Weisheitszähne ziehen - schmerzhaft?

vom 08.09.2010, 11:26 Uhr

Mein Kieferorthopäde hat mir gestern eröffnet, dass mir alle vier Weisheitszähne gezogen werden müssen. Aber sie sind noch nicht da, d.h. noch unter dem Zahnfleisch. Das heißt, sie müssen auch aufschneiden und wieder zunähen.

Jetzt habe ich doch ein bisschen Angst, zumal meine Freundinnen und Freunde mir ständig Schauergeschichten von ihrer Zahn-OP erzählen. Habt ihr Erfahrung mit dem Thema und könnt mir ehrlich sagen, wie schlimm es wirklich ist?

» <green day> » Beiträge: 403 » Talkpoints: 40,56 » Auszeichnung für 100 Beiträge



Meine Weisheitszähne sind auch alle draussen und mussten "ausgegraben" werden. Schlimm war es bei mir nicht, von anderen habe ich auch andere Sachen gehört. Für mich war das Schmerzhafteste die Spritze zur Betäubung, danach lief alles ohne Probleme. Lediglich die ersten tage ist es mit Essen und Trinken etwas blöd, ausserdem tut die Wunde etwas weh. Aber ist nicht so schlimm gewesen, dass man es nicht aushalten konnte.

Bei mir waren drei Sitzungen notwendig, bei allen dreien gab es keinerlei Probleme.

» Squeeky » Beiträge: 2793 » Talkpoints: 6,25 » Auszeichnung für 2000 Beiträge


Bei mir sind bis jetzt nur die Weisheitszähne auf einer Seite entfernt worden. Die Op inklusive der Spritze fand ich persönlich nicht so schlimm. Allerdings als die Wirkung der Spritze, also die Betäubung nachgelassen hat fand ich es ziemlich schlimm. Ich konnte auch nicht richtig Essen und Trinken. Ich habe mich 3-4 Tage flüssig ernährt indem ich Getränke und Suppe durch einen Strohhalm getrunken habe.

Da ich aber Probleme mit den Weisheitszähnen hatte und immer Druck und Schmerzen im Mund hatte war das alles im Nachhinein nicht so schlimm, denn endlich waren diese Dauerschmerzen weg.

» nadpat » Beiträge: 1077 » Talkpoints: 2,22 » Auszeichnung für 1000 Beiträge



Du kannst ja mal drüber nachdenken, dir die Weisheitszähne unter Vollnarkose ziehen zu lassen. Dann bekommst du überhaupt nichts mit und schmerzhafte Spritzen gibts da auch nicht. Das wird normalerweise aber nicht von der Krankenkasse übernommen und du musst die Narkose selbst bezahlen. Mir war es das aber wert.

Ich hab drei Weisheitszähne gezogen bekommen und hatte kaum Schmerzen, musste keine Schmerztabletten nehmen und auch sonst ging es mir gut. Klar hat man dicke, gelbe Backen und es drückt alles ein bisschen und das Essen ist nicht so einfach, aber da muss man halt durch. Bei mir hat es gerade eine Woche gedauert und man hat nichts mehr gesehen und gespürt. Bei einer Freundin war es schlimmer, obwohl ihr nur zwei Zähne gezogen wurden. Sie hatte wirklich einen Monat damit zu kämpfen, weil sich das zwischendurch entzündet hatte und noch mal operiert werden musste.

Der Vorteil an der Vollnarkose ist auch, dass dir alle Zähne gleichzeitig entfernt werden müssen. Bei einer lokalen Betäubung wird normalerweise nur ein Zahn gezogen, maximal zwei. Ich find es auch nicht so angenehm, den Mund so lange aufzusperren. Und so hab ich von alledem nichts mitbekommen und bin wieder aufgewacht als alles vorbei war.

» SuperGrobi » Beiträge: 3876 » Talkpoints: 3,22 » Auszeichnung für 3000 Beiträge



Ich habe bislang drei von vier Weißheitszähnen entfernt bekommen. Bei mir haben sie schon aus dem Zahnfleisch geschaut, deshalb mussten sie entfernt werden, da es mir unangenehm war. Da sie sehr gut lagen, musste bei mir keine große Operation gemacht werden. Mein Zahnarzt hat sie "herausgehebelt" wie er es nannte. Also sie gingen mit dieser Methode ganz einfach heraus und ich hatte keine großen Beschwerden. Der jeweilige Eingriff war auch in wenigen Minuten erledigt.

