Sich selbst manchmal unerträglich finden?

vom 18.03.2020, 08:59 Uhr

Hin und wieder kommt es vor, dass ich mich selbst als unerträglich empfinde. Bei mir hängt es meistens tatsächlich mit meiner Periode beziehungsweise PMS zusammen. Kurz bevor ich meine Tage bekomme, bin ich einfach sehr emotional, aber auch zickig und aufbrausend, was sonst gar nicht zu mir passt.

Ich merke es dann auch immer selbst, dass ich überreagiere, wobei es mir trotzdem schwer fällt, solche Situationen in dem Zeitraum zu vermeiden. Von daher finde ich mich dann selbst unerträglich und anstrengend. Kennt ihr das von euch auch so?

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» Prinzessin_90 » Beiträge: 32429 » Talkpoints: 57,61 » Auszeichnung für 32000 Beiträge



Eigentlich nicht. Meistens komme ich mit mir selber gut aus. Und wenn ich wie leider viele Frauen mal wieder weiß, dass die Hormone aus jeder Mücke einen Elefanten machen, sitze ich das wie jedes Mal einfach aus und versuche, niemanden aus dem Fenster zu werfen. Schließlich weiß ich nach über 25 Jahren, wie man mit dem leidigen Zyklus umgeht.

Generell halte ich es für unproduktiv, sich selbst nicht die Toleranz und das Mitgefühl entgegenzubringen, wie man es bei anderen Leuten oft ganz automatisch macht. Wenn meine beste Freundin mir sagt: "Du, es tut mir leid, aber ich bin heute nicht gut drauf. Ich versuche, mich in den Griff zu bekommen, aber ich bin eindeutig nicht mein sonniges Selbst." schreie ich ja auch nicht: "Du bist unerträglich und anstrengend!" sondern äußere Verständnis und setze die Person nicht noch zusätzlich unter Druck.

Wieso sollte ich mich selber dann beschimpfen und die Selbstkritik und das Gefühl der Unzulänglichkeit, das sowieso hinter jeder Ecke lauert, noch zusätzlich füttern und belohnen?

» Gerbera » Beiträge: 8749 » Talkpoints: 1,74 » Auszeichnung für 8000 Beiträge


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