Nutzt ihr zum Aufsteigen aufs Pferd eine Aufstiegshilfe?

vom 21.04.2018, 15:43 Uhr

Ich habe vor einigen Tagen mal einige Videos auf YouTube von einer Pferdetrainerin gesehen und sie hat dabei gesagt, dass sie nach Möglichkeit immer mit einer Aufstiegshilfe in Form eines Hockers aufs Pferd steigt, weil es beim Pferd sonst gerne zu Verspannungen führt, wenn man immer von unten aufsteigt und dann am Sattel zieht, um sich aufs Pferd setzen zu können.

Sie meinte, dass man sich sonst wenigstens den Sattel gegen halten lassen soll, um das Pferd nicht so zu belasten. Die Trainerin meinte, dass sie sich wohl öfter anhören müsse, dass sie so ungelenk sei und nur mit Aufstiegshilfe aufs Pferd kommt, dass es ihr aber nur um die Gesundheit des Pferdes geht. Nutzt ihr gerne eine Aufstiegshilfe, wenn ihr aufs Pferd steigt, oder schwingt ihr euch vom Boden aus auf das Pferd? Ich denke, dass ich in Zukunft auch gerne auf eine Aufstiegshilfe zurückgreifen werde, um das Pferd und dessen Wirbelsäule zu schonen.

» Barbara Ann » Beiträge: 24206 » Talkpoints: 21,92 » Auszeichnung für 24000 Beiträge



Eine Aufstiegshilfe kenne ich eigentlich nur von Reitschulen oder eben Pferdehöfen auf denen so etwas häufiger genutzt wird. Oftmals wird so eine Aufstiegshilfe ja auch in Reithallen angeboten. Hilfreich finde ich das schon, gerade wenn man ein recht großes Pferd hat oder vielleicht selbst unter körperlichen Einschränkungen leidet. Da ist diese kleine Treppe sicherlich eine Hilfe. Ich denke auch, dass der Pferderücken dadurch etwas beim Aufstieg entlastet wird.

Ich habe eigentlich höchstens mal einen Zaun oder eine Erhöhung genutzt, wenn ich aufs Pony wollte und keinen Anlauf nehmen wollte, um irgendwie auf den Rücken zu kommen. Allerdings waren das auch Ponys auf dem Bauernhof, wo es keine gefertigten Aufstiegshilfen gab. Diese haben wir uns dann schon mal selbst gesucht, wenn wir ohne Sattel geritten sind und dann nicht so gut auf den Rücken kamen. Oder wir haben uns gegenseitig hoch geholfen. Da wurde dann so eine spezielle Hilfe auch eher überflüssig.

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» Nelchen » Beiträge: 26515 » Talkpoints: 5,19 » Auszeichnung für 26000 Beiträge


Vor meinem Unfall bin ich auch geritten und hatte sogar ein eigenes Pflegepferd. Dieses ließ sich jedoch nur schwer bzw. gar nicht satteln, da es in der Vergangenheit nicht gut behandelt worden war. Insofern brauchte ich immer eine Aufstiegshilfe, denn ich bin wann immer es ging ohne Sattel geritten und war dann doch nicht so gelenkig, dass ich mich wie ein Indianer auf das Pferd schwingen konnte.

Ansonsten galt in unserer Reitschule das Prinzip: Wer reiten will, muss auch ohne Aufstiegshilfe auf das Pferd steigen können, denn wie will man schließlich aufs Pferd kommen, wenn man mal runtergefallen ist? Erst im Laufe der Jahre, lange nach meinem Unfall, habe ich dann die Erkenntnis gewonnen, dass dieses Prinzip für das Pferd nicht immer das Beste ist und eine Aufstiegshilfe für das Tier doch angenehmer ist.

Denn das Problem für das Pferd ist ja, dass dann manchmal relativ lange ein Mensch mit seinem ganzen Gewicht an einer Seite des Sattels hängt. Der Sattel verschiebt sich dann evtl. auch etwas und kann dem Pferd im Rücken weh tun. Außerdem bringt man so die ganze Balance des Pferdes durcheinander. Dazu kommt dann die Fußspitze, mit der man im Steigbügel hängt und das Pferd ungewollt tritt.

Könnte ich heute noch reiten und hätte meinen Unfall nicht gehabt, würde ich zum Wohle des Pferdes wohl eine Aufstiegshilfe nutzen. Pferde empfinden eben auch Schmerzen und sind keine leblosen Sportgeräte.

» rasenderrolli » Beiträge: 790 » Talkpoints: 0,10 » Auszeichnung für 500 Beiträge



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