilddrüse schon durch jahrelanges Rauchen geschädigt sein.
Wo wir eben beim Thema wären, denn ohne Rauchen wäre wohl die Schilddrüse in Ordnung, wenn keine Erbkrankheiten vorliegen. Ich bin ca. 2 Jahre schon Nichtraucher und hatte ähnliche Beschwerden. Allerdings erzählte mir mein Hausarzt nicht einen solchen Unsinn, son leitete Behandlungen ein. Selbst heute haben ich noch keinen Normalzustand, d.h. das Rauchen hat meine Körper stark geschädigt.
Ich habe das so noch nie erlebt. Ich war während meiner aktiven Zeit aus verschiedenen Gründen bei verschiedenen Ärzten und habe es nie erlebt, dass ein Arzt zum Beispiel eine Verbindung zwischen meinem Bänderriss und meinen ein bis zwei Schachteln pro Tag gezogen hat. Selbst als ich eine Lungenentzündung hatte war bei meinem Arzt damals erst mal der verschleppte grippale Infekt das Hauptthema. Das Thema Rauchen habe ich von mir aus angesprochen, weil ich aufhören wollte, bzw. nach dem Krankenhausaufenthalt eben nicht wieder anfangen wollte.
Ich halte es aber schon für möglich, dass es Ärzte gibt, die erst mal alles auf das Rauchen schieben, weil das doch sehr bequem und zeitsparend ist und außerdem schadet es niemandem, wenn er mit dem Rauchen aufhört, auch wenn hier Gegenteiliges behauptet wird. Aber genauso werden diese Ärzten auch bei anderen Patienten verfahren, bei denen es eine Ursache gibt, auf die man eine Erkrankung schieben kann. Ich denke da zum Beispiel an Patienten, die deutliches Übergewicht haben, und sicher auch oft gesagt bekommen, dass ihr Gewicht an ihren gesundheitlichen Problemen Schuld sei.
Und bei dem Arzt, der denkt, dass er weniger rauchende Patienten hätte, weil Nichtraucher "empfindlicher" wären kann ich nur den Kopf schütteln. Ich habe selten so etwas dummes gehört und wenn das mein Arzt wäre, würde ich mir wahrscheinlich sehr schnell einen neuen suchen.
Zunächst einmal rauchen zwei Drittel der Bevölkerung in Deutschland NICHT und wenn man in Mathe aufgepasst hat ergibt sich daraus die Tatsache, dass die meisten Ärzte mehr Nichtraucher als Patienten haben. Der Arzt wird wahrscheinlich auch mehr Patienten mit weißer Haut haben und zwar nicht, weil Menschen mit weißer Haut empfindlicher sind sondern, weil es in Deutschland einfach deutlich weniger Menschen mit dunkler Haut gibt. Und dann muss man sich natürlich auch fragen, wie viele Raucher die Folgen des Rauchens nicht beim Allgemeinmediziner behandeln lassen. Ein Lungenfacharzt oder ein Spezialist für Herz-Kreislauferkrankungen wird wahrscheinlich eine ganz andere Patientenstatistik vorlegen können.
Selbstverständlich geht es einem Raucher in Bezug auf Krankheiten nicht besser als jemandem, der nicht raucht. Allerdings kommen auf einen Raucher zusätzlich noch einige Krankheiten zu, die ein Nichtraucher zwar auch bekommen kann, aber unter der Voraussetzung des Nichtrauchens vielleicht nicht so schnell oder so schlimm. Aber, karlchen66, ein gebrochenes Bein wird der Arzt bestimmt nicht als Folge der Zigaretten diagnostizieren, es sei denn, er ist über eine Zigarette oder eine Zigarre ausgerutscht und hat sich dadurch das Bein gebrochen. Natürlich hast du Recht, dass nicht alle Krankheiten aufgrund des Rauchens entstehen. Aber Fakt ist nun mal, dass das Rauchen mittlerweile sehr verpönt ist und man dem Raucher eben mehr Krankheiten durch das Rauchen anlastet, als es wirklich gibt. Auf diese Art versuchen eben viele Ärzte, den Patienten das Rauchen abzugewöhnen.