Natürlich hat man nach dem Eingriff ein paar Schmerzen, sobald die Spritzen vom Zahnarzt nachlassen. Aber das ist wirklich zu verkraften. Wenn es ganz schlimm ist, verschreibt er auch ein Schmerzmittel, das man im Notfall nehmen kann. Ich denke, du brauchst keine so große Angst zu haben. Vertrau deinem Zahnarzt, er wird dir auch deine Fragen beantworten und dich aufklären, wie schlimm es wirklich ist. Denn wie es letztendlich abläuft, ist auch von Fall zu Fall verschieden.

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» Vampirin » Beiträge: 5979 » Talkpoints: 30,32 » Auszeichnung für 5000 Beiträge


Eine wahre Schauergeschichte ist es nicht. Als ich 13 war wurden mir die beiden unteren Weisheitszähne gezogen (die oberen besitze ich zum Glück nicht), bei mir waren sie auch noch nicht an der Oberfläche und mussten also herausoperiert werden.

Vor der Operation hatte ich auch große Angst, würde etwas unerwartetes passieren? Würde es wehtun? Wie würde es sich anfühlen? Tausend fragen geisterten mir durch den Kopf, und quälten mich. Dann kam der große Tag, ich fuhr gemeinsam mit meinem Vater zum Zahnchirurgen, das mulmige Gefühl wurde größer und größer.

Dort angekommen mussten wir nicht lange warten, und ich wurde auf dem Stul platziert, mein Vater musste vor der Tür warten. Nun ging es los, die erste Betäubungsspritze auf die eine untere Kieferseite, passte. Bei der zweiten Spritze auf die andere Seite, dann aber der Schock für mich, die Kanüle der Spritze brach ab und mein ganzer Mund war vom herausgelaufenen Betäubungsmittel betäubt. In dem Moment dachte ich es könnte nicht mehr schlimmer kommen. Also die dritte Spritze ordentlich angesetzt und auch das passte nun. Dann hieß es erst einmal kurz warten, um zu sehen ob die Betäubung denn wirkt, nach etwa 10 min musste ich feststellen das auf der einen Seite die Betäubung nicht stark genug war und so kam die vierte Spritze (normalerweise sind es 2!)

Aber nachdem der Chirurg keine Betäubungsspritzen mehr hatte, war mein Mund dann betäubt und es konnte losgehen, während der gesamten Operation hielt ich meine Augen fest geschlossen, so das die folgenden Sachen nur gehört und gefühlt wurden. :D

Beim einschneiden in das Zahnfleisch spürte ich nur einen Druck, und dieser war auch noch auszuhalten, als die Operation bereits in vollem Gange war teilte mir mein behandelnder Arzt mit das er jetzt etwas von meinem Kieferknochen wegnehmen müsse, denn dieser sei im Weg und blockiere die Herausnahme der Weisheitszähne. Als mir dies mitgeteilt wurde war ich geschockt, ich dachte nur "Ach du Schreck, jetzt wird mir auch noch mein Kieferknochen abgesägt!"

Theoretisch ist das ganze aber halb so wild, dem Knochen wurde bei mir gar nicht (wie ich aber dachte) von der Seite etwas abgefräßt, sondern viel mehr ein Loch durch den Kieferknochen wurde gebohrt. Ich empfand die Geräusche die bei dem Knochen-Gesäge entstanden schon als angenehm, aber erst als mein Vater mit mitteilte, dass er dachte dadrinnen würde renoviert werden mit schweren Baugeräten, wurde mir bewusst wie laut es doch tatsächlich gewesen war.

Als die Zähne draußen waren und ich mit meinem Vater nachhause fuhr, es wird ja alles ambulant erledigt, ging es mir soweit ganz gut, ich sah mitgenommen aus aber es war alles okay. Abends jedoch sorgten Schmerzmittel, das nicht gegessene Essen und mein erschöpfter Körper dafür das ich umkippte, und das obwohl ich eigentlich recht kräftig gebaut bin, ich versuchte also eine Suppe durch einen Strohhalm zu schlürfen, und es klappte sogar einigermaßen, sie war nur etwas zu heiß.

