Inwieweit beeinflusst euer Gewicht euren Kleidungsstil?

vom 09.07.2018, 23:42 Uhr

Ich habe schon von einigen Leuten mitbekommen, dass ihr Gewicht stark ihren Kleidungsstil beeinflusst hat. Eine Bekannte von mir hat beispielsweise sehr viel abgenommen - soweit ich wie, müssten es an die 30 Kilogramm sein. Während sie zuvor meistens Leggings und weite Oberteile getragen hat, zieht sie nun sehr gerne Jeans und auch körperbetonte Sachen an.

Sie meinte, dass sie sich in Jeans damals nie wohlgefühlt hat, wobei auch der Jeanskauf beziehungsweise allgemein Hosenkauf für sie ein Horror gewesen sein soll, weshalb sie dann immer zu Leggings gegriffen hat. Und auch in engen Sachen fühlte sie sich damals unwohl, während auch das sich nun geändert hat. Hat sich euer Kleidungsstil schon einmal stark geändert, nachdem ihr viel zu- oder abgenommen hab? Inwieweit beeinflusst euer Gewicht euren Kleidungsstil?

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» Prinzessin_90 » Beiträge: 33809 » Talkpoints: 166,21 » Auszeichnung für 33000 Beiträge



Mein Kleidungsstil hat sich nicht geändert vom Gewicht her. Denn meine Figur hat sich auch nicht geändert und ist dieselbe Sanduhr-Form geblieben wie vorher auch. Daher trage ich bevorzugt Kleidung, die die Taille betont und die figurnah geschnitten ist. Komplimente bekomme ich so oder so was für eine tolle Figur ich doch hätte. Das ist völlig unabhängig vom Gewicht, wobei ich aber auch noch nie übergewichtig gewesen bin.

Mein Kleidungsstil wird eher vom Anlass beeinflusst. So trage ich ganz gerne enge Etuikleider und Röcke, aber für den Alltag sind die eben denkbar unpraktisch. Da ziehe ich eben Skinnys und Turnschuhe vor und dann ein dünnes Langarm-Shirt oder T-Shirt dazu, je nach Temperatur.

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» Täubchen » Beiträge: 33313 » Talkpoints: -0,26 » Auszeichnung für 33000 Beiträge


Doch, mein Kleidungsstil hat sich verändert. Ich habe extrem viel zugenommen und hatte echte Probleme, passende Kleidung zu finden. Daher bin ich sehr lange nur in Sportkleidung herumgelaufen.

Wohlfühlen war echt anders und ich habe mich auch ungepflegt gefühlt. Das Unangenehme war einfach, dass sich das Fett am Oberkörper angesetzt hat und Arme und Beine sind recht normal geblieben, Kortison halt. Das bedeutet, ich musste auf Hosen zurückgreifen, die nach oben hin dehnbar waren, damit der Bauch versteckt wird und da gab es leider nur Leggins und Sporthosen.

Mittlerweile hat mein Körper sich wieder etwas verändert und was soll ich sagen? Ich kann wieder Jeans tragen, ich muss keine altbackenen, übermäßig bunten Oberteile mehr tragen, weil die Muster ja kaschieren. Noch kann ich keine Jeans mit Knopf tragen, aber ich kann wieder Jeans tragen, immerhin. Auch bei Oberteilen kann ich wieder auf andere Schnitte zurückgreifen.

» Wibbeldribbel » Beiträge: 11313 » Talkpoints: 8,82 » Auszeichnung für 11000 Beiträge



Ich glaube, dass der Kleidungsstil immer auch von der Figur abhängig ist, zumindest wenn man sich stilvoll kleiden möchte. Eine etwas kräftigere Frau sieht in Leggings und kurzem bauchfreien Top meistens nicht sehr ästhetisch aus. Aber auch eine knochigen, alte Frau, deren Hintern etwas herabhängt, sollte vielleicht auf ein solches Outfit verzichten.

Mein Kleidungsstil wird von meiner momentanen Körperform tatsächlich beeinflusst. Nach den Schwangerschaften hat sich mein Bauch nur langsam zurückgebildet. Deswegen habe ich in diesen Zeiten keine taillenbetonten Kleidungsstücke getragen, sondern eher weite Blusen und T-Shirts. Allerdings ist bei mir nicht das Gewicht entscheidend, sondern die Körperform, die sich im Laufe der Zeit verändert hat. Im Moment bin ich ganz zufrieden, weil ich viel Sport mache und eigentlich alles tragen kann, was altersgemäß passt.

