Sieht man bei Arztserien immer gleiche Extremfälle?

vom 28.03.2021, 12:20 Uhr

Es gibt immer mehr Artserien, die meistens viele Staffeln haben. Natürlich gibt es dort viele verschiedene Schauspieler und auch die Serien sind anders aufgebaut, aber mir ist aufgefallen, dass seltene Fälle in vielen Arztserien zum Thema gemacht werden. Besonders die seltensten Krankheiten und auffällige Symptome wiederholen sich häufig. Da es aber immer unterschiedlich dargestellt wird, bleibt jeder Fall interessant und spannend. Ich finde, dass die Erkrankungen interessant sind, aber die Geschichte darum zu verfolgen ist auch spannend. Wie seht ihr das, müssen es immer die schlimmsten Erkrankungen sein, damit die Folge interessant ist? Oder gibt es auch andere Dinge, welche die Folgen interessant machen?

» Ela123 » Beiträge: 825 » Talkpoints: 1,61 » Auszeichnung für 500 Beiträge



Ich finde es immer spannend, wenn sich Krankheiten nicht so verhalten, wie sie eigentlich sollten. Ungewöhnliche Fälle finde ich da schon spannender als einen Beinbruch oder so etwas. Wobei ich aber auch nur Dr. House gesehen habe. Die anderen Arztserien fand ich nicht so spannend. Ich finde man muss einfach klar machen, wo der Fokus liegt. Wenn der Fokus abseits der Medizin liegt, dann ist es okay, wenn die Leute normale Dinge haben, wenn man aber über medizinische Sachen sprechen möchte, dann muss man da eben auch dementsprechend etwas machen.

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» Ramones » Beiträge: 45029 » Talkpoints: 10,11 » Auszeichnung für 45000 Beiträge


Wenn du dir Arztserien anschaust, wird dir bei manchen ein Muster auffallen. Bei Grey's Anatomy zum Beispiel ist mir aufgefallen, dass die Aortendissektion bis Staffel 13 in fast jeder Folge aufgetaucht ist. Dr. House ist da noch eine der Interessanteren. In einigen deutschen Arztserien treten aber auch öfters eher harmlose Fälle auf, die aber trotzdem gravierende Folgen im Laufe der Zeit entwickeln konnten und diese Folgen werden halt aufgegriffen.

Ich schaue an sich selbst keine Arztserien, habe jedoch festgestellt, dass mein Kater sich friedlicher verhält und auch mal eine Stunde ruhig liegenbleibt, wenn ich ihm eine Arztserie anschalte. Total seltsam, aber das Tier kann scheinbar unterscheiden und wenn ich mal Ruhe brauche, dann bekommt er diesen Willen.

Ich denke jedoch, dass man das Publikum auch bei Laune halten muss, so wie ich den Kater. Daher müssen die Fälle halt manchmal spektakulär gehalten sein, damit das Publikum, oftmals über 60 Jahre alt und in Rente, am Ball bleibt. Ein Laie findet sowas natürlich immer gut, da ich aber im medizinischen Bereich zu tun habe, langweilt mich sowas immer sehr schnell.

» Wibbeldribbel » Beiträge: 11635 » Talkpoints: 11,36 » Auszeichnung für 11000 Beiträge



Bei älteren Arztserien stimme ich da voll zu. Es waren fast immer dieselben Krankheiten, wo anfangs jeder rumgerätselt hat, bis es sich herausstellte als Blinddarmentzündung, Lungenentzündung oder Eileiterschwangerschaft. In den 80er und 90er Jahren, konnte ich diese Krankheiten in jeder Serie diagnostizieren nach spätestens der Hälfte der Folge und war kurz davor, meinen Dr. tv zu machen. :lol:

Es hat wirklich eine ganze Weile gedauert, bis dann die Serienproduzenten mal etwas einfallsreicher wurden und auch nicht immer nur alles nach Schema F ablief wie aus dem Lehrbuch. Ich glaube, es war so ungefähr die Zeit von "Emergency Room", die auch mit diesen drei Diagnosen anfingen, sich dann aber auch weiterentwickelten und mal prekärere Fälle behandelten.

Dass in jeder Folge einer Serie die gleiche OP genannt wird, ohne dass sie das Hauptthema ist, stört mich eigentlich gar nicht. Es gibt halt Krankheiten und OPs, die standardmäßig immer wieder vorgenommen werden, weil sie häufig vorkommen. Wenn eine ganze Staffel nur aus Aortendissektionen bestehen würde in ihren verschiedenen Ausprägungen, dann würde ich vielleicht so langsam mal darüber nachdenken, die Serie zu wechseln.

Aber auch bei Dr. House ist ja etwa immer wieder von Lupus die Rede. Trotzdem finde ich die Serie alles andere als langweilig. Und der Running Gag in der Serie ist dann ja auch, dass Lupus (glaube ich) nie in irgendeiner Folge die richtige Diagnose war. :lol:

» SonjaB » Beiträge: 2098 » Talkpoints: 40,57 » Auszeichnung für 2000 Beiträge



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