Erkrankungen werden bei Rauchern anders definiert
Das man sich beispielsweise in der sogenannten Abgewöhnphase nicht gesund fühlt ist eben auch total normal. Diese Phase kann sogar über ein Jahr andauern und das ist auch wissenschaftlich bestätigt. Erkrankungen bei denen das Rauchen das Krankheitsbild enorm verschlechtern kann sind beispielsweise Magen-Darm Erkrankungen, Lungenrekrankungen und jegliche chronische Entzündungskrankheiten.
Weiterhin sind auch alle Erkrankungen mit einbegriffen, die unser Abwehrverhalten verändern. Und eben auch bei patienten die auf eine ständige Tablettengabe angewiesen sind, ist die Wirkung der einzelnen Tabletten durch das Rauchen natürlich verändert. Auch diese Tatsache ist wissenschaftlich bewiesen. Niemand ist also ein Nichtraucheropfer.
Wenn sich aber jemand ein Bein bricht, dann wird auch kein Arzt die Schuld auf das Rauchen schieben oder? Es handelt sich hier um Krankheiten, die durch das Rauchen gefördert oder verursacht werden können und hier finde ich eigentlich schon, dass die Ärzte ganz in Ordnung reagieren, denn Rauchen ist nicht irgendeine harmlose Nebenbeschäftigung, sondern bringt lebensgefährliche und ernsthafte Nebenwirkungen mit sich. Einige Krankheiten sind eben auf das Rauchen zurückzuführen oder werden wenigstens dadurch gefördert. Und als so ein Arzt, hat man eben auch ein bisschen Hintergrundwissen, so dass man unter Umständen eben weiß, was typische Raucherkrankheiten sind und was nicht.
Wieso also sollte ein Arzt, der eine bestimmte Krankheit bei einem Raucher diagnostiziert, die definitiv durch das Rauchen gefördert wurde, eine Therapie verschreiben oder sonst irgendwie hilfreich agieren, wenn er doch ganz genau weiß, dass bei dem Patienten keine langfristigen Erfolge zu verzeichnen sind, weil er weiter rauchen wird? Klar ist es die Pflicht eines Arztes, dem Patienten zu helfen, aber ich finde es hier schon in Ordnung direkt zu sagen, dass diese oder jene Krankheit eben durch das Rauchen entstanden ist und sich auch erst wieder legt, wenn man damit aufhört. Als Arzt ist das ok. Es kann natürlich gut sein, dass es bei einigen Ärzten dann vorschnell wirkt oder auch wirklich vorschnell geurteilt ist, aber grundsätzlich ist das in meinen Augen nicht verkehrt, Rauchen ist nun mal extrem gesundheitsgefährdend.
Selbstverständlich muss ein Arzt Krankheiten bei Rauchern anders bewerten als bei Nichtrauchern. Wenn ein Nichtraucher mit einem lang andauernden Husten zum Arzt kommt, ist die Diagnose Reizhusten wahrscheinlicher als Lungenkrebs. Bei älteren Rauchern ist Lungenkrebs wahrscheinlicher und dementsprechend fallen wahrscheinlich auch die durchzuführenden Untersuchungen anders aus. Ich möchte das Rauchen nicht verteufeln, aber man sollte sich bewusst sein, was man seinem Körper damit antut. Klar, Helmut Schmidt raucht Kette und ist uralt (hat allerdings schon einige Bypässe), aber er ist eine Ausnahme. Es ist eher unwahrscheinlich, dass man zu diesen Ausnahmen gehört, die anscheinend gegen Krebs immun sind.
Ein Arzt muss vor den meisten Medikamentenverschreibungen fragen, ob der Patient raucht, weil die Medikamente bei Rauchern und Nichtrauchern unterschiedlich wirken können. Besonders Medikamente gegen Depressionen werden zweimal so schnell vom Körper abgebaut wie bei Nichtrauchern, also muss der Arzt eine höhere Dosis verschreiben. Hier ist es ganz wichtig, den Arzt über sein Rauchverhalten auf dem Laufenden zu halten. Im Allgemeinen haben Raucher eine niedrigere Schmerztoleranz, bei Schmerzmitteln braucht man also auch höhere Dosen, es gibt noch viel mehr Zusammenhänge, die aber nur der Arzt und der Apotheker kennen.
