Kinder wegen des Namens ablehnen

vom 10.06.2018, 22:44 Uhr

In meinem Familienkreis hat ein Paar seinen Kindern ganz ausgefallene Namen gegeben. Die Eltern wollen, dass die Kinder als einzigartige Menschen angesehen werden. Die Großeltern und auch andere Verwandte haben mit der Namenswahl durchaus ihre Probleme. Eine der Großmütter hat mir anvertraut, dass es ihr schwer fällt, die Kinder so zu lieben wie ihre anderen Enkelkinder, da sie die Namen so schrecklich findet.

Nun haben sich in Gesprächen mit anderen Menschen, diese durchaus geoutet, dass sie auch Probleme mit verschiedenen Namen haben. Ein paar erzählten auch, dass sie Kinder ablehnen, wenn sie bestimmte Namen haben. Ein paar andere meinten, Kinder oder Menschen mit bestimmten Namen, könnten sie einfach nicht ernst nehmen.

Habt ihr Kinder schon mal wegen ihres Namens abgelehnt? Sind Kinder nicht einfach nur Kinder und immer liebenswert und der Name eben nur ein Name?

» XL » Beiträge: 681 » Talkpoints: 0,00 » Auszeichnung für 500 Beiträge



Ich kann nicht nachvollziehen, wie man vom Namen eines Kindes abhängig machen kann, wie sehr und ob man es liebt. Es ist doch nur ein Name und sagt nicht viel über die Person selbst aus. Es kommt doch auf den Menschen an und ob dieser eben liebenswert ist.

Ich kenne es auch, dass manche Menschen andere mit bestimmten Namen gleich ablehnen. So habe ich das schon bei Kevin oder Justin erlebt. Da heißt es dann immer, dass bei solchen Vornamen schon nichts Gutes heraus kommen kann. Ich denke jedoch, dass man nicht vom Namen alleine abhängig machen kann, wie viel jemand taugt oder auch nicht. Es ist in meinen Augen schon heftig zu sagen, dass mein Kind nicht so lieben kann wie andere, nur weil es einen ausgefallenen Namen hat, der einem nicht zu sagt. :wall:

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» Nelchen » Beiträge: 29835 » Talkpoints: 2,29 » Auszeichnung für 29000 Beiträge


Wenn man einen Menschen wirklich von Herzen liebt, dann findet man ihn nicht nur schön vom Aussehen her, sondern man mag auch seinen Namen. Das ist meine Meinung. Daher denke ich, dass der falsche Name als Grund für weniger Liebe nur vorgeschoben ist und die mangelnde Liebe andere Ursachen hat. Vielleicht sind ja die Enkelkinder vom "falschen" Kind und nicht vom Lieblingskind? Das wäre logischer meiner Ansicht nach. Erfahrungsgemäß sind manche Eltern so, dass das Lieblingskind alles richtig macht (egal wie scheußlich die Namen sind) und das Anti-Lieblingskind macht alles falsch. Ich sehe die Ursache also eher woanders.

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» Täubchen » Beiträge: 27413 » Talkpoints: 4,10 » Auszeichnung für 27000 Beiträge



Dann gibt man dem Kind einen vernünftigen Spitznamen und gut ist. Ich verstehe nicht, wie man so eine Aussage treffen kann, denn ein Name ist auch nicht mehr als ein Name, das sagt nichts über das Kind aus und auch nicht darüber wie sich das Kind gegenüber den Großeltern verhält. Ich würde nie ein Kind wegen einem Namen ablehnen, immerhin kann das Kind selber nichts dafür und entweder ich mag es oder eben nicht, aber ich würde das auch nicht zeigen, wenn ich ein Kind mal nicht mag.

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» Ramones » Beiträge: 37042 » Talkpoints: 6,23 » Auszeichnung für 37000 Beiträge



Ich verstehe es ja, dass man einen Namen vielleicht schwerer aussprechen kann als den von anderen Enkelkindern, weil er so ungewöhnlich ist. Aber dass man ein Kind dann weniger liebt als andere Enkelkinder, das kann ich gar nicht verstehen. Ich denke auch, dass man dem Kind doch einen Spitznamen geben kann und dass das Kind doch nun so gar nichts dafür kann, wie es heißt. Deswegen finde ich es auch total unfair, ein Kind wegen des Namens abzulehnen.

» Barbara Ann » Beiträge: 25916 » Talkpoints: 3,40 » Auszeichnung für 25000 Beiträge


Im Familienkreis habe ich das noch nie erlebt, aber da sind auch keine wirklich ausgefallenen Namen zu finden. Aber selbst wenn, würde ich bezweifeln, dass soetwas irgendwelche Probleme machen würde.

