Tieren helfen, die von anderen Tieren angegriffen werden?

vom 09.05.2019, 16:07 Uhr

Als Kind hatte ich mal beobachtet, wie eine Katze mit einer Maus gespielt hat, die zu dem Zeitpunkt noch lebte. Soweit ich weiß, habe ich damals nicht eingegriffen, zumal mich die Katze da angefaucht hatte. Erst kürzlich habe ich gesehen, wie ein Vogel ein Eichhörnchen gejagt hat - allerdings war der Vogel wesentlich kleiner als das Eichhörnchen, so dass ich mich frage, welche Chance er denn überhaupt gehabt hätte, zumal das Eichhörnchen auch viel flinker war.

Helft ihr Tieren, die von anderen Tieren gejagt werden? Dass man seinem Haustier hilft, das von anderen Tieren angegriffen wird, sollte ja klar und selbstverständlich sein. Wie sieht es aber eben bei (fremden) Katzen aus, die sich über einen Vogel oder eine Maus hermachen? Habt ihr Mitleid und greif ein oder akzeptiert ihr diesen Lauf der Natur, der ja völlig üblich ist?

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» Prinzessin_90 » Beiträge: 34170 » Talkpoints: 2,41 » Auszeichnung für 34000 Beiträge



Ich habe mal versuch eine Maus vor einer fresswütigen Hühnerschar zu retten. Das war allerdings nicht so einfach, da sich die Hühner wirklich regelrecht auf die Maus gestürzt haben. Ansonsten habe ich bewusst noch keine Situationen wahrgenommen, bei denen ein Tier von einem anderen Tier angegriffen wurde. Das passiert ja auch eigentlich nur, weil das Tier eben Nahrung braucht. Bei Katzen, die sich eine Maus fangen, ist sicherlich wieder etwas anderes. Aber bei Wildtieren, die ein anderes Wildtier fangen wollen, ist es ja meist aus Ernährungsgründen.

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» Nelchen » Beiträge: 32246 » Talkpoints: -0,17 » Auszeichnung für 32000 Beiträge


Wieso ist es etwas anderes, wenn eine Katze eine Maus fängt, als wenn es ein "Wildtier" tut? Unsere Stubentiger können noch so fettgefüttert sein, sie haben zum Großteil immer noch die gleichen Instinkte wie ihre wilden Verwandten, und wenn sie sie nicht irgendwie ausleben können, werden sie komisch. Nur weil viele sie behandeln wie pelzige Kinder oder Freunde, sind es immer noch Tiere.

Ich bin vom Land, ich würde mich nie zwischen ein Raubtier und seine Beute stellen, sei das Raubtier auch noch so klein. Ich bin mit den Gesetzen der Natur, mit Fressen und Gefressen werden groß geworden. Natürlich tut es mir schon irgendwie leid, wenn irgendein harmloses Beutetier zum Opfer wird, aber es erscheint mir sinnlos, natürlichen Vorgängen mit menschlichen Moralvorstellungen entgegenzutreten. Wenn ein Tier angefahren wird oder ähnliches, ist es wieder etwas anderes, aber sich gegenseitig anzugreifen gehört zum Leben der Tiere ganz normal dazu, da werde ich nicht anfangen, hysterisch herumzufuchteln.

» Gerbera » Beiträge: 9142 » Talkpoints: 2,69 » Auszeichnung für 9000 Beiträge



Ich bin auf dem Land aufgewachsen, wobei meine Eltern Subsistenzwirtschaft betreiben und auch eigene Tiere und einen großen Garten haben. Mag sein, dass das irgendwie auf mich abgefärbt hat, aber mir ist das so ziemlich egal, wenn Tiere von anderen Tieren angegriffen wird. Wie Gerbera schon treffend sagte - fressen oder gefressen werden ist halt ein Naturgesetz. Ich bin doch nicht Gott, dass ich mich in die Natur einmische, das käme mir nie in den Sinn. Wenn das angegriffene Tier stark genug ist, dann überlebt es auch so. Schließlich werden nur die kranken und schwachen Tiere durch die Evolution ausselektiert.

Etwas völlig anderes ist es meiner Ansicht nach, wenn ein Tier durch einen Menschen bewusst oder unbewusst verletzt wird. Da sollte man schon helfen, aber ansonsten sehe ich das gar nicht ein, wenn ich ehrlich bin und wenn man mich für diese Ansicht für "herzlos" hält, ist mir das so ziemlich egal.

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» Täubchen » Beiträge: 33313 » Talkpoints: -0,47 » Auszeichnung für 33000 Beiträge



Ich finde auch, dass man keine Maus vor einer Katze beschützen muss. Das ist doch etwas, was jeden Tag stattfindet und wenn die Katze nur draußen lebt, dann braucht sie auch ihr Futter. Ich würde da nicht dazwischen gehen. Allerdings habe ich meinen kleinen Hund damals vor einem großen Hund gerettet. Der große Hund hatte wirklich keine gute Erziehung, war aufgrund seines Besitzers extrem aggressiv und hat auch schon kleine Hunde tot gebissen. Deswegen habe ich meine damals hochgenommen und ihn einfach sehr laut angeschrien. Das hat auch einigermaßen funktioniert und wir sind mit dem Schrecken davon gekommen.

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» Ramones » Beiträge: 42547 » Talkpoints: 28,80 » Auszeichnung für 42000 Beiträge


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