Nun bin ich aber auch schon fast am Ende meiner Weisheitszahn-Geschichte, denn nach der Operation gab es bei mir keine weiteren Komplikationen und so mussten mir ungefähr zwei Wochen danach noch die Fäden gezogen werden aber dann war ich fertig mit den Weisheitszähnen, für mein ganzes Leben. :D

» MisterPlatnum » Beiträge: 53 » Talkpoints: 0,31 »


Wie schlimm es wirklich ist, kann dir keiner genau sagen. Das liegt unter anderem eben auhc daran, dass die Weisheitszähne nun mal bei jedem anders im Mund liegen. Es tut sicherlich mehr weh, wenn der Arzt den Zahn aus einer tiefen, womöglich auch noch schiefen Lage herausoperieren muss, als wenn der Zahn nach an der Zahn kurz vor dem Durchbruch an die Oberfläche liegt.

Dann kommt es natürlich auch noch darauf an, wie genau du operiert wirst. Liegen alle Zähne relativ gut, kann man sie unter Narkose alle vier auf einmal ziehen lassen, am Besten im Krankenhaus bei einem Chirurgen. Das ist an sich meistens zu empfehlen, denn so hat man die Schmerzen nach einem Mal hinter sich und das Ganze nicht noch einmal durchmachen muss. Bei manchen Patienten funktioniert dies aber nicht, weil es zu lange dauern würde alle drei auf einmal zu ziehen. Hier muss man dann manchmal leider alle vier einzeln ziehen lassen. Dazu bekommt man dann eine Betäubungsspritze und muss auch nicht extra zum Chirurgen sondern kann es auch bei bestimmten Zahnärzten machen, die sich darauf spezialisiert haben.

Das du während der Operation betäubt wirst wird dir doch wohl klar sein und die Schmerzen danach sind durchaus auszuhalten. Der untere Kiefer schwielt meist stärker an, als der obere und so kann man eine ganze Weile lang den Kiefer nicht weit öffnen und muss beim Essen auch auf leichtere Sachen wie beispielsweise Babybrei ausweichen. Gegen die Schmerzen bekommt man Tabletten und die meisten Ärzte verschreiben auch ein Medikament gegen die Schwellung. So hat man dann erstmal auch einige Tage frei und darf auch kein Sport mehr machen.

Es ist also wirklich nichts schlimmes dabei. Natürlich empfindet das auch jeder Mensch anders und einige wimmern rum, was andere mit Leichtigkeit abtun. Trotzdem würde ich nicht sagen, dass man beim Ziehen der Weisheitszähne groß zu leiden hätte, lass dir da keine Angst machen.

» Crispin » Beiträge: 14916 » Talkpoints: -0,43 » Auszeichnung für 14000 Beiträge



Ich hatte große Angst vor der Entfernung meiner Weisheitszähne. Da ich vorher noch nie eine Spritze beim Zahnarzt wollte, kannte ich nur die fiesen Schmerzen, die selbst beim Ausbohren von sehr kleinen Defekten auftreten. Daher dachte ich, dass es unvorstellbar schrecklich sein muss, komplette Zähne zu ziehen. Irgendwann wurden die Schmerzen unerträglich, da vor allem die Weisheitszähne im Unterkiefer keinen Platz hatten, aber immer wieder nach oben gedrückt haben. Ich bin dann zum zahnärztlichen Notdienst gegangen und habe dort festgestellt, dass meine Angst unbegründet war. Ich habe nämlich fast nichts gespürt.

Die wirklich tolle Zahnärztin (die ich nun auch regulär besuche) hat mir natürlich ein Betäubungsmittel gespritzt. Die Nadel der Spritze war so fein, dass ich das gar nicht wirklich gemerkt habe. Das Mittel fing recht schnell an zu wirken. Obwohl der "böse" Zahn beim Lockern brach, tat es überhaupt nicht weh. Ich war richtig fasziniert davon, dass es wirklich unkompliziert war, während ich andere, kleinere Zahnbehandlungen oft als sehr schmerzhaft erlebt habe. Der Zahn war zur Hälfte verdeckt, so dass er nicht rauskommen konnte und war nur an der vorderen Kante ein bisschen zu sehen. Richtig aufschneiden musste die Zahnärztin das Zahnfleisch nicht, sondern lediglich zurückdrücken.

