Musstet ihr schon wegen kurzfristigem Terminausfall zahlen?

vom 20.05.2019, 07:40 Uhr

Bei manchen Arztpraxen ist es so, dass man eine Gebühr von meist 50 Euro zahlen muss, wenn man als Patient den Termin kurzfristig nicht wahrnehmen kann. Es kann ja durchaus passieren, dass man ganz plötzlich über Nacht krank wird und dann einfach nicht zu dem Termin gehen kann. Sicherlich ist das ärgerlich, aber es kommt vor. Vielleicht bei einer akuten Magen-Darm Grippe oder ähnlichem.

Hattet ihr schon den Fall, dass ihr wegen einem kurzfristigen Terminausfall zur Kasse gebeten wurdet? Warum war das so? Wie sieht es im Fall eines Unfalls aus? Muss der Patient dann auch den Ausfall zahlen? Seid ihr noch um das Bezahlen des Ausfalls drumherum gekommen? Würdet ihr auf Termine in Praxen verzichten, die diese Gebühr erheben?

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» Nelchen » Beiträge: 31908 » Talkpoints: 0,03 » Auszeichnung für 31000 Beiträge



Ich konnte aufgrund eines Unfalls einen Termin bei meinem Psychotherapeuten nicht wahrnehmen und musste 128 Euro bezahlen. Eine Entschuldigung hat er nicht angenommen. Im Vertrag stand drin, dass ich mich mindestens 48 Stunden im Voraus abmelden sollte, aber wenn ich gerade angefahren wurde, ging das nicht. Ich habe das Geld dann zähneknirschend überwiesen, bin danach aber nicht mehr dorthin und habe mit einen neuen Therapeuten gesucht.

» Wibbeldribbel » Beiträge: 10689 » Talkpoints: 7,80 » Auszeichnung für 10000 Beiträge


Ich verstehe ehrlich gesagt weder das Problem noch die Überraschung, denn schließlich muss man ja unterschreiben, dass man mit dieser Regelung einverstanden ist, wenn man sich von dem entsprechenden Arzt behandeln lassen möchte. Bei meiner Gynäkologin jedenfalls wurde mir das direkt beim ersten Termin gesagt und ich musste unterschreiben, dass ich diese Regelung kenne und den Terminausfall zahle, wenn ich zu kurzfristig absagen oder einfach nicht erscheinen sollte.

Also weiß man das doch vorher, was einen erwartet. Was soll dann also die Überraschung, wenn der Fall dann doch eintritt? Ist man tatsächlich so dämlich und liest die Verträge nicht, bevor man mit seiner Unterschrift ein Einverständnis deutlich macht? Die Umstände hierbei spielen keine Rolle, Vertrag ist Vertrag und an den muss man sich halten. Ich würde da auch nicht diskutieren, sondern einfach zahlen oder mir gleich einen anderen Arzt suchen, bei dem man so einen Wisch nicht direkt beim ersten Termin unterschreiben muss. Oder hast du auf dem Land keine Auswahl an Ärzten?

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» Täubchen » Beiträge: 32411 » Talkpoints: 0,13 » Auszeichnung für 32000 Beiträge



Auch ich wurde schon mal Opfer eines Ausfallhonorars bei einem Praxisbesuch, wobei sich dieses mit 35 Euro noch in tolerablen Dimensionen bewegt hat. Es war einfach so, dass ich auf der Arbeit einen ungeplanten Zwischenfall hatte und deswegen über den Feierabend hinweg noch zu tun hatte, sodass ich es im Anschluss nicht mehr pünktlich zum Termin geschafft hätte. Das war weder böse Absicht noch irgendwie vorhersehbar, und die Person hat mir auch keinerlei Vorwurf gemacht, jedoch höflich auf die vertragliche Regelung verwiesen.

Ich hatte auch kein Problem damit, das Geld zu bezahlen, denn immerhin entsteht dem Vertragspartner in dieser Situation meist ein deutlich größerer finanzieller Schaden durch den Ausfall einer ganzen Stunde, die er so kurzfristig auch nicht anders füllen kann. Besonders, wenn er im Anschluss noch weitere Termine vergeben hat und nicht einmal verfrüht in den Feierabend gehen kann, ist das Ärgernis auf seiner Seite mindestens so groß wie auf der Seite des zur Zahlung verpflichteten.

Außerdem hält einen eine solche Regelung zu gewisser Disziplin und Ernstnahme der verbindlichen Termine an, was ich ganz gut finde, da es genug Menschen gibt, die es für völlig selbstverständlich halten, dass sie ihre Pläne nach Lust und Laune spontan ändern können, ohne sich um die Folgen für andere Gedanken zu machen.

» MaximumEntropy » Beiträge: 6025 » Talkpoints: 1.043,72 » Auszeichnung für 6000 Beiträge



Vertragsrecht schön und gut - aber ich finde es schon irgendwie unverschämt, dass man als Patient bezahlen soll wenn man einen Termin nicht einhält, es aber hinnehmen muss, dass der Vertragspartner seinerseits den vereinbarten Termin nicht wahrnimmt und man teilweise relativ lang warten muss.

Bei Physiotherapeuten ist das etwas anderes. Ich war in einer kleinen Praxis mit zwei Therapeutinnen, wenn da ein Patient nicht erschienen ist saß da niemand im Wartezimmer, den man vorziehen konnte. Die Therapeutinnen bekamen diese Zeit dann wirklich nicht bezahlt. Aber bei den meisten Ärzten sieht das ja anders aus.

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» Cloudy24 » Beiträge: 22897 » Talkpoints: 123,63 » Auszeichnung für 22000 Beiträge


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