Nutzt die Serie Beforeigners ihr volles Potential?

vom 04.04.2021, 18:39 Uhr

Letztes Jahr kam HBO mit einer neuen Serie namens "Beforeigners", die im weitesten Sinne das Thema Zeitreisen zugrundliegen hat, auf den Markt. Das Wort Beforeigners, als Kofferwort aus Before und Foreigners, trifft den Kern der Serie ganz gut: überall auf der Welt tauchen plötzlich aus drei verschiedenen Epochen unfreiwillig Menschen dieser erwähnten Zeit im Wasser auf und landen an den Küsten der Gegenwart. Das führt natürlich zu ungeahnten gesellschaftlichen Entwicklungen, fast schon Verwerfungen, wenn Cro-Magnon Menschen, Wikinger und Menschen des viktorianischen Zeitalters ihr Leben in der Gegenwart des Einundzwanzigsten Jahrhundert fristen müssen.

Die Prämisse und der Trailer auf ARD Mediathek hat mich überzeugt und ich habe die ersten zwei von sechs Folgen gesehen. Bis jetzt gefällt es mir ganz gut, aber ein wenig habe ich das Gefühl, als hätte die Serie ihr Potential nur am Rande angefangen auszuschöpfen, denn primär steht ein Kriminalfall im Dunstkreis der Beforeigners im Mittelpunkt. Ich persönlich hätte aber noch gerne sehr viel mehr von den aufgeworfenen Implikationen durch die Zeitreise gesehen.

Das kann aber auch nur mein Empfinden sein. Vielleicht denkt manch einer auch, dass gerade die Beiläufigkeit des Themas die elegantere Version der Erzählung ist? Wird die Serie ihr Potential, was sie durch das Thema der unfreiwilligen Zeitreise zweifelsohne hat, noch ausnutzen können?

» Verbena » Beiträge: 4262 » Talkpoints: 3,29 » Auszeichnung für 4000 Beiträge



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