Nach Probearbeiten völlig falsche Vorstellungen haben?

vom 22.09.2018, 05:46 Uhr

Wir hatten vor kurzem auf Arbeit eine Bewerberin zum Probearbeiten da. Wir suchen jemanden, der überwiegend im Sekretariat eingesetzt werden soll und im Bedarfsfall auch auf Außeneinsätze geschickt wird, was aber vielleicht 30 Prozent der Zeit ausmachen würde bei einer Vollzeitstelle. Schwerpunkt ist also wirklich der Bürokram wie das Beantworten von Emails und allgemeine Verwaltungsarbeiten.

Die Bewerberin schien aber irgendwie völlig falsche Vorstellungen zu entwickeln in Bezug auf den Job. Es wurde ihr klar gesagt, dass die Büroarbeiten überwiegend würden und die Außendienste nur phasenweise und sporadisch sein würden. Komischerweise war sie aber am Ende des Tages immer noch der Auffassung, dass sie überwiegend im Außendienst tätig wäre und mit Bürokram so gar nichts zu tun haben würde. Hattet ihr nach einem Probearbeiten mal völlig falsche Vorstellungen? Was ist von so einer Bewerberin zu halten?

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» Täubchen » Beiträge: 27348 » Talkpoints: 2,85 » Auszeichnung für 27000 Beiträge



Mir ist das noch nicht passiert, dass ich nach dem Probearbeiten irgendwo falsche Vorstellungen von dem Job hatte. Ich denke aber auch, dass ich eben richtig zugehört habe und mir bewusst war, was eben in mein Aufgabengebiet fallen würde. Mir erscheint es so, als wenn die Bewerberin da nicht richtig zugehört hat oder eben eine gewisse Wunschvorstellung hatte, an der sie festgehalten hat. Das macht in meinen Augen keinen guten Eindruck und hilft sicherlich nicht dabei, die Stelle dann zu bekommen.

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» Nelchen » Beiträge: 29816 » Talkpoints: 1,80 » Auszeichnung für 29000 Beiträge


Wenn man ein Vorstellungsgespräch hat, da ist man aber auch meistens etwas aufgeregt und da erschwert es, sich jedes Detail zu merken. Mir ging das auch oft so, dass man im Vorstellungsgespräche eben darauf bedacht ist, besonders gut zu wirken und da überlegt man es sich genau, was man fragt, damit man nicht komisch wirkt, aber da man so viel Aufmerksamkeit auf die eigene Außenwirkung legt, verpasst man auch mal eine Information oder aber die Gegenseite spricht so abstrakt, dass man nicht alles genau in konkrete Details übersetzen kann.

Ich frage mich etwa, ob ihr der Bewerberin das genau so klar gesagt habt, wie du es schreibst, d.h. habt ihr wirklich ohne Umwege und direkt gesagt: Überwiegend Sekretariat und nur selten Außeneinsätze" oder wurde da drum herum geredet und "geschwafelt"? Stand da Sekretärin als Berufsbezeichnung in der Ausschreibung und war es wirklich nahezu unmöglich, das falsch zu verstehen, oder wurde in der Ausschreibung - wie so oft - mit abstrakten Begriffen erklärt, um was es gehen soll?

» Zitronengras » Beiträge: 8595 » Talkpoints: 49,09 » Auszeichnung für 8000 Beiträge



Welche Aufgaben hatte Sie denn während ihres Probearbeitens? War Sie denn währenddessen eher im Außendienst tätig oder überwiegend im Büro? Wenn Sie viel draußen tätig war kann ich verstehen warum Sie davon ausgeht das Sie überwiegend im Außendienst tätig sein wird. Wenn Sie jedoch die ganze Zeit im Büro tätig war verstehe ich nicht warum Sie davon ausgeht in Zukunft nichts mit dem Büro zu tun zu haben. Man kann dies wohl dann nur auf die Nervosität oder Wunschdenken zurück führen.

Mir selbst ist es noch nie passiert das ich eine falsche Vorstellung eines Jobs habe. In der Regel wird einem ja am ersten Tag schon ziemlich genau mitgeteilt welche Aufgaben man zu erledigen hat und was auf einen zukommt. Bisher war es zumindest immer so das ich von Anfang an wusste was mich in dem jeweiligen Job erwartet sodass ich schon gar nicht andere Vorstellungen entwickeln konnte.

» Anijenije » Beiträge: 2236 » Talkpoints: 52,92 » Auszeichnung für 2000 Beiträge



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