» blümchen » Beiträge: 1019 » Talkpoints: 8,21 » Auszeichnung für 1000 Beiträge



Ich kann auf jeden Fall bestätigen, dass mein Gewicht Einfluss auf meinen Kleidungsstil hatte, und zwar leider deutlich mehr, als mir lieb war. Meine gesamte Kindheit und Jugend lang war ich eher moppelig und am oberen Rand des Normalgewichts, was ich damals leider auch in Form garstiger Kommentare und Witze auf meine Kosten von den Gleichaltrigen zu spüren bekommen habe. Entsprechend bin ich mit einem sehr miesen Körpergefühl in die Pubertät gekommen und war der festen Überzeugung, für Kleider, Röcke und enge Shirts zu dick zu sein. Ich habe daher Pullis in der Männerabteilung gekauft, weite Hosen getragen und am Abiball als einziges Mädchen kein Ballkleid angehabt, sondern eine möglichst schlichte Blusen-Rock-Kombination, die maximal wenig Bein gezeigt hat.

Im Erwachsenenalter habe ich dann in sehr kurzer Zeit nahezu 20 kg abgenommen und bekam zwischenzeitlich bei Sichtbarwerden erster Ergebnisse positive Rückmeldung von außen, die mich darin bestärkt hat, endlich mal die Klamotten tragen zu „dürfen“, die ich immer nur sehnsüchtig im Schaufenster betrachtet habe. In dieser Zeit habe ich viele kurze Hosen und Röcke mit Strumpfhosen, erstmals ärmellose Tops und vor allem zahlreiche Kleider getragen. Schlussendlich ging die Gewichtsabnahme jedoch in den Bereich des Untergewichts und ich musste wieder zunehmen, um gesund zu bleiben. Das Resultat war dann - trotz absolutem Normalgewicht zu jeder Zeit ab diesem Punkt - erneut ein Schamgefühl bei zu engen und figurbetonten Sachen, das ich auch heute manchmal noch habe.

Ich wünschte, dass ich mich davon nicht so beeinflussen lassen würde, aber ich habe nunmal selber erfahren, wie stark die Umwelt auf Gewichtsschwankungen reagiert, und daher fällt es mir einfach schwer, so völlig auszublenden, wie mein Körper sich entwickelt. Dennoch habe ich schon wesentlich mehr Selbstvertauen als früher und kann auch mal „gewagtere“ Schnitte anziehen, aber etwas komisch fühle ich mich ab und an doch dabei.

» MaximumEntropy » Beiträge: 7372 » Talkpoints: 906,24 » Auszeichnung für 7000 Beiträge


Mein Gewicht hat sich nicht groß verändert seit ich aufgehört habe zu wachsen, aber ich habe mir das, was ich gerne trage, definitiv nicht mit meinem Gewicht im Hinterkopf ausgesucht. Das kannte ich über einen längeren Zeitraum hinweg eh nicht weil ich gar keine Waage hatte.

Was meinen Kleidungsstil sicher geprägt hat ist meine Größe und meine Figur im allgemeinen. Ich habe eine relativ "gerade" Figur mit wenig Taille, Hüfte und Po. Daran würde sich wahrscheinlich auch nichts ändern wenn ich Übergewicht oder Untergewicht hätte.

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» Cloudy24 » Beiträge: 25193 » Talkpoints: 65,54 » Auszeichnung für 25000 Beiträge


Der Kleidungsstil ändert sich bei einer Gewichtszunahme einfach automatisch, da man eben zu anderen Kleidungsstücken greifen muss, wenn die Hose kneift oder sich bei einem engen Oberteil alles abzeichnet und man sich darin auch unwohl fühlt. Deswegen trage ich weitere Kleidung, wenn ich zunehme.

Bei einer Gewichtsabnahme hat sich bei mir nicht viel verändert, da hängen und schlabbern die Klamotten halt einfach mehr. Aber wenn ich abnehme, dann kommt das Gewicht früher oder später wieder drauf, so dass sich Neukäufe eigentlich nicht groß lohnen.

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» soulofsorrow » Beiträge: 9068 » Talkpoints: 0,68 » Auszeichnung für 9000 Beiträge



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