Also ich muss sagen, dass ich es meistens auch nicht anders kenne. Ich bin zwar kein Raucher, erlebe es aber ständig bei Freunden und Familienmitgliedern von mir. Wenn diese mal wieder Halsschmerzen haben und sich daraus eine Bronchitis bildet, heißt es beim Arzt immer sofort, dass man selbst Schuld ist, wenn man der Meinung ist, das Rauchen wirklich gut für unser Körper ist. Wobei, die Bronchitis nicht gerade auf das Rauchen zurück zu führen ist, sondern auch ganz andere Aspekte haben kann, aber dies interessiert den Ärzten meistens gar nicht. Alles wird sofort auf das Rauchen reduziert, aber man kann auch nicht wirklich sagen, dass das Rauchen gesund ist, denn genau das Gegenteil ist die Sache.
Wo es mir besonders oft auffällt ist, wenn mein Bruder einen Sporttest machen muss und jedes Mal von den Ärzten zu hören bekommt, dass seine Ergebnisse abschreckend sind, da er überhaupt keine Ausdauer mehr habe, da seine Lunge immer mehr und mehr verstopft. Und dies kenne ich aber auch von anderen Freunden, denen es selbst auch auffällt, dass die durch das Rauchen an Kondition und Ausdauer verlieren. Aber dass dies dann nicht endlich die Augen öffnet, verstehe ich auch nicht. Ganz davon abgesehen, kann ich es so wieso nicht verstehen, wie man mit dem Rauchen überhaupt anfangen kann. So schwer ist es nicht davon los zu kommen, dies weiß ich aus eigener Erfahrung.
Natürlich gibt es auch Krankheiten, wo das Rauchen nicht wirklich Schuld sein kann. Letztlich hatte mein Bruder sein Bein gebrochen und er wurde vom Arzt gefragt, ob er raucht. Als mein Bruder diese Frage bejahte, hat der Arzt alles versucht, auf das Rauchen zu reduzieren. Er meinte, dass der Beinbruch letztendlich auf das Rauchen zurück zu führen ist. Er führt es nämlich Ecken und Kanten aufs Rauchen zurück. Er meint, dass durch seine mangelnde Ausdauer und Kondition durch das Rauchen, der Unfall vorher zu sehen war und deshalb sein Bein gebrochen ist. Doch da frage ich mich echt, darf man so welche Umwege machen? Denn ich denke nicht, dass das Rauchen was dafür kann, dass er beim Sport ausrutscht und sich das Bein bricht.
Natürlich verstehe ich auch die Ärzte, die wollen eigentlich nur alles Gute für uns. Sie wollen, dass wir mit dem Rauchen aufhören und versuchen uns durch jedes Geschehen davon abzuraten, aber dies klappt nun einmal bei richtig süchtigen Menschen halt nicht, da können sie machen, was sie wollen. Aber trotzdem versuchen sie es, ich weiß nicht, ob sie sich dadurch einen richtigen Erfolg erhoffen, aber nun ja. So ist es halt, manchmal sollten sie aber nicht unbedingt alles aufs Rauchen reduzieren. Halsschmerzen und eine Mandelentzündung können schließlich nicht immer auf das Rauchen reduziert werden, es kann andere Auslöser geben, die schließlich gefunden werden sollen und nicht einfach zu denken, dass das Rauchen völlig und einzig allein daran Schuld ist.
Ich denke, viele Raucher reden sich die gesundheitlichen Risiken, die sie mit dem Rauchen eingehen, klein. Teilweise nicht einmal bewusst, aber kaum jemand gesteht sich ein, dass er durchs Rauchen tatsächlich ein höheres Risiko eingeht, an bestimmten Krankheiten zu erkranken. Also gesund ist das nicht. Und wenn es einem beim Entzug plötzlich schlechter geht, ist das keinesfalls ein Beweis dafür, dass es ungesund wäre, nicht zu rauchen.
Wohlgemerkt, das bedeutet nicht, dass es nicht auch andere Krankheitsursachen gäbe. Aber im menschlichen Körper hängt nun einmal alles mit allem zusammen, und ein Nichtraucher dürfte im Durchschnitt (!) gesünder sein als ein Raucher. Einzelne Gegenbeispiele ändern daran nichts, die Statistik spricht eine deutliche Sprache.
Selbstverständlich sollte ein Arzt immer versuchen, die exakte Krankheitsursache zu bestimmen. Aber wenn z.B. ein Raucher mit einer Lungenerkrankung ankommt, ist die Wahrscheinlichkeit, dass es am Rauchen lag, eben ziemlich hoch.
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