Partnergeschenk - Dezember ist "offener" Beziehungsmonat

vom 09.11.2019, 18:49 Uhr

In einem Zeitschriftenartikel habe ich von einem ganz besonderen Partner-Weihnachtsgeschenk gelesen. Es ging dabei um eine Partnerschaft bzw. Familie. In dem Artikel hat die Ehefrau von ihrer Partnerabsprache "Dezemberregel" erzählt, die tatsächlich sehr ungewöhnlich zu sein scheint.

Bevor sie ihren Ehemann kennengelernt hatte war er in keiner langfristigen Beziehung. Er hat es geliebt in offenen Beziehungen zu leben bzw. Single zu sein und gelegentlich den ein oder anderen One-Night-Stand zu haben. Von dieser Leidenschaft wusste auch seine jetzige Frau von Anfang an.

Als er seine jetzige Ehefrau dann kennengelernt hat war sie für ihn seine Traumfrau. Er ist ihr mehrere Jahre treu geblieben (zumindest offiziell) und sie haben zusammen ein Kind bekommen. Irgendwann hat er ihr dann gebeichtet, dass er es mit der Treue nicht so wirklich aushält. Sein Drang auch sexuell mit anderen Frauen in Kontakt zu sein sei zu stark. Lieben würde er allerdings immer noch sie über alles.

Aus Angst ihn zu verlieren bzw. um ihn nicht in eine Beziehungsversion zu drängen die ihn unglücklich macht hat sie dann kurzfristig einer offenen Beziehung zugestimmt. Das tat ihr persönlich sehr weh und sie kam damit nicht lange klar.

Aus diesem Grund hat sie daraufhin ihren Mann gebeten diese offene Beziehung lediglich auf den Monat Dezember zu beschränken. Sie hätte im Dezember so viel Organisationsstress, dass sie da weniger drüber nachdenken würde usw.. Sobald ihre emotionale Belastung zu groß werden würde, höre er sofort damit auf.

Seitdem praktizieren sie das so wirklich, dass ihr Mann sich im Dezember (sozusagen als Weihnachtsgeschenk) sexuell austoben kann. Sie selbst hat daran kein Interesse und kommt auch immer noch nicht wirklich gut klar damit.

Wie denkt ihr über sowas? Könntet ihr mit so einem Beziehungskompromiss leben - vor allem da dies eigentlich ein einseitiger Wunsch ist? Wo fängt eurer Meinung nach hier eine emotionale Belastung an, wenn man häufiger deswegen weinen würde, wenn man beim eigenen Geschlechtsverkehr nicht mehr bei der Sache ist...? Glaubt ihr so ein Kompromiss funktioniert langfristig?

» EngelmitHerz » Beiträge: 433 » Talkpoints: 98,64 » Auszeichnung für 100 Beiträge



Ich denke, dass das kein Kompromiss sein kann, weil es ihr letztendlich doch wehtun wird. Sicherlich ist sie erstmal abgelenkt und dennoch kommen dann die Tage nach den Feiertagen und da kann man dann eben auch wieder nachdenken und hat die Zeit dafür und da wird es ihr dann nicht gut gehen. Eine offene Beziehung egal in welcher Form kann ja nur Bestand haben, wenn beide Seiten gut damit leben können und das scheint hier nicht der Fall zu sein.

Wenn man dann quasi nachgibt, weil man Angst hat den Partner zu verlieren, dann ist das nicht das Richtige. Man kommt dennoch schlecht damit klar und würde sich wünschen, dass das anders ist und akzeptiert es dann nur, wobei es einen dennoch verletzt. Auch wenn es schwerfällt, so eine Beziehung würde ich nicht aufrecht erhalten wollen, da sich einer der beiden Partner komplett aufopfern muss für den anderen Partner und so sollte das nicht sein, einer der beiden Menschen ist dann immer verletzt.

Ich würde so etwas nicht so leben wollen. Ich meine, wenn man sich einig ist, dann ist das eine tolle Sache, aber wenn es einen damit schlecht geht, dann darf man das nicht durchziehen und muss die Konsequenzen ziehen.

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» Ramones » Beiträge: 40453 » Talkpoints: 28,96 » Auszeichnung für 40000 Beiträge


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