Aber dass manche Namen dem Kind gerade im schulischen Bereich Probleme machen, habe ich schon häufig gehört. "Kevin" ist da natürlich ganz weit vorne, auf der Mädchenseite "Chantal". Natürlich ist es unglaublich unfair den Kindern gegenüber, die ja nun beim besten Willen nichts für ihren Namen können, aber leider wird so etwas gerne zu einer selbsterfüllenden Prophezeihung.

Dank der Klischees erwarten viele, wenn auch nicht alle, Lehrer, dass ein Kevin dumm und/oder aggressiv ist. Ganz nach dem Motto, man kriegt immer, was man erwartet, fallen dem Lehrer dann natürlich die Fehler des Kindes deutlich mehr auf als die Male, in denen es Fragen gut und richtig beantwortet. Da aber die falschen Antworten im Gedächtnis bleiben, fühlt der Lehrer sich bestätigt, dass dieser Kevin tatsächlich dumm ist, und das Spiel geht weiter.

Es wäre schön, wenn man das einfach "abstellen" könnte, aber leider ist es ja oft nicht mal eine bewusste Entscheidung. Kaum ein Lehrer wird wohl zugeben wollen, nicht einmal vor sich selbst, dass er einen seiner Schüler nur wegen des Namens schlechter behandelt. Wenn man es aber nicht einsehen will, kann man sich in dem Punkt auch nicht bessern, und so weiter.

» Kalu-chan » Beiträge: 707 » Talkpoints: 5,03 » Auszeichnung für 500 Beiträge


Ich kann mir nicht vorstellen, dass man eine Person wegen einem Namen komplett ablehnt, vor allem nicht bei den eigenen Kindern oder in diesem Fall eben Enkelkindern. Wenn man mit einem Namen wirklich nicht klar kommt und es beispielsweise Probleme bei der Aussprache gibt, dann sollte man eben einen Spitznamen verwenden. Ein Familienmitglied wegen einem Namen ablehnen, das würde für mich nicht in Frage kommen. Namen sind Schall und Rauch.

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» soulofsorrow » Beiträge: 8582 » Talkpoints: 15,91 » Auszeichnung für 8000 Beiträge



Im Familienkreis finde ich diese Aussage schon ziemlich hart und die Großmutter sollte sich da wirklich zusammenreißen.Es sind immer noch ihre leiblichen Enkelkinder, die sie seit der Geburt kennt. Gerade Babys liebt man doch als Familienmitglied unabhängig von Namen und Verhalten weil sie einfach süß und hilflos sind. Wenn die Kinder dann älter sind, kann man die Liebe nicht einfach wieder abstellen.

Als Außenstehender passiert mir das allerdings schon manchmal, dass ich Kinder, mit bestimmten Namen nicht besonders mag. Einfach weil mir bestimmte, nicht besonders geliebte, andere Menschen einfallen und man automatisch eine Abneigung gehen Menschen mit diesem Namen hat. Schlechte Verhaltensweisen des Kindes fällt mir dann einfach besonders auf und ich muss mich zusammenreißen, damit das Kind nichts davon merkt, denn es kann nichts für meine Vorurteile. Anstellen kann ich sie aber leider auch nicht.

» JadeC » Beiträge: 671 » Talkpoints: 0,22 » Auszeichnung für 500 Beiträge


Bestimmte Namen sind ja schon mit verschiedenen Vorurteilen versehen. Es gibt ja auch Studien, die deutlich aufzeigen, dass Personen mit bestimmten Namen schlechtere Chancen bei Bewerbungen haben. Allerdings kennt man Kinder im Verwandtenkreis ja von Anfang an, so dass sich ja gar nicht erst die Gelegenheit ergeben sollte, irgendwelche Vorurteile aufzubauen.

Ein neugeborenes Kind ja noch nichts in dieser Richtung angestellt haben, um irgendwelche Vorurteile zu rechtfertigen. Von daher finde ich es auch reichlich merkwürdig albern und merkwürdig, wenn jemand sagt, dass er die Kinder mit einem solchen Namen nicht mögen oder lieben kann. Das muss für mich dann auch andere Ursachen haben.

Für mich ist es völlig in Ordnung, wenn man nicht jeden Namen gut findet und das auch offen ausspricht. Trotzdem sollte gerade ein neugeborenes Kind nicht darunter leiden und deshalb weniger Liebe erfahren. Immerhin kann es ja auch selbst gar nichts für seinen Namen, so dass man es diesbezüglich nicht deshalb benachteiligen sollte.

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» Prinzessin_90 » Beiträge: 30132 » Talkpoints: 131,00 » Auszeichnung für 30000 Beiträge


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