Nachdem die Wirkung der Spritze nachließ dachte ich eigentlich, dass ich starke Schmerzen haben würde. Das war allerdings auch nicht der Fall. Ich hatte von der Ärztin Ibuprofen mitbekommen, was ich aber nicht verwenden musste. Natürlich hatte ich einen leichten Druckschmerz, der aber wirklich gut erträglich war. Nach zwei oder drei Tagen war das dann komplett verschwunden. Ich hatte allerdings nach dem Eingriff für wenige Tage eine Kieferklemme, das bedeutet, dass ich den Mund nicht richtig öffnen konnte. Das Problemchen verschwand nach wenigen Tagen.

Grundsätzlich musst du keine Angst vor der Entfernung der Weisheitszähne haben. Die Schmerzen, die man aufgrund nicht gezogener Zähne haben kann, sind oft weitaus schlimmer als die Schmerzen, die nach dem Eingriff auftreten. Abgesehen davon können Weisheitszähne, die keinen Platz haben, das Gebiss verschieben. Wenn dir also von deinem Arzt dazu geraten wurde, die Zähne entfernen zu lassen, solltest du das beherzigen.

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» Cologneboy2009 » Beiträge: 14210 » Talkpoints: -1,06 » Auszeichnung für 14000 Beiträge


Wenn du einen guten Zahnarzt hast, dann tut das Weisheitszahnziehen überhaupt nicht weh. Entweder du lässt sie dir bei örtlicher Betäubung ziehen, so wie es der Zahnarzt bei mir gemacht hat, obwohl auch noch nicht alle Weisheitszähne ganz durchgebrochen waren, oder du überlegst dir, ob eine Vollnarkose für dich in Frage kommt. Da spürst du dann gar nichts, allerdings bist du hinterher erst mal eine Weile benommen, was ich störender finde als bei örtlicher Betäubung die Geräusche.

Eigentlich sind die Geräusche, die eine Weisheitszahnoperation mit sich bringt nämlich viel unangenehmer wie die Schmerzen. Aber wenn du auch hier einen guten Zahnarzt hast, dann erklärt er dir genau, was für ein Geräusch als nächstes kommt, so dass du darauf vorbereitet bist und es als gar nicht mehr so schlimm erachtest.

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» Nettie » Beiträge: 7637 » Talkpoints: -2,59 » Auszeichnung für 7000 Beiträge


Mir wurden auch schon drei Weisheitszähne gezogen, weil sie quer gelegen sind und so die anderen Zähne gestört hätten. Ich hatte ebenfalls große Angst davor, aber im Endeffekt war es erträglich. Mir wurden jedoch nicht alle gleichzeitig gezogen, sondern einzeln. Wegen den Schmerzen war es unterschiedlich, woran das liegt, weiß ich leider auch nicht.

Es war jedoch immer der gleiche Zahnarzt. Ich habe nach dem Ziehen der Zähne immer darauf geachtet, dass ich danach nicht gleich arbeiten ging oder dergleichen, sondern Ruhe hatte. Das würde ich dir auf jeden Fall raten, auch wenn du zunächst keine großartigen Schmerzen hast. Das Ziehen an sich tut überhaupt nicht weh, da du ja eine Betäubung hast. Ich hatte übrigens auch bei allen Zähnen nur eine örtliche Betäubung.

Wie bereits beschrieben wurde, sind vor allem die Geräusche etwas beängstigend. Mir hat mein Zahnarzt aber auch immer alles gut erklärt. Etwas komisch ist es, wenn er sagt, dass es nun etwas lauter wird, weil der Zahn zu groß ist um ihn auf einmal zu ziehen und so muss er ihn durchsägen, aber wie gesagt, das klingt alles schlimmer als es dann ist. Am mühsamsten habe ich es noch gefunden die ganze Zeit den Mund so weit aufzumachen. Da die Weisheitszähne naturgemäß ja ganz hinten sind, kommt der Zahnarzt oft nur schwer hin.

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» tournesol » Beiträge: 7773 » Talkpoints: 0,38 » Auszeichnung für 7000 Beiträge


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