Könnt ihr Seitensprüngen etwas Positives abgewinnen?

vom 10.06.2019, 18:09 Uhr

Ich persönlich kann Untreue in einer monogamen Beziehung so gar nichts Positives abgewinnen und sehe nur Nachteile darin, da es Vertrauen zerstört und eine (möglicherweise labile) Beziehung nachhaltig beschädigt. Ich persönlich sehe keinen Sinn darin, eine Beziehung fortzusetzen, wenn Untreue zu Tage getreten ist, aber jeder Mensch ist anders.

Es soll aber Menschen geben, die einem Seitensprung auch etwas Positives abgewinnen können und dann den Partner dadurch möglicherweise mehr zu schätzen wissen oder was auch immer. Könnt ihr einem Seitensprung in einer monogamen Beziehung etwas Positives abgewinnen oder seht ihr darin ausschließlich Nachteile?

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» Täubchen » Beiträge: 33313 » Talkpoints: 0,01 » Auszeichnung für 33000 Beiträge



Wenn der Seitensprung ohne das Wissen des Partners geschieht, kann die Beziehung darunter nur leiden. Es ist Betrug und ich kenne nicht mal den abgründigsten Fetisch, der darauf steht.

Es soll allerdings Beziehungen geben, in denen der Seitensprung quasi zum Sexualleben dazu gehört. Wenn sich beide Partner hier einig sind und den Seitensprung befürworten, um etwas Aufregung in den Alltag zu bringen, könnte es durchaus funktionieren. Für mich wäre sowas jedoch auch völlig undenkbar.

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» Pikalina » Beiträge: 699 » Talkpoints: 54,66 » Auszeichnung für 500 Beiträge


Wenn sich beide Seiten einig sind, dass nur miteinander geschlafen wird, dann ist das in meinen Augen gesetzte Sache und wenn dann ein Seitensprung stattfindet, dann ist das etwas, was die Beziehung zerstört. Nun kann man vielleicht versuchen daran zu arbeiten, aber das Vertrauen ist erstmal und sicherlich auch für längere Zeit hin. Ob man dann noch eine Beziehung hinbekommt oder nicht, wird sich dann wohl zeigen. Ich kann einem Seitensprung, wenn man sich in der Art einig ist, aber nicht gut finden und nichts Positives abgewinnen.

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» Ramones » Beiträge: 40391 » Talkpoints: 15,20 » Auszeichnung für 40000 Beiträge



Seitensprung impliziert für mich immer, dass mindestens eine beteiligte Partei nicht informiert wurde und/oder nicht einverstanden mit dem entsprechenden Sexualkontakt ist. Wenn eine nicht-monogame Beziehung, rein sexuell oder auch gefühlsmäßig, mit gegenseitigem Wissen und Einverständnis geschieht, würde ich das Ergebnis nicht als Seitensprung, sondern als, sagen wir, alternatives Beziehungsmodell bezeichnen. Und das betreiben bestimmt viele Leute, auch wenn sie es vielleicht nicht an die große Glocke hängen.

Davon abgesehen kann ich mir maximal vorstellen, dass eine Beziehung derart miserabel läuft, dass ein Seitensprung als Erleichterung empfunden wird, weil so zumindest der Sex ausgelagert werden kann. Aber als Pluspunkt würde ich das nicht ansehen. Wenn die Beziehung an sich so mies ist, dass ein Seitensprung sie "verbessert", macht das Untreue noch lange nicht zu einer guten Sache. Ich hätte dafür jedenfalls keine Geduld.

» Gerbera » Beiträge: 8278 » Talkpoints: 0,81 » Auszeichnung für 8000 Beiträge



Ein Seitensprung ist für mich auch etwas, was hinter dem Rücken des Partners geschieht. Ein Seitensprung ist ja Fremdgehen und Fremdgehen ist ja nur dann Fremdgehen, wenn der Partner nichts davon weiß und nicht damit einverstanden wäre. Ist das hingegen abgesprochen und wenn beide damit einverstanden sind, sich auch ohne den anderen anderweitig vergnügen zu können, dann ist das auch kein Seitensprung.

