Kind weint ständig, wenn es zur Schule muss, was tun?

vom 18.06.2019, 23:39 Uhr

Eine Bekannte von mir hat ein Kind im Grundschulalter. Das es anfangs nicht leicht werden würde, wenn die Kleine zur Grundschule geht, alles ist neu und ungewohnt, war ihr bewusst. Doch schon seit letztes Jahr, als sie eingeschult war, weint sie wirklich täglich, wenn sie zur Grundschule geht. Es hat sich eben nicht gelegt.

Wenn man die Kleine fragt, wieso sie weint heißt es, sie will nicht in die Schule, sie hasst die Schule, die Kinder sind ihr egal, sie will einfach daheim bei Mama oder Papa bleiben. Sie hat wirklich einen regelrechten Hass auf die Grundschule und das vom Tag der Einschulung bis heute.

Laut Lehrer legt sich das Weinen in der ersten Stunde wieder, sie macht auch gut mit, aber sie weint morgens trotzdem und macht einen riesigen „Affenzirkus“, um es mit den Worten meiner Bekannten zu sagen. Ein Schulpsychologe ist schon eingeschaltet, aber wirklich helfen konnte er bisher auch nicht.

Daher wollte ich vielleicht Euch mal fragen, was Ihr tun würdet und ob Ihr ein derartiges Verhalten womöglich kennt? Was kann die Bekannte tun, um das Kind morgens ohne ständiges Theater in die Schule zu schicken?

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» Kätzchen14 » Beiträge: 4636 » Talkpoints: 47,93 » Auszeichnung für 4000 Beiträge



Mich würden mal die Hintergründe interessieren. Hat sie was den Kindergarten angeht, ebenfalls Theater gemacht oder war das da eher friedlich? Ist sie überhaupt im Kindergarten gewesen? Hat sie in der Schule so gar keine Freunde, die sie noch aus dem Kindergarten kennt? Ich denke, dass das Kind einfach mit den Mitschülern nicht klar kommt und dort zu wenig Kontakte hat und deswegen immer nach Hause möchte. Ist natürlich rein spekulativ. Ich finde es aber schon merkwürdig, dass nicht mal der Schulpsychologe eine Ahnung zu haben scheint.

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» Täubchen » Beiträge: 33057 » Talkpoints: -0,08 » Auszeichnung für 33000 Beiträge


Ich denke auch, dass viele Gründe dafür in Frage kommen können, warum das Mädchen jeden Morgen weint und sich weigert zur Schule zu gehen. Ich würde da auch hinterfragen, was in der Schule vielleicht vor sich geht. Lehrer bekommen ja auch nicht alles mit. Vielleicht hat sie Ärger mit Mitschülern oder ähnliches. Es kann ja auch sein, dass das Kind Trennungsängste hat, die sich bereits im Kindergarten angebahnt haben. Daher wäre es sicherlich hilfreich zu wissen, wie die Kindergartenzeit war oder ob das Mädchen eben nur zu Hause durch die Eltern betreut wurde.

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» Nelchen » Beiträge: 32251 » Talkpoints: 0,17 » Auszeichnung für 32000 Beiträge



Den Fall hatten wir nach einer Weile im Kindergarten auch. Es kam heraus, dass mein Sohn von anderen Kindern geärgert wurde und da er sich noch nicht so gut ausdrücken kann, hat er sich da der Erzieherin nicht anvertrauen können. Diese hatte dann eine Weile intensiver darauf geachtet und die größeren Kinder haben es dann sein lassen, er konnte sich auch besser integrieren und hat nun schon erste Freunde.

Was ich damit sagen will, es ist wichtig zu wissen was der Grund ist. Man kann morgens verzweifeln, wenn das eigene Kind bittet und bettelt, dass es doch zu Hause bleiben kann. Dennoch sollte man versuchen herauszufinden woran es liegt. Wie lief es denn im Kindergarten? Sind beste Freunde nun auf einer anderen Schule? Wenn ja, vielleicht liegt es daran, dass diese Freunde vermisst werden.

Vielleicht bringt es hier auch die Zeit. Es kann aber auch sein, dass sich das Kind überfordert fühlt. Das war bei meinem Neffen so. Dieser hatte seinen besten Freund in einer anderen Schule und kam im ersten Jahr so gar nicht mit dem Aufwand klar, der da plötzlich auf ihn zukam, das ganze Neue war zu viel für ihn. Zu Hause war er dann oft gereizt und auch überdreht. Letztendlich würde ich das Gespräch zum Kind suchen und vielleicht auch mal von eigenen Erfahrungen berichten. Wenn man sich nicht mehr an die Schulzeit erinnern kann, dann kann man sich ja mal überlegen wie es im Job am Anfang sein kann und da gibt es ja auch Situationen manchmal in denen einem alles zu viel ist. Wenn das Kind merkt, dass man das auch als Erwachsener mal hat oder hatte, bekommt es vielleicht eher die Sicherheit es schaffen zu können.

Man braucht viel Nerven, viel Geduld und letztendlich wurden hier schon die richtigen Schritte gegangen, denn es wurden Lehrer und der Schulpsychologe einbezogen. Man ist also auf den richtigen Weg und zeigt dem Kind auch, dass man das Problem Ernst nimmt.

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» Ramones » Beiträge: 39985 » Talkpoints: 0,05 » Auszeichnung für 39000 Beiträge



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