Wohnungseigentum - Haus oder Wohnung kaufen - ja oder nein?

vom 16.02.2008, 03:37 Uhr

Früher oder später ist es eigentlich jeder Leid, andauernd Miete zu bezahlen und träumt von einem schönen Eigenheim, das auch wirklich ihm gehört.

Doch wann ist der richtige Zeitpunkt gekommen, sich eine eigene Wohnung oder ein Haus zu kaufen? Welche Voraussetzungen sollten bei einem Kauf gegeben sein?

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» helene32 » Beiträge: 703 » Talkpoints: -0,96 » Auszeichnung für 500 Beiträge



Also unsere Wohnung ist mal eine Eigentumswohnung gewesen, aber wenn sie eine gewisse Zeit nicht verkauft wird, dann wird sie zur Miete freigegeben. Ich habe aber von meinen Nachbarn gehört, selbst wenn du eine Eigentumswohnung hast musst du Geld bezahlen und wohnst nicht komplett mietfrei. Du musst auch alle Dinge bezahlen, die gemacht werden müssen. Fenster, Parkplatz etc.

Auf Dauer kann man sich davon ein Haus finanzieren. Es gibt Häuser zukaufen, bei denen du eine Miete bezahlst. Diese Miete ist aber immer eine Art Abzahlung und irgendwann gehört das Haus dann dir. Hör dich einfach mal um. Ich werde aber auf jeden Fall nie in eine Eigentumswohnung ziehen, weil wenn man mal ausziehen möchte muss man einen Nachmieter finden und das ist wirklich schwer.

» julia08 » Beiträge: 1991 » Talkpoints: -5,91 » Auszeichnung für 1000 Beiträge


Das mit den Zahlungen bei einer Eigentumswohnung hängt mit den Kosten zusammen, die auf alle umgelegt werden. Denn wenn das Dach gemacht wird, trifft das ja nicht nur die Wohnungen die direkt drunter liegen, sondern alle. Und man will damit eigentlich vermeiden, das die Leute sowas per Kredit finanzieren müssen. Also wird langfristig vorher das Geld gesammelt.

Das mit Miete, was später Eigentum wird, nennt sich Mietkauf. Ist ne feine Sache, weil man keine Bank brauch wegen einem Kredit. Nur leider wollen viele Verkäufer eben gleich die Kohle haben.

Wir selber haben seit 2001 ein eigenes Haus. Auf Kreditbasis, aber das hab ich alles so viel hin und her gerechnet und kalkuliert, das wir uns die Raten auch bei Arbeitslosigkeit leisten können. Naja in 2 Jahren endet erstmal die erste Zinsbindungsfrist und dann werden die Raten auch geringer, da wir einiges an Zwischentilgung leisten können.

» Punktedieb » Beiträge: 16548 » Talkpoints: 84,99 » Auszeichnung für 16000 Beiträge



In Anbetracht der Tatsache, dass Häuser - natürlich je nach Region - zum Teil einem enormen Wertverlust unterliegen, denke ich nicht darüber nach, ein Haus zu kaufen. Zumal die finanziellen Belastungen nicht nur im Erwerb des Kaufes bestehen, sondern an einem Haus bzw. dem Garten (und der sollte schon dabei sein) immer etwas gemacht werden kann bzw. muss. Ich bevorzuge eine Eigentumswohnung - auch als Wertanlage! Zudem sollte die Eigentumswohnung natürlich nicht in Rendsburg oder Nagold liegen, sondern Aufsicht auf eine Wertsteigerung auszumachen sein.

Ein weiteres Problem beim Häuserkauf ist für mich die Tatsache, dass Häuser doch zumeist zu Beginn einer Familiengründung gekauft werden. Das Haus sollte dementsprechend groß sein und viele Zimmer haben. Spätestens wenn die Kinder ausgezogen sind, wird den Eltern das Haus oft zu groß und deshalb zur Last!