Ich selbst habe in meinem ganzen Leben noch nie geraucht, habe aber eine chronische Bronchitis. Meine Annahme ist, dass ich sie durch meinen Chef bekommen habe, der ein sehr starker Raucher war und ich den ganzen Qualm mitbekommen habe. Dass das Rauchen jetzt in den Räumen verboten ist, hat schon seinen Sinn. Wenn man aufhört zu rauchen, wird man bestimmt gesünder. Nur es dauert ein ganze Weile, bis der Körper sich umgestellt hat. Und wenn nun jemand meint, dass es ihm als Raucher gesundheitlich besser gegangen ist, wird er bestimmt Recht haben. Nur darf man nicht so kurzfristig denken, denn das, was man im Laufe der Jahre sich an schädlichen Stoffen reingezogen hat, verlässt den Körper nun mal nicht auf gleichem Wege. Hier muss man Geduld haben.
Bestimmt gibt es einige Krankheiten, die durch den Raucherstatus beeinflusst werden und die dann eben auch durch einen Arzt auch anders beurteilt werden. Aber das werden sich nicht alle Krankheiten sein, wenn dann wohl eher die Minderheit. Davon abgesehen hat mich nur einmal ein Arzt nach dem Raucherstatus gefragt und da ging es um die Aufklärung bezüglich Nebenwirkungen bei der Einnahme der Pille. Ansonsten war das überhaupt noch kein Thema, ob ich rauche oder nicht. Daher tue ich mich auch schwer damit, dass ein Arzt wirklich so viel anders durch den Raucherstatus beurteilt.
Natürlich kann man sich einiges auch so zurecht legen, wie man es braucht. Dass ein Arzt beispielsweise denkt, er würde weniger Raucher als Patienten haben, kann daran liegen, dass er einen repräsentativen Querschnitt der Bevölkerung behandelt. Es kann aber auch einfach daran liegen, dass er nicht jeden Patienten nach seinem Raucherstatus befragt und daher von einigen Patienten vielleicht auch gar nicht weiß, dass diese rauchen.
Und dass man sich nach über der Hälfte seines Lebens nicht mehr ganz so fit fühlt wie zuvor das hat vielleicht auch allgemein etwas mit dem Alter zu tun. Und vielleicht ist es auch einfach so, dass man sich in der Raucherentwöhnung ganz anders selbst beobachtet und dann auch mit kleineren Problemen zum Arzt geht - etwas was man vielleicht zuvor nicht getan hätte.
Link dieser Seite https://www.talkteria.de/forum/topic-169224.html
Ähnliche Themen
Weitere interessante Themen
- Ungerechte / ungleiche Freundschaft 2151mal aufgerufen · 6 Antworten · Autor: merlinda · Letzter Beitrag von Hufeisen
Forum: Alltägliches
- Ungerechte / ungleiche Freundschaft
- Was fasziniert euch an amerikanischen Serien 3417mal aufgerufen · 16 Antworten · Autor: Federmäppchen · Letzter Beitrag von mittenimleben7
Forum: Film & Fernsehen
- Was fasziniert euch an amerikanischen Serien
- Shampoo Mousse besser als normales Shampoo? 2213mal aufgerufen · 2 Antworten · Autor: Nurse · Letzter Beitrag von bambi7
Forum: Fingernägel, Haut & Haare
- Shampoo Mousse besser als normales Shampoo?
- GM Aktien: jetzt wieder investieren? 1681mal aufgerufen · 1 Antworten · Autor: T. Patrick · Letzter Beitrag von Verbena
Forum: Geldanlage
- GM Aktien: jetzt wieder investieren?
- Pflanzen Krankheiten - Tipps zur Behandlung 1883mal aufgerufen · 1 Antworten · Autor: Käffchen2 · Letzter Beitrag von Verbena
Forum: Garten & Pflanzen
- Pflanzen Krankheiten - Tipps zur Behandlung