Wie dem auch sei, ich kann Seitensprüngen nichts abgewinnen. Für mich wäre die Beziehung damit sofort beendet, egal was für Gründe es dafür geben würde. So etwas könnte ich einfach nie verzeihen und ich würde es auch nicht wollen. Im Gegensatz dazu würde ich auch nie erwarten, dass mein Partner mir so etwas verzeihen würde.

So etwas macht das gesamte Vertrauen kaputt, wobei viele Paare es nie wieder aufbauen können. Man bleibt zwangsläufig und gerechtfertigt misstrauisch, was die Beziehung einfach zerstört. Wenn man Probleme hat oder unglücklich in der Beziehung ist, kann man das doch auch so direkt mit dem Partner klären, ohne dass man ihn direkt betrügen muss.

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» Prinzessin_90 » Beiträge: 31919 » Talkpoints: 77,37 » Auszeichnung für 31000 Beiträge


Überhaupt nicht. Ich gehe rein monogame Beziehungen ein und da diskutiere ich auch nicht im Nachhinein über Seitensprünge. Ein Seitensprung bedeutet für mich, dass mein Urvertrauen, welches ich in eine Beziehung stecke, verloren geht. Ich habe jemanden eine monogame und gesunde Beziehung vorausgesetzt, der mich dabei noch durch das Fremdgehen möglicherweise körperlich durch ungeschützten Geschlechtsverkehr in Gefahr bringt. Absolutes No-Go.

Für mich ist Fremdgehen eben genau das - Fremdgehen. Einen Seitensprung, das ist nur die süße Form davon, empfinde ich als nichts anderes, als Fremdgehen. Abgesprochene Seitensprünge gibt es für mich nicht, weil das entweder offene Beziehungstendenzen sind oder nicht. Seitensprung ist Seitensprung. Affäre eben Affäre und offene Beziehung eine offene Beziehung.

Das einzige Positive, was ich dem dann entnehmen kann ist, dass ich keine weitere Zeit mit der Person im Leben verschenke und das Thema beende. So erspare ich mir vielleicht irgendwann irgendwelche Geschlechtserkrankungen, weil man seinen Lüllimann nicht halten kann oder der Meinung ist, man kann seine sexuellen Wünsche nicht mit mir ausleben. Ob Frau oder Mann spielt dabei für mich keine Rolle.

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» Kätzchen14 » Beiträge: 4939 » Talkpoints: 2,12 » Auszeichnung für 4000 Beiträge


Ich könnte nichts positives aus einem Seitensprung ziehen. Zumindest würde mir da nun keiner einfallen. Außer vielleicht, dass man so eben merkt, dass es nicht der richtige Partner war und man sich trennt. Aber wirklich positiv ist das ja nun auch nicht. Ich kenne auch kein Paar, dass wirklich einen positiven Nutzen aus einem Seitensprung gezogen hat.

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» Nelchen » Beiträge: 32251 » Talkpoints: -0,17 » Auszeichnung für 32000 Beiträge



Also ich kenne tatsächlich ein Paar, das aus einem Seitensprung etwas Positives gezogen hat. Erst durch diesen Vorfall ist dem Paar bewusst geworden, dass sie die letzten Jahre viel zu sehr nebeneinander hergelebt haben und dass sie sexuell gesehen einfach auch etwas andere Vorstellungen haben. Sie haben aber auch gemerkt, dass sie trotzdem nicht ohne einander leben wollen und sie ihre langjährige Beziehung nicht einfach so wegwerfen wollen. Sie nehmen sich jetzt wieder viel mehr Zeit für einander und genießen diese bewusst.

Was das sexuelle angeht haben sie eine Regelung getroffen, die für sie beide okay geht. Diese Regelung geht in Richtung offene Beziehung. Jedenfalls funktioniert die Beziehung jetzt schon seit mehreren Jahren gut bzw. besser als vorher und durch die "freie" Regelung ist ein Vertrauensmissbrauch /Seitensprung eben auch gar kein Thema mehr.

Übrigens haben die beiden keine Kinder und sind deswegen nicht nur aus Pflicht- und Verantwortungsbewusstsein zusammen geblieben, sondern wirklich aus einer Seelenverwandtschaft/Liebe heraus.

» EngelmitHerz » Beiträge: 229 » Talkpoints: 8,41 » Auszeichnung für 100 Beiträge


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