Ob der/die Hausbesitzer/in dann mit geschätzten 50 Jahren immer noch die Muse hat, sich von seinem Eigentum zu trennen und in eine Wohnung zu ziehen, das obere/untere Stockwerk zu vermieten oder das Haus gänzlich zu verkaufen, bezweifel ich. Außerdem muss bedacht werden, dass die Erben in vielen Fällen das Haus nicht behalten möchten, es dann sowieso verkauft oder vermietet wird. Und ob die Vererbenden sich einen Umgang mit deren Eigentum in diesem Sinne vorgestellt haben, bleibt ebenso zu bezweifeln.

Es gibt natürlich Fälle, in denen alles völlig anders verläuft, die sollen jedoch an dieser Stelle unbetrachtet bleiben.

» Kreato » Beiträge: 89 » Talkpoints: 0,09 »



Ich persönlich würde eher ein Haus kaufen. Der erste Pro-Punkt dafür ist: Ich habe meinen eigenen Garten. Der Zweite: Ich kann nachts Wasser laufen lassen, ohne das sich jemand beschwert. Ich denke mit Nachbarn im gleichen Haus gibt es eher Streit wie mit Nachbarn ein Haus weiter. Da kann man sich eher aus dem Weg gehen. Also, ganz ehrlich, ich würde mir nie eine Wohnung kaufen. Außerdem, wenn ich die Außenfassade renovieren will, tue ich das wenn ich das will und muss nicht eine Menge Geld zahlen, obwohl ich es nicht für nötig ansehe.

» jmlsi » Beiträge: 493 » Talkpoints: -2,12 » Auszeichnung für 100 Beiträge


Naja so viel muss an einem eigenen Haus auch nicht gemacht werden.Wir haben ja einen Neubau und da hat man, wenn man im Vorfeld einiges beachtet mindestens 15 Jahre Ruhe, bis was gemacht werden muss. Zumindest aussen. Wie oft jeder innen renoviert ist ja eine andere Sache.

» Punktedieb » Beiträge: 16548 » Talkpoints: 84,99 » Auszeichnung für 16000 Beiträge


Das Thema Mietwohnung oder Eigentum habe ich vor dem ausziehen mindestens 1 Jahr mit meiner Freundin besprochen und sämtliche Beratungen und Onlinetests durchgemacht. Heute leben wir aber in einer Mietwohnung und habe es bisher nicht bereut. Wir werden in 1-2 Jahren in eine größere Wohnung ziehen, da kam wieder kurz das Thema "Eigentum" auf, aber wir sind uns wieder einig, dass es eine Mietwohnung wird.

Der Grund:
Eine Eigentumswohnung kostet (die Kosten beziehen sich alle auf Österreich) rund 100.000 - 150.000 Euro (3-Zimmer und halbwegs Zentral, aber nicht wirklich in der Stadt, das wäre nochmal mindestens 50.000 Euro teurer). Nehmen wir als Preisbasis eine Wohnung um 110.000 Euro und eine Mietung um 490.- (die Miete bezieht sich auf eine durchschnittliche Miete in einer Wohnung,. die näher an der Stadt ist und somit eigentlich teurer sein müsste!).

110.000 Euro + (mindestens!) 10% zusätzlich Maklerprovision, Grundbucheintrag etc. sind 121.000 Euro. Wir haben uns in dieser Region umgesehen (ist fast die günstigste in Ö die Region) und da sind die Betriebskosten circa 220€ (meist um die 250€ bei Bauten mit gutem Jahrgang und nicht aus 1960).

Das ergibt eine Ersparnis von 290€ gegenüber der Mietwohnung, rechne ich das monatlich durch den Kaufpreis der Wohnung sind das 417 Monate also circa 35 Jahre. Bevor man Geld zur Seite für eine Einrichtung hat ist man nicht vor 20 Jahre also kann man praktisch bis zum 55. Lebensjahr Miete bezahlen, ohne einen wirklichen Nachteil zu haben. Die Mieten steigen, die Betriebskosten der Eigentumswohnung allerdings auch (im Jahr 2007 sogar stärker als die Mieten).

Zusätzlich können bei den meisten Krediten die Zinsen steigen, nur das 1. Jahr ist ein Fixzins, also wird es wieder teurer. Zusätzlich müsste man sich die Sparzinsen, die einem wegfallen dazurechnen, die Kosten für Reparaturen am Eigentum etc. Also in der Pension lohnt es sich dann.

Das war für uns keine Motivation, zusätzlich kommt bei Paaren ja noch dazu, dass die Liebe ewig halten müsste, denn sonst müsste man bei der Trennung die Wohnung verkaufen und das Geld teilen. Und dann wäre das ein Notverkauf, bei dem man weniger bekommt, als die Wohnung gekostet hat.

Interessant ist das nur, wenn man das Geld im Voraus aus hat um die Wohnung komplett zu bezahlen ohne Kredit, denn dann hat man auf Lebenszeit eine Ruhe von der Miete und es rentiert sich eher.

» Sambazamba » Beiträge: 524 » Talkpoints: 0,05 » Auszeichnung für 500 Beiträge



Das ist aber genau der Knackpunkt, das man dann im Alter weniger Kosten hat. Denn wenn ich sehe, was meine Schwiegereltern an Rente haben und was an Miete weggeht. Bei Wohneigentum wären diese Kosten nicht vorhanden und sie könnten sich mehr leisten.

Und das eine Finanzierung von Wohneigentum (egal ob Haus oder Wohnung) auf 30 bis 35 Jahre bei der Rückzahlung kalkuliert wird, ist doch auch seit Jahren bekannt.

Nur verstehe ich die Finanzierungsarten in Österreich nicht. Da gibt es nur für das erste Jahr einen festen Zins? In Deutschland wird das immer für eine bestimmte Zeit festgeschrieben. Meist 5, 10 oder 15 Jahre.

» Punktedieb » Beiträge: 16548 » Talkpoints: 84,99 » Auszeichnung für 16000 Beiträge


Es gibt verschiedene Kredite, aber die mit dem ersten Jahr Fixzins sind die günstigeren, meistens. Weil wenn die Wirtschaft stabil bleibt, bleibt auch der Zins unten, allerdings heutzutage steigt es zur Zeit überall. Die mit festen Zinsen von 10-15 Jahren sind gleich um 3-4 Prozentpunkte teurer.

Klar hat man es in der Rente dann (vielleicht) besser, aber bei Paaren muss eben die Bedingungen erst erfüllt werden und wenn man mit 25 Jahren so etwas eingeht und mit 45-50 Arbeitslos wird, ist es schwer die Rückzahlungen erstmal aufzutreiben. Dann vielleicht Schulden und wieder höherem Verlust ein Notverkauf.

Außerdem gibt es bei diesem Test eben auch die Frage "Würden Sie längerfristig auf einiges verzichten", und ich muss ehrlich gestehen lieber jetzt mehr zu haben als eine gute Rente und als Junger den Gürtel eng schnallen zu müssen. Im Alter denkt man vielleicht anders, aber wer weiß wie man mit 50 körperlich fit ist? Dann kann man die höhere Rente gar nicht ausgeben und spart wieder nur für die Enkelkinder. :-)

» Sambazamba » Beiträge: 524 » Talkpoints: 0,05 » Auszeichnung für 500 Beiträge


Sag mal wo liegen denn bei euch derzeit die Zinsen? 3 bis 4% kriegt man hier teilweise schon für einen guten Kredit. Wir selbst haben zwei Kredite auf unser Haus und dabei einen Kredit mit 3,5% Zinsen.

Und mal ehrlich. Die Argumente von wegen man kann ja arbeitslos werden sind doch nur Notausreden. Jeder, der sich halbwegs mit dem Thema beschäftigt, weiss doch, das man mit Banken verhandeln kann, wenn es mal eine Zeit lang dünn aussieht mit den Einnahmen.

» Punktedieb » Beiträge: 16548 » Talkpoints: 84,99 » Auszeichnung für 16000 Beiträge


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